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Große Ratzeburger Delegation zu Besuch in der wallonischen Partnerstadt Walcourt (Belgien)

 

  PRESSE_PARTNER_WALCOURT

Wenn die wirtschaftlichen Probleme in Europa und in unseren Ländern groß werden und fast unbeherrschbar erscheinen, dann dürfen wir nicht zurückfallen in alte Ressentiments, worüber wir sehr erschrocken sind. Unsere Freundschaft lebt;  darum werden wir Europa, unsere Länder und unsere Städte auch gemeinsam in die Zukunft führen und uns nicht auseinander dividieren lassen“, sagte Bürgermeister Rainer Voß während des Festabends in Walcourt und verband das mit einem herzlichen Dank für die Gastfreundschaft an seine Kollegin Christine Poulin aus Walcourt und dem ganzen Team vom Verbrüderungskomitee und allen Gastgebern der 46-köpfigen Delegation aus Ratzeburg. 

Die Beziehungen zur Stadt Walcourt bestehen mehr als 40 Jahre und jedes Jahr trifft man gemeinsam mit den beiden anderen Partnerstädten aus Belgien und Frankreich zusammen.

Inzwischen sind auch die die Parforcehornbläser Maurinetal aus der mecklenburgischen Partnerstadt Schönberg, die bereits bei den letzten Verbrüderungstreffen in Châtillon-sur-Seine/Frankreich und Esneux/Belgien musiziert hatten, ein fester Bestandteil der Reisegruppe und bereicherten das Festprogramm und insbesondere auch den feierlichen ökumenischen Gottesdienst in der Basilika von Walcourt. 



Auch  Mitglieder der Ratzeburger Feuerwehr, absolvierten ein umfangreiches Programm, das von ihren Kameraden aus  Walcourt vorbildlich organsiert worden war. 

Am Samstag führte ein Tagesausflug in die wunderschöne Provinzhauptstadt Namur. Stadtführer führten die Teilnehmer  z.B. in das Museum der Alten Künste (Musée des Arts Anciens), in dem sich der Schatz von Oignies (Goldschmiedearbeiten, die im XIII. Jahrhundert angefertigt wurden) befinden. Auch die Aussicht über die Stadt  von der Zitadelle und in das malerische Tal der Maas  begeisterte die Teilnehmer. 

Der Besuch des Soldatenfriedhofs in Tarcienne, auf dem belgische und deutsche Soldaten gemeinsam begraben sind,  mit einer Kranzniederlegung,  stand insbesondere unter dem Eindruck der gerade an diesem Tag bekannt gewordenen Schändung eines Ehrenfriedhofs in Frankreich.

(Einen Tag vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im nordfranzösischen Reims haben Unbekannte in unmittelbarer Nähe rund 40 Gräber von deutschen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg geschändet. Innenminister Manuel Valls erklärte, die Schändung der Gräber auf dem Militärfriedhof des kleinen Ardennen-Dorfes Saint-Étienne-à-Arnes sei "unerträglich".)

Das nächste Verbrüderungstreffen findet  vom 16. bis 18. August 2013 in Ratzeburg statt.