Städtebauprojekte
Eine Stadt verändert und entwickelt sich fortwährend. Vor allem Bauprojekte hinterlassen hier ihre Spuren. Sie verändern das Stadtbild, schaffen Neues, modernisieren, was in die Jahre gekommen, lassen Vertrautes verschwinden und eröffnen neue Perspektiven und Möglichkeiten. Es sind Bauprojekte für die Menschen vor Ort, für ihre sich wandelnden Bedürfnisse. Es sind alles Projekte der Daseinsvorsorge, die öffentliche Räume zeitgemäß ausgestalten, attraktive Einrichtungen sicherstellen und ein lebenswertes Wohnumfeld schaffen.
Aktuelle Bauprojekte
Erneuerung der Domhalbinsel
Neugestaltung des Domhofes
Was wollen wir erreichen?
Ziel der Stadt Ratzeburg ist es, den baukulturell wertvollen Bereich der Domhalbinsel in seiner Form und strukturellen Gesamtheit für die Nachwelt zu erhalten und gleichzeitig als städtischen Lebensraum entsprechend den zeitgemäßen Ansprüchen zu entwickeln. Das touristische Potential, welches gerade in diesem Teil des Ortes vorhanden ist, soll weiterentwickelt werden.
Diese Ziele sollen mit der Neugestaltung bzw. der Überarbeitung der öffentlichen Räume verwirklicht werden, welche sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand befinden. Zu diesem Zweck wurde die Gesamtmaßnahme „Erneuerung der Domhalbinsel, Domhof“ 2019 in das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen und mit einer Fördersumme von rund 648.000 € beschieden.
Der Dom gehört zu den ältesten Kirchen des Landes und die Domhalbinsel erlangt mit ihm nationale bzw. internationale Bedeutung. Der Dombezirk stellt einen Denkmalbereich von nationalem Rang und großer Bedeutung für die Identität und Wahrnehmung der Stadt dar. Jährlich besuchen mehr als 100.000 Besucher das historische Bauwerk. In unmittelbarer Nachbarschaft des Doms befinden sich weitere bedeutende Baudenkmale (z.B. das Kloster, das Herrenhaus, die Domkaserne etc.). Neben diesen baukulturell wichtigen Zeitzeugen, die die Atmosphäre prägen, rundet der „Palmberg“ als Gartendenkmal die Einmaligkeit des Ortes ab.
Zur Wahrung dieser städtebaulich hohen Qualität wurden für die Umgestaltung des Bereiches die oben erwähnten Bundesmittel bewilligt.
Sprechen Sie uns an bei weiteren Fragen zum Verfahren oder zu den Planungen:
Herr Wolf, Tel: 04541-8000-160 od. wolf@ratzeburg.de
Frau Koop, Tel: 04541-8000-161 od. k.koop@ratzeburg.de
Erneuerung der Ratzeburger Domhalbinsel nimmt Formen an
Die Erneuerung der Ratzeburger Domhalbinsel nimmt sichtbar Formen an. In den vergangenen Monaten wurde in unterschiedlichen Abschnitten an den verschiedenen Ver- und Entsorgungsleitungen im Erdreich gearbeitet. Aktuell sind diese Arbeiten bis zum Bereich südlich des historischen Torhauses fortgeschritten. Dort, wo diese Sanierungen abgeschlossen werden konnten, wird bereits die neue kombinierte Geh- und Fahrbahn barrierearm hergestellt. Dies ist im Bereich der südlichen Querverbindung des Domhofs und vor dem städtischen Kindergarten inzwischen gut zu erkennen. Die Straße ist dort nur teilweise mit dem historischen Kopfsteinpflaster belegt. Der andere Teil besteht aus geschnittenen Natursteinen, die ein ebenes, barrierearmes Gehband für Fußgänger schafft. Die Kreuzungsbereiche werden komplett in ebenem, geschnittenem Granitgroßpflaster hergestellt. Die Materialauswahl wurde mit der örtlichen Denkmalschutzbehörde abgestimmt. In dieser Weise sollen nach Abschluss der Sanierungsmaßnahme alle Straßenzüge auf dem Domhof hergestellt und so die Erreichbarkeit der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Institutionen deutlich verbessert werden.
Ein weiterer Meilenstein der Erneuerung der Domhalbinsel ist überdies im Bereich der Ruderakademie zu erkennen. Am Busparkplatz in Höhe des Haus Mecklenburg wurde eine barrierefreie Toilettenanlage installiert. Hier stehen noch Anschluss- und Pflasterarbeiten aus, bis diese der Öffentlichkeit übergeben werden kann. Der Wunsch nach einer barrierefreien Toilettenanlage in diesem touristisch sehr stark frequentierten Bereich Ratzeburgs war im Bürgerbeteiligungsverfahren sehr deutlich artikuliert worden und konnte im Rahmen der Planung und Förderung berücksichtigt werden.
Die Erneuerung der Domhalbinsel ist ein "Nationales Projekt des Städtebaus" und wird aus dem gleichlautenden Bundesprogramm mit rund 648.000 € gefördert. Es soll dazu beitragen, den baukulturell wertvollen Bereich der Domhalbinsel in seiner Form und strukturellen Gesamtheit für die Nachwelt zu erhalten und gleichzeitig als städtischen Lebensraum entsprechend den zeitgemäßen Ansprüchen zu entwickeln. Das touristische Potential, welches gerade in diesem Teil des Ortes vorhanden ist, soll weiterentwickelt werden. Diese Ziele sollen mit der Neugestaltung bzw. der Überarbeitung der öffentlichen Räume verwirklicht werden, welche sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand befinden.
Die Baustelle wird vom 21. Dezember bis zum 5. Januar ruhen. In dieser Zeit wird der Domhof für die Anwohner weitestgehend befahrbar sein. Die Stadt Ratzeburg macht allerdings eindringlich darauf aufmerksam, dass es in dem gesamten Bereich keine Parkmöglichkeiten gibt! Alle Besucher des Domes werden dringend darum gebeten, außerhalb des Bereiches der Domhalbinsel zu parken und die restliche Wegstrecke zu Fuß zurückzulegen.
Spatenstich zur Erneuerung der Domhalbinsel und zur Neugestaltung des Ratzeburger Domhofes
Mit einem offiziellen Spatenstich haben am vergangenen Donnerstag die Arbeiten zur Neugestaltung des Ratzeburger Domhofs begonnen. Im Beisein zahlreicher Gäste und Anwohner gaben Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer, Landrat Dr. Christoph Mager, Bürgermeister Eckhard Graf, Bauausschussvorsitzender Werner Rütz und Ute Schmidt vom Ingenieurbüro MIV symbolisch das Startsignal für diese umfassende Baumaßnahme, die über das Programm "Nationale Projekte des Städtebaus" durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert wird.
Bürgermeister Graf beschrieb in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung und Komplexität dieser Erneuerung, die die ganze Domhalbinsel betrifft, mithin ein Planungsgebiet mit ca. 10.000 m² im weitestgehend denkmalgeschützten Umfeld. "Ziel ist eine Neugestaltung der öffentlichen Räume, der Erhalt des baukulturellen Erbes und die gleichzeitige Weiterentwicklung des städtischen Lebensraumes entsprechend den zeitgemäßen Ansprüchen", so Graf. Dies umfasst zum einen die Erneuerung und barrierearme bzw. barrierefreie Gestaltung der Verkehrsflächen, um die Erlebbarkeit der Domhalbinsel und des angrenzenden Doms für alle Bevölkerungsgruppen zu verstärken. Ebenso wird eine Sanierung des Regenwasserkanalsystems vorgenommen. Die Vereinigten Stadtwerke GmbH investiert in die Erneuerung der Gas-, Trinkwasser- und Niederspannungsleitungen, einschließlich aller Hausanschlüsse, der Straßenbeleuchtungskabel und in den Ausbau des Breitbandnetzes.
Ein besonderes Augenmerk wird auch auf den Erhalt und Aufwertung der Grünflächen und des Gartendenkmals ˈPalmbergˈ gelegt. Ziel ist hier eine gartenhistorische Sanierung des Gartendenkmals, welche die Aufwertung der Wegebeziehungen und Grünflächen, baumpflegerische Maßnahmen, Baumneupflanzungen, Wegebau, Erneuerung des Stadtmobiliars beinhaltet. Südlich des Domhofs, zwischen Jugendherberge und Ruderakademie, soll zudem eine barrierefreie WC-Anlage errichtet werden. Auch die Erweiterung des Leit- und Beschilderungssystems unter Berücksichtigung von Aspekten der Barrierefreiheit und -armut sind Teil der umfangreichen Neugestaltung.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme, die seit 2019 intensiv mit vielen Untersuchungen, Gutachten und Abstimmungsgesprächen vorbereitet wurde, belaufen sich für alle Kostenträger (Stadt, Stadtentwässerung, Stadtwerke) auf ca. 4.000.000 Euro. Der Bund beteiligt sich daran über das über das Programm "Nationale Projekte des Städtebaus" mit ca. 648.000 Euro.
Stadtpolitik berät über die Neugestaltung des Ratzeburger Domhofes
In der kommenden Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Stadt Ratzeburg wird über die Neugestaltung des Ratzeburger Domhofes beraten. Es gilt, den baukulturell wertvollen Bereich der Domhalbinsel in seiner Form und strukturellen Gesamtheit für die Nachwelt zu erhalten und gleichzeitig als städtischen Lebensraum entsprechend den zeitgemäßen Ansprüchen zu entwickeln. Auch das touristische Potential, welches gerade in diesem Teil des Ortes vorhanden ist, soll dabei weiterentwickelt werden. Diese Ziele sollen mit der Neugestaltung bzw. der Überarbeitung der öffentlichen Räume verwirklicht werden, welche sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand befinden. Zu diesem Zweck wurde die Gesamtmaßnahme „Erneuerung der Domhalbinsel, Domhof“ 2019 in das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen und mit einer Fördersumme von rund 450.000 € beschieden.
Der Ausschuss wird sich vordringlich mit den Ergebnissen der Online-Bürgerbefragung befassen, die zu Jahresbeginn mit erfreulichem Zuspruch und zahlreichen Eingaben vom städtischen Bauamt durchgeführt wurde. Bürgerinnen und Bürger hatten hier die Möglichkeit, sich über das in der Vorplanungsphase befindliche Projekt zu informieren und gleichzeitig, ihre Vorstellungen zum Vorhaben mitzuteilen. "Wir konnten mit den Antworten und Anregungen von 186 Teilnehmern der Online-Befragung uns ein gutes Meinungsbild zu dem geplanten Vorhaben machen", sagt Bauamtsleiter Michael Wolf. Daraus ist eine nach Themenbereichen kategorisierte Abwägungstabelle entstanden, aus der Empfehlungen zur weiteren Entwurfsbearbeitung folgen. Schriftlichen Anregungen wurden, soweit möglich, ebenso in Themenbereiche kategorisiert, um diesen dann den jeweiligen Themenfeldern der „Abwägungstabelle“ zuordnen zu können. Die Mitglieder des Ausschusses müssen jetzt über die vorgestellten Abwägungsvorschläge beraten. Der aufgrund der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung und zahlreicher weiterer Abstimmungen überarbeitete Vorentwurf soll dann weitere Planungsschritte ermöglichen. Informationen zur Sitzung sind auf der städtischen Webseite im Sitzungsinformationsdienst für interessierte Bürgerinnen und Bürger bereit gestellt.
Die Ergebnisse der Online-Befragung sowie die zur Diskussion stehende Abwägungstabelle und der Vorentwurf können nachfolgend eingesehen werden:
Ausgangssituation und Ziel >> |
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Ein kurzer Blick zurück >> |
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Planung der Verkehrsflächen >> |
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Schwerpunkt Barrierefreiheit >> |
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Planung der Grünfläche Palmberg >> |
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Wegeverbindung Reeperbahn - Domhof >> |
Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick!
Mit der Aufnahme in das von Bund und Land getragene Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ entwickelt die Stadt Ratzeburg gemeinsam mit den Umlandgemeinden Strategien und Maßnahmen, um frühzeitig auf die sich verändernden demografischen und wirtschaftlichen Strukturen zu reagieren und auch in Zukunft bedarfsgerechte Infrastrukturangebote bereitstellen zu können. Diesen Entwicklungsprozess bezeichnet man als "Daseinsvorsorge".
Anknüpfend an das “Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“, welches im vergangenem Jahr zusammen mit der Institut GEWOS, Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ratzeburg sowie den Umlandgemeinden entwickelt wurde und Handlungsfelder für eine zukünftige Stadtentwicklung im Sinn dieser Daseinsvorsorge bestimmen konnte, beginnen nun die eigentlichen Planungen der konkreten Maßnahmen nach einem gesetzlich festgelegten Verfahren. Hierfür sind nach dem Baugesetzbuch zunächst sogenannte "Vorbereitende Untersuchungen" notwendig, die das im Zukunftskonzept bestimmte Untersuchungsgebiet, „Südlicher Inselrand“ auf der Altstadtinsel, detailliert analysiert und dabei Chancen sowie Potenziale der Entwicklung ausgelotet, um in einem kooperativen Prozess ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept zu erarbeiten.
Aus den darin definierten Leitlinien und Handlungsfeldern werden dann konkrete Maßnahmen abgeleitet. Mit dieser Grundlage wird die Stadt Ratzeburg in die Lage versetzt, ein sogenanntes "Maßnahmengebiet" auszuweisen, in dem die zur Verfügung stehenden Städtebaufördermittel aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ eingesetzt werden können. Im Rahmen dieser Förderung werden jeweils ein Drittel der Mittel vom Bund, vom Land Schleswig-Holstein und von der Stadt Ratzeburg getragen. Aber auch privates Engagement ist bei der Finanzierung und Umsetzung der Maßnahmen erforderlich.
Neugestaltung der Ratzeburger Seebadestelle an der Schloßwiese schreitet voran
Auf der Ratzeburger Seebadestelle an der Schloßwiese konnte nach dem Ende der Badesaison wie geplant der zweite Bauabschnitt zu deren Neugestaltung gestartet werden. Nachdem in der saisonfreien Zeit von 2023 bis 2024 zunächst die Gebäudeteile des alten Strandbades modernisiert wurden, stehen jetzt die Außenanlagen im Fokus. Die alte Steganlage wurde demontiert. An ihrer Stelle soll eine erweiterte Steganlage mit Sprungturm entstehen. Aktuell werden dafür 11 Meter lange Stahlpfähle aufwendig im Seeuntergrund platziert. Dazu wird ein Kran auf einem Schwimmponton eingesetzt.
Zur Erneuerung der Außenanlagen wird auch eine barrierefreien Weggestaltung bis ins Wasser gehören sowie die Schaffung neuer fester Sitzgelegenheiten, die sowohl von Badegästen, als auch für Veranstaltungen genutzt werden können. Ziel ist es, dass die modernisierte Seebadestelle zur Badesaison 2025 eröffnet werden kann. Für die Neugestaltung der Seebadestelle werden im Zuge des Städtebauförderprogramms "Lebendige Zentren" rund 4,3 Millionen € aufgewendet. Dabei teilen sich Bund, Land und Stadt jeweils ein Drittel der anfallenden Kosten.
Startschuss für die Erneuerung der Seebadeanstalt auf der Schlosswiese in Ratzeburg
Die traditionsreiche Seebadeanstalt Schlosswiese in Ratzeburg wird bald in neuem Glanz erstrahlen. Diese liegt im Westen der Altstadtinsel und grenzt direkt an den Ratzeburger See an. Seit ihrer Eröffnung hat sich die Seebadeanstalt zu einem wahren Besuchermagnet entwickelt und ist bei allen Ratzeburgern und Besuchern aus dem Umland als Ausflugsort sehr beliebt. Das Gebäude wurde in den 1930er Jahren errichtet, nach einem Brand in den 1950er Jahren teilweise wiederaufgebaut und steht heute unter Denkmalschutz. Da das Gebäude sowie die Außenanlagen ein wenig „in die Jahre gekommen“ sind, wird die Seebadeanstalt in ihrer Gesamtheit im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ modernisiert und saniert, so dass sich auch die nächsten Generationen an dieser Einrichtung erfreuen können.
Bei der Planung der Erneuerungsmaßnahmen zu einer Anlage mit zeitgemäßer Ausstattung erfolgte im Juni/Juli 2020 eine umfangreiche Bürgerbeteiligung. Die über 320 Antworten und Anregungen wurden ausgewertet und flossen in die Planung mit ein. So konnten nicht nur die notwendigen Maßnahmen, sondern auch die Wünsche der Bürger und Besucher mitberücksichtigt werden. Badestellenbereich und Gebäude sollen auf den neuesten Stand gebracht und die Steganlage komplett erneuert werden. Alle Einrichtungen werden barrierefrei erreichbar sein. Die beliebte und auch weiterhin gewünschte Aufteilung zwischen Rasen- und Sandflächen wird beibehalten und durch eine Wegeverbindung besser zugänglich gemacht. Ein barrierefreier Zugang zum Wasser wird neu hergestellt. Die Freiflächen bieten ausreichend Sonnen- und Schattenplätze, ergänzt durch eine kleine sanft modellierte Rasenstufenfläche. Die Erneuerung des Beachvolleyballfelds, zusammen mit dem teilweise inklusiv gestalteten Spielplatz, bieten darüber ein breites Angebot für Groß und Klein. Entsprechend den Ergebnissen aus dem Beteiligungsverfahren wird die Steganlage mit Aufenthaltsbereichen, einem Sprungturm und zwei Badeinseln geplant. Im westlichen, naturräumlich geprägten Bereich, ist ein weiterer kleiner Ausblicksteg vorgesehen.
Begonnen wird mit der umfassenden Sanierung und Modernisierung des Gebäudes. Zielsetzung ist dabei alles so originalgetreu wie möglich zu erhalten bzw. zu erneuern. Der Bereich der Seebadeanstalt erhält unter anderem neue Sanitär- und Umkleideräume sowie einen im Gebäude integrierten Kiosk. Nach Beendigung der Baumaßnahme zieht die DLRG in den wasserseitig gelegenen Gebäudeteil, um allen ein sicheres Badevergnügen zu gewährleisten. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.
Der Start der Umbauarbeiten am Gebäude erfolgte Ende Oktober 2023. Neubau der Stege und die Umgestaltung der Außenanlage sind in 2024 nach Abschluss der Badesaison vorgesehen. So können die Badegäste die Seebadeanstalt während der Badesaison 2024 wie gewohnt nutzen und in der Saison 2025 die neue Anlage genießen.
Ermöglicht wurde die Maßnahme insbesondere durch die Tatsache, dass die Stadt Ratzeburg aus der Städtebauförderung Finanzmittel von Bund und Land zugewiesen bekommen hat. Diese tragen einen Kostenanteil von ca. zwei Drittel bei Gesamtkosten von knapp 4,2 Mio. Euro.
Die Erneuerung der Seebadeanstalt Schlosswiese ist die erste große Maßnahme, die baulich in Angriff genommen wird. Weitere sollen im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ Ratzeburg im Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“ folgen. Die Planungen für den Neubau des Schwimmbades „Aqua Siwa“ und die Umnutzung der Ernst-Barlach-Schule als Kultur- und Bildungseinrichtung laufen auf Hochtouren und sollen in den nächsten Jahren gleichfalls mit Mitteln der Städtebauförderung durch Bund, Land und Stadt finanziert und realisiert werden. Unterstützt wird die Stadt Ratzeburg bei der Umsetzung der städtebaulichen Gesamtmaßnahme durch die BIG Städtebau GmbH als treuhänderischer Sanierungsträger.
Reges Bürgerinteresse an den Planungen zur Neugestaltung der Ernst-Barlach-Schule
Die Neugestaltung und Nutzung der Ernst-Barlach-Schule stand Ende März im Fokus einer öffentlichen Bürgerinformation in der Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule, mit der das Ratzeburger Städtebauprojekt "Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge" im Rahmen der Städtebauförderung "Lebendige Zentren" in einem wichtigen Baustein fortgeführt wurde. Jörn Willert vom Planungsbüro STADT + HAUS aus Wismar präsentierte den anwesenden Bürger*innen den aktuellen Planungsstand und die verschiedenen Entwicklungsvarianten des Gebäudes als zukünftiges Kultur- und Bildungszentrum. Er konnte dabei die besonderen Herausforderungen dieses Projektes deutlich beschreiben, die sich insbesondere aus den vielfältigen Nutzungsbedarfen ergeben, welche im Zuge der Planungen ermittelt werden konnten. So soll die Ernst-Barlach-Schule ganz unterschiedliche Nutzergruppen mit jeweils spezifischen Raumbedarfen genügen, wie dem Tourismusbüro, dem Stadtarchiv, der Erwachsenenbildung, dem Vereinswesen oder auch der Stadtverwaltung. Die aktuellen Entwürfe sehen hier die Freistellung des Gebäudes und die Errichtung eines neuen Anbaus vor, ebenso die Wiederherstellung der ursprünglichen Eingangssituation sowie die barrierefreie Erschließung des Gebäudes durch den Einbau eines Aufzuges.
In der Folge entspann sich eine breite Diskussion zu den Planungsvorschlägen, vor allem mit aktiven oder designierten Nutzergruppen des Hauses. So präsentierte Silvia Tessmer, Leiterin der Volkshochschule Ratzeburg, die Ergebnisse einer eignen Befragung von Dozent*innen und Besucher*innen der kommunalen Bildungseinrichtung, aus der sich konkrete Verbesserungsideen zu Raumaufteilung und Raumgestaltung ableiten lassen. Vivian Ndubuisi vom Ratzeburger Jugendbeirat bat um die Berücksichtigung eines öffentlichen Arbeitsraumes im Sinne eines "Coworking-Space". Weiterer Raumbedarf wurde seitens des Ortsjugendringes Ratzeburg sowie des Ratzeburger Schachclubs Inselspringer e.V. vorgetragen, ebenso der Wunsch des Ortsvereins des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) nach einem zukünftigen Verbleib im Haus. Alle Anregungen und Wünsche wurden von Sigrid Nieswandt vom Sanierungsträger BIG Städtebau für die weiteren Planungen aufgenommen. Lediglich das Anliegen der Freien Schule Ratzeburg, deren Schulleiter Mathias Chanell eine dauerhafte Fortführung des Schulbetriebes in der Ernst-Barlach-Schule erfragte, musste mit Hinweis auf die im Städtebauprogramm klar fehlende Förderfähigkeit für eine solche Nutzung abschlägig beantwortet werden.
In der Folge werden die Ergebnisse der Bürgeranregungen in die Pläne eingearbeitet und zur weiteren Beratung den städtischen Gremien vorgelegt, bevor dann das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein über die Förderfähigkeit des Gesamtkonzeptes entscheiden wird. "Unser Ziel ist ein überzeugender Entwurf für die Neugestaltung und Nutzung der Ernst-Barlach-Schule, der die maximal mögliche Förderung von Zweidrittel der Gesamtkosten aus dem von Bund und Land gespeisten Topf der Städtebauförderung erhalten kann", sagte Bauamtsleiter Michael Wolf.
Bürgerinformation zur zukünftigen Ausgestaltung der Ernst-Barlach-Schule
Die Stadt Ratzeburg lädt am 30.03.2022 um 18:30 Uhr zu einer öffentlichen Bürgerinformation hinsichtlich der zukünftigen Ausgestaltung und Nutzung der Ernst-Barlach-Schule in die Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Nutzergruppen des Hauses, wie auch Bürgerinnen und Bürger haben hier die Möglichkeit, sich über den aktuellen Planungsstand zu informieren und diesen mit Vertreter*innen des beauftragten Planungsbüros STADT + HAUS, des Sanierungsträgers BIG Städtebau und der Stadt Ratzeburg zu diskutieren. Es gelten die jeweils aktuellen Coronaregeln.
Als Baustein des Städtebauprojektes "Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge" im Rahmen der Städtebauförderung "Lebendige Zentren" wurde 2020 für die Modernisierung und Instandsetzung der denkmalgeschützten Ernst-Barlach-Schule und der dabei geplanten Umnutzung als Kultur- und Bildungszentrum eine EU-weite Ausschreibung eines Architekten durchgeführt. Vorab erfolgten enge Abstimmungen mit den Mitgliedern des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses bezüglich einer Zusammenstellung der Raum- und Flächenbedarfe für Innen- und Außenbereiche als Grundlage für das zukünftige Nutzungs- und Betriebskonzept. Die Beauftragung erfolgte an das Büro STADT + HAUS aus Wismar im Dezember 2020. 2021 wurde ein erster Planungsentwurf vorgelegt.
Jährlicher Zwischenbericht zum Städtebauprojekt "Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge"
Sigrid Nieswandt von der BIG Städtebau GmbH hat in der März-Sitzung des städtischen Bauausschusses umfassend über den aktuellen Bearbeitungsstand der Maßnahmen im Städtebaufördergebiet "Südlicher Inselrand" informiert, die im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ (zuvor „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“) durchgeführt werden sollen.
Mit Blick auf den geplanten Neubau der Schwimmhalle Aqua Siwa konnte sie berichten, dass in 2020 die Durchführung des EU-weiten, hochbaulichen Realisierungswettbewerbs für die neue Schwimmhalle stattfinden konnte. Im September wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt und von der Politik der Siegerentwurf des Architekturbüros Venneberg, Zech und Partner aus Hannover zur Umsetzung beschlossen. Der Entwurf fand einhellig große Zustimmung. Im Zusammenhang mit den Verhandlungen zur Auftragsvergabe erfolgten auch Abstimmungen mit den Vereinigten Stadtwerken GmbH bzw. der Stadtwerke Ratzeburg GmbH bezüglich der optionalen Errichtung eines Saunaanbaus. Das Planungsbüro hatte hierzu bereits eine Entwurfsskizze geliefert. Derzeit liefen die Verhandlungen über die Vertragsmodalitäten, so Sigrid Nieswandt.
Auch die Neugestaltung der Seebadeanstalt Schlosswiese konnte entscheidend vorangebracht werden. So wurde zwischen Juni und August 2020 eine Online-Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Es erfolgte eine rege Teilnahme. Zahlreiche Anregungen wurden in die Entwurfsplanung des Architekturbüros Kienast und Kienast aufgenommen. Der Entwurf wurde der Politik im Dezember 2020 vorgestellt. Zur detaillierten Ausarbeitung des Außenbereiches und der Steganlage wurden Ausschreibungen durchgeführt. Die Vergabe erfolgte Anfang 2021. Zudem erfolgten in 2020 die Ankaufsverhandlungen mit dem Kreis Herzogtum Lauenburg für die noch benötigten Grundstücksflächen, wie die Seeflächen für die Steganlage. Die Zustimmung des Kreises zum Erwerb in im laufenden Jahr liegt vor.
Für die Modernisierung und Instandsetzung der denkmalgeschützten Ernst-Barlach-Schule und der dabei geplanten Umnutzung als Kultur- und Bildungszentrum wurde in 2020 die EU-weite Ausschreibung eines Architekten durchgeführt. Vorab erfolgten enge Abstimmungen mit den Mitgliedern des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses bezüglich einer Zusammenstellung der Raum- und Flächenbedarfe für Innen- und Außenbereiche als Grundlage für das zukünftige Nutzungs- und Betriebskonzept. Die Beauftragung erfolgte an das Büro Stadt + Haus aus Wismar im Dezember 2020. Die ersten Planungsüberlegungen sowie Beteiligung sind für 2021 vorgesehen.
Bei der gestalterischen Aufwertung des Rundweges um den kleinen Küchensee liegt der Fokus aktuell auf dem Erwerb sogenannter Arrondierungsflächen (See- und Seevorlandflächen) vom Kreis Herzogtum Lauenburg. Dafür liegt die Zustimmung zum Ankauf in 2021 bereits vor. Planungsschritte zur baulichen Umsetzung der Maßnahme wurden bisher noch nicht eingeleitet.
Abschließend stellte Sigrid Nieswandt die Finanzsituation des Treuhandkontos dar, auf dem die Fördermittel des Bundes und Landes sowie die Eigenmittel der Stadt Ratzeburg zusammengeführt und angespart werden. Der Stand des Treuhandkontos belief sich zum Jahresende 2020 auf 8,659 Mio. Euro. In 2020 wurde dafür ein Fördermittelantrag über 2 Mio. Euro gestellt, bewilligt wurden 1,95 Mio. Euro zu je 1/3 aus Bundes-, Landes- und Stadtmittel. Diese sind wie beantragt, erst ab 2022 abrufbar. Zur Sicherstellung der Finanzierung der anstehenden Baumaßnahmen wird in 2021 ein weiterer Fördermittelantrag über 2,5 Mio. gestellt, gleichfalls unter der Maßgabe, dass die ersten Fördermittel erst ab 2022 abrufbar werden. In den Folgejahren sollen ebenfalls Fördermittelanträge in einer ähnlichen Höhe gestellt werden. Ziel ist es, auf diese Weise eine Gesamtfinanzierung für alle geplanten Projekte in der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ aufzubauen.
Ergebnisse der Online-Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Seebadestelle Schlosswiese
Diesen Sommer hat die Stadt die Ratzeburger*Innen und ihre Besucher*Innen dazu eingeladen, sich aktiv an der Neugestaltung ihrer Seebadeanstalt Schlosswiese zu beteiligen. Aufgrund von Erneuerungs- und Anpassungsbedarfen des traditionsreichen Gebäudes aus den 1930er Jahren und seiner Außenanlagen soll die Seebadeanstalt Schlosswiese in ihrer Gesamtheit im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden“ modernisiert werden. Die BIG Städtebau, ein Unternehmen der DSK-BIG, begleitet die Maßnahme als Sanierungsträger der Stadt Ratzeburg und hat dabei die Online-Bürgerbeteiligung intensiv betreut.
Eine eigens eingerichtete Homepage diente als Informations- und Beteiligungsplattform, die auch in Zeiten von Kontaktverboten bzw. Einschränkungen eine Teilhabe ermöglicht hat. Auf dieser konnten im Zeitraum vom 20. Juni 2020 bis zum 31. Juli 2020 Meinung, Ideen und Wünsche zur Erneuerung der Seebadeanstalt abgeben werden. Neben der Möglichkeit zur Information über den Stand der Planungen, konnten ein Online-Fragebogen ausgefüllt sowie Wünsche und Anregungen direkt in einer interaktiven Karte angeheftet werden.
Die Möglichkeit zur Beteiligung wurde von vielen genutzt. Es wurden insgesamt 323 Fragebögen eingesendet und 83 Kommentare auf der interaktiven Karte hinterlegt. Die Mehrheit der Teilnehmenden stammte aus Ratzeburg, aber die Seebadeanstalt ist auch für Gäste von außerhalb interessant.
Als Fazit lässt sich feststellen, dass die Maßnahme als sehr wichtig und positiv betrachtet wird. Die erhobenen Daten haben gezeigt, dass die Grundausstattung einer Seebadeanstalt, bestehend aus Sanitäranlagen, Sitz- und Liegemöglichkeiten sowie Kleingastronomie sicherzustellen ist. Außerdem stellt die Steganlage einen wichtigen Bestandteil dar. Während individuelle Nutzungsansprüche noch abzuwägen sind, ließ sich feststellen, dass temporäre kulturelle Nutzungen von den Teilnehmenden begrüßt werden.
Die generierten Daten und Ergebnisse bilden eine wertvolle Grundlage und werden in den weiteren Planungen berücksichtigt. Zu den nächsten Schritten zählen förderrechtliche und bauliche Abstimmungen. Nach entsprechenden politischen Beschlüssen erfolgen daraufhin die Beauftragungen der Fachplanungen, beispielsweise für die Außenanlagen und die Steganlagenplanung.
Online-Ausstellung der Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs für den Neubau der Schwimmhalle „Aqua Siwa“
Im Rahmen des hochbaulichen Realisierungswettbewerbs fand am 10.06.2020 die Preisgerichtssitzung im Ratssaal in Ratzeburg statt. Zehn Arbeiten wurden von der Jury bewertet und vier Preise letztlich vergeben.
1. Preis: Architekten Venneberg, Zech & Partner, Hannover
3. Preis: pbr Planungsbüro Rohlingen AG, Braunschweig
3. Preis: av-a Veauthier Architekten, Berlin
Anerkennung: Planteam Ruhr, Gelsenkirchen
Anbei finden Sie als Zusammenfassung des Wettbewerbs, die Dokumentation der eingereichten Wettbewerbsbeiträge, sowie die eingereichten Wettbewerbsunterlagen der Preisträger für eine genauere Betrachtung der Beiträge.
Online-Dokumentation
Ausstellung der Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs für den Neubau der Schwimmhalle »Aqua Siwa« im Rathaus >>
Ausstellung der Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs für den Neubau der Schwimmhalle „Aqua Siwa“
Am 15.09.2020 wird sich der für Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Stadt Ratzeburg erstmalig mit den Ergebnissen des hochbaulichen Realisierungswettbewerbs für den Neubau der Schwimmhalle „Aqua Siwa“ im Rahmen der Städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ befassen (18:30 Uhr, Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule, Bahnhofsallee 22). Diese Ergebnisse sollen ab dem 17.09.2020 im Rahmen einer Ausstellung im Ratssaal auch der Öffentlichkeit präsentiert werden. Gleichzeitig werden die Ergebnisse auch im Internet unter www.ratzeburg.de gezeigt.
Die Ausstellung findet statt von Donnerstag, dem 17. September, ab 13:30 Uhr bis Donnerstag, dem 24. September, 17:00 Uhr, im Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1.
Da das Rathaus nach wie vor pandemiebedingt nur kontrolliert zugänglich ist, kann die Ausstellung nur über die Anmeldung bei der Tourismus-Information (Haupteingang Rathaus, links) zu deren Öffnungszeiten (von 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr und von 13:30 Uhr bis 17:00 Uhr besucht werden – nicht am Wochenende und am 17.09.2020 erst ab 13:30 Uhr) besucht werden. Hier müssen die Besucher sich registrieren und werden dann eingelassen. Aufgrund der Corona-Regeln wird der Zugang begrenzt, zeitlich und hinsichtlich der Anzahl der sich zeitgleich in der Ausstellung befindlichen Personen. Die Ausstellung ist auch online einzusehen:
Online-Ausstellung der Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs für den Neubau der Schwimmhalle »Aqua Siwa« >>
Online-Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Seebadestelle Schloßwiese
Für die sommerliche Badesaison ist die traditionsreiche Seebadeanstalt Schlosswiese aus den 1930er Jahren mit ihrer großen Sandfläche und der Steganlage eine der wichtigsten Anlaufstellen in Ratzeburg und Umgebung. Da das Gebäude sowie die Außenanlagen ein wenig „in die Jahre gekommen“ sind, wollen wir die Seebadeanstalt Schlosswiese in ihrer Gesamtheit im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden“ modernisieren.
Um die verschiedenen Erneuerungsbedarfe abzuklären, lädt die Stadt Sie ein, sich aktiv zu beteiligen – denn die Schaffung einer neuen und modernisierten Seebadeanstalt funktioniert nur gemeinsam mit allen Akteuren vor Ort! Eine Homepage bietet Ihnen eine Beteiligungsplattform in Echtzeit. Ihre Meinung, Ideen und Wünsche zur Erneuerung der Seebadeanstalt Schlosswiese sind gefragt! Unter www.ratzeburg-seebadeanstalt.de können Sie sich informieren und mitwirken.
"Lassen Sie uns zusammen die schönste Seebadestelle aller Zeiten gestalten", laden Bürgermeister Gunnar Koech und Bauamtsleiter Michael Wolf Bürgerinnen und Bürger aus Ratzeburg und dem Umland ein. Wer mit dem Online-Verfahren Schwierigkeiten hat, kann in der Tourist-Information oder hier als PDF-Download den Fragebogen auch ausgedruckt erhalten. Die Rückgabe muss ebenfalls bis zum 31.07.2020 erfolgen. Ein Einwurf in den Briefkasten des Rathauses reicht aus.
Reges Bürgerinteresse an den Planungen zum Neubau des "Aqua Siwa"
Der Neubau der Schwimmhalle "Aqua Siwa" stand im Fokus einer öffentlichen Informations- und Beteiligungsveranstaltung, zu der Bürgermeister Gunnar Koech in der letzten Oktoberwoche rund 80 Bürgerinnen und Bürger im Ratssaal des Rathauses begrüßen konnte. Mit Interesse wurden die Ausführungen von Torsten Wild von claussen-seggelke stadtplaner verfolgt, der den gesamten Planungsprozess sowie die Rahmenbedingungen beschrieb, unter denen der geplante Neubau des Ratzeburger Schwimmbades im Zuge der Städtebaufördermaßnahme „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ realisiert werden kann und soll.
Die Ausrichtung auf eine primär sportliche Nutzung und die Schwimmausbildung beschrieb Torsten Wild dabei als wichtige und förderfähige Ziele im Sinne des Förderprogramms. Mit dessen Unterstützung können Zweidrittel der Baukosten über den Bund und das Land mitfinanziert werden, allerdings nur in diesem eng gesetzten Zielrahmen der "Daseinsvorsorge". Ein Spaßbad mit touristischer Außenwirkung wären beispielsweis nicht förderfähig, so Wild. , und entsprechende Elemente müssten seitens der Stadt selbst getragen werden. Im Anschluss an seine Präsentation luden Bürgermeister Gunnar Koech, Bauausschussvorsitzender Werner Rütz und Torsten Wild die Bürgerinnen und Bürger ein, weitere Ideen und Anregungen einzubringen, die aus ihrer Sicht bei der Vorbereitung der EU-weiten Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs berücksichtigt werden sollten.
An einem schematischen Modell konnten Interessierte darstellen, welche Aspekte in der Gestaltung des Freiraums besonders beachtet werden sollten. Auf Fähnchen konnten in wenigen Worten Ideen aufgeschrieben werden, welche dann direkt am betroffenen Ort angebracht wurden. Erwähnt wurde hierbei besonders die Gestaltung der Parkplätze, die Anbindung an den
See, wie auch die Organisation und Verknüpfung der umliegenden Rad- und Fußwege. Auf Plakaten wurden zudem eigene Vorschläge erbeten oder über Fragen Präferenzen zum Bedarf, zum Angebot und zur Nutzung ausgelotet.
Die Ergebnisse dieser Bürgerbeteiligung wurden abschließend in einem Bericht zusammengefasst und stehen ab sofort der Stadtpolitik, den beteiligten Planungsbüros und der allgemeinen Öffentlichkeit zur Verfügung. In weiteren Verlauf der Planungen wird jetzt auf die Vorbereitung des Architektenwettbewerbes fokussiert.
Öffentliche Informationsveranstaltung zum geplanten Neubau der Schwimmhalle »Aqua Siwa«
Im Rahmen der EU-weiten Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs für den Neubau der Schwimmhalle „Aqua Siwa“ lädt die Stadt Ratzeburg die Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 24. Oktober 2019, 19:00 Uhr in den Ratssaal des Rathauses zu einer Öffentlichkeitsveranstaltung ein, um sich aktiv am Entstehungsprozess zu beteiligen. Alle Bewohner/innen, Eigentümer/innen und Interessierten sind aufgerufen, um Ideen und Anregungen einzubringen.
Die in die Jahre gekommene Schwimmhalle Aqua Siwa weist einen hohen Sanierungsbedarf auf und entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen und Standards. Daher ist die Errichtung eines Neubaus geplant. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“, in das die Stadt Ratzeburg mit dem südlichen Inselrand aufgenommen wurde.
Mit dem Neubau des Aqua Siwa soll der Erhalt der wasserbezogenen Sportnutzung sichergestellt und zukunftsfähig weiterentwickelt sowie gleichzeitig das öffentliche Schwimm- und Freizeitangebot erweitert werden. Zudem werden städtebauliche Ziele wie die Schaffung eines touristischen Anziehungspunkts zum Auftakt der Uferbereiche angestrebt. Nicht zuletzt soll der Neubau der Schwimmhalle auch der Sicherung der Daseinsvorsorge und damit der Zielsetzung dienen, dass jedes Kind schwimmen können sollte.
Die Planungsleistungen für den Bau des neuen Schwimmbades werden im Rahmen eines Architektenwettbewerbs EU-weit ausgeschrieben und vergeben. Die Betreuung des Wettbewerbs übernimmt das Hamburger Büro Claussen-Seggelke Stadtplaner. Für das Ausschreibungsverfahren sind Nutzungsanforderungen für die neue Anlage zu benennen. Die Stadt Ratzeburg und die Vereinigten Stadtwerke Ratzeburg GmbH, die als Betreiber des Schwimmbads vorgesehen sind, sowie Schulen, DLRG und weitere Hauptnutzergruppen haben bereits notwendige Rahmenbedingungen formuliert.
Sanierung Südlicher Inselrand nimmt Fahrt auf
Die zukünftige Entwicklung des südlichen Ratzeburger Inselrandes im Rahmen des von Bund und Land getragenen Städtebauförderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ ist in den vergangenen Wochen einen großen Schritt vorangekommen.
Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ist ein Sanierungsträger für die Sanierungsvorbereitung beim Bildungszentrums Ernst-Barlach-Schule, für den Schwimmbad-Neubau Aqua Siwa, den neuen Stadtpark am Küchensee, die Seebadeanstalt Schlosswiese, den Rundweg um den Kleinen Küchensee mit Kleinbahndamm und besonders mit der maroden Brücke gefunden worden. Die BIG Städtebau GmbH erhielt unter drei Bietern den Zuschlag und wurde durch die Stadtvertretung am 10. Dezember 2018 mit dieser umfangreichen Aufgabe betraut.
"Es war eine besondere Herausforderung, den umfangreichen Vorgaben einer europaweiten Ausschreibung zu entsprechen", sagte Fachbereichsleiter Michael Wolf beim offiziellen Vertragsschluss mit Christina Ebel von der BIG-Städtebau GmbH und Bürgermeister Rainer Voß, zufrieden, das Verfahren erfolgreich zum Abschluss geführt zu haben.
Bürgermeister Voß zeigte sich ebenso erfreut, mit der Auftragsvergabe an den Sanierungsträger endlich mit den konkreten Maßnahmenplanungen und besonders dringende Sanierungen beginnen zu können. "Mit der erfahrenen BIG Städtebau GmbH haben wir dafür einen kompetenten Partner gewinnen können", sagte Voß. Die BIG Städtebau GmbH ist seit 1969 treuhänderische Sanierungsträgerin. Ihr Kerngeschäft ist die Entwicklung und Ausführung städtebaulicher Gesamtkonzeptionen, gerade unter dem Aspekt der Daseinsvorsorge, wie jetzt in Ratzeburg, inzwischen aber auch in Zukunftsbereichen wie Klimaschutz und Energie oder Mobilität. "Wir werden jetzt mit den vorbereitenden, wichtigen Planungsarbeiten für den Schwimmbad-Neubau beginnen und gleichzeitig mit der Konzeption für die Sanierung der Ernst-Barlach-Schule beginnen. Das Stadtarchiv braucht dringend Räume. Die Bestände sind seit 4 Jahren eingelagert. Und das Gebäude der Seebadeanstalt wird auch in Angriff genommen, endlich neue Sanitäreinrichtungen, Umkleiden und ein Kiosk. Jetzt geht es los. Ich freue mich drauf", so Voß.
Christina Ebel, Geschäftsführerin der BIG Städtebau GmbH, sicherte zu, mit ihrem Team umgehend im Januar 2019 an die Arbeit zu gehen, sich einen Überblick über Maßnahmen zu verschaffen und in die Planungsprozesse einzusteigen: "Wir schauen sehr gespannt auf die vor uns liegende Arbeit und wollen gemeinsam mit allen Beteiligten in Ratzeburg und dem Umland tragfähige, denkmalgerechte, zukunftssichere und bestens ausgeführte Ergebnisse im Rahmen dieses Stadtsanierungsvorhabens am südlichen Inselrand erreichen."
"Zukunft am Südlichen Inselrand" beginnt!
Neue Perspektiven am Aqua Siwa
Der Blick auf den Kleinen Küchensee ist frei. Es ist nur eine Gestaltungsmaßnahme für den Übergang, die Anlage einer Grünanlage am freigemachten Seegrundstück neben dem Aqua Siwa. Und doch verändert sie bereits den Blick und die Perspektive auf den südlichen Inselrand, der in den kommenden Jahren neu gestaltet werden wird.
Die freie Fläche wird zunächst eine Blumenwiese mit vielen Sommerblumen für Schmetterlinge und andere Insekten, wofür auch Nistmöglichkeiten aufgestellt werden. Ein Projekt, das zusammen mit dem Freundeskreis Baumpark Ratzeburg und der Offenen Ganztagsschule entstanden ist.
Für die weitere Umsetzung der Städtebaumaßnahme "Südlicher Inselrand" läuft gerade die europaweite Ausschreibung für einen Sanierungsträger. Dieser soll die einzelnen Projektbausteine Ernst-Barlach-Schule, Kurpark, Aqua Siwa, Seebadeanstalt und Schlosswiese, Kleiner Küchensee mit Kleinbahndamm und Brücken, konkret ausarbeiten und planen. So werden sich bald schon immer wieder neue Blicke auf Gewohntes am südlichen Inselrand ergeben können.
„Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ - Abbrucharbeiten neben dem Aqua Siwa
Im Zuge der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge“ wird sich der Bereich südöstlich der Schwimmhalle „Aqua Siwa“ demnächst deutlich verändern. Im Rahmen des mit Städtebauförderungsmitteln unterstützten Sanierungsgebietes am Übergang zwischen Kleinem Küchensee (Stadtsee), Küchensee und Kleinbahndamm finden hier ab dem 19. Februar 2018 umfangreiche Rodungs- und Abbrucharbeiten statt.
Auf den Grundstücken, die im vergangenen Jahr durch die Stadt erworben wurden, werden sämtliche bauliche Anlagen, wie ein verfallenes Wohngebäude, zahlreiche abgängige Nebengebäude und verschiedene Zaunanlagen abgebrochen. Auch der allergrößte Teil der in den letzten Jahren nicht mehr gepflegten Gartenflächen der Grundstücke wird heruntergeschnitten. Bis auf vereinzelnd verbleibende Bäume werden die Flächen nach den Abbrucharbeiten geebnet und mit einer Blumenwiesenmischung angesät. Umgrenzt von einem sehr niedrigen, einfachen Zaun, der das Befahren verhindern soll, wird sich die Fläche in ihrer „Zwischennutzung“ dann zunächst als öffentliche Grünfläche präsentieren. Erst die noch anstehenden städtebaulichen Planungen werden zeigen, wie die weitere (bauliche) Verwendung der Flächen aussehen wird.
Um die Sicherheit während der Arbeiten gewährleisten zu können, wird der Uferwanderweg deshalb am „Palisadenweg“ zwischen Kleinbahndamm und Anglerverein für den öffentlichen Verkehr komplett gesperrt. Auch der Weg an der Ostseite des Aqua Siwa, zwischen Kleinbahndamm und Parkplatz Aqua Siwa, wird gesperrt. Fußgänger auf dem Weg um den Stadtsee werden gebeten, westlich um das Aqua Siwa herum zu gehen. Neben den genannten Wegen werden zudem auch der Wohnmobilparkplatz und einige angrenzende Flächen für die Zeit der Arbeiten vollständig gesperrt. Die dort befindliche Entsorgungsstation für die Wohnmobile wird jedoch weiter anfahrbar und benutzbar bleiben. Auch der öffentliche Parkplatz vor dem Schwimmbad Aqua Siwa wird weiter wie gewohnt verfügbar sein. Alle Sperrungen werden voraussichtlich bis Ende März/ Anfang April andauern. Die Stadt bittet um Verständnis für die zu erwartenden Einschränkungen und wird sich bemühen, die Arbeiten schnellstmöglich zu erledigen, damit die öffentlichen Flächen wieder benutzbar sind.
"Zukunft im Blick!" - Neugestaltung des südlichen Inselrandes ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen
Die Stadtvertretung hat in ihrer Sitzung am 26. Juni 2017 das Ergebnis der „vorbereitenden Untersuchungen“ zur städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Zukunftssicherung Daseinsvorsorge“ zustimmend zur Kenntnis genommen und das Maßnahmengebiet „Südlicher Inselrand“ einstimmig beschlossen. Damit wurde eine wesentliche Etappe zur Umsetzung wichtiger, städtebaulicher Projekte im Rahmen des Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" erreicht und ein 2014 begonnener Planungsprozess mit großer Bürgerbeteiligung abgeschlossen.
Der Abschlussbericht der »vorbereitenden Untersuchungen« beinhaltet neben der Analyse, ein integriertes, städtebauliches Entwicklungskonzept, in dem die Maßnahmen in den einzelnen Teilbereichen ehemalige Ernst-Barlach-Schule, Kurpark, Aqua Siwa, Seebadeanstalt und Schlosswiese, Kleiner Küchensee mit Kleinbahndamm und -brücke sowie Theaterplatz und Burgtheater aus den Bedarfen beschrieben sowie Empfehlungen zur Durchführung der Städtebaufördermaßnahme gegeben werden. Ebenso ist eine Liste mit geschätzten Kosten- und Finanzierungsübersichten zu den einzelnen Maßnahmen enthalten, die nach formellen Vorgaben der Städtebauförderungsrichtlinien erstellt wurden. Dieser Schlussbericht wurde eng mit dem zuständigen Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten abgestimmt und bietet jetzt die Basis, für die konkrete Planung von Einzelmaßnahmen, die binnen eines Zeitraums vom 15 Jahren in Einzelschritten durchgeführt werden sollen. Dazu soll im nächsten Schritt ein Sanierungs- und Entwicklungsträger beauftragt werden, der für die städtebauliche Maßnahme insgesamt eine entsprechende Ausschreibung anfertigten muss.
„Jetzt können wir endlich richtig durchstarten“, freut sich Bürgermeister Rainer Voß. „Ich bin sehr dankbar für das große, bürgerschaftliche Engagement und die gründliche und konstruktive Vorbereitung und Begleitung durch die Stadtverwaltung und das Innenministerium.“
Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick! - Große Interesse an der Ergebnispräsentation der "Vorbereitenden Untersuchungen"
Die Neugestaltung des südlichen Inselrandes mit den verschiedenen Schwerpunkten "Schwimmhalle", "Rundweg Kleiner Küchensee", "Kurpark", "Einrichtung eines Kultur- und Bildungszentrums", "Neugestaltung des Theaterplatzes" und "Seebadestelle Schloßwiese" trifft weiterhin auf großes Interesse bei Bürgerinnen und Bürger aus Ratzeburg und dem Umland. Dies zeigte sich einmal mehr bei der öffentlichen Präsentation der Untersuchungsergebnisse durch die Stadt Ratzeburg und das Planungsbüro S.T.E.R.N in der Ratzeburger Jugendherberge in der vergangenen Woche, die mit über 90 Besucher*innen bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Ulrike Herrmann und Franziska Kluge vom Büro S.T.E.R.N resümierten die Ergebnisse der "Vorbereitenden Untersuchungen", ein wichtiger Planungsschritt im Rahmen der Städtebauförderung "Kleinere Städte und Gemeinden – Überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke", bei dem identifiziert wird, welche städtebaulichen Projekte wichtig und notwendig sind für die zukünftige Daseinsvorsorge in einer Kommune. An diesem Prozess haben sich im Verlauf des vergangenen halben Jahres zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bei Informationsveranstaltungen, Stadtspaziergängen, Fragebogenaktionen und einer Bürgerwerkstatt beteiligt und dabei Wissen, Anregungen und Wünsche einbringen können. Die diskutierten Themen reichten dabei von "Schaffung von Barrierefreiheit" über "Neugestaltung von Wege- und Verkehrsbeziehungen", "Neuentwicklung und Attraktivitätssteigerung von Angeboten", "Standortbelebungen" oder "Sichtbarmachung historischer Bezüge" und führten im Resultat zu konkreten Perspektiven für die geplanten Schwerpunktprojekte, die es nun in einzelnen Schritten auch umzusetzen gilt.
In der Ergebnispräsentation lag ein besonderes Interesse der anwesenden Bürgerinnen und Bürger natürlich auf der Fragestellung, in welcher Form das Schwimmbad in Ratzeburg erhalten werden kann. Ulrike Herrmann und Franziska Kluge beschrieben hier die Vision eines Neubaus mit einem sportlichen Schwerpunkt, dessen Verwirklichung nicht zwangsläufig am gleichen Standort wie das "Aqua Siwa" erfolgen müsste. Ebenso wurden mit Interesse die Ausführungen zur Neugestaltung des Kurparks verfolgt, dessen Aufenthaltsqualität für alle Generationen gesteigert und dessen Wege- und Verkehrsbeziehungen gerade auch zur Innenstadt und gerade auch für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden soll. Aber auch die Umgestaltung der Ernst-Barlach-Schule in ein "Kultur- und Bildungszentrum" wurde hier als wichtiges Projekt der Daseinsvorsorge beschrieben, ein Ort an dem sich Bürgerinnen und Bürger begegnen und eigene Angebote füreinander gestalten können. Interessierte Nachfragen gab es zudem zu weiteren Teilprojekten der Planung, wie die barrierefrei Ausgestaltung des Wanderweges um den kleinen Küchensee oder Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung an der Seebadestelle Schloßwiese, aber auch am Theaterplatz.
Bürgermeister Rainer Voß und Stadplaner Michael Wolf verfolgten erfreut die rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den Ausführungen des Büros S.T.E.R.N und standen im Anschluss für weitere Fragen zur Verfügung. Diese drehten sich vor allem um mögliche Starttermine von Baumaßnahmen und zeigten deutlich, dass der Wunsch, jetzt auch im Konkreten zügig voranzukommen, sehr groß ist.
„Der Ball liegt jetzt beim Bauausschuss und in der Stadtvertretung am 20. Juni 2016. Sobald die Beschlüsse gefasst sind und das Innenministerium unseren Plan anerkannt hat, legen wir mit den Voruntersuchungen, die zum Teil schon laufen, und weiteren, konkreten Planungen los. Dringlich ist besonders die Ernst-Barlach-Schule, denn auch das Stadtarchiv braucht endlich wieder Räume. „Kleinere“ Maßnahmen, wie die Seebadeanstalt und der Rundweg um das „Spucknapf“ einschließlich Brücken können ebenfalls in Angriff genommen werden. Für die Schwimmhalle stehen weiteren Planungen und Vorbereitungen an. Ich hoffe, dass wir 2017 schon etwas fertig oder im Bau haben; denn Mittel sind im Treuhandvermögen schon angesammelt und warten darauf, bestimmungsgemäß ausgegeben zu werden. Jetzt muss es auch losgehen, die Bürger, auch aus den Umlandgemeinden haben großartig mitgearbeitet. Jetzt muss es auch an die Umsetzung gehen, alle warten und freuen sich darauf," sagte Bürgermeister Rainer Voß.
Südlicher Inselrand - Zukunft im Blick! - Einladung der Stadt Ratzeburg zur Abschlussveranstaltung am 20.04.2016
Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme, Gesprächen mit Fachleuten der Stadtverwaltung, Eigentümern, Betreibern und Nutzern der verschiedenen Standorte, gut besuchten Spaziergängen mit engagierten Bürgern Ratzeburgs im Untersuchungsgebiet „Südlicher Inselrand“ und konstruktiven Diskussionen auf der öffentlichen Bürgerveranstaltung im November letzten Jahres sowie eine enger Einbindung der Kreisverwaltung und der Umlandgemeinden sind die Vorbereitenden Untersuchungen so gut wie abgeschlossen. Das Ergebnis ist ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, in dem die Maßnahmen in den einzelnen Teilbereichen ehemalige Ernst-Barlach-Schule, Kurpark, Aqua Siwa, Seebadeanstalt und Schlosswiese, Kleiner Küchensee mit Kleinbahndamm und -brücke sowie Theaterplatz und Burgtheater aus den Bedarfen abgeleitet und beschrieben werden.
Mit dieser Grundlage wird die Stadt Ratzeburg in die Lage versetzt, ein Maßnahmengebiet auszuweisen, in dem die zur Verfügung stehenden Städtebaufördermittel aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden – Überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ in den nächsten Jahren zur Anpassung der Infrastruktur an die aktuellen und zukünftigen Bedarfe der Ratzeburger Bürger eingesetzt werden können. Jeweils zu einem Drittel finanzieren der Bund, das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Ratzeburg die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung. Für eine erfolgreiche Realisierung ist aber auch privates Engagement gefragt.
Mit der Abschlussveranstaltung wird der Verlauf der Beteiligung und die daraus entwickelten Ergebnisse für die Vorbereitenden Untersuchungen allen interessierten Bürgern vorgestellt. Ganz im Sinne des Mottos "Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick!" soll außerdem ein Überblick über den zukünftigen Verlauf und die nächsten Schritte für die Umsetzung der Projekte gegeben werden.
Die Stadt Ratzeburg und das Büro S.T.E.R.N. hoffen wieder auf ein reges Interesse der Bürgerinnen und Bürger aus Ratzeburg sowie aus den beteiligen Umlandgemeinden.
Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick! - Rege Beteiligung an der Bürgerwerkstatt
Mit großen Zuspruch und Interesse folgten über 90 Bürgerinnen und Bürger aus Ratzeburg und dem Umland der Einladung der Stadt Ratzeburg und des Büros S.T.E.R.N. zur "Öffentlichen Bürgerwerkstatt" in der Jugendherberge Ratzeburg im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zu den vorbereitenden Untersuchungen "Südlicher Inselrand Ratzeburg". Bürgermeister Rainer Voß begrüßte die Anwesenden zu einem Abend voller Austausch und gemeinsamer Arbeit, um die Zukunftsprojekte der südlichen Altstadtinsel Ratzeburgs im Rahmen des Förderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ auszugestalten.
Ulrike Herrmann vom Büro S.T.E.R.N. und Stadtplaner Michael Wolf übernahmen es im Anschluss, den aktuellen Stand des Beteiligungsverfahrens mit den bereits erfolgten Stadtspaziergängen und Fachgesprächen zu skizzieren und die einzelnen Arbeitsthemen des Abends vorzustellen. Fünf Arbeitstische zu dem Themen „Aqua Siwa“, „Ernst-Barlach-Schule“, „Kurpark & Theaterplatz mit Burgtheater“, „Kleinbahndamm mit –brücke & Rundweg“ und „Badeanstalt und Schlosswiese & Badestelle am Aqua Siwa“ waren vorbereitet worden, an denen die Bürgerinnen und Bürger nachfolgend im Wechsel zu moderierten Gesprächen eingeladen wurden. Hier konnten Anregungen gegeben und diskutiert werden, die von den Tischmoderatoren dokumentiert wurden, um sie in der weiteren fachlichen Abstimmungen berücksichtigen zu können.
Die Arbeitsphase war gekennzeichnet durch ein interessiertes und engagiertes Mitwirken aller Werkstattbesucher*innen an durchweg allen Tischen. Viele, zum Teil ganz konkrete Ideen wurden dabei zusammengetragen und auch neue Aspekte eingebracht, aus denen in der Schlussrunde bereit einige Fazits erkennbar wurden. So wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger eine attraktiv gestaltete Seebadestelle, den Erhalt des Aqua Siwas in der Form eines Sportbades, die Entwicklung der Ernst-Barlach-Schule zu einem Bildungs- und Kulturzentrum sowie die Herstellung neuer Wegebeziehungen zwischen Kurpark und Innenstadt.
Die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt werden jetzt vom Büro S.T.E.R.N. für die folgenden Planungsarbeit zusammengestellt und ausgewertet. Als weitere Planungsschritte stehen dann die Abstimmungen mit den Trägern der öffentliche Belange an, die aufgrund von gesetzlichen Zuständigkeiten in den laufenden Prozess einbezogen werden müssen. Dies soll noch im Winter abgeschlossen werden, so dass im Frühjahr 2016 eine öffentliche Ergebnispräsentation der vorbereitenden Untersuchung "Südlicher Inselrand Ratzeburg" erfolgen kann.
Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick! - „Einladung zur Bürgerwerkstatt“
Unter dem Motto "Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick!" laden die Stadt Ratzeburg und das Büro S.T.E.R.N. zur "Öffentlichen Bürgerwerkstatt" am Mittwoch, dem 4. November 2015 um 19 Uhr in die Jugendherberge Ratzeburg, Reeperbahn 6-14 ein.
Verschiedene Schwerpunktbereiche der südlichen Altstadtinsel Ratzeburgs sollen im Rahmen des Förderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ umgestaltet werden. Dafür sind alle Interessierten im Rahmen von vorbereitenden Untersuchungen eingeladen, sich aktiv in die Planung und Diskussion der umzusetzenden Maßnahmen einzubringen.
Nach den gut besuchten öffentlichen Spaziergängen mit Bürgern durch das Untersuchungsgebiet im September geht es nun weiter! In der öffentlichen Bürgerwerkstatt können sich alle über den aktuellen Stand der Untersuchungen informieren, weitere konkrete Ideen beisteuern und gemeinsam die bisherigen Vorschläge zu einzelnen Standorten zur Entwicklung des Gebietes Südlicher Inselrand diskutieren.
Im Anschluss an eine kurze Einführung zum aktuellen Stand sollen die Themen an fünf verschiedenen Arbeitstischen: „Aqua Siwa“, „Ernst-Barlach-Schule“, „Kurpark & Theaterplatz mit Burgtheater“, „Kleinbahndamm mit –brücke & Rundweg“ und „Badeanstalt und Schlosswiese & Badestelle am Aqua Siwa“ vertieft werden. Alle Gäste haben im Laufe des Abends Gelegenheit, bis zu drei Tische zu besuchen und ihre Anregungen und Diskussionspunkte dort einzubringen. Die Beiträge werden aufgenommen und fließen in die weiteren fachlichen Abstimmungen ein. Die Stadt Ratzeburg und das Büro S.T.E.R.N. freuen sich auf eine rege Beteiligung und viele interessante Ideen!
Südlicher Inselrand - Zukunft im Blick! - Spaziergänge in die Zukunft - Wer kommt mit?
Anknüpfend an das “Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“, welches im vergangenem Jahr zusammen mit der Institut GEWOS, Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ratzeburg sowie den Umlandgemeinden entwickelt wurde und Handlungsfelder für eine zukünftige Stadtentwicklung im Sinn dieser Daseinsvorsorge bestimmen konnte, beginnen nun die eigentlichen Planungen der konkreten Maßnahmen nach einem gesetzlich festgelegten Verfahren, an dem Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Umland erneut zur aktiven Mitwirkung aufgefordert sind.
Wie soll sich der südliche Bereich der Altstadtinsel weiterentwickeln?
Welche Angebote soll im künftigen Bildungs- und Kulturzentrum (ehem. Realschule) stattfinden?
Wie könnte eine Umgestaltung des Kurparks aussehen?
Diese und weitere Themen wie die Zukunft der Schwimmhalle, die Entwicklung der Seebadeanstalt oder die Sanierung der Brücke am Kleinbahndamm sollen im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen genauer beleuchtet und ein Konzept zur konkreten Umsetzung von Maßnahmen vorbereitet werden. Am kommenden Mittwoch, den 23.09.2015, möchte die Stadt Ratzeburg zusammen mit dem Planungsbüro S.T.E.R.N. GmbH bei zwei geführten Spaziergängen über Qualitäten, Defizite und Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Orte ins Gespräch kommen und möglichst viele Anregungen sammeln, die in die weitere Bearbeitung einfließen.
Der erste Spaziergang zum Thema "Barrierefreiheit" beginnt um 10:00 Uhr, der zweite Spaziergang für die breite Öffentlichkeit um 17:00 Uhr. Treffpunkt ist jeweils vor dem Rathaus. Die Dauer der Spaziergänge beträgt zwei Stunden. Beide Spaziergänge sind öffentlich und kostenfrei und werden von Vertretern der Stadtverwaltung begleitet.
Anschließen wird sich am 04.11.2015 um 19:00 Uhr eine Öffentliche Bürgerwerkstatt in der Jugendherberge Ratzeburg, Reeperbahn 6-14, um die zusammengetragenen Idee, Anregungen und Wünsche weiter zu vertiefen und zu bearbeiten.
Informationen zum gesamten Planungsprozess erhalten Sie entweder bei der Stadt Ratzeburg, Ansprechpartner ist hier Michael Wolf, 04541-80 00 161, wolf@ratzeburg.de oder bei der S.T.E.R.N. GmbH, Ansprechpartnerin ist hier Ulrike Herrmann, 030-44 36 36 24, herrmann@stern-berlin.de.
Südlicher Inselrand Ratzeburg - Zukunft im Blick! - Stadtentwicklung mit Bürger- und Umlandbeteiligung
Anknüpfend an das “Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“, welches im vergangenem Jahr zusammen mit der Institut GEWOS, Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ratzeburg sowie den Umlandgemeinden entwickelt wurde und Handlungsfelder für eine zukünftige Stadtentwicklung im Sinn dieser Daseinsvorsorge bestimmen konnte, beginnen nun die eigentlichen Planungen der konkreten Maßnahmen nach einem gesetzlich festgelegten Verfahren. Hierfür sind nach dem Baugesetzbuch zunächst sogenannte "Vorbereitende Untersuchungen" notwendig, die das im Zukunftskonzept bestimmte Untersuchungsgebiet, „Südlicher Inselrand“ auf der Altstadtinsel, detailliert analysiert und dabei Chancen sowie Potenziale der Entwicklung ausgelotet, um in einem kooperativen Prozess ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept zu erarbeiten.
Aus den darin definierten Leitlinien und Handlungsfeldern werden dann konkrete Maßnahmen abgeleitet. Mit dieser Grundlage wird die Stadt Ratzeburg in die Lage versetzt, ein sogenanntes "Maßnahmengebiet" auszuweisen, in dem die zur Verfügung stehenden Städtebaufördermittel aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ eingesetzt werden können. Im Rahmen dieser Förderung werden jeweils ein Drittel der Mittel vom Bund, vom Land Schleswig-Holstein und von der Stadt Ratzeburg getragen. Aber auch privates Engagement ist bei der Finanzierung und Umsetzung der Maßnahmen erforderlich.
Untersuchungsgebiet "Südlicher Inselrand“ auf der Altstadtinsel
(bitte aufrufen)
Wichtige Untersuchungsbereiche sind neben den Standorten Aqua Siwa und der ehemaligen Ernst-Barlach-Realschule auch die Seebadeanstalt mit Schlosswiese, der Kurpark sowie die Wegeverbindungen über den Kleinbahndamm und der Rundweg am Stadtsee. Wie können sich diese Orte weiterentwickeln, wie sollte sich die ehemalige Schule in ein lebendiges Bildungs- und Kulturzentrum entwickeln und mit welchen konkreten Angeboten soll der Kurpark am Küchensee aufgewertet werden? Diese Fragen werden gemeinsam mit Fachleuten der Stadtverwaltung Ratzeburg, Eigentümern, Betreibern und Nutzern der verschiedenen Standorte im Untersuchungsgebiet erörtert, Qualitäten und Defizite analysiert und umsetzungsfähige Perspektiven weiterentwickelt.
Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ratzeburg sind eingeladen, sich aktiv mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung als Nutzer der Infrastruktureinrichtungen in den Planungsprozess einzubringen. Möglichkeiten dazu gibt es bei thematischen Spaziergängen durch das Untersuchungsgebiet am 23. September und bei der öffentlichen Bürgerwerkstatt, die am 4. November stattfindet.
Die Stadt Ratzeburg hat zur der Durchführung der Vorbereitenden Untersuchungen und der Erstellung eines "Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts" die S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH beauftragt. Das interdisziplinär arbeitende Berliner Büro S.T.E.R.N. verfügt über langjährige Erfahrungen in der Steuerung und Koordinierung von Planungsprozessen in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung.
„Nehmen Sie bitte an den Spaziergängen und an der Bürgerwerkstatt teil und bringen Sie sich mit Ihren Vorstellungen und Anregungen in die Zukunftsplanung unserer Stadt Ratzeburg ein,“ so der Aufruf von Bürgermeister Rainer Voß. “Jetzt geht es um die konkreten Maßnahmen!“
Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für die Stadt Ratzeburg und das Umland
Die Stadt Ratzeburg hat zusammen mit dem GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung die Erstellung eines Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge und eines Wohnungsmarktkonzeptes erabeitet. Die zentrale Aufgabe des Zukunftskonzepts Daseinsvorsorge besteht in der bedarfsgerechten Anpassung der sozialen und technischen Infrastruktur an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Fragen, die innerhalb des Erarbeitungsprozesses betrachtet werden können, sind insbesondere, in welcher Form die schulische Versorgung in der Fläche gewährleistet werden kann oder ob die gesundheitliche Versorgung aufrechterhalten und junge Ärzte für periphere Standorte gewonnen werden können.
Die Konzepte der Daseinsvorsorge unterscheiden sich wesentlich von anderen Planwerken. Die Komplexität der Thematik, die verschiedenen Wechselwirkungen und ein großer Zeitbedarf bei der Anpassung bedürfen eines langen Planungshorizontes. Dabei darf ein solches Konzept nicht als formelles Planwerk missverstanden, sondern kann als ein Diskussionsprozess über Qualitäten und Bedarfe der Daseinsvorsorge angesehen werden, der in umsetzungsorientierten Anpassungsstrategien und Maßnahmen münden kann.
Die Grundlage für das Zukunftskonzept bildet die Erfassung der für Ratzeburg und das Umland wichtigsten Einrichtungen und infrastrukturellen Angebote, wie z.B. im Bereich der medizinischen Versorgung, von Kinderbetreuungs- und Bildungsangeboten, Senioreneinrichtungen, Sport- und Freizeitmöglichkeiten und dem öffentlichen Personennahverkehrs. Durch den anschließenden Abgleich des Angebotes und der Nachfrage werden Versorgungsdefizite aufgezeigt, Handlungserfordernisse identifiziert und anschließend mit konkreten Maßnahmen unterlegt werden.
Als Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums nimmt Ratzeburg wichtige Versorgungsfunktionen für die Bürger der Stadt und der umliegenden Gemeinden am südöstlichen Rand Schleswig-Holsteins wahr. Neben zahlreichen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen verfügt die Stadt über ein breites Sport- und Freizeitangebot und ein gutes Netz von Haus- und Fachärzten. Des Weiteren gibt es eine aktive Vereinslandschaft und engagierte Verbände. Aufgrund der Insellage der Altstadt gilt die Kreisstadt des Herzogtums Lauenburg am Ratzeburger See als Tourismusstandort und Luftkurort.
Gemeinsam die Zukunft gestalten – Ergebnisse der Untersuchungen im Rahmen des Zukunftskonzepts Daseinsvorsorge und des Wohnungsmarktkonzeptes Ratzeburg und Umlandgemeinden im Ratzeburger Rathaus vorgestellt
Ende 2012 wurde das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH von der Stadt Ratzeburg beauftragt, ein Zukunftskonzept Daseinsvorsorge sowie ein Wohnungsmarktkonzept zu erstellen. Unter Berücksichtigung aktueller und zukünftiger demografischer Entwicklungen wurden auf Basis einer umfassenden Infrastrukturanalyse Strategien zur Daseinsvorsorge erarbeitet, um die Region auf zukünftige Herausforderungen im Rahmen des demografischen Wandels vorzubereiten. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge umfasst neben der Stadt Ratzeburg insgesamt 16 der 25 Gemeinden des Amtes Lauenburgische Seen. Hierzu zählen Albsfelde, Bäk, Buchholz, Einhaus, Fredeburg, Giesensdorf, Harmsdorf, Kittlitz, Kulpin, Mechow, Mustin, Pogeez, Römnitz, Salem, Schmilau und Ziethen. Das Wohnungsmarktkonzept umfasst neben der Stadt Ratzeburg die Gemeinden Römnitz, Bäk, Ziethen, Einhaus und Harmsdorf.
In Kürze werden jetzt die Endberichte zu beiden Konzepten sowohl der Stadtvertretung Ratzeburg als auch allen Gemeindevertretungen der 16 Umlandgemeinden zur Beschlussfassung vorliegen. Aus gegebenem Anlass fand daher am vergangenen Donnerstag eine gemeinsame Informationsveranstaltung im Ratssaal des Rathauses Ratzeburg statt, an der rund 80 Personen aus den kommunalpolitischen Vertretungen der Gemeinden und der Stadt teilnahmen. Felix Arnold und Gesine Holst von GEWOS erläuterten ausgiebig die Untersuchungsergebnisse und die daraus entwickelten Projekte und Handlungsempfehlungen.
Der Kulpiner Bürgermeister Heinz Dohrendorff als Amtsvorsteher des Amtes Lauenburgische Seen und sein Ratzeburger Amtskollege Rainer Voß dankten GEWOS und den Mitarbeitern der Verwaltung für die über den zurückliegenden, langen Zeitraum geleistete Arbeit an den Konzepten und stellten die Zusammenarbeit der Stadt Ratzeburg mit den umliegenden Gemeinden als Grundvoraussetzung für die Sicherung der Daseinsvorsorge in der Region heraus. Die Konzepte bilden die Grundlage für die Möglichkeit, in der Zukunft von verschiedenen nationalen und europäischen Förderprogrammen zu profitieren. In weiteren Wortbeiträgen kam immer wieder die zustimmende Haltung der Kommunen zu diesem gemeinsamen Prozess zum Ausdruck. Im Laufe des kommenden Frühjahrs wollen alle Gemeinden über die Endberichte in ihren Gremien beraten und beschließen.
"Zukunftswerkstatt Daseinsvorsorge" - Unsere Zukunft vor Ort aktiv mitgestalten
"Wo wollen die Stadt Ratzeburg und die Umlandgemeinden im Jahr 2025 stehen und welchen besonderen Herausforderungen müssen sie sich in den kommenden 10 Jahren stellen?“ Diese Leitfragen standen am vergangenen Mittwoch im Mittelpunkt der „Zukunftswerkstatt Daseinsvorsorge“, einem Bürgerbeteiligungsprozess, zu dem Bürgervorsteher Ottfried Feußner, Amtsvorsteher Heinz Dohrendorff und Bürgermeister Rainer Voß zusammen mit dem GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH eingeladen hatte. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger und Stadt und Umland nutzen die Möglichkeit, um sich über den seit einem Jahr laufenden Prozess des Zukunftskonzeptes "Daseinsvorsorge" zu informieren. Felix Arnold und Gesine Holst vom GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH skizzierten wesentliche Analyse- und Prognoseergebnisse, aus denen sich zukünftige Entwicklungen der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden ableiten lassen.
Hingegen wird der Anteil junger Menschen in Ratzeburg und dem Umland deutlich zurückgehen, die Nachfrage nach Kinderbetreuungsangeboten gleichzeitig steigen. Diese auf den ersten Blick paradoxe Aussage begründete Felix Arnold mit der Feststellung, dass die Berufstätigkeit der Frau zunehmend der Regelfall werde.
Gesine Holst fasste anschließend die Beratungsergebnisse der Arbeitsgruppen zusammen, in denen Fachleute aus Vereinen, Verbänden, Wirtschaft und Verwaltung sich mit diesen Analysen und den daraus resultierenden Herausforderungen in den vergangenen Monaten intensiv auseinandergesetzt hatten. Zahlreiche wichtige Handlungsfelder wurden dabei erkannt und beschrieben, wie „Sport, Freizeit und Erholung“, „Familien“, „Gesundheit & Pflege“, „Bürgerschaftliches Engagement“, „Mobilität und Erreichbarkeit“, „Generationsübergreifende Wohnqualitäten“ und „Kultur & Bildung“ und bereits mögliche Maßnahmen und Projektideen entwickelt.
Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger folgten anschließend der Einladung, sich interaktiv mit den vorgestellten Handlungsfelder zu beschäftigen. Großformatige Plakatwänden luden zu einem Rundgang ein und informierten im Detail über die spezifischen Herausforderungen, die bislang erarbeiteten Zielsetzungen und Maßnahmen und forderten auf, selbst Anregungen einzubringen oder auf noch fehlende Themenkomplexe hinzuweisen. Intensiv wurde dabei miteinander diskutiert und zahlreiche weitere Projektideen konnten vom Team der GEWOS festgehalten werden, wie der Aufbau eines Kitanetzwerkes „Stadt-Umland“, die Entwicklung der Ernst-Barlach-Schule als kommunales Bildungszentrum, den Erhalt und den Neubau der Schwimmhalle, eine verbesserte Koordination der jährlichen Veranstaltungsplanung unter Einbezug der Umlandgemeinden oder die Aufwertung und Vergrößerung des Spielplatzes im Kurpark.
Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt werden nun in einer Sitzung der Lenkungsgruppe in das Zukunftskonzept „Daseinsvorsorge“ eingearbeitet. Ende Februar soll das Konzept dann in seiner Endfassung vor Ausschussmitgliedern der Stadt Ratzeburg und Vertretern der Umlandgemeinde vorgestellt und beraten werden. Danach wird das Zukunftskonzept noch von der Stadtvertretung und den Vertretungen der beteiligten Gemeinden zu beschließen sein. Und das Innenministerium muss auch zustimmen.
„Wenn wir - Stadt und Land – uns auf die gemeinsamen Ziele verständigt haben – und so sieht es nach dieser Zukunftswerkstatt aus -, Netzwerke gespannt sind und interkommunaler Konsens durch Beschlusse der Vertretungskörperschaften hergestellt wird, dann ist die Weg offen für die Förderung der angesprochenen Projekte in der Stadt durch das Städtebauförderungsprogramm und im Bereich der Gemeinden durch mögliche Förderung aus europäischen Mitteln der AktivRegion, die auch gerade für die Jahre bis 2020 ihre Strategie erstellt. Zwar folgen noch spezielle Untersuchungen und Planungen und es geht nicht von heute auf morgen. Ich freue mich darüber, dass so viele Menschen sich schon beteiligt und eingesetzt haben und ihnen die Zukunft ihrer Gemeinde am Herzen liegt. Gemeinsam werden wir es schaffen, Schritt für Schritt!“, sagte Bürgermeister Rainer Voß nach der Zukunftswerkstatt.
„Zukunftswerkstatt Daseinsvorsorge“ - Unsere Zukunft vor Ort aktiv mitgestalten
Am Mittwoch, den 22. Januar 2014 um 19 Uhr laden die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen zur „Zukunftswerkstatt Daseinsvorsorge“ in die Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich vor dem Hintergrund des demographischen Wandels über Ideen zur zukünftigen Gestaltung der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden der Region Lauenburgische Seen informieren, beteiligen und austauschen möchten, sind hierzu herzlich eingeladen.
„Wo wollen die Stadt Ratzeburg und die Umlandgemeinden im Jahr 2025 stehen?“ Dieses ist die Leitfrage des „Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge“ an dem seit rund einem Jahr Fachleute aus Vereinen, Verbänden, Wirtschaft und Verwaltung unterstützt durch das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH intensiv arbeiten. Es gilt vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger demografischer Entwicklungen einen umfassenden Handlungsplan zu entwickeln, um zukünftige Weichen für ein attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld für die Bewohnerinnen und Bewohner in der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden sicherzustellen. Zahlreiche wichtige Handlungsfelder wurden in diesem Prozess bereits erkannt und beschrieben, wie „Sport, Freizeit und Erholung“, „Familien“, „Gesundheit & Pflege“, „Bürgerschaftliches Engagement“, „Mobilität und Erreichbarkeit“, „Generationsübergreifende Wohnqualitäten“ und „Kultur & Bildung“, an denen jetzt in Richtung konkreter Maßnahmen weiter gearbeitet werden soll. Amtsvorsteher Heinz Dohrendorff, Bürgervorsteher Ottfried Feußner und Bürgermeister Rainer Voß hoffen auf eine möglichst große Beteiligung der Bevölkerung: „Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich hier mit ihren Vorstellungen, Ideen und Wünschen einzubringen und unsere Zukunft vor Ort aktiv mitzugestalten.“ Informationen zur geplanten Zukunftswerkstatt und zum Stand des Prozesses sind hier als Materialiendownload zusammengestellt.
Beteiligt an der Entwicklung des Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge sind neben der Stadt Ratzeburg insgesamt 16 der 25 Gemeinden des Amts Lauenburgische Seen. Hierzu zählen Albsfelde, Bäk, Buchholz, Einhaus, Fredeburg, Giesensdorf, Harmsdorf, Kittlitz, Kulpin, Mechow, Mustin, Pogeez, Römnitz, Salem, Schmilau und Ziethen. Das parallel dazu entwickelte Wohnungsmarktkonzept bezieht neben der Stadt Ratzeburg die Gemeinden Römnitz, Bäk, Ziethen, Einhaus und Harmsdorf mit ein.
"Unsere Zukunft vor Ort aktiv mitgestalten" - Einladung zur öffentlichen Zukunftswerkstatt „Daseinsvorsorge“
„Wo wollen die Stadt Ratzeburg und die Umlandgemeinden im Jahr 2025 stehen?“ Dieses ist die Leitfrage des „Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge“ an dem seit rund einem Jahr Fachleute aus Vereinen, Verbänden, Wirtschaft und Verwaltung arbeiten. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich mit ihren Vorstellungen, Ideen und Wünschen einzubringen, um die Lebensqualität in Stadt und Umland auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels dauerhaft zu sichern. Es geht um Mobilität, ehrenamtliches Engagement, Netzwerke, Kultur, Bildung, Kinderbetreuung und Jugendarbeit, Gesundheit, Sport, Erholung und Wohnen. Machen Sie mit bei unserer und vor allem Ihrer Zukunftswerkstatt und bringen Sie sich mit ein.
Informationen zur geplanten Zukunftswerkstatt und dem Stand des Prozesses
sind hier als Materialiendownload für Sie zusammengestellt:
Heinz Dohrendorff Ottfried Feußner Rainer Voß Amtsvorsteher Bürgervorsteher Bürgermeister
des Amtes Lauenburgische Seen
der Stadt Ratzeburg
der Stadt Ratzeburg
"Zukunftswerkstatt Ratzeburg und Umlandgemeinden" - Vorstellung der Ergebnisse des "Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge" und des "Wohnungsmarktkonzeptes" für die Stadt Ratzeburg und Umlandgemeinden
Am Mittwoch, den 22. Januar 2014 um 19 Uhr lädt die Stadt Ratzeburg zur „Zukunftswerkstatt Ratzeburg und Umlandgemeinden“ in die Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich vor dem Hintergrund des demographischen Wandels über Ideen zur zukünftigen Gestaltung der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden der Region Lauenburgische Seen informieren, beteiligen und austauschen möchten, sind hierzu herzlich eingeladen.
Das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH, welches vor Jahresfrist von der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger demografischer Entwicklungen beauftragt wurde, in einer umfassenden Infrastrukturanalyse Strategien zur Daseinsvorsorge sowie ein Wohnungsmarktkonzept zu entwickeln, wird die Ergebnisse dieses Analyseprozesses, an denen sich zahlreiche Akteure aus Ratzeburg und den Umlandgemeinden in den vergangenen Monaten aktiv beteiligt haben, präsentieren, zur Diskussion stellen und weitere Vorschläge aufnehmen.
Ziel des Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge und des Wohnungsmarktkonzeptes für die Stadt Ratzeburg und die Umlandgemeinden ist es, eine infrastrukturell ausreichende Versorgung von heute bis zum Jahr 2025 sicherzustellen. Hierzu zählt insbesondere die Anpassung der örtlichen Infrastrukturen an eine sich wandelnde Altersstruktur der Bewohnerinnen und Bewohner vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge stellt so gemeinsam mit dem Wohnungsmarktkonzept zukünftige Weichen für ein attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld für die Bewohnerinnen und Bewohner in der Stadt Ratzeburg und den Umlandgemeinden.
Beteiligt an der Entwicklung des Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge sind neben der Stadt Ratzeburg insgesamt 16 der 25 Gemeinden des Amts Lauenburgische Seen. Hierzu zählen Albsfelde, Bäk, Buchholz, Einhaus, Fredeburg, Giesensdorf, Harmsdorf, Kittlitz, Kulpin, Mechow, Mustin, Pogeez, Römnitz, Salem, Schmilau und Ziethen. Das Wohnungsmarktkonzept bezieht neben der Stadt Ratzeburg die Gemeinden Römnitz, Bäk, Ziethen, Einhaus und Harmsdorf mit ein.
Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für Ratzeburg und Umlandgemeinden - Ein Zwischenbericht
Das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH wurde von der Stadt Ratzeburg und Umlandgemeinden beauftragt, ein Zukunftskonzept Daseinsvorsorge sowie ein Wohnungsmarktkonzept zu erstellen. Unter Berücksichtigung aktueller und zukünftiger demografischer Entwicklungen werden auf Basis einer umfassenden Infrastrukturanalyse Strategien zur Daseinsvorsorge erarbeitet, um die Region auf zukünftige Herausforderungen im Rahmen des demografischen Wandels vorzubereiten. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge umfasst neben der Stadt Ratzeburg insgesamt 16 der 25 Gemeinden des Amts Lauenburgische Seen. Hierzu zählen Albsfelde, Bäk, Buchholz, Einhaus, Fredeburg, Giesensdorf, Harmsdorf, Kittlitz, Kulpin, Mechow, Mustin, Pogeez, Römnitz, Salem, Schmilau und Ziethen. Das Wohnungsmarktkonzept umfasst neben der Stadt Ratzeburg die Gemeinden Römnitz, Bäk, Ziethen, Einhaus und Harmsdorf.
In einer ersten Befragung des Zukunftskonzeptes haben sich rund 50 Akteurinnen und Akteure neben Trägern an der Befragung beteiligt und Einschätzungen sowie Bewertungen zu unterschiedlichen Themenfeldern mitgeteilt. Zusätzlich hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit online über das internetbasierte „Feedbackportal Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“ auf der Homepage der Stadt Ratzeburg (www.ratzeburg.de) ihre Meinung zu Versorgung und Angeboten in Ratzeburg und Umlandgemeinden zu äußern. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger nutzten das Online-Portal. Im Fokus der Befragung standen dabei Themen wie Zugangsschwierigkeiten in öffentlichen Bildungs- und Kultureinrichtungen aber auch Facharztpraxen für mobilitätseingeschränkte Personen, ein z.T. von Schulzeiten abhängiger Busverkehr, der Fachkräftemangel im Pflegebereich, eine fehlende Ganztagsbetreuung von Kindern Berufstätiger sowie ein genereller Mangel an freiwilligen Engagement insbesondere bei den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden.
Auf Basis dieser ersten Befragung wurden von Vertretern der Stadt und Umlandgemeinden im Rahmen einer ersten Sitzung der Lenkungsgruppe folgende vier Themenschwerpunkte für eine weitergehende Analyse im Zukunftskonzept ermittelt:
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· Gesundheit, Sport & Erholung
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· Kultur, Bildung, Kinderbetreuung & Jugendarbeit
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· Mobilität (ÖPNV, Barrierefreiheit, Erreichbarkeit zentraler Einrichtungen)
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· Ehrenamtliches Engagement, Kooperation & Netzwerke
Bei der weitergehenden Analyse dieser Bereiche stand die Frage im Vordergrung, ob die aktuell in Ratzeburg und Umlandgemeinden vorhandenen Infrastrukturen langfristig quantitativ und qualitativ ausreichend sind oder eine zukünftige Angebotsanpassung notwendig wird. Hierzu fanden bereits zahlreiche Expertengespräche statt, um erste Handlungsbedarfe in den Themenfeldern aufzudecken. So wurde beispielsweise bezüglich des Schwimmbads Aqua Siwa ein Sanierungsbedarf festgestellt, der als Handlungsbedarf mit in das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge aufgenommen wurde.
Gleichzeitig fand im Rahmen des Wohnungsmarktkonzeptes eine Bestandsaufnahme von Wohngebäuden in Ratzeburg, Römnitz, Bäk, Ziethen, Einhaus und Harmsdorf statt. Mit Hilfe einer Vollerhebung aller Wohngebäude, die Wetter bedingt bis in den Mai andauerte, erfasste GEWOS mit zwei Mitarbeitern hierfür alle Wohngebäude des Untersuchungsraumes bezogen auf das Baualter, den Leerstand, die Barrierefreiheit von Hauseingängen und den Modernisierungsstand der Häuser. Ziel dieser Begehung war eine aktuelle Abbildung des Wohnungsmarktes. Auf Grundlage dieser Bestandsaufnahme des Wohnungsmarktes sollen u.a. Gebiete mit hohem Modernisierungsbedarf aufgedeckt sowie Leerstände und Freiflächen mit Nachverdichtungspotenzial aufgezeigt werden. Ebenso soll anhand einer Wohnungsmarktprognose der zukünftige Neubaubedarf im Wohnungsmarkt ermittelt werden.
Im weiteren Prozess der Konzeptentwicklung sind auch lokalen Expertinnen und Experten eingebunden worden, die in vier an den Themenschwerpunkten der Analyse orientierten Arbeitsgruppen gemeinsam diskutieren, um Missstände aufzudecken und Lösungen zu erarbeiten Als Expertinnen und Experten fungieren dabei Träger von Kindertagesstätten, Vertreterinnen und Vertreter von (Sport‑)Vereinen neben Verbänden sowie Vertreterinnen und Vertreter sozialer und öffentlicher Einrichtungen wie auch Leiterinnen und Leiter ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen.
Jede Arbeitsgruppe hat sich zwei Termine gesetzt, in denen sie die vorgefundenen Problem - und Bedarfsfelder behandeln wollen. Zusätzlich ist eine AG Wohnen im Rahmen des Wohnungsmarktkonzeptes gegründet worden, in der Vertreterinnen und Vertreter des Wohnungsmarktes, Projektentwicklerinnen und -entwickler neben Interessenvertreterinnen und -vertreter ebenfalls zweimal zusammen kommen wollen.
In der ersten Sitzungsrunde der Arbeitsgruppen, die in der vergangenen Woche durchgeführt wurden, ging es zunächst darum, bereits ermittelte Herausforderungen und Handlungsbedarfe zu diskutieren und zu ergänzen. In einer zweiten Sitzung der Arbeitsgruppen sollen dann erste Anpassungsstrategien und Maßnahmen entwickelt und formuliert werden, wie den ermittelten Herausforderungen zukünftig begegnet werden kann.
Bei Fragen zum laufenden Prozess des Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge und Wohnungsmarktkonzeptes können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger gerne beim zentralen Ansprechpartner vor Ort, Michael Wolf, FB Stadtplanung, Bauen und Liegenschaften der Stadt Ratzeburg (Tel. 04541/ 80 00-161) oder Frau Holst, GEWOS Institut für Stadt-, Regional und Wohnforschung (Tel. 040/ 69 712-231) wenden.
Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für die Stadt Ratzeburg und das Umland - Online-Umfrage gestartet
Die Stadt Ratzeburg hat das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung mit der Erstellung eines Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge und eines Wohnungsmarktkonzeptes beauftragt. Die zentrale Aufgabe des Zukunftskonzepts Daseinsvorsorge besteht in der bedarfsgerechten Anpassung der sozialen und technischen Infrastruktur an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen.
Um ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, soll der Entwicklungsprozess auf eine breite Basis gestellt werden, weshalb es der Unterstützung Vieler bedarf. Zahlreiche Städte, zu denen auch Ratzeburg gehört, sehen sich zunehmend mit den Auswirkungen des demografischen Wandels konfrontiert. Die veränderte Altersstruktur zieht neue Anforderungen und Anpassungsbedarfe an die infrastrukturelle Ausstattung nach sich.
Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ratzeburg sowie der umliegenden Gemeinden haben die Möglichkeit, über ein internetbasierten „Feedbackportal Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“ auf der Homepage der Stadt Ratzeburg (www.ratzeburg.de) in den Prozess aktiv mit einzubringen und zu informieren. Denn die Meinung der Bürgerinnen und Bürgern zu bestehenden und wünschenswerten Infrastrukturangeboten innerhalb der Stadt Ratzeburg ist wichtig, um ein gelungenes Konzept zu entwickeln. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Das Portal ist ab sofort freigeschaltet und über diesen Button zu erreichen.
Zukunftskonzept Daseinsvorsorge für die Stadt Ratzeburg und das Umland
Die Stadt Ratzeburg hat das GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung mit der Erstellung eines Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge und eines Wohnungsmarktkonzeptes beauftragt. Die zentrale Aufgabe des Zukunftskonzepts Daseinsvorsorge besteht in der bedarfsgerechten Anpassung der sozialen und technischen Infrastruktur an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Fragen, die innerhalb des Erarbeitungsprozesses betrachtet werden können, sind insbesondere, in welcher Form die schulische Versorgung in der Fläche gewährleistet werden kann oder ob die gesundheitliche Versorgung aufrechterhalten und junge Ärzte für periphere Standorte gewonnen werden können.
Die Konzepte der Daseinsvorsorge unterscheiden sich wesentlich von anderen Planwerken. Die Komplexität der Thematik, die verschiedenen Wechselwirkungen und ein großer Zeitbedarf bei der Anpassung bedürfen eines langen Planungshorizontes. Dabei darf ein solches Konzept nicht als formelles Planwerk missverstanden, sondern kann als ein Diskussionsprozess über Qualitäten und Bedarfe der Daseinsvorsorge angesehen werden, der in umsetzungsorientierten Anpassungsstrategien und Maßnahmen münden kann.
Die Grundlage für das Zukunftskonzept bildet die Erfassung der für Ratzeburg und das Umland wichtigsten Einrichtungen und infrastrukturellen Angebote, wie z.B. im Bereich der medizinischen Versorgung, von Kinderbetreuungs- und Bildungsangeboten, Senioreneinrichtungen, Sport- und Freizeitmöglichkeiten und dem öffentlichen Personennahverkehrs. Durch den anschließenden Abgleich des Angebotes und der Nachfrage werden Versorgungsdefizite aufgezeigt, Handlungserfordernisse identifiziert und anschließend mit konkreten Maßnahmen unterlegt werden.
Als Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums nimmt Ratzeburg wichtige Versorgungsfunktionen für die Bürger der Stadt und der umliegenden Gemeinden am südöstlichen Rand Schleswig-Holsteins wahr. Neben zahlreichen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen verfügt die Stadt über ein breites Sport- und Freizeitangebot und ein gutes Netz von Haus- und Fachärzten. Des Weiteren gibt es eine aktive Vereinslandschaft und engagierte Verbände. Aufgrund der Insellage der Altstadt gilt die Kreisstadt des Herzogtums Lauenburg am Ratzeburger See als Tourismusstandort und Luftkurort.
Obwohl die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Ratzeburg über die vergangenen zehn Jahre betrachtet relativ stabil war, sind die Auswirkungen des demografischen Wandels auch hier spürbar. Aufgrund niedriger Geburtenraten und gleichzeitiger Abwanderung junger Bevölkerungsgruppen kommt es in der rund 13.700 Einwohner zählenden Kreisstadt zu einer Verschiebung der Altersstruktur. Immer weniger junge Einwohner stehen einer wachsenden Zahl älterer und hochbetagter Bürger gegenüber. Ähnliche Tendenzen, zum Teil auch in stärkerer Ausprägung, sind in den Umlandgemeinden festzustellen. Der steigende Anteil älterer Bevölkerungsteile zieht einen Anpassungsbedarf der privaten, öffentlichen und gemeinnützigen Dienstleistungen und Infrastruktureinrichtungen nach sich.
Die Stadt Ratzeburg stellt sich gemeinsam mit dem Umland diesen Herausforderungen, um in Zukunft ein bedarfsgerechtes Angebot bereitstellen zu können. Mit der Aufnahme in das Bund-Länder-Programm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ wird die Stadt Ratzeburg in die Lage versetzt, ein Zukunftskonzept Daseinsvorsorge erarbeiten zu lassen und im Rahmen der Städtebauförderung umzusetzen. Das Ziel des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist es, dass Städte und Gemeinden wie Ratzeburg als „Ankerpunkt der Daseinsvorsorge für die Zukunft handlungsfähig gemacht werden und […] ihre zentralörtliche Versorgungsfunktion dauerhaft, bedarfsgerecht und auf hohem Niveau […]“ sichern können.
Grundvoraussetzung für die Sicherung der Daseinsvorsorge in der Region ist eine Zusammenarbeit der Stadt Ratzeburg und ihrer umliegenden Gemeinden. Die Basis hierfür ist der Dialog und das Querschnittsdenken über Ressort- und Institutionengrenzen hinaus, um integrative Lösungen für regionale Herausforderungen herbeiführen zu können.
Vertreter der Stadt Ratzeburg und des Umlandes werden neben lokalen Experten in thematischen Arbeitsgruppen in die Konzepterstellung eingebunden, die von einer Lenkungsgruppe koordiniert wird. Im Rahmen einer ergebnisoffenen Diskussion sollen mit einem breiten Spektrum von Akteuren und Institutionen konsensfähige qualitäts- und nachfrageorientierte Ansätze erarbeitet werden.
Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ratzeburg sowie der umliegenden Gemeinden haben die Möglichkeit, über ein internetbasierten „Feedbackportal Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“ auf der Homepage der Stadt Ratzeburg in den Prozess aktiv mit einzubringen und zu informieren. Denn die Meinung der Bürgerinnen und Bürgern zu bestehenden und wünschenswerten Infrastrukturangeboten innerhalb der Stadt Ratzeburg ist wichtig, um ein gelungenes Konzept zu entwickeln. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein.
Abgeschlossene Bauprojekte
Hier sind einige dieser Bauprojekte der vergangenen Jahre beispielhaft zusammengestellt.
Neues Wohnquartier an der "Seedorfer Straße"
An der Seedorfer Straße in der Ratzeburger Vorstadt entsteht ein neues Wohnquartier, das von der Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG aus Mölln zusammen mit der Raiffeisenbank eG aus Ratzeburg erschlossen wird. Geplant ist ein Wohnpark mit mehreren Mehrfamilienhäusern und insgesamt 112 Wohnungen in unterschiedlichen Größen. Der Entwurf stammt vom Büro kbnk Archtiketen Hamburg. Die Bauarbeiten sollen Ende 2023, spätestens Anfang 2024 mit der Fertigstellung der Straße und eines Spielplatzes komplett abgeschlossen sein.
Bereits in der 2. Jahreshälfte 2023 werden die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Von der 1,5-Zimmer-Wohnung für Singles bis zur 4-Zimmer-Wohnung für Familien mit Kindern ist alles dabei, barrierearm und energetisch optimiert. Großzügige Grünanlagen laden zum Verweilen ein. Als Parkraum wird eine große Tiefgarage mit Wallbox-Ladestationen zur Verfügung für die E-Mobilität errichtet. Die Wärmeversorgung wird über ein zentrales Holzpellet-Heizwerk unter Nutzung erneuerbarer Energien sichergestellt. Unter Beteiligung der Wohnraumförderung des Landes Schleswig-Holstein wird es möglich sein, den Genossenschaftsmitgliedern die Wohnungen zu bezahlbaren Mieten - im Durchschnitt deutlich unter dem in Ratzeburg vorherrschenden Marktpreis - anzubieten, wie es den Satzungszielen der Kreisbaugenossenschaft entspricht.
Neben den Grundstücken der Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG und der Raiffeisenbank eG können auch die anliegenden Grundstücke in der Memeler Straße in zweiter Reihe bebaut werden. Im Zuge der Baumaßnahme wird auch das alte Schlichthaus der Stadt Ratzeburg durch einen Neubau entlang der Königsberger Straße ersetzt.
Berichte zum Baufortschritt
Ringstraße durch das neue Wohnquartier an der Seedorfer Straße heißt zukünftig 'Langer Rehm'
Der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Stadt Ratzeburg hat sich auf seiner jüngsten Sitzung mit der Namensgebung für die im neuen Wohnquartier an der Seedorfer Straße entstandene Ringstraße befasst. Mehrheitlich wurde beschlossen, sie in Anlehnung an die historische Flurbezeichnung 'Langer Rehm' zu nennen. Zur Auswahl standen verschiedene Vorschläge.
So waren vom Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg e.V. der in Ratzeburg geborene und verstorbene evangelisch-lutherische Theologe Carl Friedrich Wilhelm Catenhusen (1792 – 1853) oder der Gründer des Ratzeburger Heimatbundes, Lothar Roeßler (1907 – 1990) als Namensgeber vorgeschlagen worden. Aus dem Stadtarchiv kamen mit dem Verweis, dass es in Ratzeburg nur wenige Straßennamen mit einem Bezug zu bekannten Frauenpersönlichkeiten gibt, zwei alternative Vorschläge: Else Wiegmann (1908 – 2003), in der Stadt geehrt für ihr Engagement im Deutschen Roten Kreuz auf Orts- und Kreisebene, und die berühmte Stummfilmschauspielerin Henny Porten (1890 – 1960), die von 1945 bis 1957 in Ratzeburg lebte. In der Diskussion standen aber auch Namensgeber mit Bezug zu den Bauherren, die dieses Gebiet erschlossen haben, die Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG aus Mölln und die Raiffeisenbank eG aus Ratzeburg. Einmal Friedrich Wilhelm Heinrich Raiffeisen (1818 – 1888), deutscher Sozialreformer, einer der Gründer der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland und Namensgeber der Raiffeisenorganisation. Ebenso Hermann Schulze-Delitzsch (1808 – 1883), deutscher Sozialreformer und einer der führenden Gründerväter des deutschen Genossenschaftswesens.
Stadtarchivar Christian Lopau konnte aber auch noch eine historische Bezeichnung ermitteln, die konkreten Bezug zur Vorstadtgeschichte aufweist. Ehemals städtische Ackerschläge, wie das Areal des neuen Wohnquartiers, wurden üblicherweise als 'Langer Schlag', 'Langer Rehm' oder 'Im langen Schlag' bezeichnet. Nach längerer Diskussion entschieden sich die Mitglieder des Ausschusses für die Variante 'Langer Rehm'.
Die erfolgte Namensgebung zeigt, dass die Fertigstellung des neuen Wohnquartiers an der Seedorfer Straße zügig voranschreitet. Entstanden sind mehrere Mehrfamilienhäuser und insgesamt 112 Wohnungen in unterschiedlichen Größen. Der Entwurf stammt vom Büro kbnk Archtiketen Hamburg. Die Bauarbeiten sollen im Laufe des Jahres 2024 mit der Fertigstellung der Straße und eines Spielplatzes komplett abgeschlossen sein.
Richtfest an der Seedorfer Straße
Viele zufriedene Gesichter zeigten sich vergangene Woche beim Richtfest im Baugebiet an der Seedorfer Straße, zu dem die Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG aus Mölln geladen hatte. Seit dem Spatenstich vor über einem Jahr ist viel passiert auf Ratzeburgs größter Baustelle. Zahlreiche Mehrfamilienhäuser sind zwischenzeitlich entstanden, teils schon weit fortgeschritten im Bau, teils noch im Rohbau. Das neue Stadtquartier in Ratzeburgs Vorstadt wird jeden Tag sichtbarer. Die Zufriedenheit mit diesen Baufortschritten kam auch in den verschiedenen Reden immer wieder zum Ausdruck. Die Bauherren, die ausführenden Gewerke und die Vertreter der Stadt lobten, dass diese Baustelle sich so reibungslos entwickelt, trotz der sehr schwierigen Bedingungen, die das Baugewerbe gerade angesichts von Lieferengpässen, Fachkräftemangel und der hohen Inflation belasten. Davon, so die einhellige Meinung, sei an der Seedorfer Straße kaum etwas zu merken.
"Vor etwas über einem Jahr standen wir hier zusammen beim offiziellen Spatenstich. Vor gut zwei Jahren begannen die Erschließungsarbeiten. Und jetzt sehen wir bereits, was es wird. Haus um Haus entsteht, die Baustelle funktioniert wie ein hochpräzises Uhrwerk, das nicht zum Stillstand kommt. Es wird gebaut, trotz Inflation, trotz Lieferengpässen. All das haben Sie hier so augenscheinlich im Griff, mit Ihrer Erfahrung und Ihrem Willen, gemeinsam zu einem sehr guten Ergebnis zu kommen. Dafür möchte ich mich im Namen der Stadt Ratzeburg bedanken. Sie bauen hier an unserer Zukunft, sie bauen hier für unsere Bürgerinnen und Bürger. Das neue Stadtquartier, dieser Wohnpark mit mehreren Mehrfamilienhäusern und insgesamt 112 Wohnungen in unterschiedlichen Größen, hier an der Seedorfer Straße wird uns alle in Ratzeburg bereichern", lobte Bürgermeister Eckhard Graf das Bauprojekt und alle daran Beteiligten, allen voran das Büro kbnk Architekten Hamburg, die ausführende Baufirma Schütt-Bau aus Lübeck, all die weiteren Handwerksbetriebe und die Raiffeisenbank eG aus Ratzeburg. Mit dem traditionellen Richtspruch der Zimmerleute wurde der sichtbare Baufortschritt an der Seedorfer Straße festgestellt und feierlich begossen, natürlich verbunden mit den besten Wünschen für einen erfolgreichen Abschluss in den kommenden Monaten.
Neues Schlichthaus in Ratzeburg ist bezugsfertig
Der Neubau einer Obdachlosenunterkunft an der Seedorfer Straße ist nach rund 9 Monaten Bauzeit abgeschlossen worden. Ein moderner, zweistöckiger Bau mit 12 Wohneinheiten wurde vom ausführenden Architektenbüro 'Kienast und Kienast Architekten PartG mbH' aus Mölln der Stadt Ratzeburg bezugsfertig übergeben. Die auch als Schlichthaus bezeichnete Unterkunft soll bei drohender Obdachlosigkeit Menschen kurzfristig eine Bleibe bieten. Sie ist überwiegend ausgelegt für Einzelpersonen. Es können bei Bedarf aber auch Familien mit bis zu drei Personen dort unterkommen. Die Ausstattung ist auf das Notwendigste beschränkt und für die Bedürfnisse einer übergangsweisen Nutzung ausgelegt. Im Erdgeschoss sind zwei Wohnungen komplett barrierefreie hergerichtet worden.
"Der selbstgesetzte Kostenrahmen von 1,45 Mio. Euro konnte durch die allseits guten Baubedingungen eingehalten werden", sagte Bürgermeister Eckhard Graf. Bauausschussvorsitzender Werner Rütz verwies in diesem Zusammenhang auf die sehr gute Kooperation mit örtlichen Handwerksbetrieben, die zu diesem guten Bauergebnis maßgeblich beigetragen hätten. "Das neue Schlichthaus hat in seiner soliden und dem Umfeld angepassten Gestaltung auch in der unmittelbarer Nachbarschaft viel Zuspruch erhalten", ergänzte Werner Rütz. Zufrieden mit dem Bauverlauf zeigten sich auch die ausführenden Architekten Burghardt und Ruben Kienast. Sie lobten das gute Zusammenspiel aller am Bau Beteiligten und zeigten sich erfreut, der Stadt jetzt ein Gebäude übergeben zu können, das im Vergleich zum alten Schlichthaus aus den 1950er Jahren auf der Höhe der Zeit ist und in dem Menschen in Notsituationen eine würdevolle Unterbringung ermöglicht wird.
Die Wohncontaineranlage im Baugebiet Seedorfer Straße, die während der Bauzeit als Zwischenunterkunft für ehemalige Bewohner des Schlichthauses gedient hat, soll noch für ein weiteres Jahr erhalten bleiben, um bei Bedarf für Geflüchtete als Obdach zur Verfügung zu stehen.
Neues Schlichthaus der Stadt Ratzeburg feiert Richtfest
Der Neubau des städtischen Schlichthauses im Baugebiet an der Seedorfer Straße hat in den zurückliegenden Wochen deutliche Konturen angenommen. Mit einem Richtfest wurde vergangenen Freitag der sichtbare Baufortschritt mit der Fertigstellung des Rohbaus und des Dachstuhls gefeiert. Vertreter*innen der Stadt, des ausführenden Architektenbüros Kienast + Kienast sowie der beteiligten Gewerke, alle aus der Region, folgten der Zeremonie mit dem traditionellen Richtspruch. Zimmermannsmeister Johannes Rick von der Fa. Rick Ingenieur-Holzbau erbat Gottes Segen für das Haus und entrichtete im Namen aller Handwerksleute den Dank an Architekt und Bauherr.
Seit Februar wird der Neubau der städtischen Obdachlosenunterkunft zügig vorangetrieben. Es entsteht ein energetisch modernes Gebäude in Massivbauweise mit 12 Wohneinheiten von rund 25 m² bis ca. 52 m² für 1 Person bis 3 Personen. Davon sind zwei Wohneinheiten barrierefrei ausgestaltet. Die Ausstattung des Schlichthauses wird, den Bedürfnissen der Nutzer angepasst, aufs Notwendige beschränkt, entspricht aber durchweg modernen Standards. Mit der Fertigstellung wird bis Ende 2022 gerechnet. Die Kosten für diese Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1.45 Mio. €. Es ist die erste Hochbaumaßnahme, die im Neubaugebiet 'Seedorfer Straße' umgesetzt wird. "Der Neubau des Schlichthauses ist eine Investition der Stadt Ratzeburg, die gleichermaßen Menschen in sozialen Notlagen und dem öffentlichen Interesse nach Sicherheit und Ordnung zugutekommt", sagt Bürgermeister Eckhard Graf.
Offizieller Spatenstich für das neue Wohnquartier an der "Seedorfer Straße"
Bautätigkeiten sind schon länger zu beobachten auf der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche an der Seedorfer Straße. Vor rund einem Jahr begannen dort die Erschließungsarbeiten für den Bau eines neuen Wohnquartiers in Ratzeburg auf dem 1,5 ha Brachland, mit der Verlegung aller Versorgungsleitungen und der Anlage der geplanten Straßenkörper. Vor wenigen Monaten wurde auch das alte Schlichthaus der Stadt Ratzeburg abgebrochen und mit dessen Neubau anliegend an der Königsberger Straße begonnen. Nun soll endlich auch die Errichtung des lang geplanten Wohnparks mit mehreren Mehrfamilienhäusern und insgesamt 112 Wohnungen in unterschiedlichen Größen starten. Mit einem offiziellen Spatenstich wurde vergangene Woche dafür symbolisch der erste Boden bewegt.
Das Neubaugebiet wird von der Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG aus Mölln zusammen mit der Raiffeisenbank eG aus Ratzeburg erschlossen. Der Entwurf stammt vom Büro kbnk Architekten Hamburg. Neben den Grundstücken der Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG und der Raiffeisenbank können dabei auch die anliegenden Grundstücke in der Memeler Straße in zweiter Reihe bebaut werden. Die Bauarbeiten sollen Ende 2023, spätestens Anfang 2024 mit der Fertigstellung der Straße und eines Spielplatzes komplett abgeschlossen sein.
Bereits in der 2. Jahreshälfte 2023 werden die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Von der 1,5-Zimmer-Wohnung für Singles bis zur 4-Zimmer-Wohnung für Familien mit Kindern ist alles dabei, barrierearm und energetisch optimiert. Großzügige Grünanlagen laden zum Verweilen ein. Als Parkraum wird eine große Tiefgarage mit Wallbox-Ladestationen zur Verfügung für die E-Mobilität errichtet. Die Wärmeversorgung wird über ein zentrales Holzpellet-Heizwerk unter Nutzung erneuerbarer Energien sichergestellt. Unter Beteiligung der Wohnraumförderung des Landes Schleswig-Holstein wird es möglich sein, den Genossenschaftsmitgliedern die Wohnungen zu bezahlbaren Mieten - im Durchschnitt deutlich unter dem in Ratzeburg vorherrschenden Marktpreis - anzubieten, wie es den Satzungszielen der Kreisbaugenossenschaft entspricht.
Schlichtwohnungen in der Seedorfer Straße werden abgerissen
Das Neubaugebiet "Seedorfer Straße" hat in den vergangenen Monaten deutlich Gestalt angenommen. Alle wesentlichen Erschließungsarbeiten wurden durchgeführt, die zukünftige Straße in ihrer Trasse angelegt und die Straßenbeleuchtung installiert. Nun steht als weiter wichtiger Entwicklungsschritt der Abbruch der alten Schlichtwohnungen an, im Volksmund auch "Langer Jammer" genannt. Die Wohnungen werden aktuell von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs geräumt, die wenigen verbliebenen Bewohner in andere Wohnungen oder auch in Wohncontainer umquartiert.
Dafür entsteht am nordöstlichen Rand des Baugebietes eine modulare Containereinrichtung, die bis zur Fertigstellung des Neubaus der städtischen Schlichtwohnungen Ecke Seedorfer Straße/Königsberger Straße als Interimsquartier genutzt werden kann. Insgesamt 10 Wohneinheiten mit Gemeinschaftsküche und gemeinschaftlichen Sanitäranlagen werden so geschaffen, für Menschen, denen aufgrund drohender Obdachlosigkeit von Polizei oder Ordnungsamt ein Quartier zugewiesen werden muss. Der Abriss des alten "Langen Jammers", der in den 50er Jahren errichtet wurde, soll ab der ersten Dezemberwoche erfolgen.
Neues Wohnquartier an der "Seedorfer Straße"
Start der Erschließungsarbeiten
Nach jahrelanger Planung geht es endlich los. Die Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG beginnt mit der Erschließung der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche an der Seedorfer Straße und dem Bau eines neuen Wohnquartiers in Ratzeburg. Insgesamt 134 Wohnungen sollen hier auf einer großen Tiefgarage, die den parkenden Verkehr aufnimmt, erstellt werden. So wird es möglich, dass eine an das umgebende Stadtbild angepassten Architektur mit großzügigen Grünanlagen an dieser Stelle Ratzeburgs entstehen kann.
Vollsperrung der Seedorfer Straße vom 06. - 16. April 2021
Der Vorstandsvorsitzende der Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG, Herbert Köster, informiert hierzu, dass im Zuge der Erschließungsarbeiten zunächst die Verlegung der Versorgungsleitungen erfolgen muss. Dies macht eine Vollsperrung der Seedorfer Straße ab der Kreuzung am Friedhof bis zur Kreuzung am "Weißen Hirsch" erforderlich. Sie soll in Abstimmung mit den zuständigen Stellen in der Stadt Ratzeburg unmittelbar nach Ostern in der Zeit vom 6. April bis einschließlich zum 16. April 2021 erfolgen. Umleitungen werden zwischen dem "Weißen Hirsch" und der Schmilauer Straße in Ratzeburg eingerichtet und ausgeschildert. Anlieger können die Seedorfer Straße weiterhin befahren. Die wesentlichen Arbeiten finden an der Einmündung der Feldstraße statt. Für die Feldstraße wird dafür die Einbahnstraßenregelung vorübergehend aufgehoben. Die Anlieger der Feldstraße können dann über die Schmilauer Straße zu ihren Grundstücken gelangen. Die Müllentsorgung in der Feldstraße sowie in der Seedorfer Straße zwischen Gustav-Peters-Platz und Königsberger Straße wird durch die bauausführende und ortsansässige Firma Thomas Daberkow sichergestellt.
Das Neubaugebiet wird von der Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG aus Mölln zusammen mit der Raiffeisenbank eG aus Ratzeburg erschlossen. Neben den Grundstücken der Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG und der Raiffeisenbank können auch die anliegenden Grundstücke in der Memeler Straße in zweiter Reihe bebaut werden. Die Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG wird in ihrem Wohnpark in mehreren Mehrfamilienhäusern insgesamt 112 Wohnungen in unterschiedlichen Größen herstellen. Die Bauarbeiten sollen Ende 2023, spätestens Anfang 2024 mit der Fertigstellung der Straße und eines Spielplatzes komplett abgeschlossen sein.
Regionale Genossenschaften entwickeln Ratzeburgs neues Wohnbaugebiet an der "Seedorfer Straße"
Die Stadt Ratzeburg, die Gemeinnützigen Kreisbaugenossenschaft Lauenburg eG und die Raiffeisenbank eG, Ratzeburg haben am vergangenen Dienstag einen städtebaulichen Vertrag zur Erschließung für das im Bebauungsplan N. 81 liegende Gebiet südlich des Friedhofs an der Seedorfer Straße unterzeichnet. Damit konnten zwei bekannte, regional verwurzelte Genossenschaften, die erstmalig gemeinsam als Erschließungs- und Bauträger auftreten, als Partner der Stadt Ratzeburg und der St. Petri Kirchengemeinde gewonnen werden. "Dies ist ein großer Schritt für die Entwicklung des Ratzeburger Wohnungsmarktes, der vor allem bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum benötigt", sagte Bürgermeister Rainer Voß mit Verweis auf die rund 940 Wohnungseinheiten, die nach den demografischen Bedarfsprognosen bis zum Jahre 2030 in Ratzeburg geschaffen werden müssten. Im neuen Baugebiet an der Seedorfer Straße, über dessen rechtskräftige Bebauungsplanung der städtische Bauausschuss und die Stadtvertretung noch endgültig abstimmen müssen, sollen davon bis zu 120 Wohneinheiten in 9 Gebäuden verwirklicht werden, ausschließlich zur Vermietung und knapp die Hälfte als öffentlich geförderter Raum in Zusammenarbeit mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein.
"Auf der entstehenden, rund 10.000 m² großen Wohnfläche in zentraler Lage der Stadt soll ein Mix aus verschiedenen Wohnungsgrößen zwischen 50 - 100 qm zu verschiedenen Mietpreisen entstehen, durchgehend barrierefrei und gleichermaßen geeignet für Single- wie für Familienhaushalte", sagte Herbert Köster, Vorstandsvorsitzender der Kreisbaugenossenschaft. Für die Raiffeisenbank Ratzeburg ist diese Kooperation gleichzeitig der Einstieg in ein weiteres Geschäftsfeld, wie Thomas Naß vom Vorstand der Raiffeisenbank betonte: "Die Raiffeisenbank möchte sich langfristig als Bauträger und Vermieter in der Region engagieren, immer mit Blick auf die regionalen Bedürfnissen der Menschen und Unternehmen vor Ort. Wir sind dabei sehr froh, mit der Kreisbaugenossenschaft dafür einen idealen Partner gefunden zu haben." Rund 23 Mio. € wollen beide Bauherren im aktuellen Bauvorhaben in Ratzeburg investieren, an dessen Umsetzung ausschließlich regionale Unternehmen beteiligt werden sollen. Die entstehenden Immobilien, die nach den aktuellen Planungen bis 2022/2023 bezugsfertig sein sollen, verbleiben im Eigentum der Kreisbaugenossenschaft und der Raiffeisenbank.
Bauamtsleiter Michael Wolf wies überdies darauf hin, dass durch die städtebauliche Planung die Integration eines neuen Kindergartens für die Kirchengemeinde St. Petri in das Gebiet ebenso ermöglicht werde, wie auch die spätere Option für Grundstückseigentümer an der angrenzenden Memeler Straße und Königsberger Straße, dass durch die Erschließung des gesamten Geländes auf den rückwärtigen Grundstücken zusätzliche Bauflächen entstehen können. Wolf rechnet durch diese Wohnungsbaumaßnahme aber auch mittelbar mit einer Belebung und verjüngenden Durchmischung der Ratzeburger Wohnquartiere insgesamt: „Wenn beispielsweise älteren Wohneigentümern neue Möglichkeiten eröffnet werden, in barrierefreie und damit altersgerechte Neubauwohnungen zu ziehen, stünden dem Wohnungsmarkt unter Umständen auch Einfamilienhäuser erneut zur Verfügung. Dies wiederum sei dann für jüngere Familien interessant, die sich das Eigenheim mit Garten wünschen“.
Umbau und Erweiterung der Ruderakademie Ratzeburg ist abgeschlossen
Die Ruderakademie Ratzeburg nimmt eine herausgehobene Position im Deutschen Ruderverband e. V. ein. Der Standort gilt seit Jahrzehnten als Verbandszentrum und wurde in der Vergangenheit vom Deutschen Olympischen Sportbund als Bundesleistungszentrum eingestuft. Da die aktuellen Kapazitäten der Ruderakademie für die geplante Nutzung nicht mehr ausreichend waren, bestand der dringende Bedarf einer baulichen und strukturellen Anpassung aller Bereiche. In einem umfangreichen Modernisierungs-, Umbau- und Erweiterungsprojekt hat die Ruderakademie jetzt ein neues Gesicht bekommen und wurde an die Standards des modernen Hochleistungssports angeglichen.
Wofür wird die Ruderakademie genutzt?
Als Verbandszentrum werden in Ratzeburg kontinuierlich Wettkampfvorbereitungen für die internationalen Zielwettkämpfe der U23 und offenen Altersklassen durchgeführt, da nur hier die räumlichen Voraussetzungen für Training und Unterbringung solch großer Mannschaften vorhanden sind. Hier bereitet sich außerdem etwa die Hälfte der Skull-Boot-Olympioniken auf ihre Wettkämpfe vor. Zum Sportbetrieb zählen auch kontinuierliche Trainingszusammenführungen aller Trainingsgruppen des Bundesstützpunktes (BSP) Ratzeburg/Hamburg wie auch weiterer Disziplingruppen des Deutschen Ruderverbandes. Ergänzend sind Ausbildungslehrgänge zur Erlangung der Trainerlizenzen aller Lizenzstufen im Rudern sowie Kurse unterschiedlicher Leistungsstufen integraler Bestandteil des Verbandszentrums. In die Ruderakademie Ratzeburg ist zudem das Sportinternat Ratzeburg in Trägerschaft des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein integriert.
Die Ruderakademie verfügte vor Baubeginn über eine Unterbringungskapazität von 34 Betten. Durch zusätzliche Aufbettung konnte kurzzeitig die Kapazität erhöht werden. Dauerwohnverhältnisse durch das Sportinternat verringerten jedoch die zur Verfügung stehende Anzahl an Übernachtungsplätzen. Die Fremdanmietung von zusätzlichen Zimmern in Ratzeburg sowie die übrigen Kapazitäten von Verpflegungs- und Trainingsräumen überschritten durch zunehmende Inanspruchnahme von Bundeskaderathletinnen und -athleten die Möglichkeiten des Standortes.
Der Umbau-, Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten an der Ruderakademie
Was war das Ziel des Bauprojektes?
Die Umbau-, Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten betrafen die Bereiche:
- Sportinternat
- sportmedizinische Diagnostik
- Verwaltung und Schulung
- Verpflegung
- technische Ausrüstung
- die Bootshallen und Trainingsräume
- sowie die Außenanlagen.
Mit den Modernisierungsarbeiten wurden die Kapazitäten erhöht, adäquate Hochleistungsstandards erfüllt und Trainingsmöglichkeiten im Sinne eines High-Performance-Centers optimiert. Diese Umgestaltung kommt der Weiterentwicklung des Rudersports und der Anhebung der Standards zu Gute.
Wer gehörte zum Projektteam?
Das Projektteam bestand aus der Stadt Ratzeburg (Auftraggeber), dem Deutschen Ruderverband e. V., der Ruderakademie Ratzeburg, dem Architekturbüro Streich-Grage Architekten sowie der Projektsteuerung Tewis Projektmanagement GmbH.
Wie finanzierte sich das Projekt?
Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (5,6 Mio. Euro) und das Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport Schleswig-Holstein (7,9 Mio. Euro) förderten das Projekt, das mit ein Gesamtvolumen von 16,4 Mio. Euro umgesetzt wurde.
Updates und Projektdokumentation
Stadt Ratzeburg und der Deutsche Ruderverband e. V. präsentierten neue Ruderakademie Ratzeburg bei Eröffnungsfeier und Tag der offenen Tür
Zwei Events markierten die Neueröffnung der umfangreich modernisierten Ruderakademie Ratzeburg am vergangenen Wochenende: Rund 100 geladene Gäste aus Politik, Sport, Bildung und Bau kamen am vergangenen Freitag, bei der Einweihungsfeier zusammen, um die Ergebnisse des erfolgreich abgeschlossenen Bauprojekts zu besichtigen. Beim Tag der offenen Tür am nachfolgenden Samstag hatte die Öffentlichkeit die seltene Gelegenheit, bei Führungen einen umfassenden Einblick in die Ruderakademie zu bekommen.
Einweihungsfeierlichkeiten: von der Gründer-Vision zum High-Performance-Center
Auf der Einweihungsfeier ging es nicht nur um die Zukunft der Ruderakademie. Einen Blick zurück lieferte der zu Anfang gezeigte historische Film aus dem Archiv des DRV, in dem der Gründer der Akademie, Karl Adam, von seiner Vision Anfang der 1960er Jahre erzählt: Ein Ausbildungszentrum des Rudersports zu schaffen, um flächendeckend die höchsten Standards und Erfolge im deutschen Rudersport zu erzielen. Eine Vision, die Früchte trug. Der Blick zurück zeigte dennoch, wie klein die Akademie angefangen hat. Die Bildzeitung titelte am 31. März 1965: "Ratzeburg - Ruder-Zentrum in der Baracke". Wenige Monate später fand der Spatenstich zum Bau der Akademie statt. Heute, knapp 60 Jahre später, sollen die größten baulichen und technischen Änderungen seit Gründung der Akademie die Vision von Karl Adam weitertragen und die Athlet:innen mit höchsten Standards in eine erfolgreiche Zukunft begleiten.
Begrüßt wurden die Gäste von Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Nina Scheer, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd, Eckhard Graf, Bürgermeister der Stadt Ratzeburg und Moritz Petri, Vorsitzender des Deutschen Ruderverbands.
Ein großer Dank galt den Fördermittelgebern, die das Projekt finanziell unterstützt haben: Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (5,6 Mio. Euro) und das Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport Schleswig-Holstein (7,9 Mio. Euro). Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 16,4 Mio. Euro.
Der Dank galt ebenso dem gesamten Projektteam – dem Fachbereich Stadtplanung, Bauen und Liegenschaften der Stadt Ratzeburg, dem Generalplaner Streich Grage Architekten sowie der Projektsteuerung Tewis Projektmanagement – und den beteiligten Baufirmen. Als besondere Gäste nahmen die Olympioniken und "Kinder" der Ruderakademie Maike Evers-Rölver, Lauritz Schoof sowie das Nachwuchstalent Oscar Krause an der Feier teil.
Ministerpräsident Daniel Günther sagte zur Eröffnung: „Der Aus- und Umbau der Ruderakademie in Ratzeburg ist das Leuchtturmprojekt des Rudersports in Schleswig-Holstein. Für den Spitzensport ist die neue Ruderakademie mit neuester Technik, moderner Ausstattung und zeitgemäßen Räumen ein Riesengewinn. Genauso wird auch der Breitensport profitieren, denn die Trainerausbildung in Ratzeburg wird künftig ein neues Level erreichen. Das kommt den Sportlerinnen und Sportlern im ganzen Land zugute, besonders im Jugendbereich.“
Schleswig-Holsteins für den Sport zuständige Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack hebt hervor: „Rudern auf Weltklasseniveau und Ratzeburg - das gehört untrennbar zusammen. Damit das auch zukünftig gilt, haben wir uns als Landesregierung auch sehr für den umfangreichen Aus- und Umbau der Ruderakademie eingesetzt und finanziell unterstützt. Die Ruderakademie ist ein Vorzeigeprojekt für ganz Schleswig-Holstein. Ich war schon beim ersten Spatenstich dabei und freue mich deshalb ganz besonders, dass ich jetzt die modernisierte Akademie in Augenschein nehmen kann und vor allem, dass sie jetzt den Sportlerinnen und Sportlern zur Verfügung steht.“
Dr. Nina Scheer, MdB, kommentiert: „Sport steht für Fairness und Gemeinschaft - und zwar über Nationalitäten hinweg. Er hilft, diese Werte in der Gesellschaft insgesamt zu stärken. Von daher freue ich mich an diesem Tag für die Sportlerinnen und Sportler, die hier trainieren können und auch für die Region, dass der Rudersport hier diese Möglichkeiten nutzt. Im laufenden Haushalt 2024 konnten im parlamentarischen Verfahren geplante Kürzungen im Bereich der Sportförderung verhindert werden. Mit dem derzeit parlamentarisch beratenen Sportfördergesetz soll auch eine nachhaltig tragfähige Fördergrundlage geschaffen werden.“
Bürgermeister Eckhard Graf betont: „Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten haben wir gemeinsam einen großen Schritt für eine weitere Professionalisierung des nationalen Rudersports vollendet. Damit öffnet sich für die traditionsreiche Geschichte des Ruderspitzensports in Ratzeburg ein wertvolles, weiteres Kapitel. Ich freue mich über die Weiterentwicklung der Ruderakademie hier in Ratzeburg und wünsche allen Verantwortlichen und insbesondere allen Nutzerinnen und Nutzern viel Freude am modernen Standort und viel Erfolg auf dem Weg zu Spitzenresultaten auf den Regattastrecken in aller Welt.“
Verbandsvorsitzender Moritz Petri abschließend: „Mit der modernisierten Ruderakademie haben wir nicht nur ein architektonisches Meisterwerk geschaffen, sondern vor allem einen Ort, der den Athlet:innen des Deutschen Ruderverbands die besten Bedingungen für herausragende Leistungen bietet. Die neue Akademie setzt Maßstäbe im internationalen Rudersport und wird Ratzeburg als führenden Standort für Spitzenleistungen im Rudern weiter etablieren.“
Nach dem symbolischen Eröffnungsakt mit Schlüsselübergabe von der Stadt Ratzeburg als Bauherr an die Ruderakademie als Nutzer und dem Durchtrennen des berühmten Roten Bandes, konnte die Akademie in Führungen besichtigt werden. Ein Highlight war das neue Rudermessbecken mit modernster Technik, das einzigartig in Europa ist. Hier wird unter Laborbedingungen der Ruderschlag eines Skullers individuell und das Zusammenspiel innerhalb einer Mannschaft wissenschaftlich ausgemessen und optimiert. Bei angeregten Gesprächen fand der gelungene Nachmittag seinen Ausklang.
Reges Treiben beim Tag der offenen Tür
Gleich am nächsten Tag ging es für das Team der Ruderakademie Ratzeburg weiter. Von 11-17 Uhr konnten alle Interessierten die Ruderakademie in Führungen erkunden. Eine persönliche Einführung gab es von Reinhart Grahn, Leiter der Ruderakademie Ratzeburg. Sein Resümee: „Rund 5 Jahre hat es von der Planung bis zur Fertigstellung gedauert. Es hat uns viel Freude gemacht, dem bunt gemischten Publikum die neuen Bereiche nun präsentieren zu können und sich auszutauschen. Wir haben viel positives Feedback bekommen. Das Interesse war groß und die Fragen zahlreich. Wir sind rundum zufrieden.“
Über das Projekt
Die Ruderakademie Ratzeburg nimmt eine herausgehobene Position im Deutschen Ruderverband e. V. ein. Der Standort gilt seit Jahrzehnten als Verbandszentrum und wurde in der Vergangenheit vom Deutschen Olympischen Sportbund als Bundesleistungszentrum eingestuft. Da die Kapazitäten der Ruderakademie für die geplante Nutzung nicht mehr ausreichend waren, bestand der dringende Bedarf einer baulichen und strukturellen Anpassung aller Bereiche. In einem umfangreichen Modernisierungs-, Umbau- und Erweiterungsprojekt bekam die Ruderakademie ein neues Gesicht und wurde an die Standards des modernen Hochleistungssports angeglichen.
Die Umbau-, Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten betreffen die Bereiche:
- Sportinternat
- sportmedizinische Diagnostik
- Verwaltung und Schulung
- Verpflegung
- technische Ausrüstung
- Bootshallen und Trainingsräume
- Außenanlagen
Das Projektteam bildete die Stadt Ratzeburg (Auftraggeber), der Deutsche Ruderverband e.V., die Ruderakademie Ratzeburg, das Architekturbüro Streich-Grage Architekten sowie die Projektsteuerung Tewis Projektmanagement GmbH.
Herzlich willkommen in der neuen Ruderakademie Ratzeburg!
Nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit ist es so weit: Die umfangreichen Modernisierungs- und Umbauarbeiten an der Ruderakademie Ratzeburg sind abgeschlossen. Alle Funktionsbereiche wie Unterbringung, Verpflegung, Training und Diagnostik wurden einbezogen und an die Standards des modernen Leistungssports angeglichen. Herzstück ist das neue Rudermessbecken, das mit modernster Technik überzeugt und einzigartig in Europa ist.
Zur Feier der Fertigstellung laden die Ruderakademie und die Stadt Ratzeburg am Samstag, 21. September 2024 von 11 – 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Groß und Klein sind herzlich willkommen und haben die seltene Gelegenheit, die neue Ruderakademie zu erkunden. Der Leiter der Ruderakademie, Reinhart Grahn, wird persönlich vor Ort sein und spannende Details zur Geschichte der Ruderakademie preisgeben. Bei Führungen in kleineren Gruppen ist es anschließend möglich, die neuen Bereiche der Akademie zu besichtigen.
Das Team der Ruderakademie Ratzeburg freut sich auf alle, die sich für Architektur und Sport begeistern und die Akademie einmal hautnah erleben wollen!
Abschluss der Umbau- und Modernisierungsarbeiten
Ruderakademie Ratzeburg feiert Neustart
Nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit ist es so weit: Die umfangreichen Modernisierungs- und Umbauarbeiten an der Ruderakademie Ratzeburg sind abgeschlossen. Alle Funktionsbereiche wie Unterbringung, Verpflegung, Training und Diagnostik wurden einbezogen und an die Standards des modernen Leistungssports angeglichen. Herzstück ist das neue Rudermessbecken, das mit modernster Technik überzeugt und einzigartig in Europa ist. Nach der feierlichen Eröffnung mit Vertreter:innen aus Sport und Politik am Vortag soll die Neueröffnung der Akademie mit einem Tag der offenen Tür am 21.09.2024 von 11:00-17:00 Uhr gefeiert werden.
Umfassende Modernisierung für die Zukunft des Rudersports
Als Verbandszentrum des Deutschen Ruderverbands e.V. und als Bundesstützpunkt nimmt die Ruderakademie Ratzeburg eine besondere Position ein. Seit 1966 bereiten sich hier Athletinnen und Athleten auf nationale und internationale Wettkämpfe vor. Die nun abgeschlossenen Modernisierungsarbeiten stellen die größte bauliche Maßnahme seit Gründung der Akademie dar.
Im Fokus der Arbeiten standen der Neubau des Sporttrakts mit zusätzlichem Wohnraum. Der Verpflegungsbereich wurde durch einen neuen, zweigeschossigen Anbau erweitert. Außerdem wurde der komplette Westriegel mit Umkleiden, Bootshallen sowie Kraft- und Ergometerraum neugestaltet. Der Bestand der Ruderakademie blieb im Wesentlichen erhalten.
Die Modernisierung wurde unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte durchgeführt, einschließlich der Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen und der Förderung von Barrierefreiheit.
Das Projekt mit einem finalen Volumen von 16,4 Mio. Euro wurde durch Fördermittel des Bundesministeriums des Innern und für Heimat, des Landes Schleswig-Holstein, Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport sowie durch die Stadt Ratzeburg finanziert. Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg, aber auch geänderte Anforderungen während der Bauphase, haben die Bauzeit verlängert und die ursprünglich kalkulierten Kosten ansteigen lassen. Die großzügige finanzielle Unterstützung von Bund und Land unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Region und den deutschen Rudersport.
Reinhart Grahn, Leiter der Ruderakademie Ratzeburg, erklärt: „Mit der Modernisierung haben wir einen bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft gemacht. Die Ruderakademie präsentiert sich nun als High-Performance-Center des deutschen Rudersports. Hier ausgebildete Ruderinnen und Ruderer haben Sportgeschichte geschrieben. Endlich kann die Ruderakademie dem Nachwuchs die Trainingsumgebung bieten, die er für eine optimale Ausbildung und eine erfolgreiche Zukunft benötigt. Wir danken den Förderern und der Stadt Ratzeburg für ihre Unterstützung.“
Langfristige Stärkung der Region
Die Modernisierung hebt Ratzeburg als Standort des internationalen Rudersports hervor und erhöht die nationale sowie internationale Sichtbarkeit der Stadt. Insgesamt wird Ratzeburg dadurch als Sport- und Wirtschaftsstandort gestärkt. Eckhard Graf, Bürgermeister der Stadt Ratzeburg, unterstreicht: „Die Ruderakademie ist ein wertvoller Teil unserer Stadt und unseres regionalen Profils. Die erfolgreiche Modernisierung ist nicht nur ein Gewinn für die Ruderakademie, sondern auch für Ratzeburg als Sport- und Wirtschaftsstandort. Wir freuen uns darauf, die neuen Möglichkeiten mit der Öffentlichkeit zu teilen und unsere Stadt weiter voranzubringen.“
Tag der offenen Tür für Sportinteressierte und die ganze Familie
Zur Feier der Fertigstellung laden die Ruderakademie und die Stadt Ratzeburg am Samstag, 21. September 2024 von 11:00 – 17:00 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Groß und Klein sind eingeladen, die neue Ruderakademie zu erkunden und an Führungen teilzunehmen. Aktuelles zum Programm wird kurzfristig unter www.ruderakademie.de veröffentlicht.
Über das Projekt
Die Ruderakademie Ratzeburg nimmt eine herausgehobene Position im Deutschen Ruderverband e. V. ein. Der Standort gilt seit Jahrzehnten als Verbandszentrum und wurde in der Vergangenheit vom Deutschen Olympischen Sportbund als Bundesleistungszentrum eingestuft. Da die Kapazitäten der Ruderakademie für die geplante Nutzung nicht mehr ausreichend waren, bestand der dringende Bedarf einer baulichen und strukturellen Anpassung aller Bereiche. In einem umfangreichen Modernisierungs-, Umbau- und Erweiterungsprojekt bekam die Ruderakademie ein neues Gesicht und wurde an die Standards des modernen Hochleistungssports angeglichen.
Die Umbau-, Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten betreffen die Bereiche:
- Sportinternat
- sportmedizinische Diagnostik
- Verwaltung und Schulung
- Verpflegung
- technische Ausrüstung
- Bootshallen und Trainingsräume
- Außenanlagen
Das Projektteam bildete die Stadt Ratzeburg (Auftraggeber), der Deutsche Ruderverband e.V., die Ruderakademie Ratzeburg, das Architekturbüro Streich-Grage Architekten sowie die Projektsteuerung Tewis Projektmanagement GmbH.
Umbau-und Erweiterungsarbeiten an der Ruderakademie Ratzeburg auf der Zielgeraden
Die Ruderakademie Ratzeburg nimmt eine herausgehobene Position im Deutschen Ruderverband e.V. ein. Der Standort gilt seit Jahrzehnten als Verbandszentrum und wurde in der Vergangenheit vom Deutschen Olympischen Sportbund als Bundesleistungszentrum eingestuft. Da die Kapazitäten der Ruderakademie für die geplante Nutzung nicht mehr ausreichend waren, bestand der dringende Bedarf einer baulichen und strukturellen Anpassung aller Bereiche. In einem umfangreichen Modernisierungs- , Umbau- und Erweiterungsprojekt bekommt die Ruderakademie aktuell ein neues Gesicht und wird so an die Standards des modernen Hochleistungssports angeglichen.
Update bis zur Fertigstellung
Ende August 2022 wurde das Richtfest der Ruderakademie Ratzeburg gefeiert. Dieses Jahr im Sommer soll das Projekt nun komplett abgeschlossen werden. Der Neubau wird mehr und mehr mit Leben gefüllt und soll den Spitzensportler:innen schon bald die ideale Umgebung für ihr Training bieten.
Die Abriss-, Tiefbau-, Umbau-, Rohbau- und Dacharbeiten sowie der Einbau der Fenster und Türen konnten bereits abgeschlossen werden. Zum Ende hin folgen jetzt noch Restarbeiten im Trockenbau, der Innenausbau mit Möblierung und die Fassadenarbeiten. Die Installation der Elektronik und der Leitungsbau sind in den letzten Zügen. Nach den Entwässerungskanalarbeiten steht noch die Gestaltung des Außenbereichs an. Die ersten Sportgeräte sind auch schon eingetroffen und warten darauf, benutzt zu werden.
"Wir freuen uns, bald schon die rundum neue Ruderakademie der Öffentlichkeit präsentieren zu können", sagt Ratzeburgs Bürgermeister Eckhard Graf.
Richtfest an der Ruderakademie Ratzeburg
Rund ein Jahr ist es her, dass die Stadt Ratzeburg und der Deutsche Ruderverband e. V. (DRV) mit dem Spatenstich die Bauphase zu den Umbau-, Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten an der Ruderakademie Ratzeburg eingeleitet haben. Seitdem hat sich viel getan. Am 18. August wurde der Baufortschritt im feierlichen Rahmen beim Richtfest der Ruderakademie einem ausgewählten Publikum präsentiert. Neben der traditionellen Einweihung des Dachstuhls gab es einen weiteren Grund zu feiern: Der neue Stützpunktachter wurde auf den Namen „Karl Adam“ getauft. Begrüßt wurde das bunt gemischte Publikum aus Politik, Nachbarschaft und Handwerk von Magdalena Finke, die erst im Juni 2022 ihr Amt als Staatssekretärin im Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein angetreten hat. Martin Bruns, 1. Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister, vertrat mit seinem Grußwort Eckhard Graf, Bürgermeister der Stadt Ratzeburg, der etwas später dazukam. Begrüßt wurden die Gäste ebenfalls von Siegfried Kaidel, dem Ehrenpräsidenten des DRV und erfolgreichen Ex-Ruderer.
Aus Sicht der für den Sport zuständigen Innenstaatssekretärin Magdalena Finke ist die Modernisierung und Erweiterung der Ruderakademie ein beeindruckendes Leuchtturmprojekt im Leistungssport Schleswig-Holsteins: „Ratzeburg und Rudern auf Weltklasseniveau gehört seit Jahrzehnten untrennbar zusammen. Hier ausgebildete Ruderinnen und Ruderer haben Sportgeschichte geschrieben. Dies soll auch in Zukunft weiterhin möglich sein. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir – auch im Rahmen unseres Zukunftsplans Sportland Schleswig-Holstein - als Landesregierung dieses Projekt insgesamt mit rund 7 Millionen Euro unterstützen.“
Bürgermeister Eckhard Graf betont die Bedeutung des Projektes für die Stadt Ratzeburg: „Gleich zu Beginn meiner Amtszeit ein solch großartiges und zukunftsweisendes Projekt als Bauherr zu übernehmen, erfüllt mich mit Stolz und Anerkennung – Anerkennung für das großartige Projektteam, das uns bisher und von Beginn an fast unbeschadet durch die Krisenzeiten gesteuert hat und Anerkennung für die mutigen Entscheidungen, die durch die Stadtvertretung zu treffen waren.“
Feierliches Programm: Tradition trifft Fortschritt
Für das Richtfest wurde ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. So ging es im Anschluss an die Begrüßung direkt mit dem Richtfestspruch und der traditionellen Einweihung des Dachstuhls weiter. Aufgrund der Größe des Gebäudekomplexes der Ruderakademie wurde dafür der Richtfestkranz nicht am Gebäude befestigt, sondern an einem Baukran in die Höhe gezogen. Der erfahrenste Zimmermann vor Ort, Werner Rick, weihte den Bau mit einem mehrminütigen Richtfestspruch ein und besiegelte diesen mit einem zuvor geleerten und zu Bruch gebrachten Glas. Denn Scherben sollen bekanntlich Glück bringen!
Bevor es zur Baustellenführung und dem Mittagessen ging, wurde das neueste Mitglied der Bootsfamilie willkommen geheißen. Mit einer traditionellen Bootstaufe wurde der neue Achter eingeweiht und nach Karl Adam benannt – dem Mitbegründer des Ratzeburger Ruderclubs und der Ruderakademie Ratzeburg, die er von 1964 bis 1976 leitete. Getauft wurde das Boot von Klaus Ripken, Geschäftsführer der Peter Petersen Stiftung, die den Achter finanziell getragen hat.
Baufortschritt miterleben – Rückblick und Ausblick
Ein weiteres Highlight des Tages war die Baustellenführung, bei der Interessierte sich den Baufortschritt genau ansehen konnten. Mit fachkundiger Begleitung des Generalplaners Streich Grage Architekten wurden die Entwicklungen des letztens Jahres live am Bau präsentiert und besonders plastisch erklärt. Keine Frage blieb unbeantwortet.
Wer hin und wieder an der Ruderakademie vorbeigeht, dem werden die Veränderungen im Vergleich zum letzten Jahr ebenfalls aufgefallen sein: Nach den Abrissarbeiten konnten die Tiefbau-, Umbau- und Rohbauarbeiten größtenteils abgeschlossen werden. Die restlichen Rohbauarbeiten einschließlich der Richtarbeiten des Holzbaus im OG dauern noch bis September 2022 an. Anschließend folgen die Dachabdichtungsarbeiten. Ab Spätherbst stehen noch der Trockenbau, der Innenausbau mit Möblierung, die Fassadenarbeiten mit der Montage der neuen Fenster und Türen sowie die Gestaltung des Außenbereichs an. Die Maßnahme soll voraussichtlich bis Sommer 2023 andauern. Die Stadt Ratzeburg und der Deutsche Ruderverband e.V. freuen sich schon auf das nächste Fest: Die Einweihung im nächsten Jahr!
Über das Projekt
Die Ruderakademie Ratzeburg nimmt eine herausgehobene Position im Deutschen Ruderverband e. V. ein. Der Standort gilt seit Jahrzehnten als Verbandszentrum und wurde in der Vergangenheit vom Deutschen Olympischen Sportbund als Bundesleistungszentrum eingestuft. Da die aktuellen Kapazitäten der Ruderakademie für die geplante Nutzung nicht mehr ausreichend sind, besteht der dringende Bedarf einer baulichen und strukturellen Anpassung aller Bereiche. In einem umfangreichen Modernisierungs-, Umbau- und Erweiterungsprojekt soll die Ruderakademie jetzt ein neues Gesicht bekommen und an die Standards des modernen Hochleistungssports angeglichen werden.
Die Umbau-, Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten betreffen die Bereiche:
- Sportinternat
- sportmedizinische Diagnostik
- Verwaltung und Schulung
- Verpflegung
- technische Ausrüstung
- die Bootshallen und Trainingsräume
- sowie die Außenanlagen.
Mit den Modernisierungsarbeiten sollen die Kapazitäten erhöht, adäquate Hochleistungsstandards erfüllt und Trainingsmöglichkeiten optimiert werden. Diese Umgestaltung soll der Weiterentwicklung des Rudersports und der Anhebung der Standards zugutekommen.
Das Projektteam – bestehend aus der Stadt Ratzeburg (Auftraggeber), dem Deutschen Ruderverband e. V., der Ruderakademie Ratzeburg, dem Architekturbüro Streich-Grage Architekten sowie der Projektsteuerung Tewis Projektmanagement GmbH – freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. Dabei haben sie das gemeinsame Ziel immer vor Augen: die Ruderakademie zu einem High-Performance-Center aufzuwerten, in dem die Sportler*innen ein Umfeld bekommen, wo sie über sich hinauswachsen können.
Mit der Unterstützung vom Bund (5,05 Mio. Euro) und dem Land Schleswig-Holstein (7,04 Mio. Euro) ist die Finanzierung des Umbaus sichergestellt. Durch den Eigenanteil der Stadt Ratzeburg beläuft sich der Gesamtwert des Projektes auf 12,8 Mio. Euro.
Weitere Informationen unter: www.ratzeburg.de, Rubrik Stadtentwicklung & Bauen.
Umbau- und Modernisierung der Ruderakademie Ratzeburg: Fortschritt und Ausblick 2022
Seit dem Spatenstich im vergangenen Juli ist an der Ruderakademie in Ratzeburg einiges passiert. Im Anschluss an das feierliche Event haben die Bauarbeiten offiziell mit den Abbrucharbeiten des alten Sporttraktes, des WC-Gebäudes und des Umkleidetraktes mit Motorboot- und Riemenhalle begonnen. Mittlerweile sind die Abbruch- und Tiefbauarbeiten – inklusive der Bohrarbeiten, Kappung der Pfahlköpfe sowie den Erdarbeiten – vollständig abgeschlossen. Im Bereich des Westflügels wurden bereits die Bewehrung der Sohle und die Fundamentbalken fertiggestellt. Zeitgleich zu den Gründungsarbeiten sind ebenfalls die Rohbauarbeiten vorangeschritten. Im Altbau wurden die Räume freigeräumt, sodass auch hier die Arbeiten noch Ende Januar 2022 beginnen konnten.
Für interessierte Besucher*innen wurden zwei Bauschilder aufgestellt: Das eine zeigt die Fördermittelgeber, die dieses Projekt zum Großteil tragen. Auf dem anderen, kleineren Schild sind Informationen zum Vorhaben und die beteiligten Unternehmen zu finden, die analog zu den Auftragsvergaben nach und nach ergänzt werden. Damit die Arbeiten planmäßig verlaufen, finden auf der Baustelle einmal wöchentlich Baubesprechungen mit den ausführenden Firmen und dem Generalplanungsbüro 'Streich Grage Architekten' statt. Die Anzahl der beteiligten Firmen steigt stetig an: Mittlerweile wurden bereits 19 von insgesamt 32 Fachgewerken ausgeschrieben und vergeben. Weitere Gewerke, wie zum Beispiel der Trocken- und Innenausbau, folgen sukzessive.
Was steht noch an?
Bis zum Sommer 2022 gibt es viel zu tun: Die bereits begonnenen Rohbauarbeiten sollen bis dahin abgeschlossen werden. Ebenso der Holzbau und die Dachabdichtungen, die Metallbauarbeiten und die Erneuerung der Fassade, die Estrich-Verlegung, die Fliesen- und Plattenarbeiten sowie der Bau der Aufzugsanlage. Der Abschluss der Trockenbauarbeiten wird bis in den Herbst reichen.
Unter anderem aufgrund der aktuellen Corona-Lage werden die Modernisierungsarbeiten bis voraussichtlich März 2023 andauern. Bis zum Bauabschluss sollen alle weiteren Arbeiten wie die Elektroarbeiten und die weitere Technische Gebäudeausrüstung, die Küche und Plattformlifte oder die Maler- und Tapezierarbeiten durchgeführt werden.
Gemeinsamer Spatenstich für die Ruderakademie Ratzeburg
Das geplante Modernisierungs-, Umbau- und Erweiterungsprojekt an der Ruderakademie Ratzeburg hat eine neue Stufe erreicht: Mit dem Spatenstich am 5. Juli 2021 hat die Stadt Ratzeburg als Bauherr symbolisch die Bauphase eingeleitet. Vertreter*innen aus Bund, Land, Stadt sowie der Ruderverband und das Projektteam haben an diesem besonderen Event teilgenommen. Prominente Ehrengäst*innen stimmten zur Begrüßung auf den anschließenden Spatenstich ein: Neben der Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Stephan Mayer, sowie dem Ratzeburger Stadtpräsidenten, Ottfried Feußner, fand auch der Vorsitzende des Deutschen Ruderverbands, Siegfried Kaidel, motivierende und bestärkende Worte.
Dr. Sabine Sütterlin-Waack betonte die gemeinsamen finanziellen Anstrengungen von Stadt, Land und Bund: „Die Akademie in Ratzeburg hat eine enorme Bedeutung für den Hochleistungs-Rudersport in unserem Land. Und sie ist ein tragender Baustein für die Arbeit des Deutschen Ruderverbands. Gemeinsam machen wir die Ruderakademie fit für die Zukunft. Wir sorgen dafür, dass hier weiterhin Hochleistungsstandards erfüllt werden.“ Als Vertreter des Bundes ordnete Stephan Mayer das Projekt auf einer übergreifenden Ebene ein: „Ratzeburg ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Land und Stadt und damit ein Leuchtturmprojekt für gute Zusammenarbeit. Für die Ruderakademie Ratzeburg bedeutet dies zukünftig eine besondere Qualitätssteigerung im Rudersport. Die Maßnahme stellt für den Bund die größte geförderte Einzelmaßnahme im Sportbereich mit dem Förderbescheid 2020 dar.“ Ottfried Feußner betrachtete das Projekt auch aus historischer und kultureller Sicht: „Die Ruderakademie hat für die Stadt Ratzeburg eine besondere historische Bedeutung. Seit dem Bau 1967 ist das Rudern aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Der Blick auf den See wäre unvollständig ohne die Ruderboote der Akademie. Sie gehören einfach zum Stadtbild.“ Siegfried Kaidel stellte die Bedeutung der Modernisierungsarbeiten für den deutschen Rudersport in den Fokus: „Mit der großartigen Unterstützung durch den Bund, das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Ratzeburg wird das Verbandszentrum des Deutschen Ruderverbandes – die Ruderakademie Ratzeburg mit ihrem Bundesstützpunkt und dem Sportinternat Ratzeburg – zukunftsfähig modernisiert und erweitert. So können auch weiterhin olympische und paralympische Erfolge in Ratzeburg mit einem hochmodernen Diagnose- und Trainingszentrum vorbereitet werden.“
Ab dem 5. Juli 2021 werden zunächst die Abbrucharbeiten und die Errichtung von Provisorien beginnen. Dazu gehört beispielsweise der Bau einer Stahltreppe, die den Zugang zu den Sporthallen während der Bauzeit sichern soll. Hinter den Kulissen spielt sich aktuell die Vergabe der Bauleistungen ab. Insgesamt sind es 32 Vergaben aus verschiedenen Fachrichtungen, die jetzt sukzessive ausgeschrieben werden. Das Bauende des zeitlich ambitionierten Projektes ist für Ende 2022 avisiert.
Über das Projekt
Die Ruderakademie Ratzeburg nimmt eine herausgehobene Position im Deutschen Ruderverband e. V. ein. Der Standort gilt seit Jahrzehnten als Verbandszentrum und wurde in der Vergangenheit vom Deutschen Olympischen Sportbund als Bundesleistungszentrum eingestuft. Da die aktuellen Kapazitäten der Ruderakademie für die geplante Nutzung nicht mehr ausreichend sind, besteht der dringende Bedarf einer baulichen und strukturellen Anpassung aller Bereiche. In einem umfangreichen Modernisierungs-, Umbau- und Erweiterungsprojekt soll die Ruderakademie jetzt ein neues Gesicht bekommen und an die Standards des modernen Hochleistungssports angeglichen werden.
Die Umbau-, Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten betreffen die Bereiche:
- Sportinternat
- sportmedizinische Diagnostik
- Verwaltung und Schulung
- Verpflegung
- technische Ausrüstung
- die Bootshallen und Trainingsräume
- sowie die Außenanlagen.
Mit den Modernisierungsarbeiten sollen die Kapazitäten erhöht, adäquate Hochleistungsstandards erfüllt und Trainingsmöglichkeiten optimiert werden. Diese Umgestaltung soll der Weiterentwicklung des Rudersports und der Anhebung der Standards zu Gute kommen.
Das Projektteam – bestehend aus der Stadt Ratzeburg (Auftraggeber), dem Deutschen Ruderverband e.V., der Ruderakademie Ratzeburg, dem Architekturbüro Streich-Grage Architekten sowie der Projektsteuerung Tewis Projektmanagement GmbH – freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. Dabei haben sie das gemeinsame Ziel immer vor Augen: die Ruderakademie zu einem High-Performance-Center aufzuwerten, in dem die Sportler*innen ein Umfeld bekommen, wo sie über sich hinauswachsen können.
Mit der Unterstützung vom Bund (5,05 Mio. Euro) und dem Land Schleswig-Holstein (7,04 Mio. Euro) ist die Finanzierung des Umbaus sichergestellt. Durch den Eigenanteil der Stadt Ratzeburg beläuft sich der Gesamtwert des Projektes auf 12,8 Mio. Euro.
Installation von Vogelnisthilfen im Rahmen des Projektes »Umbau und Erweiterung der Ruderakademie Ratzeburg«
Am vergangenen Dienstag wurden 6 Nistkästen für Höhlen- und Nischenbrüter im näheren Umfeld der Ruderakademie installiert. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Ausgleichsmaßnahme für die erfolgten Baumfällungen im Zuge des Projektes »Umbau und Erweiterung der Ruderakademie Ratzeburg«, die den damit verbundenen Verlust von Fortpflanzungs- und Ruhestätten von baumbewohnenden Vogelarten kompensieren soll. Ausgeführt wurden sie durch den Dipl. Biologen Björn Leupolt, der die Nistkästen für Star, Haus- und Gartenrotschwanz, Kohlmeise und Kleinmeisen, Spatz, Kleiber, Bachstelze, Rotkehlchen und Zaunkönig an ausgewählten Bäumen fachgerecht anbrachte. "Solche Ausgleichsmaßnahmen sind grundsätzlich Bestandteil jeder Baumaßnahme, die zu Eingriffen in naturnahe Habitate führen. Sie werden ganz unterschiedlich umgesetzt, je nachdem welche Auswirkungen die Eingriffe in der Folgeabschätzung für Fauna und Flora haben. Im vorliegenden Fall werden durch die Entnahme der Hangbäume an der Ruderakademie vor allem Nist- und Ruheräume von Singvögeln reduziert. Dies gleichen wir entsprechend aus, durch einen attraktiven Ersatz, in diesem Falle durch speziell konzipierte Nistkästen in unmittelbarer Nähe der gefällten Bäume", erläuterte Heinrich Meyer vom städtischen Grünamt.
Startschuss für den Umbau und die Erweiterung der Ruderakademie Ratzeburg
Die Ruderakademie Ratzeburg gilt als einer der Hauptstandorte des deutschen Rudersports. Hier bereitet sich u. a. etwa die Hälfte der Skullboot-Olympioniken auf ihre Wettkämpfe vor. Kleinere Sanierungen haben bislang die Attraktivität des Zentrums gewahrt. Jetzt wird es Zeit, für eine umfangreiche Modernisierung, die den SpitzensportlerInnen und der Bedeutung der Akademie wieder gerecht wird. Umso erfreulicher ist die Nachricht über die positiven Förderbescheide, die am 03.12.2020 und am 09.02.2021 eingegangen sind. Mit der Unterstützung vom Bund (5,05 Mio. Euro) und dem Land Schleswig Holstein (3,84 Mio. Euro) in Höhe von insgesamt 8,89 Mio. Euro ist die Finanzierung des Umbaus sichergestellt. Durch den Eigenanteil der Stadt Ratzeburg in Höhe von rund 680 Tsd. Euro sowie weiteren Zuschüssen des Landes Schleswig-Holstein beläuft sich der Gesamtwert des Projektes auf 12,8 Mio. Euro.
Planung und Baubeginn
Das Projektteam bestehend aus der Stadt Ratzeburg, dem Deutschen Ruderverband e.V., der Ruderakademie Ratzeburg, dem Generalplaner Streich-Grage Architekten sowie dem Büro Tewis Projektmanagement GmbH hat den Erhalt der Förderbescheide freudig begrüßt. Der finanzielle Grundstein ist gelegt. Bis zum geplanten Baubeginn im Sommer 2021 gilt es, die Planung in enger Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.
Da die aktuellen Kapazitäten der Ruderakademie für die Nutzung nicht mehr ausreichend sind, besteht der dringende Bedarf einer baulichen und strukturellen Anpassung aller Teile der Ruderakademie. Die Umbau-, Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten betreffen die Bereiche: Sportinternat, sportmedizinische Diagnostik, Verwaltung und Schulung, Verpflegung, technische Ausrüstung, die Bootshallen und Trainingsräume sowie die Außenanlagen.
Reinhart Grahn, Leiter der Ruderakademie, blickt der Umsetzung des Bauvorhabens positiv und motiviert entgegen: „Die Ruderakademie Ratzeburg nimmt seit Jahrzehnten eine herausgehobene Position im Deutschen Ruderverband ein. Die Modernisierung der Akademie steht für die Weiterentwicklung im Rudersport und die Optimierung der Trainingsmöglichkeiten, um weiterhin den Standards des Hochleistungssports gerecht zu werden. Die SportlerInnen sollen ein Umfeld bekommen, in dem sie über sich hinauswachsen können.“
"Diese Förderung von Bund und Land ist auch eine Auszeichnung für den Ruderstandort Ratzeburg. Damit sind die Weichen gestellt für die nächsten 20 Jahre Rudertradition in Ratzeburg, das sich mit gutem Gewissen als Wiege des modernen Rudersports bezeichnen kann", sagte Bürgermeister Gunnar Koech.
Informationen zum Projekt und Projektfortschritt finden Sie unter www.ratzeburg.de in der Rubrik Stadtentwicklung & Bauen.
Notwendige Baumfällungen für den Umbau und die Erweiterung der Ruderakademie Ratzeburg
Im Zuge der vorbereitenden Arbeiten zum Umbau und zur Erweiterung der Ruderakademie Ratzeburg müssen in der kommenden Woche 11 von 28 Bäumen im Planungsbereich der Maßnahme gefällt werden. Dabei handelt es sich um einen Hangbewuchs, welcher sich aus Eiche, Ulme, Fichte, Birke und Linden zusammensetzt. Die übrigen, größtenteils ortsbildprägenden Bäume werden hingegen zum Erhalt festgesetzt.
Für die Entnahme der gefällten Bäume sind kompensierende Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Diese beinhalten unter anderem die Neuanpflanzung von Bäumen sowie die Installation von Brut- und Nistkästen für die Vogelwelt.
Bund fördert Modernisierung und Erweiterung der Ruderakademie Ratzeburg
„Die Ruderakademie Ratzeburg wird in den kommenden Jahren aufwendig modernisiert und erweitert. Der Bund unterstützt das seit langem geplante Umbaukonzept mit rund 4,3 Millionen Euro. Das hat mir Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, bestätigt. Endlich tragen meine Anstrengungen Früchte“, berichtet der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann, der sich seit 2017 für die Erweiterung der Ruderakademie Ratzeburg im Bund einsetzt. „Der schleswig-holsteinische Innenminister Hans-Joachim Grote und sein Haus, haben die Planungen unterstützt und den Antrag mit vorbereitet. Das Land wird sich erheblich an der Finanzierung beteiligen. Dass sich der Innenminister persönlich für das Projekt eingesetzt hat, ist ein weiteres gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit. Neben Bund und Land leistet die Stadt Ratzeburg den dritten, großen Finanzierungsanteil. Insgesamt sollen in die Modernisierung und Erweiterung rund 12,2 Millionen Euro investiert werden. Eine Fertigstellung und Übergabe ist für 2021/2022 vorgesehen“, gibt Norbert Brackmann bekannt.
„Ich freue mich, dass es gelungen ist, gemeinsam über alle föderalen Ebenen hinweg, eine solche Finanzierung zu stemmen und das Ziel zu erreichen, die altehrwürdige Ruderakademie an die heutigen Bedürfnisse der deutschen Rudernationalmannschaft anzupassen. Das ist ein starkes Bekenntnis zum Bundesstützpunkt Ratzeburg/Hamburg des Deutschen Ruderverbandes. Wir erwarten von unserer deutschen Rudernationalmannschaft nicht weniger als internationale Spitzenleistungen. Dafür braucht es ebensolche spitzenmäßigen Voraussetzungen, angefangen bei der Trainingsinfrastruktur. Diese werden nun mit der Zusage des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat möglich“, sagt Norbert Brackmann.
Die Akademie wurde 1968 errichtet und bedarf nach verschiedenen Erhaltungsmaßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten nun aber einer grundhaften Modernisierung. Darüber hinaus haben sich in den letzten Jahrzehnten die Anforderungen verändert. Die Nationalmannschaft ist größer geworden, benötigt mehr Platz. Seit 1976 sind Frauen in unterschiedlichen Klassen Teil der olympischen Rudernationalmannschaft und auch der Jugendbereich wurde größer. Längerfristige gemeinsame Trainingsmaßnahmen sind deshalb nur unter Einschränkungen bzw. Abstrichen möglich. Neben der Unterbringung haben sich auch die Anforderungen an den sportlichen Bereich deutlich erhöht. Die Ruderakademie hat diese Professionalisierung des Sports aber nur unzureichend nachvollzogen. Bei Errichtung der Ruderakademie in den sechziger Jahren wurde der leistungsdiagnostische Bereich nicht berücksichtigt. Bis heute gibt es aufgrund der baulichen Situation keine eigenen, auf die Anforderungen hin konzipierten Räume.
Der Deutsche Ruderverband hat 2015 der Stadt Ratzeburg mitgeteilt, dass man gerne den Ruderstandort Ratzeburg weiter ausbauen möchte. Die Stadt hatte hierzu seine vollumfängliche, ideelle und auch nach Möglichkeiten finanzielle Unterstützung zugesagt. Mit dem Deutschen Ruderverband wurden die sportfachlichen Anforderungen formuliert und ein erster Antrag in 2018 an das Land Schleswig-Holstein gerichtet, der diesen unterstützte und beim Bund für die Bauplanung 2019 anmeldete. Die Modernisierung und Erweiterung der Ruderakademie Ratzeburg wurde jedoch nicht in die Bewilligungsplanung 2019 aufgenommen, sondern sportfachlich zurückgestellt und nur auf die Nachrücker-Liste gesetzt. In 2019 erfolgte eine Überarbeitung des Antrags in Abstimmung mit dem Land und dem Bund für die Bewilligungsplanung 2020. Dieser Antrag wurde von Norbert Brackmann erneut unterstützt. Es fanden diverse Gespräche, auch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Stephan Mayer im Bundesinnenministerium statt, in dem Brackmann für das Projekt warb In der Abstimmung zwischen dem Bundesinnenministerium und dem DOSB über die Bewilligungsplanung 2020 wurde die Ruderakademie Ratzeburg nun aufgenommen.
„Derzeit stehen insgesamt 4.400 Quadratmeter für alle Funktionsbereiche zur Verfügung. Durch den Umbau sollen künftig 7.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Die zusätzlichen Flächen für neue Bootshallen, Ergometer- und Krafträume, mehr Betten und ein größeres Sportinternat sollen im Wesentlichen im Bestand, durch Umbauten und Aufstockungen, gewonnen werden. Aber auch zusätzliche Flächen im südlichen Bereich der Akademie sollen hinzukommen. Die Stadt Ratzeburg hat hierzu bereits den entsprechenden Bebauungsplan in 2017 beschlossen. Die Planungen können also nach offizieller Freigabe durch den Bund und das Land sofort beginnen“, sagt Norbert Brackmann abschließend.
Wagner-Bockey besucht Ratzeburger Ruderakademie: Berufliche Laufbahn von Spitzensportler*innen stärker fördern
Am Donnerstag besuchte die Landtagsabgeordnete Kathrin Wagner-Bockey gemeinsam mit Manfred Börner (SPD Kreistagsfraktion) und Matthias Radeck-Götz (SPD Ratzeburg) den Olympiastützpunkt in Ratzeburg. Ebenfalls anwesend war Bürgermeister Gunnar Koech. Wagner-Bockey informierte sich über den Arbeitsalltag der Sportler*innen: „Mich hat vor allem Interessiert, wie die jungen Sportlerinnen und Sportler Karriere und Ausbildung in Einklang bringen. Neben dem Training bleibt kaum noch Zeit für eine berufliche Ausbildung. Trotzdem ist sie unabdingbar für die Zeit nach dem Sport.“
Um diese Doppelbelastung von Training und beruflicher Ausbildung besser zu stemmen, hat Wagner-Bockey die Landesregierung aufgefordert, Stellen in der Landesverwaltung zu schaffen sowie die Möglichkeit von Kooperationen mit privatwirtschaftlichen Betrieben auszuloten. Diese Initiative stieß bei den Gastgebern auf große Zustimmung: „Schleswig-Holstein muss als Trainingsstandort attraktiver werden. Dafür brauchen wir ein umfassendes Konzept, das möglichst auch die Wirtschaft mit an den Tisch holt. Es ist bedauerlich, dass herausragende Athleten ihre Karriere in anderen Bundesländern und auch im Ausland fortsetzen, weil sie dort bessere Bedingungen vorfinden“, so Reinhart Grahn, Leiter der Ruderakademie Ratzeburg.
So hat Max Appel (A-Nationalmannschaft) seinen Realschulabschluss noch in Ratzeburg gemacht. Danach wechselte er für einige Jahre zum SC Magdeburg und machte parallel seine Ausbildung zum Industriemechaniker. Der Verein sei bemüht gewesen, spezielle Kooperationen mit Ausbildungsbetrieben zu fördern. Im Norden sei so eine Unterstützung kaum zu finden. Aber auch ein Studium, das sich vermeintlich flexibler gestaltet, stellt die Sportler vor Herausforderungen. Viele Hochschulprüfungen seien nur zu bestimmten Zeiten ablegbar. Wenn diese in die Wettkampfzeit fielen, verstreicht wieder ein ganzes Jahr. Auch Gruppenarbeiten und lange Fahrtwege kämen erschwerend hinzu, berichten die Athleten Marieluise Witting und Lars Hartig.
„Das Land Schleswig-Holstein, die Kommunen aber auch die Wirtschaft sind gefragt, um bessere Voraussetzungen zu bieten. Individualisierte Ausbildungsverträge und flexible Praktika sind nur einige von vielen Möglichkeiten“, resümiert Wagner-Bockey. „Unsere olympischen und paralympischen Athlet*innen sind wichtige Repräsentanten Schleswig-Holsteins - bundesweit und im Ausland.“
Die Initiative der Abgeordneten wurde bereits in Lübeck aufgegriffen. Der sportpolitische Sprecher der SPD Fraktion, Jörn Puhle, setzt sich für die Schaffung von fünf Ausbildungsplätzen in der Verwaltung ein. Die Lübecker Bürgerschaft wird im August über den Antrag beraten.
Archivale 02/2018 - Ruderakademie Ratzeburg - vor 50 Jahren feierlich eröffnet
Vor 50 Jahren, am 19. April 1968, wurde die Ruderakademie Ratzeburg (RAR) feierlich eröffnet. Dieses Jubiläum haben wir zum Anlass genommen, die Historie dieser Einrichtung einmal genauer zu betrachten.
Wenn man ganz exakt ist, beginnt alles vor ca. 15.000 Jahren mit der Weichsel-Kaltzeit. Durch das Abschmelzen des Gletschereises entstand der heutige Naturpark Lauenburgische Seen, zu dem auch der Ratzeburger See gehört. Durch das Aufschütten von Dämmen wurde das Seegebiet in den Großen Ratzeburger See, den Domsee sowie den Großen und Kleinen Küchensee aufgeteilt – ein ideales Zentrum für alle Wassersportler – insbesondere für Ruderer.
Karl Adam etabliert den Rudersport in Ratzeburg
Die Gründung der Lauenburgischen Gelehrtenschule im Jahr 1845 sowie der eigenen Ruderriege rund 40 Jahre später ebneten den Weg für den Rudersport in Ratzeburg. 1948 wurde mit der Anstellung von Karl Adam als Lehrer und Ruderprotektor an der Lauenburgischen Gelehrtenschule der Grundstein für die späteren sportlichen Erfolge gelegt. Der „Ruderprofessor“ revolutionierte mit seinen Trainingsmethoden den Rudersport und initiierte im Jahr 1953 die Gründung des Ratzeburger Ruderclubs (RRC). 1960 in Rom führte Adam den Deutschland-Achter mit fünf Ratzeburger Ruderern zum Olympiasieg. Vier Jahre später bei den Olympischen Spielen gewann das DRV-Flaggschiff unter seiner Leitung die Silbermedaille.
Diese sportlichen Erfolge sorgten für internationale Anerkennung und waren 1965 Auslöser für die Stadt Ratzeburg, das Land Schleswig-Holstein und den Bund mehr in die Sportförderung zu investieren. Auch der Deutsche Ruderverband erkannte in Ratzeburg einen optimalen Standort für eine Ruderakademie als Bundesleitungszentrum. Dank der Zonenrandlage konnte die Stadt als Eigentümer den Neubau mit hohen Landes- und Bundeszuschüssen finanzieren.
Modernisierung in den 90er Jahren
Während der dreijährigen Planungs- und Bauphase wurde zunächst ein provisorischer Lehrgangsbetrieb in Baracken am Großen Ratzeburger See aufgenommen. 1968 konnte der Neubau der RAR mit insgesamt 31 Betten eröffnet werden. Anfang der 90er Jahre wurde die Akademie mit den letzten Mitteln der Zonenrandförderung modernisiert. Die Verpflegung wird ausschließlich aus eigenen Ressourcen gestemmt. „Wir haben insgesamt acht Mitarbeiter in der Küche und im Housekeeping, die die Sportler und Seminarteilnehmer bestens versorgen und auf individuelle Bedürfnisse eingehen“, erklärt Reinhart Grahn, Leiter der Ruderakademie und Fachvorsitzender des Ressorts Bildung, Wissenschaft und Forschung.
A-Mannschaft bereitet sich in Ratzeburg vor
Nach der Wiedervereinigung kam der Skull-Bereich fest nach Ratzeburg. „Unter der Leitung von Lothar Trawiel nahm der in der Ruderakademie beheimatete Bundesstützpunkt Ratzeburg/Hamburg eine erfreulich positive Entwicklung“, erinnert sich Grahn. Im Jahr 2002 wurde das Sportinternat Ratzeburg in Trägerschaft des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein gegründet. Als Standort entschied man sich für die Ruderakademie, wo heute in der Regel zwischen sechs bis acht Nachwuchsathleten wohnen und trainieren. Am Wochenende und seit 2009 auch in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung vor Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen trainiert die A-Nationalmannschaft in Ratzeburg. Auch die U23 holt sich dort jedes Jahr vor dem Saisonhighlight den letzten Feinschliff für eine erfolgreiche WM-Teilnahme. „Leider können wir der U19-Nationalmannschaft kein passendes Zeitfenster für deren WM-Vorbereitung anbieten, da diese parallel zu der der U23 verläuft und die Ruderakademie somit in diesem Zeitraum immer ausgebucht ist“, so das Präsidiumsmitglied.
Mit Meike Evers-Rölver, Lauritz Schoof und Florian Mennigen hat Ratzeburg in den letzten zwei Jahrzehnten auch drei „eigene“ Olympiasieger hervorgebracht. Evers-Rölver gewann sowohl 2000 in Sydney als auch 2004 in Athen Gold im Frauen-Doppelvierer. Acht Jahre später in London wurde Florian mit dem Deutschland-Achter Olympiasieger, Lauritz ruderte mit dem Doppelvierer ebenfalls zu Gold. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio konnte Lauritz den Titel verteidigen. „Damit konnte die Tradition der Ratzeburger Golderfolge der 60er Jahre erfolgreich wieder aufgenommen werden“, erklärt Reinhart Grahn.
Schon früh wurde klar, dass neben dem hochleistungssportlichen Betrieb ein weiteres Standbein von Nöten sei. Deshalb sprach man schon damals davon, „die Ruderakademie als eine geistige Begegnungsstätte etablieren zu wollen“, erzählt Grahn. Der Bereich Bildung wurde über die Jahre hinweg immer weiter ausgebaut. Vor einigen Jahren wurde das DRV-Fachressort Bildung, Wissenschaft und Forschung schwerpunktmäßig nach Ratzeburg verlegt und mit einer hauptamtlichen Stelle eines Referenten Bildung versehen. Heute ist die Ruderakademie eine feste Institution für Weiterbildung und Seminare, die insbesondere in den Wintermonaten, in denen der Ruderbetrieb witterungsbedingt nur eingeschränkt stattfinden kann, für eine angemessene Auslastung sorgen.
Regelmäßiger Besuch von Ministerpräsidenten
Das Land Schleswig-Holstein weiß als finanzielle Zuwender die Arbeit der RAR sehr zu schätzen. Besuche der jeweiligen Ministerpräsidenten bestätigen dies. „Wir freuen uns immer wieder, wenn uns die Ministerpräsidenten einen Besuch abstatten und sich die Akademie anschauen“, so Grahn und ergänzt. „Wir sind das High-Performance-Center im echten Norden, Rudern ist hier oben ganz klar – gemessen an den olympischen Erfolgen - die Sportart Nummer eins.“
Ansprechpartner der Ruderakademie:
Reinhart Grahn – Leitung
Susanne Illmann – Verwaltung und Terminbuchungen
Angelika Stock – Leitung Hauswirtschaft
Andreas König – Referent für Bildung
Dirk Spierling – Hausmeister
Kay-Uwe Brodersen – Bootsmeister
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Ratzeburger Domstraße fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben
Die Ratzeburger Domstraße ist nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit, deutlich früher als eigentlich geplant, fertiggestellt worden Der zweite Bauabschnitt zwischen Markt und der Kreuzung Große Kreuzstraße wurde jetzt ebenfalls für den Verkehr freigegeben, die Verbindungsfunktion zur Domhalbinsel somit auf ganzer Länge wiederhergestellt. "Wir sind sehr zufrieden mit dem gesamten Bauverlauf und dem neuen Erscheinungsbild der Domstraße", sagt Bauamtsleiter Michael Wolf und lobt dabei die durchweg gute Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Hahm (pbh) aus Lübeck und der beteiligten Baufirma TSB Tiefbau aus Gadebusch.
Im Zuge des Ausbaus wurden ein Großteil aller Versorgungsleitungen sowie alle Hausanschlüsse erneuert, die Gehwege mit Klinkerpflaster neu ausgeformt, zwei Parkstreifen mit ebenflächigem Natursteinpflaster ausgebildet und die Fahrbahnfläche asphaltiert. Am südlichen Ende der Domstraße wurde zudem eine weitere E-Ladestation für jeweils zwei Fahrzeuge installiert, zudem diverse Fahrradbügel. Die Bauarbeiten verliefen aus Sicht der Stadt insgesamt reibungslos, auch in der Kommunikation mit der Anwohner*innen und Geschäftsinhaber*innen, die über viele Monate hinweg Einschränkungen hinnehmen mussten.
Dass die Baumaßnahme auch mit Blick auf die historischen Gegebenheiten durchgeführt wurde, lässt sich auf dem östlichen Gehweg erkennen. Dort wurde ein aufgefundener Gedenkstein eines Schulprojektes der Lauenburgischen Gelehrtenschule aus dem Jahre 2005 zum ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus der Familie Rosenberg, die 1941 nach Riga deportiert wurde, gut sichtbar und zentral in die neue Gehwegfläche integriert. "Wir haben es vor allem dem Einsatz von Armin Balowski zu verdanken, der uns mit Nachdruck auf diesen Gedenkstein aufmerksam gemacht hatte und um einen würdevollen Umgang damit bat", sagt Guido Klossek vom Ratzeburger Tiefbauamt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,7 Mio. Euro. Sie werden getragen von den Vereinigten Stadtwerken, der Stadt Ratzeburg und ihrem Wirtschaftsbetrieb sowie den Eigentümern.
Erneuerung der Domstraße macht sichtbare Fortschritte
Die Erneuerung der Ratzeburger Domstraße macht weiterhin große Fortschritte. Nachdem der Fokus der Bauarbeiten in den ersten Monaten nach Beginn des zweiten Bauabschnittes zwischen Markt und der Großen Kreuzstraße auf den Ver- und Entsorgungsleitungen sowie den Hausanschlüssen lag, entsteht nunmehr das endgültige Straßenbild. Die Bordsteine mit ihren Abflussrinnen sind bereits gesetzt und vergangene Woche wurde die Trag- und Binderschicht der zukünftigen Straße eingebaut. So lässt sich das endgültige Ergebnis dieser für Ratzeburgs Innenstadt wichtigen Erneuerungsmaßnahme bereits gut erahnen.
Bis zum endgütigen Abschluss der Baumaßnahmen werden aber noch einige Monate vergehen. Es fehlen noch die gesamten Pflasterarbeiten an den Gehwegen und Traufbereichen, die Einrichtung der Parkstreifen und natürlich die die Deckschicht der Straße. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,7 Mio. Euro. Sie werden getragen von den Vereinigten Stadtwerken, der Stadt Ratzeburg und ihrem Wirtschaftsbetrieb sowie den Eigentümern.
Wiederaufnahme der Bauarbeiten in der Domstraße
Mit Einsetzen der stabilen Witterungslage sind auch die Bauarbeiten in der Ratzeburger Domstraße wieder aufgenommen worden. Der zweite Bauabschnitt vom Marktplatz bis zum fertiggestellten Knotenpunkt "Große Kreuzstraße" wird aktuell vorbereitet, um wie im nördlichen Abschnitt alle Versorgungsleitungen und Hausanschlüsse erneuern zu können. Im Anschluss werden auch hier die Gehwege mit neuem Klinkerpflaster belegt, die beiden Parkstreifen mit ebenflächigen Natursteinpflaster ausgebildet und die Fahrbahnfläche asphaltiert. Die gesamte Maßnahme soll bis zum Spätherbst 2021 abgeschlossen sein.
Erster Abschnitt der runderneuerten Domstraße freigegeben
Der erste Abschnitt der runderneuerten Domstraße ist am vergangenen Donnerstag wieder für den Verkehr freigegeben worden. Nach einer letzten Bauabnahme wurden die Absperrbarken in Richtung Dom geräumt und so die Zufahrt von der Kreuzung Große Kreuzstraße / Domstraße geöffnet. Deutlich aufgewertet zeigt sich der fertiggestellte Straßenabschnitt im Vergleich zu dem noch alten Zustand der Domstraße in Richtung Marktplatz. Bereits ab dem 4. Januar 2021 soll auch hier weitergebaut werden, um bis zum kommenden Herbst die gesamte Domstraße fertigzustellen. Die Straßensperrung am Ende des unsanierten Abschnittes der Domstraße in Richtung Domhof wird daher noch nicht aufgehoben. Eine Zufahrt vom Marktplatz bleibt weiterhin nicht möglich.
Mit Baubeginn wird die Fahrbahn vom Markt bis zur Kreuzung Große Kreuzstraße dann komplett gesperrt. Durch die Arbeiten kann der Straßenabschnitt nicht mehr mit dem PKW, LKW oder mit dem Fahrrad befahren werden. Der Fußgängerverkehr und die damit verbundene Zuwegung zu den Wohngebäuden, Geschäften und Arztpraxen wird beidseitig aufrechterhalten. Die Straße wird auch für Müllabfuhrfahrzeuge gesperrt sein. Die Baufirma transportiert die bereitgestellten Mülltonnen von Ihrer Haustür bis zu einem abgestimmten Sammelplatz und nach der Leerung wieder zu zurück. Anwohner werden gebeten, spätestens am Vortag der Müllabholung bis spätestens 15:00 Uhr die Mülltonnen vor die Haustür/ in den Gehwegbereich zu stellen.
Wie bereits im ersten Bauabschnitt praktiziert, legt die Baufirma TSB Gadebusch großen Wert auf einen engen und direkten Kontakt mit den Anliegern, um in Absprache mit den Bauarbeitern vor Ort, der Bauleitung von TSB und vom pbh Planungsbüro Hahm Anliegen und Hinweise aus der Anwohnerschaft auf kurzem Wege umsetzen zu können. Auch das städtische Bauamt ist dafür jederzeit unter 04541/ 8000-166 oder per Mail klossek@ratzeburg.de zu erreichen.
Ausbau der Ratzeburger Domstraße - Etappenziel erreicht
Beim Ausbau der Domstraße konnte vergangene Woche ein wichtiges Etappenziel erreicht werden. Im nördlichen Bauabschnitt sowie im Kreuzungsbereich "Große Kreuzstraße" konnten die Arbeiten so weit fertiggestellt werden, dass der Asphaltoberbau aus Tragschicht, Binderschicht und einem lärmreduzierenden Splitt-Mastix-Asphalt eingebaut werden konnten. Die Verkehrsbeschränkungen in Richtung Brauerstraße wurden zum vergangenem Wochenende aufgehoben, sodass eine Durchfahrt über die Große Kreuzstraße wieder möglich ist und Einbahnstraßenregelung in Richtung Langenbrücker Straße wieder eingerichtet ist.
„Auf Grund des guten Zusammenspiels zwischen der ausführenden Firma, Planungsbüro, Verwaltung und den anwohnenden Bürgern, konnte das Fertigstellungsziel des 1. Bauabschnittes zum Jahresende trotz Corona-Pandemie voll erreicht werden. Sofern die Witterung es zulässt, wird mit dem 2. Bauabschnitt ab dem 04.01.2021 begonnen", sagt Guido Klossek von der städtischen Tiefbauabteilung zum erfolgreichen Bauverlauf. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,7 Mio. Euro. Sie werden getragen von den Vereinigten Stadtwerken, der Stadt Ratzeburg und ihrem Wirtschaftsbetrieb sowie den Eigentümern.
Gute Baufortschritte in der Ratzeburger Domstraße
Der Ausbau der Ratzeburger Domstraße ist über die Sommermonate weit vorangeschritten. Was noch vor Wochen wie ein überdimensionierter Sandkasten aussah, in dem mit schwerem Gerät Löcher und Gräben für die neuen Ver- und Entsorgungsleitungen, die Regenwasserkanalisation sowie die neuen Hausanschlüsse angelegt und wieder zugeschüttet worden, gewinnt jetzt wieder den Eindruck einer Straße. Im nördlichen Abschnitt sind die Kantsteine, die seitlichen Fließrinnen sowie die Tragschicht der Fahrbahn bereits fertiggestellt. Das neue Straßen- und Gehwegprofil ist bereits gut zu erkennen. Als nächster Bauschritt sollen die Gehwege von Nord nach Süd aufgebaut werden. Angestrebtes Ziel ist es, diesen nördlichen Teil der Domstraße bis zum Jahreswechsel komplett fertigzustellen. Die durchgehend gute Wetterlage erleichtert den Baufortschritt und gleicht den Aufwand für zusätzlich zu erneuernde Leitungen wieder aus.
Aktuell steht aber der Oberbau des Knotenpunktes Domstraße / Große Kreuzstraße im Fokus der Bautätigkeiten. Hier wird eine provisorische Fahrbahndecke aus Schotter lagenweise hergestellt. Erste Borde und Abläufe markieren bereits die Begrenzungen von Straße und Gehweg.
Erneuerung der Domstraße wird jetzt im Kreuzungsbereich Großen Kreuzstraße fortgesetzt
Im Zuge der Erneuerung der Domstraße verlagern sich die Baumaßnahmen jetzt in den Kreuzungsbereich Große Kreuzstraße. Für einen Zeitraum von rund 10 Wochen werden dort die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Nach einer ersten Sichtung wurde entschieden, dass dies auch für alle Schmutzwasser- und Regenwasserleitungen gilt. So kann in einem Arbeitsgang eine Komplettsanierung des gesamten Leitungssystem sichergestellt und damit auch zukünftige, erneute Aufbrüche vermieden werden. Die bereits verlegten neuen Leitungen im ersten Bauabschnitt der Domstraße werden dabei angeschlossen.
Für die Verkehrsteilnehmer*innen bedeutet dies, dass der Kreuzungsbereich von allen Seiten zur Sackgasse wird und auf der ausgeschilderten Umleitungsstrecke umfahren werden muss. Um trotzdem die Erreichbarkeit der unteren Domstraße zu gewährleisten, ist die Einbahnstraßenregelung der Brauerstraße aufgehoben worden, so dass auch dort, neben der Großen Kreuzstraße in Höhe Rathausstraße und dem Süßen Grund eine weitere Möglichkeit besteht, von der Langenbrücker Straße bis zur Baustelle vorzufahren. Die Stadtverwaltung bittet, sich mit der geänderten Verkehrsführung vertraut zu machen.
Ausbau der Domstraße hat planmäßig begonnen
Vergangene Woche sind die Arbeiten für den Ausbau der Domstraße im nördlichen Abschnitt planmäßig begonnen worden. Zunächst wurde der teerbelastete Asphalt aufgenommen und fachgerecht entsorgt. Zu Tage trat das historische Katzenkopfpflaster im Bereich der Parkstreifen und in der Mitte das ursprüngliche, kleine Polygonalpflaster. Anschließend erfolgt punktuell die Freilegung der Ver- und Entsorgungsleitungen. Die Gehwege wurden mit Baustellengitter gesichert, um die Nutzung für einen längeren Zeitraum zu gewährleisten.
Aufgrund der Corona Pandemie wurde die Verordnung über den Sicherheits- und Gesundheitsschutz auf der Baustelle verschärft, so dass nicht wie zunächst vorgesehen mit zwei parallel arbeitenden Kolonnen, sondern nur mit einer gearbeitet werden darf. "Die Sicherheit der Menschen ist für uns das erste Gebot", erklärte Guido Klossek vom städtische Bauamt. Zusätzlich wurde neben dem Baucontainer auch ein Hygienecontainer für das Baupersonal eingerichtet. Sollte die Baustelle zum erliegen kommen, wird die Sicherung so erfolgen, dass die Straßenfläche weitgehend genutzt werden kann.
Ziel ist es, den nördliche Abschnitt der Domstraße bis zum Ende des Jahres 2020 fertig zu stellen. Danach erfolgt im Jahr 2021 der Ausbau des südlichen Abschnittes bis zum Marktplatz.
Erneuerung der Domstraße beginnt
Rund 60 Jahre hat sie gehalten. 1962 wurde die Ratzeburger Domstraße letztmalig modernisiert. Jetzt wird sie nach einem schlanken Planungsverfahren von nur 18 Monaten ab dem 30. März 2020 umfassend erneuert. In einem ersten Bauanschnitt werden vom "Süßen Grund" bis zur Großen Kreuzstraße ein Großteil aller Versorgungsleitungen sowie alle Hausanschlüsse erneuert. Im Anschluss werden die Gehwege mit Klinkerpflaster belegt, die beiden Parkstreifen mit ebenflächigen Natursteinpflaster ausgebildet und die Fahrbahnfläche asphaltiert. Dies soll bis zum Jahresende 2020 erfolgen und den Kreuzungsbereich Domstraße/ Große Kreuzstraße bereits mit einschließen.
Der Verkehr wird mit Beginn der Baumaßnahmen in diesem Straßenabschnitt der Domstraße beidseitig voll gesperrt. Die Gehwege bleiben zunächst erhalten und werden an den Baustellen für die Hausanschlüsse jeweils überbrückt. Somit ist die fußläufige Erreichbarkeit für Anwohner und Anlieger sicher gestellt.
Im kommenden Jahr erfolgt der zweite Bauabschnitt zwischen der Kreuzung Große Kreuzstraße und dem Marktplatz.
"Diese Baumaßnahme wird unsere Innenstadt in besonderer Weise aufwerten. Die Domstraße ist eine der wichtigen Verkehrsachsen zum touristischen Herz unserer Stadt. Sie verdient einen würdigen Ausbau, als attraktive, hochwertige Verbindung vom Marktplatz zur historischen Domhalbinsel", sagte Bürgermeister Gunnar Koech und wirbt für Verständnis bei den besonders betroffenen Anwohnern.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,7 Mio. Euro. Sie werden getragen von den Vereinigten Stadtwerken, der Stadt Ratzeburg und ihrem Wirtschaftsbetrieb sowie den Eigentümern.
Planungen für einen Ausbau der Domstraße
Der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Stadtvertretung hat am 19.2.2018 beschlossen, die Domstraße voraussichtlich ab 2019 auszubauen und die Stadtvertretung zu bitten, dafür in diesem Jahr Planungskosten bereit zu stellen.
Warum jetzt?
Die Vereinigte Stadtwerke Netz GmbH müssen die schon recht alten Leitungen für Wasser, Gas und Strom und die neuen Leitungen für die Breitbandversorgung neu bzw. erstmalig verlegen. Geplant war dies für 2018. Dabei würde die ganze Domstraße mit allen Hausanschlüssen aufgerissen werden. Dafür wären etwa 4 -6 Monate Bauzeit veranschlagt. Außerdem müssen die Ratzeburger Wirtschaftsbetriebe die Regen- und die Schmutzwasserkanalisation erneuern, Hausanschlüsse verlegen. Grundstückseigentümer könnten bei dieser Gelegenheit die Kellerwände ihrer Häuser auch besser gegen Feuchtigkeit von außen schützen.
Sowohl die VSG-Netz wie auch die Ratzeburger Wirtschaftsbetriebe würden an ihren jeweiligen Baustellen nach Beendigung der Arbeiten die Oberflächen wieder herstellen. Die gesamte Straßenoberfläche würde weiterhin aus einem „Flickwerk“ bestehen und man müsste dann die Straße irgendwann auch endgültig ausbauen. Deswegen haben die beteiligten Fachleute der Stadtverwaltung vorgeschlagen, die Arbeiten alle parallel durchzuführen, um die Mittel für die Oberflächenwiederherstellung sinnvoll einzusetzen und die Oberfläche nach Fertigstellung aller Kanal- und Leitungsarbeiten einheitlich herzustellen.
Dabei tragen die beteiligten Versorgungsunternehmen erheblich zu den Ausbaukosten der Straße bei, so dass sowohl die Stadt Ratzeburg wie insbesondere auch die Grundstückseigentümer davon profitieren werden.
Wie geht es weiter?
Die Stadtvertretung wird am 26.3.2018 über einen Nachtragshaushaltsplan beraten. Dort sollen die Planungskosten für den Domstraßen-Ausbau bereitgestellt werden. Dann wird ein Ingenieurbüro beauftragt, um die gesamte Baumaßnahme zu planen. Das dauert einige Zeit. Ein Entwurf der Planung wird zunächst dem Planungs-, Bau- und Umweltausschuss und dann natürlich auch den Anliegern und Grundstückseigentümern vorgestellt.
Bei der Gestaltung der Straße wird es bestimmt viele Überlegungen geben, welche Flächen für Fußgänger und Autofahrer, für Außengastronomie usw. zur Verfügung stehen sollen und welcher Belag gewählt werden soll. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass Lieferanten, auch zum Möbelhaus in der Brauerstraße, weiterhin durchfahren können.
Und dann …
… soll, wenn die Beschlüsse der Gremien der Stadt Ratzeburg nach der Beteiligung der Anlieger und der Grundstückseigentümer sowie der Öffentlichkeit vorliegen, gebaut werden. Das wird nach aller Erfahrung etwa 12 Monate dauern. Während der Bauphase soll der Geschäftsbetrieb aufrecht und Belieferung sowie Erreichbarkeit gewährleistet werden. Ebenfalls müssen die Belange, die mit dem Neubau des Gebäudekomplexes nach Abbruch des Kreissparkassen-Gebäudes (voraussichtlich ab 2020) verbunden sind, berücksichtigt werden. Das alles erfordert ein besonderes Baustellenmanagement für das die Stadt zusammen mit den Geschäftstreibenden sorgen wird.
Was kostet das alles?
Nach heutiger, vorläufiger grober Kostenschätzung ist mit Gesamtbaukosten (ohne VSG-Netz-Arbeiten) in Höhe von 1,4 Mio. € zu rechnen.
Was kommt an Kostenbeteiligung auf die Grundstückseigentümer zu?
An den Kosten des Ausbaus von Straßen, Wegen und Plätzen werden die Grundstückseigentümer auf der Grundlage der Straßenbaubeitragssatzung von 2012 beteiligt. Die Satzung ist auf der Internetseite der Stadt Ratzeburg unter www.ratzeburg.de unter Bekanntmachungen/Ortsrecht bei Ziffer 6.3.0 einzusehen. Die Stadtverwaltung stellt gerne einen Ausdruck zur Verfügung.
Aus heutiger Sicht können noch keine Aussagen zur Höhe der möglichen Ausbaubeiträge gemacht werden. Die Beiträge richten sich zum einen nach dem gesamten beitragsfähigen Aufwand, also den Kosten, die verteilt werden dürfen, und der möglichen, insbesondere baulichen Ausnutzbarkeit der Grundstücke.
Ansprechpartner in der Stadtverwaltung:
...für die geplanten Tiefbauarbeiten: Herr Klossek, Fachdienst Tiefbau, Zimmer 2.06, Tel. 8000-166, Klossek@Ratzeburg.de ,
... für die geplanten Kanalisationsarbeiten: Herr Köpcke, Stadtentwässerung, Zimmer 2.22, Tel. 8000-881, Koepcke@Ratzeburg.de,
... für die Satzung und grundsätzliche Erläuterung zur Beitragserhebung (wobei Zahlen noch nicht genannt werden können): Herr Möller, Fachdienst Bauverwaltung, Zimmer 2.05, Tel. 8000-170, Moeller@Ratzeburg.de

