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05.10.2024

"Vom Traditionskabinett zum Grenzmuseum"
Sonderausstellung im 'Grenzhus' Schlagsdorf

Am 1. Oktober 2024 eröffnete das Grenzmuseum eine neue Sonderausstellung. Unter dem Titel "Vom Traditionskabinett zum Grenzmuseum" schaut das Museum auf seine eigene Geschichte zurück und einiges Überraschende ist zutage getreten.

Das GRENZHUS Schlagsdorf ist wohl das einzige Grenzmuseum, das sich aus einem Traditionskabinett der örtlichen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) entwickelte. 1982 öffnete die museale Einrichtung zur parteilichen Erziehung in Schlagsdorf. Doch das Team um den ehemaligen Handwerker Werner Stuth (1923-1991) sammelte alles zur Dorfgeschichte und nach der Friedlichen Revolution auch zu den bisher unbeschriebenen Themen, wie das Leben im Sperrgebiet. Doch nach einem Brand 1997 musste das Dorfmuseum schließen. Es überlebte ein Teil der Sammlung, die 1999 Eingang in das 'Grenzhus' fand. Hinzu traten die Wanderausstellung des Kreises zur Grenzgeschichte und eine Ausstellung des Biosphärenreservates Schaalsee. Das Außengelände wurde eingerichtet. 2018 entstand unter neuer Trägerschaft eine neue Ausstellung zur Grenzgeschichte, in der die alten Wurzeln aufgingen und sich Neue herausbildeten.

Die lokale Geschichte wird eingebettet in die Plakatausstellung „Aufarbeitung. Die DDR in der Erinnerungskultur“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. So lassen sich Allgemeines und Besonderes in der lokalen Entwicklung erkennen. Doch im Unterschied zur Bundesebene beginnt die lokale Erzählung bereits in der DDR. Die unterschiedlichen Entwicklungsetappen des Museums werden anhand originaler Objekte und Fotos sichtbar und regen dazu an, über die Veränderungen im Erzählen der DDR-Geschichte nachzudenken. Am Ende steht die Frage: Wie weiter mit der Erinnerung an die DDR?

Die Ausstellung läuft bis zum 30. April 2025 und ist während der Öffnungszeiten von 10:00 - 16:00 Uhr zu besichtigen. Informationen unter www.grenzhus.de.

Quelle: GRENZHUS Schlagsdorf