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04.10.2024

'Ratzeburger Bündnis' wird zum "Runden Tisch gegen Rassismus"

Das 'Ratzeburger Bündnis' hat sich in den Jahren 2008 - 2018 engagiert gegen rechtsextreme Umtriebe in der Region eingesetzt. Viele Menschen aus der Zivilgesellschaft schlossen sich in dieser Zeit zusammen und folgten den Aufrufen des ehemaligen Bürgermeisters Rainer Voß und der ehemaligen Pröpstin Frauke Eiben, gemeinsam und öffentlich sichtbar für Vielfalt und Demokratie einzustehen. In der Folge konnten rechtsextreme Strukturen, die sich im Stadtbild festzusetzen drohten, erfolgreich zurückgedrängt werden. Schlüssel zu diesem Erfolg waren vor allem Aufklärung, konsequente Stellungnahme und Widerspruch im öffentlichen Raum sowie Präventionsarbeit in den Schulen und Jugendeinrichtungen. Diese Arbeit des Ratzeburger Bündnisses ist 2017 maßgeblich in der Gründung der 'Partnerschaft für Demokratie' aufgegangen und wird dort seit nunmehr 8 Jahren ebenso konsequent und strukturbildend fortgesetzt. Das Ratzeburger Bündnis hat sich in diesen Jahren verstärkt in die Organisation der 'Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratiestärkung' eingebracht, für deren Gründung sie 2012 selbst gesorgt hatte. 

Jetzt will das Bündnis auch wieder an anderer Stelle aktiv werden und Verantwortung übernehmen. Mit dem Beitritt der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen in die 'Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus' (ECCAR - European Coalition of Cities against Racism) ist die Aufgabe entstanden, einen "Runden Tisch gegen Rassismus" zu etablieren. Hier sollen wiederum engagierte Menschen aus der Zivilgesellschaft mit Betroffenen zusammenkommen, um über nichts Geringeres als die Überwindung von Rassismus und Diskriminierung im ländlichen Raum zu beraten und gemeinsam darauf hinzuwirken. "Stadtvertretung und Amtsausschuss haben einstimmig einen 10-Punkte-Aktionsplan zur Bewerbung bei der 'Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus' verbindlich beschlossen, der auch die Einrichtung eines solchen 'Runden Tisches' im Sinne einer Steuerungsgruppe vorsieht. Diese Aufgabe hat jetzt das 'Ratzeburger Bündnis' bereitwillig und mit Freude übernommen", sagt Mark Sauer von der Stadt Ratzeburg. 

Auf einer ersten, reaktivierenden Sitzung in der Stadtbücherei wurde diese langfristige Arbeit am “10-Punkte-Aktionsplan“ jetzt aufgenommen, mit langjährig Aktiven, aber auch mit Betroffenen, die neu den Weg in das Ratzeburger Bündnis gefunden haben. Zusammen wurde der Maßnahmenkatalog des Aktionsplans analysiert und erste Arbeitsschwerpunkte festgelegt. Dazu gehört die Entwicklung einer Selbstverpflichtungserklärung, die die ECCAR-Mitgliedschaft als gesamtgesellschaftliche Aufgabe statuiert, der Aufbau von sensibilisierenden Fortbildungsangeboten in der Antirassismusarbeit und die Einrichtung eines Dokumentations- und Beratungsmanagement für rassistische und diskriminierende Vorfälle. Diese Arbeit verzahnt sich eng mit der Arbeit der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen", die mit Förderung und Expertise unterstützt. Sie wird überdies eingebunden in das Netzwerk der 'Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus', das diesen Prozess mit einem Schulterschluss und dem Fachwissen von 192 Städten in 23 Ländern Europas begleiten will. Wer Interesse hat, bei dieser Arbeit des Ratzeburger Bündnisses mitzuwirken, ist herzlich willkommen. Informationen gibt unter sauer@ratzeburg.de.

Vereinfachter Text

Das Ratzeburger Bündnis hat von 2008 bis 2018 gegen rechte Gruppen gekämpft.

Viele Menschen haben mitgemacht.

Der alte Bürger·meister Rainer Voß und die alte Pröpstin Frauke Eiben riefen dazu auf.

Sie haben gesagt: „Steht für Vielfalt und Demokratie ein!“

So konnte man rechte Gruppen zurückdrängen.

Dafür hat man aufgeklärt und in Schulen viel gemacht.

Seit 2017 gibt es diese Arbeit in der Partnerschaft für Demokratie.

Das Bündnis hat sich auch um eine Regionalkonferenz gegen Rechts gekümmert.

Jetzt möchte das Bündnis gegen Rassismus arbeiten.

Die Stadt Ratzeburg gehört jetzt zu einer großen Städte·gruppe gegen Rassismus.

Das Bündnis will einen Runden Tisch gegen Rassismus starten.

Hier sollen sich verschiedene Menschen treffen und beraten.

Sie wollen Rassismus und Diskriminierung stoppen.

Die Stadt hat einen 10-Punkte-Aktionsplan gemacht.

Das Bündnis übernimmt jetzt diese Aufgabe.

In der Stadtbücherei trafen sich aktive und neue Menschen vom Bündnis.

Sie schauten sich den Plan an und planten ihre Arbeit.

Ein Teil ist, eine Erklärung zu schreiben.

Es soll auch Schulungen gegen Rassismus geben.

Vorfälle von Rassismus werden gemeldet und beraten.

Diese Arbeit passt auch gut zur Partnerschaft für Demokratie.

Sie will unterstützen.

Das Bündnis bekommt auch Unterstützung von anderen aus der Städte·gruppe.

Wer helfen möchte, kann sich bei sauer@ratzeburg.de melden.