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"Partnerschaft für Demokratie"

Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen haben sich gemeinsam für eine »Partnerschaft für Demokratie« beim Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beworben – einem Förderprogramm, mit dem zahlreiche Projekte

  • zur Demokratiestärkung,
  • zur Extremismusbekämpfung
  • zum Zusammmenleben in der Einwanderungsgesellschaft

vor Ort gestartet werden können.

"Partnerschaften für Demokratie" sind dabei eine kommunale Variante, mit den vor Ort in den Städten und Gemeinden gearbeitet werden kann. Das Besondere an dieser Förderung, die mit rund 100.000 € jährlich viele Möglichkeiten bietet, ist, dass die Kommunen vor Ort entscheiden können, welche Schwerpunkte ihnen dabei in der eigenen Projektarbeit wichtig sind.

Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen haben die Chancen, die dieses Förderprogramm bietet, gemeinsam erkannt und sich mit einstimmiger Unterstützung der jeweiligen politischen Gremien mit Erfolg dem umfangreichen Bewerbungsverfahren gestellt.

Im Rahmen einer Auftaktkonferenz haben rund 60 Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen der Zivilgesellschaft – aus Kommunalpolitik, Flüchtlingshilfe und Migrationssozialberatung, aus Sozialverbänden, Kultur, Schule und aus der Initiativarbeit gegen Rechtsextremismus – die zukünftigen Förderschwerpunkte zu beraten. Gemeinsam wurden drei Leitziele festgelegt:

»Wir Menschen in der Region Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen leben in einer friedlichen, demokratischen, aktiven und vielfältigen Gesellschaft, die von Zuversicht geprägt ist.«

»Uns leiten die Werte unseres Grundgesetzes und der Wille, dem Menschen gerecht zu sein und ihm auf Augenhöhe zu begegnen.«

»Wir fördern gegenseitiges Verständnis, Teilhabe sowie die Verantwortung für uns und unsere Gesellschaft und machen dies erfahrbar.«

Gefragt sind jetzt Ideen, mit denen die Ziele der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen umgesetzt werden können.Dabei hilft die hauptamtliche Fach- und Koordinierungsstelle der BQG-Personalentwicklung GmbH.

Interessierte Vereine, Institutionen, Initiativen, Schulen oder Einzelpersonen können sich auf der Webseite www.partnerschaftdemokratie.de informieren oder sich mit ihren Projektideen direkt bei der Fach- und Koordinierungsstelle der »Partnerschaft für Demokratie – Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen« vorstellen und beraten lassen:

Karl Schneider
Fon +49.4541.8080-27
Mobil +49.176.118080-16
Mail Schneider@BQG-Personalentwicklung.de

Berichte

Ratzeburger Jugendbeirat berät Jahresthemen auf Strategieklausur

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat im Rahmen einer eintägigen, selbstorganisierten Strategieklausur im Jugendfreizeitheim "Haus Lankau" aktuelle Themen der Jugendbeiratsarbeit beraten. Im Fokus standen die geplante Jugendklimakonferenz, die kommende Jugendbeiratswahl sowie eine Europatour zu den Partnerstädten in Belgien und Frankreich zur Vorbereitung eines internationalen Jugendklimacamps in Ratzeburg im kommenden Jahr.

Begonnen wurde die Klausur mit einem Rückblick auf die bisherige Jugendbeiratsarbeit seit der Neukonstitution 2020, wie die Durchführung der Coronaumfrage, die Entwicklung eines Nachhaltigkeitspreises, das Vorantreiben der Parcour-Anlage, die Pflege der Spielekiste an der Seebadestelle, aber auch die Fortschreibung der Europaagenda unter dem Motto "PIMP YOUR PARTNERSTADT" mit den Besuchen im polnischen Sopot. Das Fazit fiel hier positiv, aber auch selbstkritisch aus: "Wir haben eine Menge geschafft, wie unsere Gesamtschau aller Projekte zeigt, aber wir laufen auch immer Gefahr, uns bei den vielen Aktivitäten zu verzetteln", sagte Jugendbeiratsvorsitzender Lucca Rosenkranz, mahnend mit Blick auf die eigenen Ressourcen des nur 8-köpfigen Jugendgremiums. In Teilen kritisch wurde auch die Zusammenarbeit mit der Stadtpolitik bewertet. "Es kommt immer wieder vor, dass wir über Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, nicht in informiert werden, obwohl dies im § 47f der Schleswig-Holsteinischen Gemeindeordnung ganz klar geregelt ist. Dabei wäre das mit uns doch so einfach", sagte Vivian Ndubusi, die hier auch die Verwaltung in der Pflicht sieht, den Jugendbeirat bei solchen Themen direkt anzusprechen. Dies zukünftig noch stärker einzufordern, wurde auf der Strategieklausur ebenso vereinbart, wie die Festlegung von Projektverantwortlichen und eine Verbesserung der eigenen Öffentlichkeitsarbeit, vor allem in den Social-Media-Kanälen und über einen Imagefilm. 

Auch bei den in diesem Jahr anstehenden Sachthemen und Projekten wurden ganz konkrete Absprachen getroffen. So soll die geplante 2. Jugendklimakonferenz nunmehr am 1. Oktober 2022 stattfinden, mit einem Fokus auf konkrete Klimaziel für Ratzeburg, anlehnend an die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Hierzu soll die Kooperation der schwedischen Partnerstadt Strängnäs angefragt werden, die erst vor kurzem solche Ziele für sich im Rahmen einer Bürgerbeteiligung entwickelt hat. Ein erster Aufschlag zur Jugendklimakonferenz soll im Rahmen des Jugendbeteiligungsprojektes "PIMP YOUR TOWN" erfolgen, das für Mitte Mai mit über 100 Ratzeburger Schüler*innen geplant ist. Angeregt wurde auch eine Info- und Werbeaktion für mehr Solaranlagen auf städtischen Dächern. 

Das Thema "Europa" hat beim amtierenden Jugendbeirat weiterhin eine hohe Priorität, gerade auch in der Verknüpfung mit dem Thema "Klimaschutz". So will sich in der letzten Sommerferienwoche eine Delegation des Ratzeburger Jugendbeirates auf den Weg in belgische Esneux und Walcourt, wie auch ins französische Châtillon-sur-Seine machen, um dort mit Jugendlichen über die Idee eines gemeinsamen Klimacamps 2023 in Ratzeburg zu beraten. Eine Woche wollen die Jugendbeirätler*innen dafür unterwegs sein und für ihre Idee ähnlich erfolgreich werben, wie schon im polnischen Sopot. 

Viel Raum nahmen die Planungen zur anstehenden Jugendbeiratswahl im November dieses Jahres ein. Es zeichnet sich ein größerer Generationswechsel ab, sodass dringend neue Kandidat*innen gewonnen werden müssen. Entsprechend früh soll die Wahlkampagne in diesem Jahr starten, mit möglichst direkter Ansprache aller wahlberechtigter Kinder und Jugendlichen im Alter von 11 - 21 Jahren. Hierzu wurde eine Infokarte und ein Werbebanner entwickelt sowie Wahlinformationsveranstaltungen an den Schulen geplant. Ziel ist es, wieder einen vollständigen Jugendbeirat zusammenzubekommen, der sich aktiv und kreativ um die Belange von Kindern und Jugendlichen in Ratzeburg kümmert. Finanziert werden soll die Kampagne über den Jugendfond der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, mit dessen Mittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" auch die Strategieklausur organisiert werden konnte. 

Sendereihe »SelbstVerständlich Politik« thematisiert »Coronaproteste« im Offenen Kanal Lübeck

Der Verein Miteinander leben e.V. und die Volkshochschule Ratzeburg bieten politische Bildung im Radioformat des Offenen Kanals Lübeck. Dort werden wiederkehrend Sendungen zu politischen Themen im Rahmen der Podcast-Reihe »SelbstVerständlich Politik« ausgestrahlt und in der Mediathek vorgehalten. Im neuen Beitrag am 08.05.2022 um 12:00 Uhr werden die Coronaproteste im Land thematisiert. 

Seit Beginn der Coronapandemie gehen Menschen gegen die Maßnahmen der Bundesregierung auf die Straße, im Winter 21/22, mitten in der Debatte um eine Impfpflicht, erleben diese Proteste bundesweit als sogenannte „Spaziergänge“ einen neuen Aufschwung und inszenieren sich als friedlicher „Widerstand“ gegen eine angebliche „Diktatur“. Die einen wähnen sich verfolgt wie einst Sophie Scholl, die anderen setzen auf eine friedliche Revolution wie 1989 in der DDR. Im Vortrag soll ein Blick auf diese heterogene Protestgruppe und ihre ideologischen Schnittmengen geworfen sowie Kontinuitäten von Protestformen und ihren Akteur*innen und Vereinnahmungen von historischen Bezügen diskutiert werden. Das Regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Lübeck des AWO Landesverbandes SH e.V. wirft einen Blick auf diese heterogene Protestgruppe, ihre ideologischen Schnittmengen sowie die Kontinuitäten von Protestformen, auch mit Blick auf die vielfach kritisch zu bewertenden Vereinnahmungen von historischen Bezügen. 

Wiederholungen der Sendung sind für den 16.05.2022 um 16:00 Uhr und den 22.05.2022 um 18:00 geplant. Die Reihe „SelbstVerständlich Politik“ wird gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. 

https://www.oksh.de/hl/hoeren/mediathek/?show=Selbstverst%C3%A4ndlich+Politik&topic=&date=&keyword=&search=Suchen

 „Miteinander verarbeiten – Miteinander gestalten – Einander begleiten“
Kommunikation und Kennenlernen mit Kunst 

Unter dem Projektnamen „Miteinander verarbeiten – Miteinander gestalten – Einander begleiten“ startet am Sonnabend, 7. Mai, eine offene Kunstwerkstatt. Kreativität öffnet die Menschen. Kunst verbindet, vermittelt, verdeutlicht, tröstet. Kunst kann eine Brücke und ein Ventil sein. Kunst ist frei. In den Räumen der BQG Personalentwicklung Gesellschaft in der Max-Planck-Straße 13 (Parkplatz Markant/KIK) in Ratzeburg treffen sich Interessierte in der Zeit von 15 bis 17 Uhr in 14tägigem Rhythmus. Für die Teilnehmenden entstehen keine Kosten. In lockerer Werkstattatmosphäre treffen sich Menschen jeden Alters und aller Nationalitäten, um unter geschulter Anleitung gemeinsam über Kunst zu sprechen, neue Eindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten sowie die eigene Umgebung wahrzunehmen und zu gestalten. In einem kreativen Prozess entstehen Werke, die im öffentlichen Raum präsentiert werden sollen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die so entstandenen Werke sollen zur Anregung eines Austausches zwischen Betrachtenden und Kunstschaffenden einladen. 

Geflüchteten und Einheimischen soll die Möglichkeit geboten werden, ihrer Betroffenheit Ausdruck zu verschaffen und darüber hinaus gemeinsam Möglichkeiten einer friedlichen, respektvollen und demokratischen Zukunft zu entwickeln. Willkommen sind Frauen, Männer, Diverse, Kinder und Jugendliche jeder Nationalität. Am 7. Mai können sich ortsunkundige Menschen um 14.30 Uhr vor dem Haupteingang der Lauenburgischen Gelehrtenschule in der Bahnhofsallee 22 treffen, um in Begleitung der Schulsozialarbeiterin Barbara Stellingwerf zur offenen Kunstwerkstatt zu spazieren. 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger - unabhängig von der Herkunft, sprachlichen Kompetenzen und Einschränkungen - treffen sich vierzehntägig, um zusammen mehr über sich und ihre kreativen Möglichkeiten zu erfahren. Dieses Erleben in der Gemeinschaft ist so für jeden eine Gelegenheit, durch Gestaltung eigene Emotionen, Botschaften, Sichtweisen und Erfahrungen zu verarbeiten und mit anderen zu teilen. Unter Anleitung wird Kreativität geweckt und entdeckt. Das offene Atelier bietet jederzeit einen niederschwelligen Einstieg. Die gemeinsamen Kunst-Projekte sind Anregungen und Übungsfeld, um freie, individuelle, künstlerische, gestalterische Arbeit zu fördern und zu ermöglichen. Natürlich darf auch einfach nur das Beisammensein erlebt werden. 

Es sollen unter anderem themenbezogene Arbeiten zu Frieden, Freiheit, Gleichberechtigung, Akzeptanz, aber auch zum Beispiel zu Ängsten und Wünschen dargestellt werden. Durch die Wahl einer Projektsprecherin oder eines Projektsprechers werden Themen- und Materialbedarfe demokratisch erarbeitet, Verantwortung und Verständnis vermittelt und diskutiert. Gegenseitiges Kennenlernen, Förderung der Toleranz und des Verständnisses, Verbesserung des Zusammenlebens, kulturelle Kompetenz, Stärkung des Selbstbewusstseins und der eigenen Meinungsbildung sind wichtige Ziele des Projektes. 

Zur Auswahl werden zum Beispiel Kunst aus Fundstücken, Erschaffung eines Wandbildes zum Thema „Heimat“, Fotosafari, Acryl-, Gouache oder Aquarellmalerei stehen. Großflächige Ausdrucksmalerei auf Pappe, Vlies oder Tapetenresten sowie das Modellieren mit Papier und Kleister werden in eine körperbetonte Gestaltung einfließen. 

Das Projekt ist gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Eine weitere Förderung sowie die Trägerschaft erfolgt durch die BQG. "Ich freue mich sehr, mit diesen Förderern und der Trägerschaft die Arbeit in einer offenen Kunstwerkstatt wieder aufnehmen zu können", sagt Gesine Biller, die künstlerische Leitung des Projektes, die auch die interkulturelle Kunstwerkstatt des Fördervereines der Volkshochschule Ratzeburg geleitet hat. Das Miteinander in dieser Kunstwerkstatt ist durch die Coronakrise ausgebremst worden. 

www.partnerschaftdemokratie.de
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Erfolgreicher Auftakt der Ausstellungs- und Themenkampagne "Antisemitismus und jüdisches Leben" in Ratzeburg

Die Ratzeburger Volkshochschule zieht eine positive Bilanz zum Auftakt ihrer Ausstellungs- und Themenkampagne "Antisemitismus und jüdisches Leben", die mit der Ausstellung "SHOAH - Der Holocaust" in der Stadtkirche St. Petri gestartet wurde. Rund 600 Besucher*innen wurden im Ausstellungszeitraum vom 27.01. - 31.03.2022 gezählt, vielfach mit sehr positiven Rückmeldungen zur kompakten Aussagekraft der Ausstellung, die von der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem gestaltet wurde. 

Zur Finissage referierte Dr. Olaf Kistenmacher in beeindruckender Weise über das Thema "Holocaustleugnung und Holocaustrelativierung". Er konnte dabei die verschiedenen Aspekte dieser Phänomene kenntnisreich beschreiben und einordnen sowie die Einzigartigkeit dieses Menschheitsverbrechens benennen: "Der Holocaust diente im Vergleich zu anderen unmenschlichen Verbrechen der Menschheitsgeschichte keinem anderen Zweck, als Menschen zu töten. Es ging nicht um Landnahme oder Raub, um Versklavung oder um Kriegsziele, die sich bewusst auch gegen die Zivilbevölkerung richteten. Es ging bei der Shoa nur um das Töten an sich, die möglichst vollständige Vernichtung von Menschen, denen das Lebensrecht, das Menschsein, einfach abgesprochen worden war." 

Die Ausstellungs- und Themenkampagne "Antisemitismus und jüdisches Leben" wird im Jahresverlauf fortgesetzt mit weiteren öffentlichen Ausstellungen der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, so auch zu den Themen "Frauen im Holocaust" und "Kinder im Holocaust". Ebenso sind Vorträge und Exkursionen geplant. Sie wird gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". 

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Ratzeburger Volkshochschule diskutiert zum politischen Buch "Rechte Richter" mit Autor Dr. Joachim Wagner

Die "Politische Bildungswerkstatt" der Ratzeburger Volkshochschule thematisiert in diesem Jahr wiederkehrend das "Politische Buch" und hat dafür zum Einstieg  Journalist und Autor Dr. Joachim Wagner mit seiner aktuellen Publikation "Rechte Richter" am 28.04.2022, 19:00 Uhr zu Gast im Ratzeburger Rathaus.

Mit dem Einzug von Rechtspopulisten in den Bundestag und den Landtagen und dessen gesellschaftliche Durchdringung weiter Teile der Gesellschaft steht auch die Justiz vor einer neuen Herausforderung, auf die sie nicht vorbereitet ist: Richter und Staatsanwälte fallen zunehmend durch rechtslastige Ermittlungen und Entscheidungen auf. Dem Ansehen der Justiz schaden auch Robenträger, die in positivistischer Tradition den rechtsextremistischen und antisemitischen Hintergrund von Straftaten ignorieren und Täter dadurch zu milde oder gar nicht bestrafen. Dr. Wagner stellt fest, dass Teile der Dritten Gewalt ihrer Verantwortung im Kampf gegen den Rechtsextremismus bislang nicht gerecht geworden sind. Heute ist die Unabhängigkeit der Justiz stärker von innen als von außen bedroht: durch eine verhängnisvolle Politisierung bzw. Entpolitisierung von Entscheidungen und eine schwache interne Dienstaufsicht.

Der Vortrag wird in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. präsentiert und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird erbeten unter volkshochschule@ratzeburg.de

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"Politische Bildungswerkstatt" der Ratzeburger Volkshochschule schaut auf die Coronaproteste

Die "Politische Bildungswerkstatt" der Ratzeburger Volkshochschule schaut im zweiten Vortrag ihres Frühjahrsprogramms unter dem Titel "Montags auf die Straße. Für Frieden und Freiheit?" am 21.04.2022, 19:00 Uhr im Ratzeburger Rathaus auf die Coronaproteste im Land. Seit Beginn der Coronapandemie gehen Menschen gegen die Maßnahmen der Bundesregierung auf die Straße. Im Winter 21/22, mitten in der Debatte um eine Impfpflicht, erleben diese Proteste bundesweit als sogenannte „Spaziergänge“ einen neuen Aufschwung und inszenieren sich als friedlicher „Widerstand“ gegen eine angebliche „Diktatur“. Die einen wähnen sich verfolgt wie einst Sophie Scholl, die anderen setzen auf eine friedliche Revolution wie 1989 in der DDR. Im Vortrag will das regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Lübeck des AWO Landesverbandes SH e.V. einen Blick auf diese heterogene Protestgruppe und ihre ideologischen Schnittmengen geworfen sowie Kontinuitäten von Protestformen und ihren Akteur*innen und Vereinnahmungen von historischen Bezügen diskutiert werden.

Der Vortrag wird in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. präsentiert und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird erbeten unter volkshochschule@ratzeburg.de

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Phänomen: "Holocaustleugnung"
Vortrag zur Finissage der Ausstellung "SHOAH - Der Holocaust" 

Die Ausstellung "SHOAH - Der Holocaust" in der Ratzeburger Stadtkirche St. Petri soll am 31.03.2022 um 18:00 Uhr mit einer öffentlichen Finissage verabschiedet werden. Zusammen mit Pröpstin Frauke Eiben wollen die Organisatoren von der Volkshochschule Ratzeburg und vom Verein Miteinander leben e.V. den Blick vom Inhalt der Ausstellung auf die Gegenwart lenken und das Phänomen der "Holocaustleugnung" thematisieren. Dazu wurde mit Dr. Olaf Kistenmacher ein ausgewiesener Experte für einen Vortrag geworden, der die vielfältigen Facetten von Holocaustleugnung und die ebenso vielfältigen Motivationen hinter diesem Phänomen bestens kennt und beschreiben kann. "Die offene Leugnung der Shoah ist nur die seltene, extreme Form einer Schuldabwehr. Dahinter steht das Bedürfnis, das einmalige Verbrechen unbedeutend zu machen. Verbreiteter als die Leugnung ist die beständige Relativierung der Shoah, indem zum Beispiel die Politik des Staates Israel oder die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie mit der Vernichtungspolitik der Nazis gleichgesetzt werden", sagt D. Olaf Kistenmacher.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt zur Finissage ist kostenlos. Es gilt allerdings die 3G-Regel, Zutritt für vollständig Geimpfte, Genesene oder Getestete. Eine Anmeldung wird erbeten unter volkshochschule@ratzeburg.de

Ratzeburger Jugendbeirat fordert Engagement gegen Rassismus 

Der Ratzeburger Jugendbeirat beteiligt sich in diesem Jahr mit einer Banneraktion am "Internationalen Tag gegen Rassismus" der Vereinten Nationen. Im großen Format soll über der Herrenstraße auf die kreisweite Kampagne “Herz einschalten - Rassismus ausschalten“ aufmerksam gemacht werden, die von Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen ins Leben gerufen wurde und in der auch der Ratzeburger Jugendbeirat aktiv ist. "In diesen Tagen finden an vielen Orten in Schleswig-Holstein Aktionen und Veranstaltungen zum "Internationalen Tag gegen Rassismus" statt. Da wollen wir auch in Ratzeburg ein sichtbares Zeichen setzen, so wie wir es schon an unserer Graffitiwand in der Riemannstraße getan haben", sagt Jugendbeiratsvorsitzender Lucca Rosenkranz. Vivian Ndubusi ergänzt: "Unser Hinweis auf unsere gemeinschaftliche Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" soll motivieren, sich nicht nur an diesem Tag gegen Rassismus zu äußern, sondern auch an vielen anderen Tagen im Jahr mit klaren Aktionen und Worten zu zeigen, dass Rassismus kein Platz in unseren Köpfen und in unserer Gesellschaft haben soll."

Die Kampagne “Herz einschalten - Rassismus ausschalten“  bietet sich als Online-Plattform an, für alle Menschen, Initiativen und Ideen im Kreis Herzogtum Lauenburg, die sich aktiv und persönlich gegen Rassismus in unserer Gesellschaft engagieren und sich einmischen wollen. Projekte, Kunstaktionen, eigene Wort- und Videobeiträge oder die Dokumentation von rassistischen Vorfällen sollen hier Darstellung finden und so eine Übersicht schaffen, wie gemeinsam im Kreis gegen Rassismus gearbeitet wird. Es soll eine wachsende Plattform sein, die mit Berichten zu Aktionen gegen Rassismus Anregungen zu eigenem Engagement geben, mit persönlichen Videostatements Meinung machen, aufrütteln und überzeugen und mit Hilfs- und Gesprächsangeboten Achtsamkeit schaffen will. Die Kampagne wie auch die Banneraktion des Ratzeburger Jugendbeirats wird gefördert durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

www.herzein-rassismusaus.de
© Stadt Ratzeburg 

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Jugendliche werden kreativ bei Graffitiaktion gegen Rassismus 

Auf Initiative des Ratzeburger Jugendbeirates ist in der Riemannstraße eine mobile Graffitiwand entstanden und im Zuge eines ersten Graffitiworkshops eingeweiht worden. Ein Künstler der Rap-School NRW ermunterte mit Unterstützung des Jugendzentrums STELLWERK rund 20 Ratzeburger Jugendliche, sich in der Graffitikunst auszuprobieren. Das gestellte Thema des Workshops war "Herz einschalten - Rassismus ausschalten", nach der gleichlautenden Antirassismuskampagne der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen. Nach einem kurzen Crashkurs ging es für die Jugendlichen direkt an die vom Jugendbeirat installierte Graffitiwand an der Stützmauer unterhalb der Riemannhalle. Innerhalb weniger Stunden entstanden eine Vielzahl von Motiven, die in einem vorgehenden Workshop bereits skizziert worden waren.



Graffiti-Künstler 'Mo' gab dabei immer wieder Tipps für Verbesserungen oder legte auch mal selbst Hand an, um eine gestaltete Fläche mit wenigen Akzentuierungen zur Begeisterung der Jugendlichen deutlich aufzuwerten. Aus Sicht von Christian Klingbeil vom Team des STELLWERK war die Aktion für die Jugendlichen ein großer Erfolg. "Es ist immer wieder überraschend, wie kreativ Jugendliche werden können, wenn sie jemand anleitet, der sie ernst nimmt und ihnen wirklich auch etwas zutraut." 

Auch Jugendbeiratsvorsitzender Lucca Rosenkranz beteiligte sich mit einem Graffitibeitrag. "No love for nobody" prangt es als Schriftzug in großen gelben Lettern auf der Wand. Ein bewusst irritierender Satz, wie Lucca Rosenkranz erklärt: "Wir sprühen hier Motive gegen Rassismus. Und dieser Satz beschreibt die Haltung eines jeden Rassisten, menschenfeindlich und ohne Liebe für irgendjemanden." Für den Ratzeburger Jugendbeirat war diese Aktion nur der Auftakt für seine Beteiligung in der Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten". Bereits im März zu den 'Internationalen Wochen gegen Rassismus' sollen die nächsten Aktionen gestartet werden. Die Graffitiaktion wurde gefördert durch den Jugendfond der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". 

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"Die neue Welt(un-)ordnung" in Vortrag und Seminar der "Politischen Bildungswerkstatt" 

Die Ratzeburger Volkshochschule startet ihr politisches Bildungsprogramm in diesem Jahr am 18.02.2022 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses mit einem Vortrag zur "Neuen Welt(un-)ordnung". Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger will versuchen, die große politische Unübersichtlichkeit in der Weltpolitik etwas zu sortieren und zu erklären. Geopolitik ist nicht mehr bipolar, wie zur Zeit des Kalten Krieges. Es entstehen neue Machtansprüche, regional wie global. China zeigt sich mit Vehemenz als Weltmacht und fordert die USA im Pazifik heraus. Auch Russland arbeitet mit allen Mitteln an der Rückkehr in die erste Liga der Weltmächte. Regionalmächte wie Nordkorea, die Türkei, Saudi-Arabien oder der Iran agieren offen machtpolitisch, frei von jeglicher Weltmachtsräson. Aber auch in Europa befindet sich vieles in Neuordnung. In der Folge steigen die Konfliktpotentiale, potenziert durch Klimawandel, Migrationsbewegungen, aber auch durch eine fortschreitende Digitalisierung aller Gesellschaften. Geopolitisch ein gefahrvoller Cocktail für den Weltfrieden, der besorgen muss.

Vertiefend besteht am 19.02.2022 in der Zeit von 09:30 - 16:30 Uhr die Möglichkeit, einen Aspekt dieser Welt(un-)ordnung genauer zu betrachten. In seinem Seminar "Die Schlacht im Netz" möchte Dr. Udo Metzinger neben den Konfliktfeldern Geo-Politik und Geo-Ökonomie ein gesondertes Augenmerk auf die Entwicklung des "Geo-Tech" legen, die fortschreitende Einflussnahme von Digitalisierung auf das Gefüge der Weltpolitik. Wir leben in "postfaktischen Zeiten": Fakten zählen wenig, Gefühle sind alles. Durch soziale Medien und neue Kommunikationskanäle sind so viele Menschen erreichbar wie noch nie. Hier kommt hybride Kriegsführung ins Spiel: "Ziele sind nicht mehr allein mit konventioneller Feuerkraft zu erreichen, sondern durch den breit gestreuten Einsatz von Desinformationen", so der russische Generalstabschef Gerassimow 2013. Westliche Geheimdienste sind überzeugt, dass diesen Worten Taten gefolgt sind: in Europa und in den US-Wahlkämpfen 2016 und 2020: durch Russland, China und möglicherweise den Iran. Das Seminar nimmt diese und andere Fälle zum Anlass, über die Gefährdung der Demokratie nachzudenken und die Frage zu stellen: welche strategischen Ziele stehen dahinter? 

Vortrag und Seminar werden in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. präsentiert und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei. Es gilt allerdings die 2G-Regel, Zutritt nur für vollständig Geimpfte und Genesene. Für das Seminar im Ratzeburger Ratssaal ist eine Anmeldung obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de

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Ratzeburger Volkshochschule gründet "Politische Bildungswerkstatt"

Dank einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen ist die Ratzeburger Volkshochschule zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. als Bildungspartner auch in diesem Jahr wieder in der Lage ein vielfältiges politisches Bildungsprogramm anzubieten. Im Rahmen einer „Politischen Bildungswerkstatt“ sollen neben bewährten Formaten der politischen Bildungsarbeit wie Vorträge oder Seminare auch neue Bildungsformate getestet werden. Das können Radiopodcasts, Lesungen oder Onlineangebote sein. Im Frühjahr beginnt es zunächst klassisch mit einer Vortrags- und Seminarreihe. Dr. Udo Metzinger wird am 18.02.2022 in einem Vortrag den Versuch unternehmen, die "Die neue Welt(un-)ordnung" zu erklären und zu sortieren. Am 19.02.2022 wird er dieses Thema mit seinem Tagesseminar "Die Schlacht im Netz" um die digitale Komponente vertiefen und die hybride Kriegsführung sowie die Gefahren für die Demokratie im Zeitalter von Geo-Tech analysieren. Anmeldungen zu diesem Seminar sind ab sofort unter volkshochschule@ratzeburg.de möglich. Am 24.03.2022 werden Mitarbeiter des Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Lübeck einen kritischen Blick auf die Proteste gegen die Coronamaßnahmen legen, die sich vielfach als friedlicher „Widerstand“ gegen eine angebliche „Diktatur“ inszenieren und dabei wiederkehrend antisemitische Erzählungen verbreiten oder opferverhöhnende Bezüge zur NS-Zeit herstellen. Am 28.04.2022 wird Journalist und Publizist Dr. Joachim Wagner aus seinem neuen Buch "Rechte Richter"  über zunehmend rechte und rechtspopulistische Tendenzen in der Justiz berichten. Als Jurist muss er hier kritisch feststellen, dass Richter und Staatsanwälte vermehrt durch rechtslastige Ermittlungen und Entscheidungen auffallen und die Justiz dieser Entwicklung bislang nur lückenhaft begegnet. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Es gelten die aktuellen Coronaregeln. Die Organisatoren bitten sehr um Voranmeldungen unter volkshochschule@ratzeburg.de

Parallel zu diesem Vortrags- und Seminarprogramm wird es ein wachsendes Podcastangebot zu Themen der politischen Bildung geben, die unter dem Titel "SelbstVerständlich Politik" im Offene Kanal ausgestrahlt werden sollen. Ebenso soll das "Politische Buch" im Jahresverlauf in den Veranstaltungsfokus rücken, unter Beteiligung der Ratzeburger Stadtbücherei. "Wir wollen über die ”Politische Bildungswerkstatt” eine Bildungsoffensive zum politischen Lernen initiieren und gleichzeitig einen Erfahrungsraum schaffen, aus denen wir als Projektträger Rückschlüsse für die erfolgreiche Gestaltung von politischen Bildungsangeboten mit Blick auf die Planung zukünftiger Programme ziehen können. Das umfasst auch eine Befragung von Nutzerinnen politischer Bildungsangebote zu ihren Eindrücken, ihren Erwartungen, ihren Wünschen und Bedürfnissen", sagt VHS-Geschäftsführerin Silvia Tessmer. 

Politisches Bildungsprogramm der Volkshochschule Ratzeburg




»Dialoge zur Shoa: Die Bedeutung des Gedenkens«

Am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee, gedenkt Deutschland seit 1996 den Opfer des Nationalsozialismus. 2005 wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ erklärt.  Der Verein Miteinander leben e.V. und die Ratzeburger Volkshochschule wollen dazu in diesem Jahr im Rahmen des Projektes „Dialoge zur Shoa“ einen thematischen Beitrag leisten. Zum Gedenktag wird eine Ausstellung der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem mit dem Titel „Shoah – Der Holocaust: Wie war es menschlich möglich?“ in der Stadtkirche St. Petri präsentiert. Die Ausstellung befasst sich mit den wesentlichen Aspekten des Holocaust. Sie setzt ein mit einem Blick auf jüdisches Leben vor dem Holocaust und endet mit der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager, die die Nazis auf dem gesamten Kontinent errichteten, sowie mit dem bemerkenswerten Willen der Überlebenden, zum Leben zurückzukehren. Auf 19 Schautafeln werden erklärende Textpassagen, durchwoben von persönlichen Geschichten über die Opfer, Zitaten, originalen Photographien und Abbildungen von Objekten dargeboten.

Zur Ausstellungseröffnung wollen Pröpstin Frauke Eiben, Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der VHS Ratzeburg sowie Wencke Stegemann und Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. als Träger des landesweiten „Bildungsnetzwerkes Antisemitismus“ einen ersten Dialoganstoß im Offenen Kanal geben. Sie diskutieren die Fragen, welche Bedeutung dem Gedenktag heute zukommt, welche Botschaften sich mit ihm für unsere Gegenwart verbinden und warum das Gedenken an den Holocaust niemals einen Schlussstrich haben kann. Die Sendung wird am 27.01.2022 um 12:00 ausgestrahlt. Wiederholungen sind geplant für den um 09.02.2022 um 17:00 Uhr sowie am 26.02.2022 um 18:00 Uhr.

Die Ausstellung wird bis zum 31. März 2022 in der Stadtkirche während der allgemeinen Öffnungszeiten zu sehen sein. Es gilt die Masken- und Abstandspflicht. Der Eintritt ist kostenlos. Im Jahresverlauf sollen weitere Yad-Vashem-Ausstellungen im Rahmen des Projektes „Dialoge zur Shoa“, das durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird, an unterschiedlichen Orten in und um Ratzeburg gezeigt werden. „Wir hoffen mit diesen jeweils ganz unterschiedlichen Ausstellungen zum Dialog über den Holocaust, seine universellen Dimensionen und seine Relevanz für unser heutiges Leben im 21. Jahrhundert einzuladen“, sagen die Projektorganisatoren Mark Sauer und Silvia Tessmer. 

"Turmbau zu B." - Kunstvision befördert Bürgerdialoge

Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen fördert demokratiestärkende Maßnahmen über das Bundesprogramm "Demokratie leben!" nicht nur im Ratzeburger Stadtgebiet, sondern wann immer möglich auch im ländlichen Raum des Amtsbereiches. Ein gelungenes und nachahmenswertes Beispiel ist das Bürgerbeteiligungsprojekt "Turmbau zu B.", organisiert vom gemeinnützigen Förderverein Buchholz am See e.V. in Zusammenarbeit mit der Künstler*innengruppe 'B4art'. Ausgangspunkt war die Idee einiger Buchholzer Künstler*innen, einen Turm als weithin sichtbares Kunstwerk zu installieren. Kontrovers und bewusst "größenwahnsinnig" in seiner Anlage, sollte es zum Widerspruch und zur Diskussion auffordern und einladen, gemeinsam über menschliches Schaffen und Streben, über Menschenrechte, Ressourcen und vor allem über die Freiheit der Kunst nachzudenken. Dazu wurden im Jahresverlauf wiederkehrend Veranstaltungen organisiert, die Raum für vielfältige Bürgerdialoge geben sollten zu Themen wie Wirtschaftswachstum, Globalisierung, Demokratie, Menschenrechte, Klimawandel, Flucht, Vertreibung, Natur, Umwelt, immer angeregt durch die künstlerische Vision des zu errichtenden Turms, als ideenbeförderndes und gemeinschaftsbildendes Sinnbild.


Das Konzept des Projektes, über Kunst einen Dialograum für die wichtigen Themen unserer Zeit zu schaffen, erwies sich in der Folge als sehr erfolgreich. Es gelang auf den Veranstaltungen wie "BABYLON-BUCHHOLZ“,  "Demokratie leben in Buchholz", "Jung und Alt in Buchholz" oder "Sind wir noch zu retten? Packen wir’s an!" viele Bevölkerungsgruppen anzusprechen und einzubinden. Kunst wurde so zu einem Anstoß im Dorfleben und bewirkte viele Perspektivwechsel auf Ansichten, Meinungen und Vorurteile in den gemeinsamen Diskussionen. Kunst zeigte überdies die ihr innewohnende Inspirations- und Schaffenskraft, Menschen und Gemeinschaften über sich selbst hinauswachsen lassen können. Wer einen "größenwahnsinnigen" Turm bauen kann, schafft es auch, mit den wahnsinnig großen Problemen unserer Zeit umzugehen, so die Botschaft der projettragenden Künstler*innen. "Wir sind mit vom positiven Verlauf unseres künstlerischen Dialogprojektes selbst überrascht, vor allem auch, was sich daraus entwickelt", sagte Christof Müller, einer der Künstler mit Verweis auf die mehr als 300 Besucher und Mitwirkenden und die sich fortentwickelnden Projektideen. So hat sich eine Arbeitsgruppe mit Oberstufenschüler*innen zweier Kunstkurse gegründet, die ihre Ideen für den geplanten Turmbau einbringen wollen und dazu eigene Projekte zu Rassismus, Menschenrechte, Diktatur und Demokratie entwickeln. Der Turm selbst ist in diesem Dialogprozess aus dem Stadium der Idee entwachsen und soll als künstlerisches Dorfgemeinschaftsprojekt tatsächlich realisiert werden, als ein Kunstwerk, das die Kraft hat, die Bevölkerung zu vereinen.

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Ratzeburger Jugendbeirat startet Beiträge zur Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten"

”Herz einschalten – Rassismus ausschalten” ist das Motto einer Kampagne der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, die zu einer aktiven und kreativen Positionierung gegen Rassismus in unserer Gesellschaft aufruft, mit Aktionen, persönlichen Beiträgen oder auch geförderten Projekten.  Auf einer gleichlautenden Webseite (www.herzein-rassismusaus.de) werden alle Beiträge gesammelt und präsentiert, als Botschaft, als Ideengeber und auch als Aufforderung, selbst mitzuwirken. Der Ratzeburger Jugendbeirat hat sich dieser Kampagne im vergangenen Jahr angeschlossen und erste Bausteine für eigene Aktionen entwickelt. So entstand die Idee, eine mobile und austauschbare Graffitiwand mit aufgeschraubten und grundierten Hartplattenelementen entstehen, auf der mit Unterstützung des benachbarten Jugendzentrums STELLWERK zum Thema Rassismus gearbeitet werden soll. Weiterhin plant der Jugendbeirat einen eigenen Videobeitrag zur Kampagnenwebseite ”Herz einschalten – Rassismus ausschalten”, ebenso möchte die Jugendbeirätler*innen ein Banner sowie Fotoplakate gestalten, die sich in Bild und Botschaft gegen Rassismus wenden und im öffentlichen Raum gezeigt werden. 



Erste Umsetzungsschritte konnten dazu bereits angestoßen werden. So wurde Anfang Dezember zusammen mit dem Künstlerverbund RAPSCHOOL NRW ein erster Graffitiworkshop im Jugendzentrum STELLWERK organisiert, der sich an junge Graffitikünstler aus Ratzeburg und dem Umland richtete. Unter professioneller Anleitung entstanden hier erste Entwürfe für großflächige Graffitimotive zum Thema "Rassismus" für eine öffentliche Präsentation. Parallel installierte der Ratzeburger Jugendbeirat im Zuge eines Arbeitseinsatzes die neue Graffitiwand in der Riemannstraße, für deren Einrichtung er zuvor im städtischen Bauausschuss erfolgreich geworben hatte. Auf rund 20 Meter Länge wurden dort wiederverwendbare und austauschbare, weiße Metallplatten an der Betonstützmauer am Schulgelände angebracht, die eine durchgehende Fläche für Graffitikunst entstehen lassen.


"Hier sollen die Graffitimotive aus unserem Workshop zum Frühling hin erscheinen und dazu einladen, weitere Graffitis gegen Rassismus aufzubringen", beschreibt Vorsitzender Lucca Rosenkranz, die Projektidee des Jugendbeirates. Er hofft, dass sich insbesondere auch die benachbarten Schulen an dieser Aktion beteiligen und dem Thema Rassismus Raum für Diskussion und kreative Gestaltung einräumen, wie es das Jugendzentrum STELLWERK bereits vorbildlich tut.  "Synergien sind hier ausdrücklich gewünscht, denn dieses Thema fordert uns alle heraus", so Lucca Rosenkranz und bittet auch freie Graffitikünstler, die neue Wand im Sinne des gesteckten Themas "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" zu gestalten. Um hier selbst beispielgebend zu handeln, plant der Ratzeburg Jugendbeirat für die "Internationalen Wochen gegen Rassismus" im kommenden März auch eine Plakat- und Banneraktion im öffentlichen Raum. Ein erstes Fotoshooting dafür wurde bereits erfolgreich absolviert. Ebenso ist ein Videobeitrag für die Kampagnenwebseite in Arbeit, der ebenfalls Anregung zur Mitwirkung sein soll. 

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Politische Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule wird vielfältiger

Die Ratzeburger Volkshochschule hat sich auch im zurückliegenden Jahr 2021 zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. wieder um politische Bildungsangebote bemüht und zieht trotz aller Einschränkungen, die mit der Coronapandemie verbunden waren, eine zufriedene Bilanz dieser wichtigen Arbeit. "Wir konnten im Jahresverlauf drei Vorträge und ein Seminar realisieren, obwohl uns dafür nur im Herbstsemester ein kurzes Zeitfenster von wenigen Wochen offenstand," beschreibt Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Volkshochschule, was in 2021 an Veranstaltungen möglich war. Schwerpunktthemen im politischen Bildungsprogramm, das unter dem Titel "MEINUNGSbildung, MEINUNGSfreiheit, MEINUNGSvielfalt" stand, waren Rechtspopulismus, soziale Ungleichheit, Islamismus in Afrika, evangelikale Bewegungen in den USA sowie Hass in der Gesellschaft.

Die coronabedingten Einschränkungen der klassischen Vortrags- und Seminarangebote führten aber auch zu einem neuen Format, das erstmalig von der Ratzeburger Volkshochschule und dem Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit dem Offenen Kanal Lübeck umgesetzt wurde, die Produktion von Radiopodcast zur politischen Bildung. Im Außenstudio Ratzeburg wurden insgesamt sieben Sendungen produziert und unter dem Titel "SelbstVerständlich Politik" mehrfach ausgestrahlt. Einen breiten Raum nahm dabei ein Gespräch mit dem Afrikaexperten Dr. Günther Rusch ein, der in drei Teilen viele Einblicke zur aktuellen gesellschaftspolitischen Situation auf dem afrikanischen Kontinent gab. Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger zog im Frühjahr eine Bilanz des deutschen Afghanistan-Einsatzes und thematisierte im Herbst unter anderem die geopolitischen Perspektiven und Gefahren in einer zunehmend digitalisierten Welt. Auch das kontroverse Thema "Meinungsfreiheit! - Meinungsdiktatur?" wurde diskutiert. "Die Rückmeldungen, die uns der OK-Lübeck zu dieser neuen Podcastreihe gab, waren vielversprechend", sagt Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V.. Bis zu 1.000 Hörer*innen verfolgten die politischen Dialoge und der OK-Lübeck legte eigens eine neue Rubrik in der programmeigenen Mediathek dafür an. Unter "SelbstVerständlich Politik" sollen alle Beiträge online abrufbar werden. 

"SelbstVerständlich Politik" - Podcastreihe zur politischen Bildung im Offenen Kanal Lübeck
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Die gemeinsame politische Bildungsarbeit von Ratzeburger Volkshochschule und Verein Miteinander leben e.V. soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen soll eine politische Bildungswerkstatt im Ratzeburger Bildungsnetzwerkes entstehen. Eine Förderzusage aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend liegt dafür bereits vor. "Wir wollen nach den positiven Erfahrungen mit der neuen Podcastreihe weitere politische Bildungsformate ausprobieren, auch mit neuen Kooperationspartnern wie der Ratzeburger Stadtbücherei. Denkbar sind beispielsweise Lesungen in der Rubrik "Das politische Buch", gibt Silvia Tessmer einen ersten Ausblick auf das kommende Jahr. 



Ratzeburger Bildungsnetzwerk inspiriert mit Fortbildung zu 'Design Thinking' 

Das Ratzeburger Bildungsnetzwerk, ein Zusammenschluss von Bildungsinstitutionen und Einrichtungen mit Bildungsauftrag unter dem Dach der "Partnerschaft für Demokratie" Stadt Ratzeburg -  Amt Lauenburgische Seen, hat sich in einer gemeinsamen Fortbildung mit der Frage befasst, wie sich demokratiestärkende Bildungsorte in Ratzeburg nachhaltig und zukunftsfähig entwickeln können. Auf Anregung der Stadtbücherei, einer jener Bildungsorte, wurde das methodische Konzept des "Design Thinking" vorgestellt, das Institutionen in die Lage versetzt, aus dem Blickwickel der eigenen Nutzerschaft Bildungsangebote und Bildungsräume so zu gestalten, dass sie deren Wünsche und Bedürfnisse wirklich entsprechen. "Wir alle gestalten unsere Einrichtungen zumeist unter der Perspektive unseres fachlichen Wissens", sagte Büchereileiterin Dajana Stolz. "Wir entscheiden damit, wie unsere Nutzerinnen und Nutzer sich hier bewegen, verweilen und welche Angebote sie wie nutzen können. Dabei fragen wir eigentlich nie, wie sie es gerne hätten, wie sie sich ihre Bücherei eigentlich vorstellen, gerade auch, um sich dort wohlzufühlen und wirklich gerne zu kommen", so Dajana Stolz. Eine Aussage, der auch die Leitungen der Volkshochschule, der BQG Personalentwicklung GmbH oder der Jugendzentren sofort zustimmen können. Alle diese Bildungseinrichtungen sind aus fachlichen Erwägungen oder aus baulichen Notwendigkeiten immer vorgeprägt und geben den Nutzer*innen häufig nur wenig Raum zur Mitgestaltung dieser Orte. Dabei wird deren wirkliche Bedeutung, die sie für die Menschen einer Kommune haben, häufig verkannt. Die Soziologie beschreibt sie inzwischen selbstverständlich als "dritte Orte". Sie meint damit einen niederschwellig zugänglichen, öffentlichen und als sicher empfundenen Aufenthaltsbereich, den Menschen neben ihrem Zuhause und ihrer Arbeitsstätte bewusst für sich wählen, um auch dort ihre Zeit zu verbringen. Dies sind vor allem Bildungs- oder Freizeiteinrichtungen, die gänzlich frei oder ohne wesentliche Zugangsvoraussetzungen genutzt werden können. Gerade unter dieser Betrachtung sollten solche Orte ihren Nutzer*innen auch gefallen und ihnen das bieten, was sie dort für sich erwarten. Das ist  zuallermeist die soziale Interaktion mit anderen, noch vor den eigentlichen Angeboten dieser Einrichtungen. Genau hier bietet das Konzept des "Design Thinking" methodische Zugänge, um im Dialog mit den eigenen Nutzer*innen Verbesserungen in Ausstattung und Angeboten zu erreichen, die vor allem die Aufenthaltsqualität für alle erhöht.

"'Design Thinking' ist ein Prozess des Befragens, des Zuhörens, des Beobachtens, des Ausprobierens und kritischen Bewertens, der nicht geradlinig von einem Problem zu einer Lösung schreitet, sondern der viele Zwischenschritte und Schleifen durchläuft und dabei ganz unterschiedliche Expertisen einbindet", sagte Karl Schneider von der BQG-Personalentwicklung GmbH, der die ganztägige Fortbildung mit Fachreferentin Julia Bergmann für das Bildungsnetzwerk ermöglicht hatte. Die insgesamt 15 Teilnehmer*innen dieser Fortbildung, an der sich auch Stadtvertreterin Bärbel Kersten sowie Mitarbeiterinnen des Ratzeburger Stadtmarketing  beteiligten, verfolgten die Ausführungen zu den Gestaltungsmöglichkeiten des "Design Thinking" mit großem Interesse. Die Leistungsfähigkeit eines solchen Prozesses wurde vor allem an Beispielen von Büchereiumgestaltungen deutlich, die Julia Bergmann präsentierte und in ihren methodischen Entwicklungsschritten analysierte. "Dieser Einblick in die nutzerzentrierte Methodik des "Design Thinking" und dessen Anwendungsbreite für nahezu alle Aspekte von Organisation und Gestaltung einer Einrichtung hat mich persönlich sehr beeindruckt", sagte Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule. Sie kann sich sehr gut vorstellen, die Ratzeburger Volkhochschule wirklich einmal in dieser Weise im Dialog mit ihren Nutzer*innen zu betrachten und dabei zu erfahren, was man für sie besser oder angenehmer gestalten könnte. "Das kann uns gerade im anstehenden Prozess der Neugestaltung der Ernst-Barlach-Schule sehr helfen", so Silvia Tessmer. Ähnlich äußerte sich auch Steffi Petersen mit Blick auf die Ratzeburger Jugendzentren und lobte die praxisorientierte Fortbildung als inspirierenden Beitrag des Bildungsnetzwerkes für alle Bildungseinrichtungen vor Ort, die ganz im Sinne des fördernden Bundesprogramms "Demokratie leben!" demokratiestärkend wirken. "Mit diesem Werkzeugkasten des 'Design Thinking' können wir strukturstärkend in all unseren Häusern wirken und so vielleicht noch mehr Menschen für unsere Angebote erreichen. Ich bin begeistert", sagte Steffi Petersen. 

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»SelbstVerständlich Politik« - Politische Bildung im Offenen Kanal Lübeck

„SelbstVerständlich Politik“ ist der Titel einer Sendereihe, die sporadisch wiederkehrend politische Bildungsangebote aus Mölln und Ratzeburg in den Offenen Kanal Lübeck tragen will. Sie wird produziert vom Verein Miteinander leben e.V., der seit vielen Jahren als anerkannter freier Träger der politischen Bildung regelmäßig Vorträge und Seminare zu den verschiedensten politischen Themen im Lauenburgischen anbietet.

Die nächste Sendung der Reihe trägt den Titel "Amerika, Gott und die Republikaner" und befasst sich mit dem zunehmenden Einfluss evangelikaler Kreise auf die US-Politik. Die Präsidentschaftswahl in den USA im vergangenen Jahr hat einmal mehr die tiefe Spaltung der amerikanischen Gesellschaft offengelegt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Während viele Aspekte diskutiert werden, kommt ein Aspekt oft zu kurz: die zunehmende Politisierung christlich fundamentaler Gruppen und deren wachsender Einfluss im politischen Establishment. Unterstützt durch milliardenschwere Sponsoren aus erzkonservativen Kreisen und ihrem Rückhalt in den freien Kirchengemeinden im ländlichen Amerika gewinnt diese evangelikale Bewegung stetig und messbar Einfluss in der amerikanischen Innen- und Außenpolitik. Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger erläutert diese Entwicklung und ihre Hintergründe im Gespräch mit Mark Sauer. Die Sendung wird am 20.12.2021 um 17:00 Uhr und am 21.12.2021 um 10:00 Uhr ausgestrahlt und ist zu empfangen auf der Frequenz 98,8 MHz (106,5 Kabel) und als Direktsendungen im Internet unter www.okluebeck.deEine andere Möglichkeit ist der Empfang im Internet über die App "tunein".

Das Radioformat „SelbstVerständlich Politik“ wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg produziert und gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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"Partnerschaft für Demokratie" in Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen startet neues Förderjahr

Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen kann auch im kommenden Jahr wieder zivilgesellschaftliche Projekte fördern und unterstützen, die sich stark machen wollen für eine lebendige und vielfältige Demokratie oder sich gezielt gegen jede Form von Extremismus richten. "Wir haben vor wenigen Tagen den neuen Zuwendungsbescheid vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für 2022 erhalten und können somit wieder starten", sagt Mark Sauer vom Federführenden Amt in der Stadt Ratzeburg. Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses, der über die Mittelvergabe an Projekte entscheidet, wartet mit Spannung auf die neue Projektrunde. "Corona hat unsere Projektarbeit in den vergangenen beiden Jahren eingeschränkt, aber nie zum Erliegen gebracht. Immer wieder wurden uns tolle Ideen zur Förderung vorgestellt, die sich mit Demokratie, Vielfaltgestaltung und Extremismusprävention befassen und sehr kreativ umgesetzt wurden. So wollen wir auch in 2022 weitermachen!", sagte Gesine Biller. 


Bereits in der nächsten Begleitausschusssitzung am 14.12.2021 sollen erste Projektideen für das kommende Jahr vorgestellt und beraten werden. Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie steht auch schon bereit, um potentielle Antragsteller zu beraten. "Wir haben wieder ausreichend Mittel in unserem Aktiv- und Initiativfond, um überzeugende Projektideen Realität werden zu lassen. Ebenso ist auch der Jugendfond wieder gefüllt, der vom Ratzeburger Jugendbeirat selbstständig verwaltet wird. Insgesamt sollen uns im Jahresverlauf 70.000 € für die Projektarbeit zur Verfügung gestellt werden", sagt Karl Schneider und hofft auf zahlreiche Antragstellungen und Beratungsgespräche.

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Landesweites "Bildungsnetzwerk Antisemitismus" lud zu ersten regionalen Fachtag in Ratzeburg

Mit einem ersten regionalen Fachtag unter den Titel "Unterrichtsthema heute: Antisemitismus!" hat der Verein Miteinander leben e.V. vergangene Woche im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses bei rund 25 Lehrkräften aus dem Raum Lauenburg-Stormarn-Lübeck für ihre aktive Mitwirkung im neugegründeten "Bildungsnetzwerk Antisemitismus" geworben. Das vom Bildungs- und Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein geförderte Projekt "ZUGÄNGE ERWEITERN" hat sich zum Ziel gesetzt, landesweit Multiplikator*innen in Grundschulen und weiterführenden Schulen für die Durchführung von praktischen Unterrichtsangeboten zu den Themen "Antisemitismus" und "Jüdisches Leben in Schleswig-Holstein" zu gewinnen und auszubilden. Es fußt auf den Erfahrungen der Unterrichtsprojekte "Leben mit dem gelben Stern" und "ZUGÄNGE SCHAFFEN", die seit 2002 von Gabriele Hannemann im südöstlichen Schleswig-Holstein durchgeführt wurden und in dieser Weise einmalig in Schleswig-Holstein waren. "Wir wollen basierend auf unseren eigenen Unterrichtserfahrungen zur Vermittlung von Judentum, der Shoa und Antisemitismus als Gegenwartsphänomen unser Wissen und unsere Methodik zur Verfügung stellen", sagt Projektleiterin Gabriele Hannemann. Dies soll vor allem über gemeinsam organisierte Fortbildungsangebote, aber auch wiederkehrende Fachtage geschehen, die insbesondere Lehrkräfte mit Vorinteresse an diesen Themen ansprechen und zur Teilnahme motivieren sollen. "Es ist unser Ziel, in möglichst vielen Schulen im Land Lehrkräfte als Multiplikator*innen zu finden, die vor Ort mit erprobten Methoden und dem kollegialen Fachwissen eines langjährigen und wissenschaftlich bewährten Projektes, zu diesen Themen arbeiten wollen", ergänzte Projektassistentin Wencke Stegemann, die für das Bildungsnetzwerk als Ansprechpartnerin direkt in den Schulen wirbt.


Der jährliche Fachtag soll dabei als Fenster der Möglichkeiten dienen und wurde diesem Anspruch in Ratzeburg nach Rückmeldungen der Teilnehmer*innen auch absolut gerecht. Über vier Stunden konnten sie sich in Gesprächen und Vorträgen über praktische Unterrichtsbeispiele informieren und Motivation für die Beschäftigung mit diesen Themen finden. Hier sorgte insbesondere der vom Verein Yad Ruth e.V. ermöglichte Austausch mit der Holocaust-Überlebenden Eva Szepesì und ihrer Tochter Anita Schwarz für eindringliche Inspiration, ebenso wie der Vortrag einer Schüler*innengruppe des Katharineums in Lübeck, die als Gedenktag-AG im Rahmen eines selbst entwickelten  Curriculums für alle Jahrgangsstufen die alljährliche Ausgestaltung des "Holocaust-Gedenktages" an ihrer Schule organisieren. Vorträge von Dr. Constanze Jaiser, Projektleiterin von „zeitlupe. Stadt.Geschichte&Erinnerung“ bei der RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V., die über ihre postiven Erfahrungen und die Organisation regionalgeschichtlicher Spurensuche mit Jugendliche berichtete, und von Rebecca Vaneeva, Regionalkoordination des Begegnungsprojektes "Meet a Jew", die sehr praktisch den offenen Verlauf eines Begegnungsdialoges in Schulen demonstrieren konnte, komplettierten das vielfältige Programm des Fachtages.


"Der Verlauf unseres ersten regionalen Fachtages war sehr ermutigend. Wir treffen auf viel Interesse mit unserem Anliegen, ein Bildungsnetzwerk von Multiplikator*innen in den Schulen zu schaffen", sagte Projektverantwortlicher Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V., dankbar für die Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen bei der Durchführung in Ratzeburg. Im kommenden Jahr wird sich die Arbeit des Projektes "ZUGÄNGE ERWEITERN" schwerpunktmäßig in die Kreise Steinburg, Segeberg, Ostholstein und Plön verlagern, um so schrittweise das Netzwerk über das Land wachsen zu lassen. Eine begleitende Wanderausstellung unter dem Titel "In meiner Nähe" soll dabei türöffnend unterstützen und ganz praktisch zur Beschäftigung mit Antisemitismus und jüdischen Leben einladen.

Das Projekt „ZUGÄNGE ERWEITERN – Bildungsnetzwerk Antisemitismus“ wird gefördert vom Landesdemokratiezentrum Schleswig-Holstein beim Landespräventionsrat Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein und vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.

»SelbstVerständlich Politik« - Politische Bildung im Offenen Kanal Lübeck

„SelbstVerständlich Politik“ ist der Titel einer Sendereihe, die sporadisch wiederkehrend politische Bildungsangebote aus Mölln und Ratzeburg in den Offenen Kanal Lübeck tragen will. Sie wird produziert vom Verein Miteinander leben e.V., der seit vielen Jahren als anerkannter freier Träger der politischen Bildung regelmäßig Vorträge und Seminare zu den verschiedensten politischen Themen im Lauenburgischen anbietet. Da dies in der Coronazeit nur mit Schwierigkeiten möglich ist, werden zunehmend auch andere Formate für die politische Bildung ausprobiert, wie Podcasts oder jetzt auch die Sendemöglichkeiten des Offenen Kanals Lübeck.

Die nächste Sendung der Reihe unter dem Titel "Die Schlacht im Netz" befasst sich mit dem Thema der digitalen Destabilisierung von Gesellschaften und der hybriden Kriegsführung im geopolitischen Kontext. Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger analysiert deren strategischen Ziele und blickt dabei auch auf die sich abzeichnenden Gefährdungen der Demokratie. Die Sendung wird am 30.11.2021 und am 05.12.2021 jeweils in der Zeit von 16:00 - 17:00 Uhr ausgestrahlt und ist zu empfangen auf der Frequenz 98,8 MHz (106,5 Kabel) und als Direktsendungen im Internet unter www.okluebeck.deEine andere Möglichkeit ist der Empfang im Internet über die App "tunein".

Das Radioformat „SelbstVerständlich Politik“ wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg produziert und gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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"Skulptur der Zuversicht" entsteht bei St. Petri als bleibende Erinnerung an die Zeit der Coronapandemie

Der vom Bürgerverein Ratzeburg und Umgebung e.V. in Zusammenarbeit mit dem Ratzeburger Stadtmarketing im vergangenen September ausgelobte Bürgerwettbewerb zur Umgestaltung der in der Coronapandemie entstandenen "Ratzeburger Steinschlange" in eine "Skulptur der Zuversicht" hat trotz vielfältiger Werbung auf unterschiedlichen Kanälen nicht die gewünschte Resonanz entfalten können, wie es sich die Organisatoren ursprünglich gewünscht haben. Lediglich zwei Entwürfe wurden zum Ende der Ausschreibungszeit eingereicht, einer davon allerdings in der Qualität eines Siegerentwurfs. Die Konfirmandengruppe die Kirchengemeinde St. Petri hatte sich unter der Leitung von Künstlerin Eva Ammermann mit den Motiven und der Intention der "Ratzeburger Steinschlange" befasst und schließlich eine Idee für deren zukünftige Präsentation skizziert. Dabei gab die Frage des Standortes dieser Skulptur die eigentliche Inspiration zum Entwurf. Der Blick der Konfirmanden fiel dabei auf den begrünten Platz hinter der Stadtkirche St. Petri, auf dem bereits zwei Apfelbäume zur Erinnerung an Korbinian Aigner und den Ratzeburger Superintendenten Johannes Lange, der in der Nazi-Zeit der Vereinnahmung durch die deutsch-christliche Ideologie mutig Widerstand entgegensetzte, stehen. Es wurden Möglichkeiten diskutiert, wie hier auch die "Skulptur der Zuversicht" ihren Platz finden könnte und schließlich ein Modell entworfen, das das Thema der Steinschlange wieder aufgreift und die Bäume miteinbezieht.


"Auch wenn die Resonanz auf unsere Idee eines Bürgerwettbewerbs doch hinter unseren Erwartungen zurückblieb, ist der Entwurf, den uns die Konfirmandengruppe von Pastorin Wiebke Keller präsentierte, ein wirklicher Glücksgriff, sowohl was die Idee betrifft, als auch die Standortwahl", sagte Lara Fabinski, Vorsitzende vom Bürgerverein Ratzeburg und Umgebung e.V.. Auch Wiebke Keller lobte die Idee des Bürgerwettbewerbes: "Die Arbeit mit der "Ratzeburger Steinschlange" hat in unser Gruppe zu intensiven Gesprächen geführt, die einmal mehr zeigten, wie sehr Corona gerade Kinder und Jugendliche betroffen und bewegt hat. Das war ein wirklich wichtiger Austausch, aus dem eine gemeinschaftliche Idee für die Skulptur erwachsen ist." Manuela Baumgarten-Lauer, Initiatorin der Steinschlange, zeigte sich vom Entwurf beeindruckt, auch von der Idee, dass über die Skulptur zukünftig Gras wachsen wird. "Gerade das zeigt doch unsere Zuversicht. Wir werden Corona gemeinsam überstehen. Es wird zu einer Erinnerung werden, aber nicht vergessen sein können. Genau dies soll diese Skulptur auch widerspiegeln", so Manuela Baumgarten-Lauer. Die Umsetzung dieser Idee wird in den kommenden Wochen erfolgen, auch sehr zur Freude von Jörg-Rüdiger Geschke, Kreisfachberater für Kulturelle Bildung im Landesprogramm „SchuleTrifftKultur“, der diesen Wettbewerb koordinierend begleitet hat. Dabei unterstützt die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" als Förderer dieses demokratischen Bürgerwettbewerbes.

Digitale Demokratiewerkstatt bietet weitere kostenlose Online-Fortbildung für die digitale Projektarbeit

Die "Digitale Demokratiewerkstatt" der Ratzeburger Volkshochschule ist im vergangenen Jahr mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen ins Leben gerufen worden, um digitale Angebotsformate für demokratiestärkende Projektarbeit zu fördern und zu vermitteln. Im Jahresverlauf wurden in mehreren Online-Fortbildungen für Projektträger und deren Institutionen Schulungen zu den gängigen Videokonferenzplattformen wie "Zoom", "BigBlueButton" und "Jitsi" durchgeführt, erfolgversprechende Strategien in der Welt der sozialen Netzwerke von "Facebook", "Instagram", "Twitter & Co." vorgestellt, die professionelle Gestaltung von PowerPoint Präsentationen in einem Online-Workshop vermittelt und das Grafik- und Design-Programm Canva ausprobiert.

Zum Abschluss der Fortbildungsreihe sollen am kommenden Montag, den 29.11.2021 um 18:30 Uhr, die Videokonferenzplattform "Gather Town" sowie die Arbeit mit dem interaktiven Whiteborad- und Organisationstool "Miro" präsentiert werden.  „Gather“ ist eine Video-Chat-Plattform mit einem Video- und Voicechat, ähnlich wie bei Zoom und co.. Man kann sich online mit anderen treffen und austauschen. Allerdings bietet das Programm weitere interessante und kreative Möglichkeiten. Bei Gather, bewegt man eine Figur, ähnlich wie bei einem Retro-Videospiel, durch einen selbst gestalteten Raum. Wenn die Figur in die Nähe anderer Figuren kommt, öffnet sich automatisch der Video- und Voicechat. Dadurch wird eine niedrigschwellige Kommunikation im Team möglich, die erfrischend anders ist als die klassischen Kacheln. Wir möchten zeigen, wie Gather-Town funktioniert, wie man selbst einen Raum eröffnen und gestalten kann und welche Vorteile die Kommunikation über Gather mitbringt. „Miro“ ist ein digitales Whiteboard, bei dem in Echtzeit gemeinsam gearbeitet werden kann. Das Besondere ist, dass es unendlich ausdehnbar und zoombar ist. Dort können gemeinsam Ideen gesammelt, Strategien ausgearbeitet werden und Teams organisiert werden. Das Board ist sehr benutzerfreundlich und verfügt über etliche vorgefertigte Module und Funktionen, die direkt auf dem Board eingesetzt werden können. Es beinhaltet eine Video-Chat-Funktion, einen Aufgaben-Timer, ein Präsentationsmodus und vieles mehr.

Für die Veranstaltung benötigen die Teilnehmer*innen einen PC/Laptop mit Mikrofon und Kamera. Als Internetbrowser werden Google Chrome oder Firefox empfohlen, ebenso die Verwendung von Kopfhörern, um Rückkopplungen zu vermeiden. Die Teilnahme an diesen Workshops ist aufgrund einer Förderung durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter volkshochschule@ratzeburg.de. Hier erhält man die jeweiligen Zugangslinks. Gearbeitet wird auf der Konferenzplattform "BigBlueButton".


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Ratzeburger Volkshochschule bewegt in beeindruckender Weise das Thema "Antisemitismus"

Äußerst zufrieden blickt die Ratzeburger Volkshochschule auf den Verlauf zweier Veranstaltungen, die im Rahmen der Reihe "Antisemitismus und jüdisches Leben heute!" in den vergangenen drei Wochen trotz Coronaeinschränkungen viel Interesse und Zuschauerzuspruch erfuhren. So verfolgten rund 70 Besucherinnen die Aufführung des Theaterstücks "Ein Versteck im 20. Jahrhundert - Szenen einer Mischehe" in der Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Das Zwei-Personen-Stück von Heinz Rudolf Unger, dargeboten vom Ensemble "Bühnenreif" des „Theater im Stall“, beeindruckte das Publikum sichtlich. Maren Colell und Jörn Bansemer verkörperten die Rollen der Jüdin Judith und ihres deutschen Ehemannes Arnolt, beides Theaterschauspieler, die in der Zeit des Nationalsozialismus sowohl den fortschreitenden Kulturverfall als auch ihre ganz persönliche Bedrohung wahrnehmen müssen, versteckt auf einen Dachboden und immer in Gefahr denunziert zu werden. Die Eindringlichkeit des Spiels führte im Anschluss an den minutenlangen Applaus zu vielen angeregten Gesprächen zwischen den Besuchern. "Wir haben viele positive Rückmeldungen zu dieser Theateraufführung erhalten, immer wieder auch den Hinweis, dieses Stück unbedingt an die Schulen zu bringen, weil es eine solch große Themenvielfalt zu Antisemitismus eröffnet", sagte Silvia Tessmer von der Ratzeburger Volkshochschule.

Ebenso intensiv waren die Gespräche auch nach der zweiten Veranstaltung, der Begegnung mit Eva Szepesì, die in der Stadtkirche St. Petri aus ihren Lebenserinnerungen „Ein Mädchen allein auf der Flucht“ las. Rund 90 Zuhörer*innen hatte sich eingefunden und folgten mit wachsender Beklemmung den Ausführungen der Holocaust-Überlebenden, die 1944 als 12jährige von ihrer Familie aus Budapest in die Slowakei geschmuggelt wurde, um den drohenden Verhaftungen und Deportationen zu entgehen. Dort wurde sie schließlich doch gefangen genommen und nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte das KZ als eines von 300 Kindern, während ihre Familie von den Nazis vollständig ermordet wurde. Begleitet von ihrer Tochter Anita Schwarz, die eindringlich Beispiele von Antisemitismus in der aktuellen Gegenwart thematisierte, beantwortete Eva Szepesì anschließend alle Fragen aus dem Publikum mit großer Offenheit. Musiker und Komponist Axel Weggen aus Düsseldorf begleitete die Lesung auf dem Flügel und der Kirchenorgel mit jüdischen Musikstücken. "Wir konnten diese Lesung dankenswerterweise in Kooperation mit dem Verein Yad Ruth e.V. in Ratzeburg anbieten. Es ist immer ein großes Privileg, einem Menschen zu begegnen, der den Holocaust überleben konnte und auch im hohen Alter noch die Kraft hat, darüber zu berichten", sagte Silvia Tessmer. Sie zog damit auch inhaltlich eine sehr positive Bilanz der unter schwierigen Bedingungen organisierten Veranstaltungsreihe, die mit der die Ausstellung "DER SCHMERZ DER BEFREIUNG IM SPIEGEL DER KUNST" in St. Petri begonnen hatte und von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" ermöglicht wurde. 

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Politische Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule blickt auf den Hass in unserer Gesellschaft

"Wider den Hass!" ist der Titel des Vortrages, mit dem die Ratzeburger Volkshochschule am 26.11.2021 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses die politische Vortragsreihe "MEINUNGsbildung / MEINUNGsfreiheit / MEINUNGsvielfalt" in diesem Jahr beschließt. Zu Gast ist Dr. phil. Dipl.-Psych. Clemens Veltrup, Psychologischer Psychotherapeut und leitender Therapeut der Fachklinik Freudenholm-Ruhleben. Er blickt auf ein Phänomen, das zunehmend politische, wie auch gesellschaftliche Dialoge und Diskurse durchdringt und nachhaltig stört, den um sich greifenden Hass.

Hass ist ein intensives Gefühl der Abneigung und Feindseligkeit. Hass wird als Gegenpol zur Liebe betrachtet. Hass gegenüber Personen oder Gruppen kann bspw. als Fremdenfeindlichkeit, Misogynie, Misandrie, Judenfeindlichkeit, Homophobie oder Rassismus bezeichnet werden. Die Motive des Hassenden sind vielfältig und schwer zu bestimmen, herzuleiten und zu erklären. Sie können auf einer durch Ideologien oder soziale Gruppen erworbenen Ablehnung gegen etwas oder jemanden beruhen oder auch auf einer konkreten Erfahrung, etwa einer konkreten Verletzung von Werten und Bedürfnissen. Hass kann unmittelbar entstehen, etwa infolge einer negativen Erfahrung. Wie sich gegen individuelle oder auch gesellschaftlich tiefverwurzelte Hassgefühle aus psychologischer Sicht sinnvoll arbeiten lässt steht im Mittelpunkt des disziplinübergreifenden Vortrages von Dr. phil. Dipl.-Psych. Clemens Veltrup.

Der Vortrag in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei. Es gilt allerdings die 2G-Regel, Zutritt nur für vollständig Geimpfte und  Genesene.

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"Drei Steine" - Graphic Novel gegen Rechts!'
Lesung mit Nils Oskamp

Seit Anfang September läuft in der Stadtbücherei Ratzeburg in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Ratzeburger Volkshochschule e.V. und der Partnerschaft für Demokratie  – Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen erfolgreich die Ausstellung ,,Drei Steine‘‘ des Hamburger Comic-Zeichners Nils Oskamp.  In dieser Zeit wurden bereits Lesungen, Comic-Workshops sowie ein Filmworkshop mit Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen und der Lauenburgischen Gelehrtenschule durchgeführt.  Am Dienstag, 16. November 2021, liest Nils Oskamp um 19 Uhr in der Stadtbücherei Ratzeburg  aus seinem Buch ,,Drei Steine‘‘ jetzt auch einmal für die allgemeine Öffentlichkeit. Nils Oskamp erzählt in seiner autobiografischen Graphic Novel „Drei Steine“ die Geschichte seiner Jugend in den 1980er Jahren in Dortmund-Dorstfeld, wo er Opfer rechter Gewalt wurde: „Als ich in der Schule meine Meinung gegen Nazis sagte, hätte mich das fast umgebracht.‘‘ Er dokumentiert, wie die damaligen rechtsradikalen Jugendlichen fast unbestraft davonkommen und es bis in die Politik schaffen. Für die Lesung in der Stadtbücherei gilt die 3G-Regel. Es wird um telefonische Anmeldung unter 04541 8000 301 oder per Mail stadtbuecherei@ratzeburg.de gebeten.

12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratiestärkung trotzt Corona mit positiver Bilanz

Die Organisatoren der 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratiestärkung ziehen nach Abschluss ihrer Reihe von mehrmonatigen, hybridgestalteten Veranstaltungsangeboten eine gemischt positive Bilanz zum diesjährigen Konferenzverlauf. "Es war ein coronabedingter Kompromiss, den wir in diesem Jahr mit unserer 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratiestärkung eingehen mussten", sagt Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. mit Verweis auf die außergewöhnliche Programmgestaltung. Einzelne Veranstaltungsangebote über viele Woche hinweg anstatt ein zentraler Konferenztag und überwiegend Online-Angebote anstatt Präsenzworkshops und diese auch in der Region verteilt an jeweils unterschiedlichen Orten. "Aber ein Kompromiss, der aus unserer Sicht durchaus funktioniert hat", ergänzt Torsten Nagel, Leiter der Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein beim Arbeiterwohlfahrt Landesverband SH e.V., die selbst drei gut besuchte Online-Veranstaltungen zu den Themen "Fake Facts", "Von Reichsflaggen und Friedenstauben", "Gesellschaft dekolonialisieren?" zum Konferenzprogramm beisteuern konnten. "Wir sind mit dem hybriden Format sowohl den fachlichen als auch den pandemiebedingten notwendigen Veranstaltungsansprüchen sehr gerecht geworden. Wir konnten sowohl einen Teil unseres Stammpublikums als auch neue Leute erreichen und soweit uns bekannt ist, gab es für alle Veranstaltungen viel gutes Feedback. Als Vorteil wurde benannt, dass es möglich war, mehrere Veranstaltungen zu besuchen", sagt Torsten Nagel. Ähnlich sieht das Dr. Daniel Trepsdorf vom RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg in Ludwigslust, das ebenfalls ein Online-Seminar mit dem Titel „Wenn Rechtsextreme die Wiese pachten“ für die 12. Regionalkonferenz organisiert hatte. "Auch wenn wir uns in diesem Jahr nicht in gewohnt persönlicher Weise begegnen konnten, war es doch wichtig, das Angebot von Fortbildungsveranstaltungen für die engagierte Zivilgesellschaft aufrecht zu erhalten. Die rechtsextreme Szene hat in der Coronazeit auch nicht geschlafen und es geschafft, sich insbesondere im Zuge der Querdenker-Demonstrationen weiter in die Mitte der Gesellschaft zu schleichen und dort anschlussfähig zu werden."



Für Friederike Betge von der Partnerschaft für Demokratie (PfD) Lauenburg-Büchen-Lütau waren allerdings die wenigen Präsenzangebote der diesjährigen Regionalkonferenz, gerade auch nach den vielen Online-Veranstaltungen in der Coronazeit, besonders inspirierend, wie beispielsweise der selbstorganisierte Beitrag "Methode oder Wirksamkeit von Bürgerbeiräten". Dieser Einschätzung schließen sich auch Lars Ruttke von der PfD Nordwestmecklenburg, Jessica Homberger von der PfD Wismar und Karl Schneider von der PfD Ratzeburg/Amt Lauenburgische Seen an, die mit zwei analogen Veranstaltungen zum Thema "Jugendbeteiligung" und "Rechtsextremismus in Schulen" in Schönberg ebenfalls wirkliche Konferenzatmosphäre  erleben durften, Menschen vis-a-vis im direkten Austausch, sich kennenlernend, netzwerkend und gemeinsam Wissen sammelnd. So wurde im Jahresprogramm der Regionalkonferenz ausgerechnet Schönberg in Nordwestmecklenburg, das eigentlich bereits 2020 Konferenzort sein sollte, zum eigentlichen Begegnungsmittelpunkt, sehr zur Freude von Schönbergs Bürgermeister Stephan Korn: "Wir wollten wirklich gerne Gastgeber der Regionalkonferenz sein, für all die vielen engagierten Menschen in unserer Region. Dass dies 2021 mit zwei Veranstaltung wirklich realisiert werden konnte, war ein Gewinn für unsere Stadt und wichtig für unsere gemeinsame Arbeit gegen Rechtsextremismus und Demokratiefeindlichkeit."

Aus Sicht der Organisatoren bleibt mithin die gemischt positive Bilanz der 12. Regionalkonferenz von 7 Veranstaltungen in einem Zeitraum von 6 Monaten, im Netz und analog in Lauenburg und Schönberg, mit über 200 Teilnehmer*innen. Und es bleibt der Wunsch, im kommenden Jahr eine weitere Regionalkonferenz zu organisieren, dann doch wieder an einem Ort, einem Termin und mit vielen Menschen im direkten Austausch. Demokratie ist doch auch etwas zum Anfassen.

Europäisches Begegnungswochenende in Sopot führt Jugendliche aus drei Nationen zusammen

Ein langes Wochenende ganz im Zeichen europäischer Begegnung konnten 15 Jugendliche aus Ratzeburg vor den Herbstferien in der polnischen Partnerstadt Sopot erleben. Das dortige Rathaus hatte im Zuge einer Europaförderung aus dem Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" bereits in 2020 eine Einladung an Jugenddelegationen aus Ratzeburg und dem dänischen Naestved ausgesprochen, um in der Ostseestadt gemeinsam mit polnischen Jugendlichen unter dem programmgebenden Titel "Our future in Europa" über Europas Zukunft zu diskutieren. Erst 2021 konnte dieses Vorhaben coronakonform umgesetzt werden, auch dank einer Förderung des Ratzeburger Jugendbeirates, der eigene Mittel aus dem Jugendfond der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen über das Bundesprogramm "Demokratie leben!" aktivierte, um den Bustransfer für Ratzeburger Jugendliche komplett kostenfrei anbieten zu können.

Sopots Oberbürgermeister Jacek Karnowski und Europaabgeordnete Magdalena Adamowicz, Witwe des ermordeten Danziger Oberbürgermeisters Paweł Adamowicz, begrüßten die Jugendlichen zu einer "Europakonferenz" in der Aula der "II Liceum Ogólnokształcące im. Bolesława Chrobrego w Sopocie" und warben für eine vertiefte europäische Zusammenarbeit. Dabei war es für Magdalena Adamowicz ein besonderes Anliegen, auch vor den Gefahren von Hate-Speech und Fake News zu warnen, die tödliche Konsequenzen entfalten können, wenn ihnen nicht konsequent und engagierte entgegengetreten werde.



In wechselnden Zusammensetzungen berieten die Jugendlichen anschließend einen Vormittag lang zu europäischen Zukunftsthemen. Dabei zeigten sich durchaus Unterschiede in der Wahrnehmung Europas. Bei vielen dänischen Jugendlichen wurde Europa eher institutionell wahrgenommen und lediglich zur Lösung großer Probleme, wie dem Klimawandel oder der Migration, eine herausgehobene Bedeutung zugemessen. Die deutschen und polnischen Jugendlichen verbanden hingegen wesentlich mehr gemeinschaftliche Werte und auch Identifikationsstiftung mit Europa und der europäischen Idee. Gerade die polnische Seite machte hier sehr deutlich, wie groß aus ihrer Sicht Europas Strahlkraft ist, gerade angesichts der zunehmend nationalistischen Ausrichtung polnischer Politik und der damit empfundenen Einschränkungen von eigenen Lebensperspektiven.



Der gemeinsame europäische Funke zündete allerdings für alle Jugendliche spätestens beim gemeinsamen Rugbytraining mit Nationalspieler Mateuz Plichta vom Erstligateam Ogniwo Sopot. Er vermittelte mit viel Spaß und Bewegungsfreude die Grundzüge dieser in Polen sehr beliebten Sportart und führte die Jugendlichen in intereuropäischer Teamarbeit zusammen. So wurden anfängliche Berührungsängste vollends überwunden und die weitere Freizeitgestaltung gemeinschaftlich und ausgelassen gestaltet, mit Exkursionen nach Danzig und ins dortige Europäisches Zentrum der Solidarność, der Besichtigung der großen Ergo-Arena oder einem Bowling-Abend im Sopoter Freizeitzentrum.

"Der ganze Ausflug hat mir einen besseren Einblick in die politische Lage Polens gegeben und ich finde es erstaunlich, wie ein Land so gespalten sein kann. Vor allem hatte man die Chance, viele neue Leute kennenzulernen und gemeinsam an der Zukunft Europas zu arbeiten", sagte Angelina Schlecht von der Lauenburgische Gelehrtenschule. "Es hat mich sehr beeindruckt, wie deutlich und klar sich gerade die polnischen Jugendlichen in den Diskussionen für Europa und die europäische Idee aussprechen, aber auch ihr Recht auf Mitbestimmung einfordern, das sie bedroht sehen ", sagte Jugendbeiratsmitglied Paul Tessmer von der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen. "Auf dieser Fahrt wurde der europäische Gedanke gelebt: Deutsche, dänische und polnische Jugendliche haben nicht nur miteinander diskutiert, sondern auch Sport gemacht, Kultur erlebt und damit Grenzen überwunden. Das kann und soll ein Vorbild werden für weitere Treffen, um Brücken zu schlagen und immer noch anhaltende Vorbehalte zu überwinden", resümierte Imme Zillemann, Lehrerin an der Lauenburgischen Gelehrtenschule, ihre Eindrücke.


Our future in Europe - international debate for youths from Sopot (PL), Ratzeburg (DE) and Naestved (DK) Cities

Co-funded by the Europe for Citizens programme of the European Union

The main aim of the project titled “Our future in Europe - international debate for youths from Sopot, Ratzeburg and Naestved Cities” is rising awareness about common European values, history, culture and future of students from twining towns. General project activities are international exchange of knowledge about EU challenges and diversity between students from different European countries. Organisation of the European debate in Sopot and integration of 60 students from high schools will encourage young generation to actively participate and make them aware of an impact they might have to solve the EU problems by attending to EU elections and voting. Students from German and Denmark will have a chance to integrate with other participants and get know polish culture heritage by seeing historical places and The European Centre of Solidarity in Gdansk. Students visiting Sopot and taking part in international exchange, debate and integration activities will have opportunity to learn respect to European cultural diversity and get familiar to different historic past of other nations. Key project outcome is engaging young people to civic participation and to take active part in EU political life and elections. The youth exchange and visit is planned to last 4 days and it will take place in October 2021.

Project partners are cities: Ratzeburg (Germany) and Naestved (Denmark). Leader of the project partnership and the host of the project debate for youth  is the City of Sopot from Poland. The project "Our future in Europe – international debate for youths from Sopot (PL), Ratzeburg (DE) and Naestved (DK) Cities", is co-funded by the Europe for Citizens programme of the European Union.

Project results -  Our future in Europe - international debate for youths from Sopot (PL), Ratzeburg (DE) and Naestved (DK) Cities


https://ec.europa.eu/info/departments/justice-and-consumers/justice-and-consumers-funding-tenders/funding-programmes/previous-programmes-2014-2020/europe-citizens-efc_de





Der politische Film ... ganz GROSS

„Der politische Film … ganz GROSS“, unter diesem Motto steht eine Reihe von Filmen, welche in den kommenden Wochen bis Ende des Jahres im Burgtheater Ratzeburg jeden Donnerstag um 18:30 Uhr zu sehen sein wird! Das Besondere: Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen nur 5€, ermöglicht wurde dies durch eine Kooperation. Nachdem die Reihe im letzten Jahr durch den im November beginnenden Lockdown leider eingestellt werden musste, lässt die Kooperationsgemeinschaft, bestehend aus der 'Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen' und dem Burgtheater Ratzeburg, diese beliebte Filmreihe nun wieder auferstehen. Damit haben sich die Verantwortlichen dem Thema Politik im Film gewidmet und präsentieren nun wiederkehrend die vorläufigen Früchte ihrer Arbeit.

ZUM PROGRAMM >>

Bis in den Dezember hinein werden daher jeden Donnerstag politische Filme über die große Leinwand im Burgtheater flimmern. „Das Projekt „Der politische Film ... ganz GROSS“ möchte anregen, sich im besonderen Ambiente des Kinos cineastisch und dokumentarisch mit politischen Themen auseinanderzusetzen, ins Gespräch zu kommen und soll so zur Meinungsbildung zu aktuellen wie zeitlosen politischen Thematiken und Fragestellungen beitragen.“, sagt Martin Turowski. Dem politisch interessierten Cineasten ist es vor allem wichtig, zum Nachdenken über das Gesehene anzuregen. „Nirgends geht das so gut wie im Kino, man ist auf den Film fokussiert, Ablenkungen gibt es nicht. So wird der Film ganz anders erlebbar gemacht!“

Und das so Erlebte kann und soll im Nachgang des Programmes noch besprochen und diskutiert werden. Nach den jeweiligen Filmen sind moderierte Diskussionsrunden geplant, in denen die Zuschauer ihre eigene Meinung reflektieren können. „Ich bin schon sehr gespannt, welche tollen Dialoge dort entstehen werden.“, so Turowski weiter. „Wir haben ein Programm gestaltet, welches an einigen Stellen auch polarisieren wird, zum Beispiel wenn wir die Doku ATOMKRAFT FOREVER zeigen, ein Film, der sich um das viel diskutierte Thema Atomkraft dreht, neben solchen Dokus gibt es aber auch anspruchsvolle, politische Spielfilme wie beispielsweise DIE SCHACHNOVELLE oder NAHSCHUSS.“Ich bin sicher, dass wir ein stimmiges Programm auf die Beine gestellt haben“, so Theaterleiterin Annika Tonn. „Es sind einige Filme dabei, die man einfach gesehen haben sollte.“


Doch nicht nur die Filmauswahl ist besonders, auch der Preis ist es. Um Jugendlichen einen Anreiz zu bieten, erhalten sie bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres freien Eintritt und für Erwachsene gilt ein vergünstigter Eintritt von 5€. Möglich wurde dies durch die Kooperation mit der 'Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen'. Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft freut sich: „Dieses Projekt hat mit größter Punktzahl die Zustimmung im Ausschuss gefunden. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot besonders für junge Menschen.“ Bis Ende des Jahres wird es dieses Angebot an jedem Donnerstag um 18:30 Uhr im Kino Burgtheater Ratzeburg geben. Das Projekt wird außerdem gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die anschließenden Diskussionsrunden sind kostenfrei.

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Jury für den "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend" berufen

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat hat für die Verleihung des "Nachhaltigkeitspreises der Ratzeburger Jugend" eine Jury berufen, die gemeinsam über die Preisträger entscheiden sollen. Neben Schirmherrin Frauke Eiben werden dies Angelina Schlecht, Schülersprecherin der Lauenburgischen Gelehrtenschule, Jorgen von Lingelsheim, Schülersprecher der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen sowie Stadtjugendpfleger Peter Linnenkohl, Seniorenbeiratsvorsitzender Jürgen Pfeiffer und Martina Kriwy von "Brot für die Welt" sein. Der Jugendbeirat selbst stellt drei Juroren. "Für die Jurybildung war es uns wichtig, dort ein möglichst breites und vielschichtiges Votum bei der Preisfindung erhalten zu können. Über die Schülersprecher binden wir die weiterführenden Schulen ein, über unsere Schirmherrin, unseren Stadtjugendpfleger und die Vertreterin von "Brot für die Welt" viele gesellschaftliche Bezüge, über den Seniorenbeiratsvorsitzenden schaffen wir eine generationenübergreifende Verbindung. Damit verleihen wir unserem Nachhaltigkeitspreis eine gesamtgesellschaftliche Aussagekraft", sagt Lucca Rosenkranz, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates. Alle Juror*innen haben sich zudem verpflichtet, die Idee des Nachhaltigkeitspreis weiter bekannt zu machen und potentielle Preisträger, die vorbild- oder beispielhaft im Sinne der Nachhaltigkeit handeln, zu einer Bewerbung zu motivieren.


Der Nachhaltigkeitspreis lehnt sich an die «17 Ziele für nachhaltige Entwicklung» der Vereinten Nationen an und legt den Fokus auf folgende Kategorien: »Nachhaltige Städte und Gemeinden« - »Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster« - »Maßnahmen zum Klimaschutz« - »Leben unter Wasser« - »Leben an Land«. Zusätzlich wird die Kategorie »Beste Idee« ausgeschrieben, die im Rahmen einer Social-Media-Umfrage ausgewählt werden soll.

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

Bewerbungen können noch bis zum 30.11.2021 an den Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat unter jugendbeirat@ratzeburg.de gerichtet werden. Auch eine postalische Bewerbung über den Briefkasten des Ratzeburger Rathauses ist möglich: Ratzeburger Jugendbeirat, Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg - Stickwort: "Nachhaltigkeitspries der Ratzeburger Jugend". Informationen zur Ausschreibung und zum Bewerbungsverfahren sind unter www.ratzeburg.de/Stadt/Jugendbeirat eingestellt. Eine Jury, bestehend aus dem Jugendbeirat und weiteren Vertreter*innen von Jugendgruppen wird über die Vergabe entscheiden. Die erste Preisvergabe ist für den Jahresbeginn 2022 geplant.

Holocaust-Überlebende Eva Szepesì liest aus ihren Lebenserinnerungen in der Stadtkirche St. Petri

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe "Antisemitismus und Jüdisches Leben heute" laden die Ratzeburger Volkshochschule und der Verein Yad Ruth e.V. am 07.11.2021 um 18:00 Uhr zu einer besonderen Lesung und Begegnung in die Stadtkirche St. Petri. Autorin und Holocaust-Überlebende Eva Szepesì trägt aus ihren Lebenserinnerungen „Ein Mädchen allein auf der Flucht“ vor. Als die Deutschen im Frühjahr 1944 in Ungarn einmarschieren, beginnt die Verfolgung und Ermordung der ungarischen Juden. Die elfjährige Eva Szepesi wird von ihrer Mutter in die Slowakei geschickt. Von nun an lebt das jüdische Mädchen auf der Flucht. Sie findet Verstecke bei gutwilligen Menschen, doch schließlich wird sie gefangen genommen und nach Auschwitz verschleppt. Nach dem Krieg schweigt Eva Szepesi fünfzig Jahre lang. Erst Mitte der neunziger Jahre kann sie über das Erlebte sprechen.

Eva Szepesis berichtet über ihr Leben während des Holocausts und vermag die Hörer*Innen auf eine erschreckende Reise in die Vergangenheit, die geprägt ist von Angst, Trauer und Schmerz, mitzunehmen. Der Autorin gelingt es, das Unsagbare in Worte zu fassen und so einen Einblick in das Schreckensregime der NS-Diktatur in Ungarn, Polen und der Slowakei zu geben. Musikalisch begleitet wird sie von dem Musiker und Komponisten Axel Weggen. Axel Weggen ist ein Experte auf dem Gebiet jüdischer Musik. Nach seinem Examen an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf widmete er sich der synagogalen Musik. Er gründete und leitet das Lewandowski-Ensemble für synagogale Musik und tritt mit diesem bundesweit auf.

Der Eintritt ist Dank einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" frei. Es gelten jedoch für alle Veranstaltungen die aktuellen Corona-Verordnungen. Die Veranstalter bitten um eine Voranmeldung unter Telefon 04541/8000-146 oder online unter www.vhs-ratzeburg.de, da nur eine begrenzte Zahl an Sitzplätzen zur Verfügung steht. Eine Teilnahme ist jeweils nur unter der 3G-Voraussetzung - geimpft, genesen, getestet- möglich ist. Der Nachweis ist bei Zutritt zu den Veranstaltungsorten bereit zu halten.


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Ratzeburger Volkshochschule präsentiert Theaterstück gegen Antisemitismus

Die Ratzeburger Volkshochschule lädt im Zuge ihrer Veranstaltungsreihe "Antisemitismus und Jüdisches Leben heute" am 29.10.2021 um 19.00 Uhr zu einem eindringlichen Schauspiel in die Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Maren Colell und Jörn Bansemer vom Ensemble "Bühnenreif" des „Theater im Stall“ präsentieren als Premiere das Theaterstück „Ein Versteck im zwanzigsten Jahrhundert - Szenen einer Mischehe“ von Heinz Rudolf Unger. Es handelt von Judith. Sie ist Jüdin und hat deshalb ihr Theater-Engagement verloren. Ihr Mann Arnolt ist noch am Theater. Aber er, der mit seiner Frau alle großen Rollen gespielt hat, muss sich nun mit kleinen Rollen zufriedengeben. Als sie sich auf einem Dachboden verstecken müssen, versuchen sie sich gegen die zunehmende Verzweiflung zu wehren, indem sie sich einander Begegnungen und Szenen vorspielen.

Die Veranstaltungsreihe wird über die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert. Entsprechend ist der Eintritt zum Schauspiel frei. Ein Nachweis entsprechend der 3G-Regel (geimpft, getestet, genesen) ist allerdings erforderlich. Eine Anmeldung unter volkshochschule@ratzeburg.de wird erbeten.

Fachaustausch wirbt für antirassistische Haltung und Projektarbeit

Mit einem Fachaustausch zum Thema "Rassismus wirksam und konkret begegnen" setzte die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen am vergangenen Freitag einen weiteren Akzent in ihrer zum Jahresbeginn gestarteten Antirassismuskampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten". Zusammen mit Konrad Erben von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. wurde vor allem über die Erscheinungsformen von institutionellem Rassismus diskutiert und Wege zu dessen Überwindung aufgezeichnet. Für Konrad Erben kann dies nur mit einer bewusst antirassistischen Haltung geschehen. "Wir können mehrere hunderte Jahre von rassistischen Denkmustern, die tief in der Gesellschaft verankert worden und in jeden von uns wirksam sind, nicht mit einigen Veranstaltungen oder Kampagnen beseitigen", so Erben. Rassismus könne nur aus den Köpfen und der Gesellschaft verschwinden, wenn endlich ein Bewusstsein für dessen tief tradierte Denkmuster und Strukturen entstehen würde, die unsere Gesellschaft in so vielen Bereichen immer noch prägen und Menschen bewusst wie unbewusst ausgrenzen. An zahlreichen Beispielen zeigte Konrad Erben die Wirksamkeit solcher Strukturen, aber auch gute Beispiele, wie diese mit antirassistischer Haltungen aufgebrochen werden können.

Vortrag mit Konrad Erben referiert zu »Institutionellem Rassismus« im Ratzeburger Rathaus >>

Dass vor Ort und der Region bereits intensiv und nachhaltig an diesem Thema gearbeitet wird, wurde im zweiten Teil des Fachaustauschs deutlich, als Moderator Jörg-Rüdiger Geschke "Toleranztrainer" Ercan Kök und "Respekt Coach" Christian Klingbeil vorstellen konnte. Beide arbeiten an den Schulen in der Region mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen immer wieder zu (Alltags-)Rassismus, präventiv in Workshops oder auch vermittelnd in konkreten Fällen. Gesine Biller, Begleitausschussvorsitzende der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, verwies in diesem Zusammenhang auf die Fördermöglichkeiten für antirassistische Projektideen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und warb für eine Beteiligung an der der Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" mit konkreten Ideen oder persönlichen Stellungnahmen im Videoformat. Zum Abschluss des Fachaustauschs lud Liedermacher Heinz Ratz zu einem politischen Konzert auf der fahrbaren Bühne seines "LÜMMEL-Mobils" im Innenhof des Ratzeburger Rathauses.

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Ratzeburger Volkshochschule thematisiert »Afrika« in einem politischen Bildungschwerpunkt

Die Ratzeburger Volkshochschule setzt ihre diesjährige politische Bildungsreihe unter dem Motto ”MEINUNGsbildung / MEINUNGsfreiheit / MEINUNGsvielfalt” mit einem Vortrag und einem Seminar zum Thema „Afrika“ fort. Am Freitag, den 22.10.2021 um 19:00 Uhr, wird Dr. Günther Rusch im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses über "Islamistische Bedrohung in Afrika" informieren. Ob in Mali, in Nigeria, in Kamerun, in Somalia oder jüngst in Mosambik, überall südlich der Sahara sind Aktivitäten islamistischer Milizen zu beobachten. Sie arbeiten mit terroristischen und kriminellen Mitteln, aber auch mit sozialem Engagement und versuchen, in ohnehin schon schwachen Staatsgebilden Regionen unter ihren Einfluss zu bringen. Doch es ist falsch, den Islam in Afrika nur auf solche Exzesse zu reduzieren. Die große Mehrheit der Muslime in Afrika sind nur wenig an Gewalt und Unruhe interessiert. Dr. Günther Rusch gibt in seinem Vortrag einen Überblick über Entstehung, Ausbreitung und verschiedene Formen des Islams in Afrika und für wen, seit wann und wo diese selbst ernannten Gotteskrieger aktiv sind und welche Bedrohung sie für Frieden, Stabilität und darstellen.

Am nachfolgenden Samstag, den 23.10.2021 in der Zeit von 09:30 - 16:30 Uhr, folgt ein Seminarangebot zum Thema "Umwelt in Afrika - Bedrohung, Herausforderung, Gegenwehr" ebenfalls im Ratssaal des Rathauses. Klimawandel, aktive Umweltzerstörung, Ressourcenausbeutung, Bodenerosion und illegale Müllentsorgung prägen den Alltag vieler Menschen auf Europas stark bevölkertem Nachbarkontinent. Not und Armut, Profitgier und kriegerische Konflikte sind nur einigen Faktoren, die diese Prozesse vorantreiben. Die Auswirkungen auf Afrikas Umwelt sind allenthalten sichtbar. Und doch gibt es noch mehr unsichtbare Alarmzeichen, die den Zustand der Umwelt auf dem afrikanischen Kontinent perspektivisch beschreiben. Dr. Günther Rusch möchte diese Beobachtungen im Zuge eines Seminars erläutern, analysieren und diskutieren, immer auch mit Blick auf Europas Verantwortlichkeit und die direkten Rückwirkungen dieser Umweltzerstörungen.

Die Teilnahme am Seminar ist dank einer Förderung durch die „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms. „Demokratie leben!“ kostenfrei. Eine Anmeldung ist allerdings obligatorisch unter 04541-206726 oder volkshochschule@ratzeburg.de. Coronabedingt können nur Teilnehmer*innen zugelassen werden, die nach den 3G-Regeln vollständig geimpft, getestet oder genesen sind und über einen entsprechenden Nachweis verfügen.

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Ratzeburger Jugendbeirat mit dem Blunck-Jugendumweltpreis ausgezeichnet

Der Ratzeburger Jugendbeirat ist von der Stiftung Herzogtum Lauenburg mit dem Blunck-Jugendumweltpreis ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie, auf der vor allem dem Leben des diesjährigen Umweltpreisträgers Dr. Roland Doerffer gedacht und sein vorbildgebendes Wirken als Biologe posthum gewürdigt wurde, begründete Laudator Rainer Voß die Entscheidung der Jury zur Vergabe des Jugendumweltpreises mit dem starken politischen Engagement der Ratzeburger Jugendbeirates für einen aktiven Klimaschutz. Der Ratzeburger Jugendbeirat hat 2019, angeregt durch die Friday-for-Future-Proteste vor dem Ratzeburger Rathaus, die 1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz ausgerichtet und nachfolgend den "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend" entwickelt und ausgelobt. "Die Mitglieder des Jugendbeirates haben sich in Ratzeburg und Umgebung einen sehr guten Ruf erarbeitet und Gehör verschafft, engagiert, umsichtig, hartnäckig und erfolgreich", sagte Rainer Voß. Der Jugendumweltpreis ist mit einem Preisgeld von 600 € dotiert.


Weiterhin ausgezeichnet wurden in der Jugendkategorie die Weingartenschule Lauenburg für das Projekt „Der Apfel – rund ums Jahr“, die Kita Arche Noah Büchen für ihre intensive Beschäftigung mit dem Thema "Wald" sowie das Biologieprofil der 11. Klasse des Marion Dönhoff-Gymnasiums für ein Projekt rund um die Ressource "Wasser".

Laudation von Rainer Voß >>


Ratzeburger Jugendbeirat entwickelt Europaagenda

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat im Rahmen eines Workshoptages im Ratzeburger Rathaus unter dem Titel "PIMP YOUR PARTNERSTADT" eine eigene Europaagenda entwickelt. Ziel ist, Impulse für einen Austausch und eine themen- wie projektbezogene Zusammenarbeit mit Jugendlichen in den europäischen Partnerstädten der Inselstadt zu setzen. Begleitet durch das Moderationsteam des Vereins Politik zum Anfassen e.V. und Stadtjugendpfleger Peter Linnenkohl berieten die Ratzeburger Jugendbeirätler*innen ausgehend von ihren bisherigen Besuchserfahrungen im polnischen Sopot und im belgischen Esneux, in welchen Themenfeldern sich Kooperationsmöglichkeiten bieten könnten und in welcher Weise eine Kontaktpflege möglich ist. So wurden Ideen gesammelt und diskutiert wie die Ausrichtung eines Kennlern-Camps für Jugendliche aus den Partnerstädten, die Durchführung von internationalen Jugend-Kulturtagen oder die Nutzung digitaler Projektformate, wie ein ESport-Event oder audiovisueller Informationsprogramme für digitalen Austausch. Ebenso fand eine stärkere Kooperation zwischen den Schulen der Partnerstädte unter Beteiligung der jeweiligen Schülerparlamente Aufnahme in die Europaagenda des Ratzeburger Jugendbeirates. "Wir konnten viele Themen identifizieren, die Jugendliche in all unseren Partnerstädten interessieren dürften, allen voran natürlich der Klimaschutz oder die Digitalisierung, aber auch einfach das gegenseitige Kennenlernen als junge Europäer, die bald die Verantwortung tragen werden", sagte Jugendbeiratsvorsitzender Lucca Rosenkranz.




Ein erster Schritt zur Umsetzung der Ideen wurde während des Workshoptages erfolgreich ausprobiert. Es kam eine Online-Konferenz mit dem frisch gegründeten Jugendbeirat der polnischen Partnerstadt zustande. Per Videostream auf Englisch stellten die Ratzeburger Jugendlichen sich und ihre Ideen vor und lernten im Gegenzug ihre polnischen "Amtskolleg*innen" persönlich kennen. Dabei wurde schnell deutlich, wie unterschiedlich die Voraussetzungen von Jugendbeiratsarbeit sind und wie stark die Jugendlichen in Sopot mit Unterstützung ihrer Stadtverwaltung für ihre Beteiligungsrechte kämpfen müssen, während der Zentralstaat die Möglichkeiten dazu in Schulen zusehends stark einschränkt. Es wurde ein persönliches Treffen vereinbart, das im Zuge der geplanten Europaexkursion nach Sopot Anfang Oktober erfolgen soll. "Im Gespräch mit den polnischen Jugendlichen ist einmal mehr klar geworden, wie wichtig aktive Jugendbeteiligung ist, auch im Sinne von Demokratiestärkung", sagte die stellvertretende Vorsitzende Vivian Ndubuisi.

Der Workshop „PIMP YOUR PARTNERSTADT“ wurde gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend).

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"HERZ EINSCHALTEN - RASSISMUS AUSSCHALTEN" - Konzert mit Liedermacher Heinz Ratz

Am 17.09.2021 um 19:00 Uhr macht Musiker Heinz Ratz mit seiner fahrbaren Bühne, dem Liedermacher-Überlebens-Mobil „LÜMMEL“, Station im Innenhof des Ratzeburger Rathaus. Auf Einladung der „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen gibt er dort ein Konzert unter dem Motto „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“. Die Art, mit der Heinz Ratz in seinen Songs schöne, traurige, provokante und amüsante Geschichten erzählt, fasziniert seine Fans. Immer wieder schafft er es, ohne erhobenen Zeigefinger all jene Dinge aus den Abgründen unserer Gesellschaft ans Tageslicht zu befördern, die wir normalerweise nur ungern eindringlicher betrachten. Heinz Ratz hat 2016 das „BOK“ – das Büro für Offensivkultur – gemeinsam mit Konstantin Wecker gegründet, als eine Art Notfallagentur und zum Schutze von Demokratie und Umwelt. Es handelt sich um ein bundesweites Bündnis von Künstlern aller Art: vornehmlich Musikern, aber auch Tänzern, Akrobaten, Clowns, Puppenspielern, darstellenden und bildenden Künstlern, die bereit sind, in kürzester Zeit auf Menschenrechtsverletzungen, Umweltdelikte und Bedrohung demokratischer Strukturen zu reagieren. In diesem Sinne ist es ihm ein besonderes Anliegen, sich mit seiner Musik gegen Rassismus zu stellen. Der Eintritt ist dank einer Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ frei, eine Anmeldung coronabedingt obligatorisch. Sie kann über die über die Plattform des Ratzeburger Musiksommers erfolgen, die das Konzert freundlicherweise unterstützt: https://musiksommer-2021.de/heinz-ratz/. Es können nur Teilnehmer*innen zugelassen werden, die nach den 3G-Regeln vollständig geimpft, getestet oder genesen sind und über einen entsprechenden Nachweis verfügen.

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Fachaustausch "RASSISMUS WIRKSAM & KONKRET BEGEGNEN!"

Die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ (PfD) lädt am 17.09.2021, von 16:00 – 19:00 Uhr im Zuge ihrer Kampagne „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“ zu einem Fachaustausch mit dem Titel "RASSISMUS WIRKSAM & KONKRET BEGEGNEN!" in den Ratssaal des Ratzeburger Rathauses. Im Fokus steht das Problemphänomen des „Institutionellen Rassismus” und die Fragestellung, wie man diesen erkennen und begegnen kann. Als fachkundiger Referent wurde Konrad Erben von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. (ISD) für einen Vortrag und eine anschließende Podiumsdiskussion gewonnen. Im Zuge des Austausches soll auch die kommunalen Kampagne „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“ vorgestellt werden, auch als Anregung und Inspiration, wie gemeinsam vor Ort zusammen mit der Partnerschaft für Demokratie mehr Projekte zum Thema Rassismus entwickelt werden können. In diesem Sinne werden Best-Practice-Beispiele vorgestellt und über eine vertiefende Vernetzung vor Ort, gerade auf institutioneller Ebene, diskutiert. Der Fachaustausch zielt einerseits auf engagierte und interessierte Personen aus der Zivilgesellschaft und Kommunalpolitik, aber auch auf hauptamtliche Akteure in Schule, Kita, Jugendarbeit, Verwaltung, Polizei, Gericht, Kirche und Vereine. Die Organisatoren hoffen, einen Impuls für aktives Engagement gegen Rassismus setzen zu können. Interessierte am Fachaustausch werden im Vorwege um eine Anmeldung unter sauer@ratzeburg.de gebeten. Die Teilnehmerzahl ist coronabedingt begrenzt.

Ab 19:00 Uhr wird Liedermacher Heinz Ratz, der als politisch engagierter Künstler ebenfalls auf dem Podium sitzen wird, ein kostenfreies Konzert im Innenhof des Rathauses von der Bühne des „Liedermacher-Überlebens-Mobil – LÜMMEL“ geben, das den Fachaustausch aktiv und mit Botschaft beschließen soll. Unter den Coronabedingungen ist auch hier die Platzzahl begrenzt. Eine Anmeldung erfolgt über die Plattform des Ratzeburger Musiksommers¸, die das Konzert freundlicherweise unterstützt: https://musiksommer-2021.de/heinz-ratz. Es können nur Teilnehmer*innen zugelassen werden, die nach den 3G-Regeln vollständig geimpft, getestet oder genesen sind und über einen entsprechenden Nachweis verfügen.


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Pröpstin Frauke Eiben übernimmt Schirmherrschaft für den "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend"

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat bekommt bei seiner im Sommer gestarteten Suche für die ersten Preisträger*innen des „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ prominente Unterstützung. Pröpstin Frauke Eiben hat sich bereit erklärt, die Idee als Schirmherrin in Stadt und Umland zu tragen und Institutionen, Unternehmen, Gruppen oder Einzelpersonen, die sich in Projekten, Initiativen oder Konzepten beispielgebend, motivierend, durchdacht und gut umgesetzt für nachhaltiges Handeln einsetzen und in diesem Sinne Vorbilder in Stadt und Umland sind, zur Bewerbung aufzufordern. "Die Initiative des Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirates, mit dem 'Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend' positive Beispiele für nachhaltiges und klimaschützendes Verhalten auf kommunaler Ebene zu würdigen, finde ich großartig und sollte unbedingt Widerhall finden. Ich kann nur alle aufrufen, von der Kita- oder freien Jugendgruppe bis zur Schulklasse, von der Verwaltung bis zum Wirtschaftsbetrieb, von Vereinen bis zu engagierten Bürger*innen, sich zu bewerben. Es gibt ganz sicher preiswürdige Beispiele für nachhaltiges Handeln in unserer Stadt und dem Umland", sagte Pröpstin Frauke Eiben.


Der Nachhaltigkeitspreis lehnt sich an die «17 Ziele für nachhaltige Entwicklung» der Vereinten Nationen an und legt den Fokus auf folgende Kategorien: »Nachhaltige Städte und Gemeinden« - »Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster« - »Maßnahmen zum Klimaschutz« - »Leben unter Wasser« - »Leben an Land«. Zusätzlich wird die Kategorie »Beste Idee« ausgeschrieben, die im Rahmen einer Social-Media-Umfrage ausgewählt werden soll.

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

Bewerbungen können bis zum 15.11.2021 an den Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat unter jugendbeirat@ratzeburg.de gerichtet werden. Auch eine postalische Bewerbung über den Briefkasten des Ratzeburger Rathauses ist möglich: Ratzeburger Jugendbeirat, Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg - Stickwort: "Nachhaltigkeitspries der Ratzeburger Jugend". Informationen zur Ausschreibung und zum Bewerbungsverfahren sind unter www.ratzeburg.de/Stadt/Jugendbeirat eingestellt. Eine Jury, bestehend aus dem Jugendbeirat und weiteren Vertreter*innen von Jugendgruppen wird über die Vergabe entscheiden. Die erste Preisvergabe ist für den Jahresbeginn 2022 geplant.

Ratzeburger Steinschlange soll zu einer »Skulptur der Zuversicht« werden

An vielen Orten Deutschlands haben Menschen im vergangenen Jahr ihren Sorgen angesichts der Coronapandemie, ihrer Gemeinsamkeit in Zeiten eingeschränkter Begegnungsmöglichkeiten und vor allem ihrer Zuversicht und Hoffnung dadurch Ausdruck verliehen, indem sie Steine bunt bemalt und an einem viel besuchten Platz in der Stadt aneinander gereiht haben. So entstand auf Initiative von Manuela Baumgarten-Lauer im vergangenen Jahr  auch in Ratzeburg am Platz der Kinderrechte eine beeindruckende Steinschlange von rund 125 Meter Länge, mit etwa 1.200 Steinen voll positiver Botschaften für eine bessere Zukunft. Begeistert von diese Initiative fanden sich zunehmend engagierte Unterstützer*innen, die sich bis heute um den Fortbestand und Erhalt dieses Bürgerkunstwerkes gekümmert haben und es so dauerhaft sicherten.  

Nun plant die Stadt gemeinsam mit dem Bürgerverein Ratzeburg und Umgebung e.V. , diesen bunten Steine voller Symbolgehalt nachhaltig zu konservieren, in Form eines demokratischen Denkmals für Gemeinsamkeit und Hoffnung in schwierigen Zeiten. Gemeinsam mit dem Landesprogramm „SchuleTrifftKultur“ wird aktuell ein Kunstwettbewerb ausgeschrieben, um eine „Skulptur der Zuversicht“ zu gestalten. Dieser Wettbewerb richtet sich vorrangig an Kinder und Jugendliche, die in Pandemiezeiten besonders von Einschränkungen betroffen waren und auch die meisten der Steine angefertigt haben. Alle Arten von Ideen sind willkommen. Dazu gehören Vorschläge, wo die Skulptur ihren Platz finden soll, welchen Platzbedarf sie haben wird und natürlich, wie sie aussehen und gestaltet werden soll. Zur Realisierung haben der Bürgerverein Ratzeburg e.V., die Stadt Ratzeburg sowie die Partnerschaft für Demokratie Ratzeburg/Amt Lauenburgische Seen finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. „Eine motivierende Aufgabenstellung für ein Kunstprojekt vor Ort für Grundschulklassen, Klassen weiterführender Schulen, Kunstkurse, aber auch Gruppen freier Jugendarbeit oder Konfirmandengruppen mit einer ganz konkreten Aufgabe, wie in der Welt der Architektur und Auftragskunst“, findet Jörg-Rüdiger Geschke, Kreisfachberater für Kulturelle Bildung im Landesprogramm „SchuleTrifftKultur“. Er organsiert den Kunstwettbewerb, der aus seiner Sicht ein echtes Stadtcommunity-Kunstwerk hervorbringen wird. Auch Manuela Baumgarten-Lauer freut sich, dass die Ratzeburger Steinschlange auf diese Weise noch einmal gewürdigt und dauerhaft Form und Platz erhält: „Viele Ratzeburger Bürger und Touristen fanden es schade, die Ratzeburger Steinschlange einfach aufzulösen, sind es doch inzwischen so beeindruckend viele Steine geworden."

Parallel zur Anfrage an die Schulen und Jugendgruppen werden auch Künstler*innen aus der Region angefragt, ob sie diesen Wettbewerb mit Rat und eventuell Tat begleiten wollen. Es ist vorgesehen, die Skulptur noch in diesem Jahr zu realisieren. Der endgültige Ort, wo sie aufgestellt werden soll, wird dann in Absprache mit den Kinder- und Jugendkünstlern und der Stadt festgelegt. Einsendeschluss für Ideen ist der 31. Oktober. Eingereicht werden muss  eine Skizze, eine Beschreibung, der Hinweis auf künstlerische Hilfe, falls sie erfolgt ist, sowie eine Einschätzung des ungefähren Kostenrahmens für die Realisierung. Anschließend wird es ein öffentliches Online-Voting geben und eine Jury aus Vertreterinnen des Bürgervereins, der Stadt und der Künstlerschaft wird dann auf der Grundlage der Ergebnisse den Siegerentwurf festlegen. Ist der Beschluss der Juty gefasst,  sollen nach Möglichkeit die beteiligten Kinder und Jugendlichen auch direkt an der Herstellung und Aufstellung der Skulptur beteiligten werden. 

Mitarbeiter des städtischen Bauhofs, die sich bei ihren Grünarbeiten dankenswerterweise ebenfalls immer um den Erhalt der Steinschlange gekümmert hatten, haben jetzt erst einmal alle Steine sichergestellt. Sie werden eingelagert, bis aus ihnen die „Skulptur der Zuversicht“ entsteht.

Ratzeburger Stadtbücherei zeigt Ausstellung "Drei Steine - Graphic Novel gegen Rechts"

Die Stadtbücherei Ratzeburg präsentiert zusammen mit der Volkshochschule Ratzeburg vom September bis Ende Januar 2022 die interaktive Ausstellung “Drei Steine - Graphic Novel gegen Recht“ des Hamburger Comiczeichner Nils Oskamp. „Ich sagte meine Meinung gegen Nazis, das hätte mich fast umgebracht.“ Mit künstlerischem Feingefühl, dramaturgischem Geschick und zeichnerischer Stilsicherheit beschreibt Nils Oskamp in seiner autobiografischen Graphic Novel „Drei Steine“ die Geschichte seiner Jugend in den 1980er Jahren in Dortmund-Dorstfeld, wo er Opfer rechter Gewalt wurde. Er dokumentiert, wie die damaligen rechtsradikalen Jugendlichen fast unbestraft davonkommen und es bis in die Politik schaffen. Er erzählt von Lehrern, Polizeibeamten, Staatsanwälten, die Schläger aus der rechten Szene nicht ernst nahmen. Er erzählt von Eltern, die blind waren für die Gefahr, die ihren Kindern in der Schule drohte. Er erzählt von wenigen guten Freunden, die ihm beim Überleben halfen. Die Graphic Novel über seine Jugend, sein Leben mit der Angst und die Ohnmacht von Staat und Bevölkerung gegenüber rechtsradikaler Gewalt, ist eine beeindruckende und beängstigende Mahnung an alle, die den Rechtsradikalismus verharmlosen. Ein Werk, das umso bedrückender ist, da es auch dokumentiert, dass die rechte Bedrohung inmitten unserer Gesellschaft wächst, gedeiht und die Drahtzieher sich in vielen Regionen in Politik und Wirtschaft positionieren konnten. Die einzige authentische Geschichte in Deutschland eines Opfers rechter Gewalt. Sie handelt vom Widerstand und ist ein überzeugender Appell, nicht auf die Einflüsterungen rechter Ideologien hereinzufallen, sondern entschlossen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus entgegenzutreten. Die Arbeiten von Nils Oskamp wurde mit Rudolph Dirks Award ausgezeichnet. Zusätzlich zur Ausstellung wird Nils Oskamp in den weiterführenden Schulen in Ratzeburg Comic- und Filmworkshops und Lesungen für die jugendlichen Schülerinnen und Schüler durchführen.

Zur Eröffnungsveranstaltung am 04.09.2021 um 10:00 Uhr wird Nils Oskamp führt persönlich durch die Ausstellung führen, offen für alle Fragen und Gespräche. Das Chorprojekt POLITICALied wird den musikalischen Rahmen setzen, die Stadtbücherei umsorgende Gastgeberin sein. Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen unterstützen Ausstellung und Begleitprogramm mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Ratzeburger Volkshochschule startet Veranstaltungsreihe zu "Antisemitismus und Jüdisches Leben heute"

Bereits seit Jahresbeginn plant die Ratzeburger Volkshochschule zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. im Kontext der bundesweiten Feierlichkeiten "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" einen Programmbeitrag für Ratzeburg und das Umland unter dem Titel "Antisemitismus und Jüdisches Leben heute". Coronaverspätet kann dieses Kooperationsprojekt nun endlich starten und mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten Schlaglichter setzen, die zum Nachdenken über die vielen Facetten des Antisemitismus anregen, aber auch die Neugier wecken, jüdisches Leben in der Region kennenzulernen.

"In unserer Eröffnungsveranstaltung am 3. September 2021 um 19.00 Uhr in der St. Petri Kirche Ratzeburg präsentieren wir eine von Yad Vashem entwickelte Ausstellung mit dem Titel "Der Schmerz der Befreiung im Spiegel der Kunst". In die Ausstellung wird  Gabriele Hannemann als Vorsitzende und Gründerin des Vereins Yad Ruth e.V. einführen. Die Thematik wird durch einen Vortrag "Antisemitismus in Schleswig-Holstein" von Sigrid Richolt (LIDA e.V.) vertieft. Musikalisch begleitet das Duo "Pabameto" durch den Abend", beschreibt Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule, den geplanten Auftakt zur Veranstaltungsreihe.

Am 16.09.2021 um 15:00 Uhr ist eine kostenlose Führung durch das Jüdische Museum in Rendsburg gebucht. Die Anreise muss von Interessierten selbst organisiert werden, entweder in Fahrgemeinschaften oder über Gruppenfahrten der Regionalbahn. Am 29.10.2021 wird um 19.00 Uhr das „Theater im Stall“ ihr neuestes Stück in der Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule vorstellen. Der Titel des Theaterstücks von Heinz Rudolf Unger lautet „Ein Versteck im zwanzigsten Jahrhundert - Szenen einer Mischehe“. Es handelt von Judith. Sie ist Jüdin und hat deshalb ihr Theater-Engagement verloren. Arnolt ist noch am Theater, aber er, der mit seiner Frau alle großen Rollen gespielt hat, muss sich nun mit kleinen Rollen zufriedengeben. Sie müssen sich auf einem Dachboden verstecken, und sie versuchen, sich gegen die zunehmende Verzweiflung zu wehren, indem sie sich Begegnungen und Szenen vorspielen.

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe wird die Autorin und Zeitzeugin Eva Szepesì am 7. November 2021, um 18:00 Uhr in der St. Petri Kirche Ratzeburg aus ihren Lebenserinnerungen „Ein Mädchen allein auf der Flucht“ lesen. Eva Szepesis berichtet über ihr Leben während des Holocausts und vermag die Hörer*Innen auf eine erschreckende Reise in die Vergangenheit, die geprägt ist von Angst, Trauer und Schmerz, mitzunehmen. Der Autorin gelingt es, das Unsagbare in Worte zu fassen und so einen Einblick in das Schreckensregime der NS-Diktatur in Ungarn, Polen und der Slowakei zu geben. Musikalisch begleitet wird sie von dem Musiker und Komponisten Axel Weggen. Axel Weggen ist ein Experte auf dem Gebiet jüdischer Musik. Nach seinem Examen an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf widmete er sich der synagogalen Musik. Er gründete und leitet das Lewandowski-Ensemble für synagogale Musik und tritt mit diesem bundesweit auf. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Verein Yad Ruth e.V. aus Hamburg durchgeführt.

Zudem sind noch weitere Veranstaltungen in den Schulen geplant. Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist dank einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" frei. Es gelten jedoch für alle Veranstaltungen die aktuellen Corona-Verordnungen. Die Veranstalter bitten um eine Voranmeldung unter Telefon 04541/8000-146 oder online unter www.vhs-ratzeburg.de, da nur eine begrenzte Zahl an Sitzplätzen zur Verfügung steht. Eine Teilnahme ist jeweils nur unter der 3G-Voraussetzung -geimpft, genesen, getestet- möglich ist. Der Nachweis ist bei Zutritt zu den Veranstaltungsorten bereit zu halten.

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Ratzeburger Jugendbeirat lobt "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend" aus

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat lobt 2021 erstmalig den „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ aus. Dieser soll in Zukunft jährlich an Institutionen, Unternehmen, Gruppen oder Einzelpersonen verliehen werden, die sich in Projekten, Initiativen oder Konzepten beispielgebend, motivierend, durchdacht und gut umgesetzt für nachhaltiges Handeln einsetzen und in diesem Sinne Vorbilder in Stadt und Umland sind. Von der Kitagruppe bis zur Schulklasse, von der Verwaltung bis zum Wirtschaftsbetrieb, von Vereinen bis zu engagierten Bürger*innen, sie alle dürfen sich bewerben. Eine Jury, bestehend aus dem Jugendbeirat und weiteren Vertreter*innen von Jugendgruppen wird über die Vergabe entscheiden.


Der Nachhaltigkeitspreis lehnt sich an die «17 Ziele für nachhaltige Entwicklung» der Vereinten Nationen an und legt den Fokus auf folgende Kategorien: »Nachhaltige Städte und Gemeinden« - »Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster« - »Maßnahmen zum Klimaschutz« - »Leben unter Wasser« - »Leben an Land«. Zusätzlich wird die Kategorie »Beste Idee« ausgeschrieben, die im Rahmen einer Social-Media-Umfrage ausgewählt werden soll.

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

"Der Ratzeburger Jugendbeirat möchte mit dem „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ öffentlichkeitswirksam das Thema "Nachhaltiges Handeln“ in Ratzeburg und dem Umland bewegen. Der Preis soll anhand von positiven, preiswürdigen Beispielen Bewusstsein schärfen und sensibilisieren. Es ist ein Thema, dass für unsere Generation allerhöchste Priorität hat", sagt Lucca Rosenkranz, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates mit Verweis auf die Ergebnisse der Ratzeburger Jugendklimakonferenz, aus der diese Idee des „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ erwachsen ist. Das Team der Ratzeburger Jugendzentren GLEIS21 und STELLWERK unterstützen das Projekt.

Bewerbungen können bis zum 15.11.2021 an den Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat unter jugendbeirat@ratzeburg.de gerichtet werden. Auch eine postalische Bewerbung über den Briefkasten des Ratzeburger Rathauses ist möglich: Ratzeburger Jugendbeirat, Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg - Stickwort: "Nachhaltigkeitspries der Ratzeburger Jugend". Informationen zur Ausschreibung und zum Bewerbungsverfahren sind unter www.ratzeburg.de/Stadt/Jugendbeirat eingestellt. Die erste Preisvergabe ist für den Jahresbeginn 2022 geplant.

Positive Bilanz trotz Corona für die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen

Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen (PfD) zieht rückblickend eine positive Bilanz auf das Projektjahr 2020, das aktuell beim Bundesprogramm "Demokratie leben!" abgerechnet werden muss. Trotz Corona konnten im vergangenen Jahr 22 Projekte, darunter sieben Kleinprojekte und vier Jugendprojekte sehr erfolgreich gefördert werden.  Insgesamt wurden 9.000 Teilnehmer*innen erreicht, sogar ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zum coronafreien Projektjahr 2019. Dies liegt vor allem an den digitalen Projektangeboten, die im Zuge der Coronapandemie von den Projektträger*innen entwickelt und medial präsentiert werden konnten. In diesem Sinne war das Projektjahr 2020 für die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See auch eine Zeit des intensiven Lernens für alle Beteiligten. Doch trotz aller Erfolge mit Digitalformaten fehlte allen Projektträger*innen die direkte Begegnung von Mensch zu Mensch sehr. 

Auch im aktuellen Projektjahr 2021 konnte sich diese begegnungsfördernde Projektarbeit der  Partnerschaft für Demokratie noch nicht richtig entfalten. Zwar sind bereits 17 Projekte in die Förderung gekommen, die Umsetzung kann vielfach aber erst jetzt beginnen, mit der so ersehnten Verbesserung der Coronalage. "Wir konnten im ersten Halbjahr wieder nur mit digitale Formaten oder mit Hintergrundarbeiten in den Projekten starten, hoffen jetzt aber auf eine zweite Jahreshälfte mit zahlreichen, demokratiestärkenden Veranstaltungen", sagt Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der PfD. Es werden aktuell politischen Bildungsangebote geplant, Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", politische Filmvorführungen, eine jugendkompatible Ausstellung zum Thema "Rechtsextremismus", vielfältige Jugendprojekte zu den Themenfeldern Klimawandel und Europa, aber auch die Fortentwicklung der gestarteten offenen Antirassismuskampagne «Herz einschalten - Rassismus ausschalten«, zu der es schon im September einer gesonderten Fachtag geben wird. 

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»SelbstVerständlich Politik« - Politische Bildung im Offenen Kanal Lübeck

„SelbstVerständlich Politik“ ist der Titel einer Sendereihe, die sporadisch wiederkehrend politische Bildungsangebote aus Mölln und Ratzeburg in den Offenen Kanal Lübeck tragen will. Sie wird produziert vom Verein Miteinander leben e.V., der seit vielen Jahren als anerkannter freier Träger der politischen Bildung regelmäßig Vorträge und Seminare zu den verschiedensten politischen Themen im Lauenburgischen anbietet. Da dies in der Coronazeit nur mit Schwierigkeiten möglich ist, werden zunehmend auch andere Formate für die politische Bildung ausprobiert, wie Podcasts oder jetzt auch die Sendemöglichkeiten des Offenen Kanals Lübeck.

Die erste Sendung der Reihe befasst sich mit dem jüngst vollzogenen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und fragt: „Was bleibt?“. Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger aus Leipzig analysiert in einem Vortrag den längsten, verlustreichsten und kostenintensivsten Auslandseinsatz der Bundeswehr und gibt einen Überblick über die Gründe des deutschen Afghanistan-Engagements, über Verlauf, Erfolge und Misserfolge sowie seinem abrupten Ende. Die Sendung wird am 14.07.2021 um 15:00 Uhr, am 16.07.2021 um 10:00 Uhr und am 17.07.2021 um 18:00 Uhr ausgestrahlt und ist zu empfangen auf der Frequenz 98,8 MHz (106,5 Kabel) und als Direktsendungen im Internet unter www.okluebeck.deEine andere Möglichkeit ist der Empfang im Internet über die App "tunein".

Das Radioformat „SelbstVerständlich Politik“ wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg produziert und gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Politische Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule startet mit einem Online-Vortrag zu Afghanistan

Lange musste die Ratzeburger Volkshochschule und der Verein Miteinander leben e.V. warten, um ihre gemeinsam gestaltete und beliebte politische Bildungsreihe in diesem Corona-Jahr endlich starten zu können. Dabei steht unter dem Motto ”MEINUNGsbildung / MEINUNGsfreiheit / MEINUNGsvielfalt” bereits ein komplettes Vortrags- und Seminarprogramm in den Startlöchern und wartet auf spannende Publikumsbegegnungen. Mit einem Online-Beitrag soll die lange Wartezeit jetzt aber ein Ende finden.  Dr. Udo Metzinger, gern gesehener Dozent der politischen Bildung im Ratzeburger Ratssaal, hat sich bereit erklärt, aus dem fernen Leipzig den Startschuss für einen Auftakt mit einem zeitaktuellen Thema zu setzen. "'Wir sind dann mal weg!' - Der Afghanistan-Abzug der Bundeswehr und die Lage vor Ort" heißt der Titel des gestreamten Vortrages, der über die Videoplattform der "Digitalen Demokratiewerkstatt" am 27.05.2021 um 19:00 Uhr live präsentiert wird.  "Bis Anfang Juli sollen die letzten Soldaten der Bundeswehr Afghanistan verlassen haben. Damit endet der längste, verlustreichste und kostenintensivste Auslandseinsatz der Bundeswehr. Der Online-Vortrag gibt einen Überblick über die Gründe des deutschen Afghanistan-Engagements, über Verlauf, Erfolge und Misserfolge, analysiert die Ursachen für den nun doch recht abrupten Abzug und lädt zur Diskussion ein", so Dr. Udo Metzinger.

Die Teilnahme unter https://virsaal.de/b/mar-n5q-gue-elz ist kostenfrei. Der Vortrag wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

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»Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend« nimmt Gestalt an

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat nach längerer Coronapause seine Arbeit zur Einführung eines "Nachhaltigkeitspreises der Ratzeburger Jugend" wieder aufgenommen. In einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Jugendzentrums GLEIS21 wurden in Anlehnung an die “17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen die Kriterien für die geplante Preisvergabe entwickelt. Fünf Zielsetzungen standen dabei im Fokus der Diskussion zur Preisentwicklung: »Nachhaltige Städte und Gemeinden« - »Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster« - »Maßnahmen zum Klimaschutz« - »Leben unter Wasser« -»Leben an Land«. Imke Frerichs, Nachhaltigkeitsexpertin von „Brot für die Welt, unterstützte diesen Arbeitsprozess des Jugendbeirates beratend per Online-Videokonferenz.

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

"Wir haben uns in unserer Arbeitsgruppe in mehreren Schrittfolgen durch das Thema "Nachhaltigkeit" diskutiert. Die „17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen waren dafür eine gute Richtschnur, um das Thema in fünf Preiskategorien auf unsere kommunale Ebene in Ratzeburg herunterbrechen zu können. Dabei wurden auch die Themen und Ergebnisse unserer Ratzeburger Jugendklimakonferenz berücksichtigt", beschreibt Luc Petzold vom Ratzeburger Jugendbeirat den erfolgreichen Entwicklungsprozess.


Der Jugendbeirat legte zudem das weitere Vorgehen zur Preisvergabe und insbesondere zur Preisgestaltung fest. So ist für den 26.05.2021 von 16:00 - 18:00 Uhr eine erste Kunstwerkstatt unter Anleitung von Kulturpreisträger Ebrahim Sharghi im Jugendzentrum STELLWERK geplant, auf der Kinder und Jugendliche eingeladen sind, den Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend konzeptionell und bildlich in Entwürfen auszugestalten. In weiterer Werkstattarbeit sollen diese Entwürfe dann zu einem fertigen Produkt entwickelt werden, das den Nachhaltigkeitspreis entsprechend symbolisieren kann. Die Teilnahme an dieser Künstlerwerkstatt, die vom Team der Jugendzentren GLEIS 21 und STELLWERK des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg unterstützend organisiert wird, ist kostenfrei und wird unter coronakonformen Bedingungen durchgeführt.

Die offizielle Auslobung des "Nachhaltigkeitspreises der Ratzeburger Jugend" soll noch vor den Sommerferien gestartet werden, mit dem Ziel, bis zum November Vorschläge für potentielle Preisträger*innen zu erhalten. Eine Preisjury wird diese Eingabe sichten und unter der Maßgabe "beispielgebend", "motivierend", "durchdacht" und "gut umgesetzt" eine Entscheidung in den einzelnen Kategorien fällen. Eine erste Preisverleihung ist für 2021 geplant. Bei der Einführung des Nachhaltigkeitspreises unterstützt die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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"Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See präsentiert erste Ergebnisbroschüre

Mit einer neuen Broschüre blickt die "Partnerschaft für Demokratie" (PfD) der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See auf die Ergebnisse der ersten Förderperiode durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" zurück. Sie umfasst die Förderjahre 2017 - 2019, in denen insgesamt 81 Projekte mit den Fördermitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglicht werden konnte und die in der Summe 12.596 Menschen im Fördergebiet im Sinne der Demokratieförderung und der Gestaltung einer vielfältigen, toleranten und achtsamen Gesellschaft erreichten.


"Erst in dieser Zusammenstellung wird deutlich, wie viel wir in den vergangenen Jahren gemeinsam bewegen konnten unter unserem Motto "Mit Respekt auf Kurs""
, sagt Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der PfD, der über alle Projektförderungen zu entscheiden hat. "Besonders beeindruckend ist dabei die Bilanz der sogenannten Kleinprojekte, viele organisiert von engagierten Einzelpersonen oder Initiativen", ergänzt Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle der PfD, die Projektideen zur Förderung verhelfen soll. Insgesamt konnten im genannten Zeitraum 43 solcher Kleinprojekte mit Fördersummen unter 500 € unterstützt werden, die in der Summe aber rund 7.000 Teilnehmer*innen verzeichneten.  Viele der Projekte finden ihre Darstellung in der Broschüre, die einen Eindruck gibt, wie lebendig und kreativ Demokratie in Ratzeburg und dem umgebenden Amtsbereich Lauenburgische Seen gelebt und gestaltet wird. "In all unseren Förderbereichen, der Demokratieförderung, der Extremismusprävention und der Ausgestaltung des Zusammenlebens in unserer Einwanderungsgesellschaft, sind Menschen und Institutionen engagiert. Die Finanzierungshilfe durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" hebt diesen Schatz", sagt Mark Sauer von der Stadt Ratzeburg, federführend zuständig für die "Partnerschaft für Demokratie".

Die Broschüre kann digital als PDF hier oder auf der Webseite der PfD unter www.partnerschaftdemokratie.de eingesehen werden. Gedruckte Exemplare sind auf Anfrage unter 04541-8000-114 bei der Stadt Ratzeburg erhältlich.

Logo der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen"
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12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Die 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung kommt in diesem Jahr ganz coronakonform mit einem Programm von verschiedenen Online- und Präsenzveranstaltungen, die im Gegensatz zu früheren Konferenzen nicht an einem Tag, sondern im Zeitraum von Mai bis September 2021 an verschiedenen Terminen stattfinden werden. Vorträge, Workshops und Beteiligungsformate sollen die Gelegenheit bieten, miteinander darüber ins Gespräch zu kommen, vor welchen aktuellen Herausforderungen das demokratische Zusammenleben durch Rechtsextremismus gestellt wird und welche Antworten vor Ort darauf gefunden werden können. Die Regionalkonferenz will zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus und damit verbundene Phänomene insbesondere im ländlichen Raum stärken, Akteur*innen regional vernetzen und die gemeinsame Verantwortung für eine demokratische Kultur vor Ort fördern. Ursprünglich war die 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung in Schönberg (Mecklenburg) eingeladen und fühlt sich dem eigentlichen Veranstaltungsort weiterhin verbunden.

Schönbergs Bürgermeister Stefan Korn hat die Schirmherrschaft übernommen: "Als Partnerstadt der Stadt Ratzeburg, die 2012 die Initialzündung für dieses wichtige Projekt gab, ist es eine Ehre und förderlich zugleich, dieser überregionalen Plattform breitzutreten. Die Schirmherrschaft zu übernehmen bedeutet Verantwortung, bereichert unser regionales Netzwerk und gibt uns die Chance hier mitzugestalten! Darum begrüße ich als diesjähriger Schirmherr ausdrücklich die Ausrichtung der Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratieförderung in unserem regionalen Bereich, um den Bürgerinnen und Bürgern, Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden hier vor Ort die Probleme dieses gesellschaftlich wichtigen Themas vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen und der Notwendigkeit, stets wachsam zu sein, nahe zu bringen. Ich freue mich, Sie digital, als auch persönlich treffen zu dürfen und wünsche allen Akteuren und Teilnehmern gute Gespräche, interessante Inhalte und Ideen, neue Impulse und starke Partnerschaften!"

Programm der 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Den Auftakt der 12. Regionalkonferenz bildet der Online-Vortrag der Politikwissenschaftlerin und Publizistin Katharina Nocun zum Thema „Fake Facts“ am 08.05.2021, 10:00 - 13:30 Uhr, der sich damit auseinandersetzen wird, warum gerade in diesen Zeiten viele Menschen anfällig für Verschwörungsnarrative sind. An den Vortrag anschließen wird sich ein Austauschformat zum Thema für die Teilnehmer*innen der Konferenz.

Den Fragen, wie wehrhaft Demokratie vor Ort ist und welche Handlungsmöglichkeiten die öffentliche Verwaltung hat, geht der Rechtsanwalt und Professor für Allgemeines Verwaltungsrecht Torsten Barthel gemeinsam mit Mitgliedern von Bündnissen gegen Rechts in dem Workshop „Wenn Rechtsextreme die Wiese pachten“ nach. Die Online-Veranstaltung findet am 07.06.2021, 17:00 – 20:00 Uhr statt.

Der Online-Workshop „Von Reichsflaggen und Friedenstauben“ am 10.06.202117:00 – 20:00 Uhr wird angeboten von Lyn Blees und Johannes Marhold (Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein, AWO LV SH) und nimmt die gegenwärtigen „Corona-Proteste“ in den Fokus. Angesichts des heterogenen Protest-Milieus sollen in der Veranstaltung die verschiedenen ideologischen Anknüpfungspunkte zum Rechtsextremismus aufgezeigt und diskutiert werden.

Unter dem Motto „Ich gestalte meine Heimat mit“ findet im Zeitraum 05.07. – 09.07.2021 ein Jugend-Beteiligungscamp in Schönberg statt, das im Rahmen des Vernetzungstreffens von Jugendforen aus Nordwestmecklenburg, Wismar und Herzogtum Lauenburg angeboten wird.

Die Referent*innen Claudine Nierth (Mehr Demokratie e.V.) und Annegret Kühn (Bürger:innenRat für Zukunftsfragen (BfZ) zum Thema Arbeit) setzen sich in einer weiteren Präsenz-Veranstaltung mit dem Thema „Methode oder Wirksamkeit von Bürgerräten“ oder „Wer spaltet wird einsam“ auseinander. Die Veranstaltung findet im Fürstengarten der Stadt Lauenburg am 04.09.2021, 10:00 – 17:00 Uhr statt.

Der Online-Workshop „Gesellschaft dekolonialisieren? – Postkoloniale Perspektiven am Beispiel von anti-asiatischem Rassismus“ findet in Kooperation des Kultur- und Politikwissenschaftlers Dr. Kien Nghi Ha und der Initiative „Kiel Postkolonial statt (09.09.2021, 17:00 – 20:30 Uhr).

Abschluss der diesjährigen Regionalkonferenz bildet die Präsenzveranstaltung „Rechtsextremismus in Schulen“, welche als Informations-, Beratungs-, und Ideenbörse für Schulalltag und Unterricht am 29.09.2021, 10:00 – 16:00 Uhr in der Palmberghalle in Schönberg stattfinden wird. Zu den Referent*innen dieses Tages gehören Kurt Edler (Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik), das Team der Mobilen Aufklärungseinheit Extremismus in Mecklenburg-Vorpommern (MAEX) sowie das Team der Ausstiegs- und Distanzierungsberatung JUMP. Anmeldungen zur Teilnahme sind obligatorisch. Die genannten Ausschlusskriterien der Veranstalter*innen sind gültig. Alle Informationen finden sich unter www.regionalkonferenz.eu.


Die Regionalkonferenz Rechtsextremismus findet in diesem Jahr in Kooperation mit der Stadt Schönberg und den Partnerschaften für Demokratie Nordwestmecklenburg und Wismar statt und wird organisiert vom Verein Miteinander leben e.V., dem Ratzeburger Bündnis, dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein, dem RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Lauenburg und dem Fachdienst Familie und Schule, Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn.

Die Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung wurde 2012 in Ratzeburg ins Leben gerufen, als Ergebnis eines länderübergreifenden Fachaustausches von Städten und Gemeinden zum Thema Rechtsextremismus, der einen bedrückenden Erfahrungshorizont der Beteiligten offenbarte. Noch im gleichen Jahr wurde die Idee einer überregionalen Plattform für Vernetzungen und Weiterbildungen zu den Bereichen Demokratieförderung und der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus konkret umgesetzt und für engagierte Menschen aus dem norddeutschen Raum erstmalig angeboten. Der Erfolg des Formates von hochaktuellen Workshopangebote, Vernetzung und Austausch sowie die Durchweg positive Resonanz der Konferenzteilnehmer*innen führte in der Folgezeit zu einer wiederholten Auflage der Regionalkonferenz. So wurden bis 2019 auf insgesamt 11 Regionalkonferenzen über 1.500 Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Akteure gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus handlungsorientiert geschult, überregional vernetzt und fachlich-inhaltlich fortgebildet werdet. Die Regionalkonferenz wanderte dabei durch den norddeutschen Raum mit Stationen in Ratzeburg (2012, 2013, 2018), Lübtheen (2013), Grevesmühlen (2014), Bargteheide (2014), Lübeck (2015), Mölln (2015), Wismar (2016), Boizenburg (2017) und Lauenburg (2019).


"Digitale Demokratiewerkstatt" der VHS Ratzeburg bietet weitere Workshopreihe für digitale Projektarbeit

Die "Digitale Demokratiewerkstatt" der Ratzeburger Volkshochschule ist im vergangenen Jahr mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen ins Leben gerufen worden, um digitale Angebotsformate für demokratiestärkende Projektarbeit zu fördern und zu vermitteln. In diesem Sinne wird ab dem 20.04.2021 ab 18:00 Uhr die Workshop-Reihe mit einem Praxisworkshop „Facebook, Twitter & Co“  fortgesetzt. Wie gestaltet man professionelle Profile? Welche Darstellungsmöglichkeiten und Funktionen bieten die verschiedenen Socialmedia-Plattformen? Und worauf ist in der Welt der sozialen Netzwerke besonders zu achten ist? Am 27.04.2021 ab 18.00 Uhr wird das Augenmerk auf die Vorbereitung eines eigenen Online-Workshops oder Online-Vortrags gerichtet. Passend dazu am 04.05.2021 die Erstellung einer PowerPoint Präsentation in einem Online-Workshop/Vortrag. Am 01.06.2021 wird überdies die Arbeit mit dem Grafik- und Design-Programm Canva vorgestellt.

Wie schon in den vorhergegangenen Workshops sollen mit diesem Fortbildungsprogramm die vielfältige Möglichkeiten für begleitende Projektarbeit in den sozialen Medien aufgezeigt werden. Die Teilnahme an diesen Workshops ist aufgrund einer Förderung durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter volkshochschule@ratzeburg.de. Hier erhält man die jeweiligen Zugangslinks. Gearbeitet wird auf der Konferenzplattform "BigBlueButton".

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Ratzeburger Jugendbeirat sammelt Ideen in einer Klausur

Auf einer Planungsklausur in der Ratzeburger Jugendherberge hat der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Ratzeburg vor wenigen Tagen unter Moderation des Stadtjugendpflegers Peter Linnenkohl Ideen für die Arbeit im ersten gemeinsamen Amtsjahr gesichtet und gesammelt. Ziel war es dabei, vor allem die neugewählten Mitgliedern in die laufende Arbeit des Jugendbeirates einzubinden, aber auch ihre Vorstellungen für die weitere Beiratsarbeit aufzunehmen.


Als konkrete Ergebnisse wurde die Einrichtung eines Arbeitskreises "Öffentlichkeitsarbeit" beschlossen, der für eine bessere öffentliche Wahrnehmung und Kommunikation des Jugendbeirates bei und mit Jugendlichen sorgen soll, sowie eine Intensivierung des Austauschs mit Jugendlichen in den europäischen Partnerstädten und eine verstärkte Vernetzung mit Jugendbeiräten im Kreis und der Region. Ebenso möchte der Jugendbeirat für die Umsetzung der Empfehlungen aus der Ratzeburger Jugendklimakonferenz werben und zum Thema Klimaschutz Akzente setzen. Auch zum Thema Rassismus und Diskriminierung soll eine deutliche Positionierung erfolgen, auch in Form eines eigenen Videobeitrages zur Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten". Darüber hinaus bleibt die Entwicklung weiterer attraktiver Angebote für junge Menschen ein Dauerthema im Jugendbeirat.

„Es war schön erleben zu können, wie die sich neuen Mitglieder des Jugendbeirates mehr und mehr mit dem Beirat  identifizierten. Das macht Lust auf die Zukunft!“, beschrieb Stadtjugendpfleger Peter Linnenkohl die sehr kollegiale Arbeitsatmosphäre der Klausur. Auch Jugendbeiratsvorsitzender Lucca Rosenkranz zeigte sich mit den Arbeitsergebnissen zufrieden und beeindruckt: "Das wird eine herausfordernde Aufgabe für uns, möglichst viel von den Zielen und Wünsche des Workshoptages umzusetzen, ohne das wir uns dabei verzetteln." Das Format einer solchen Jugendbeiratsklausur soll auf jeden Fall beibehalten werden.

Gefördert wurde diese Klausur des Ratzeburger Jugendbeirates durch den Jugendfond der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen mit Mitteln des Bundesprogramm "Demokratie leben!" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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"Vorsicht! Vorurteile!" - Aktionstag des Bundes findet Resonanz in Ratzeburg

Die Partnerschaft für Demokratie (PfD) der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen hat sich am bundesweiten Aktionstag "Vorsicht! Vorurteile!", der im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum 18.03.2021 ausgerufen wurde, mit eigenen Aktionen vor dem Rathaus und an den weiterführenden Schulen beteiligt. Mit einer großformatigen Bodenmatte wurde vor diesen Gebäuden auf die Notwendigkeit hingewiesen, nicht gleichgültig, sondern achtsam miteinander umzugehen und Rassismus gemeinsam entgegenzutreten. „Von Vorurteilen ist niemand frei. Sie dürfen sich nur nicht in einem festsetzen. Wir sollten immer aufmerksam sein, damit wir unsere eigenen Vorurteile auch als solche erkennen. Hier ist vor allem eine selbstkritische Haltung gefragt", sagte Bürgermeister Gunnar Koech zum Auftakt des Aktionstages.


Die Kampagne „Vorsicht, Vorurteile!“ will auf vorhandene Voreinstellungen und Alltagsrassismus aufmerksam machen sowie anregen, sich im persönlichen Umfeld kritisch zu rassistische Handlungen und Aussagen zu positionieren, eigene Vorurteile und Stereotype zu hinterfragen und sich mit den Mechanismen von Rassismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu beschäftigen. Ganz in diesem Sinne wurde seitens des PfD am Aktionstag auch die eigene Rassismuskampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" offiziell gestartet und die dazugehörige Webseite www.herzein-rassismusaus.de freigegeben. Sie will Informationen rund um aktuelle Projekte und Angebote im Kreis geben, die sich aktiv gegen Rassismus wenden, Ideen zu weiterem Engagement vermitteln und Menschen motivieren, ihre Haltung zu diesem Thema in persönlichen Videoclips öffentlich zum Ausdruck zu bringen.

"Ich denke, Albert Einstein hatte recht, als er sagte: 'Es ist leichter einen Atomkern zu spalten, als ein Vorurteil.' Jedes Vorurteil ist es wert, täglich überdacht zu werden. Ob das nützt? Probiert es aus, täglich", sagte Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zum Kampagnenstart am Aktionstag "Vorsicht! Vorurteile".

Kampagne »Vorsicht, Vorurteile!« des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufenen Bundesprogramms »Demokratie leben!«

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"Herz einschalten - Rassismus ausschalten"

"Herz einschalten - Rassismus ausschalten" ist der Titel einer Kampagne, mit der sich die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen in diesem Jahr an den "Internationalen Wochen gegen Rassismus" beteiligt. Mit großformatigen Kunstplakaten, die im Rahmen eines Wettbewerbes im vergangenen Jahr von Susan Arp, Gesine Biller und Barthold Dunker gestaltet wurden, soll an zwei prägnanten Standorten entlang der Ausfallstraßen in Richtung Mölln und Schwerin daran erinnert werden, dass Rassismus und Vorurteile immer noch in der Gesellschaft und in den Köpfen vieler Menschen gären. Die Plakate wollen mahnen, achtsam zu sein, aufeinander, aber auch mit Blick auf die eigenen Gedanken, in denen sich viel zu schnell Vorurteile einschleichen und verfestigen können. Da ist häufig vor allem das Herz gefragt, um korrigierend einzugreifen, um Mitmenschlichkeit und Mitgefühl zu zeigen, anstatt abzulehnen und sich abzuwenden.


Ein weiterer Eckpunkt der Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" wird zum Aktionstag "Vorsicht, Vorurteile! Wir setzen ein Zeichen gegen Rassismus“ gestartet, zu dem das Bundesprogramm "Demokratie leben!" im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 18.03.2021 aufruft. Zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. öffnet die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See unter www.herzein-rassismusaus.de eine gleichnamige Webseite zur Kampagne. Auf ihr wird kreisweit über vorbildliche Aktionen und Programme gegen Rassismus und Vorurteile informiert und Menschen die Möglichkeit gegeben, sich in einem Videoportal mit selbstgestalteten Kurzbotschaften gegen den Rassismus in unserer Gesellschaft persönlich zu positionieren. Die Webseite soll dabei wachsen, in ihren Informationsangeboten und in ihrer Aussagekraft. Sie lädt zum Mitmachen ein, eigene Standpunkte zu zeigen, über eigene Erfahrungen zu berichten, eigene Ideen und Veranstaltungen darzustellen und will so selbst Ideenbörse für weiteres Engagement werden. Einmalige Aktionen finden auf ihr ebenso Raum, wie verfügbare Angebote für Schulen und Jugendgruppen in der Region, die zum Abbau von Vorurteilen beitragen wollen.

"Wir wollen mit unserer Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt in unserer "Partnerschaft für Demokratie" besonders voranbringen. Wir möchten motivieren, sich aktiv mit dem Thema "Rassismus" auseinanderzusetzen, eigene Aktionen zu entwickeln und sie mit unserer Unterstützung durchzuführen. Aber auch sich selbst einmal dazu Gedanken zu machen und diese öffentlich zu äußern. Wir wollen und müssen vorankommen gegen Rassismus und Vorurteile in unser Gesellschaft", sagt Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft für Demokratie.

"Digitale Demokratiewerkstatt" der VHS Ratzeburg bietet Workshopreihe für digitale Projektarbeit

Die "Digitale Demokratiewerkstatt" der Ratzeburger Volkshochschule ist im vergangenen Jahr mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen ins Leben gerufen worden, um digitale Angebotsformate gerade auch im Bereich der begleitenden Projektarbeit zu fördern und zu vermitteln. In diesem Sinne werden am 09.03.2021 ab 18:00 Uhr in einem Workshop die drei bekanntesten frei zugänglichen Videokonferenz-Tools "Zoom", "BigBlueButton", und "Jitsi" vorgestellt. Was gibt es hier für Unterschiede, wie meldet man sich an und welche Funktionen stehen zur Verfügung? Am 16.03.2021 ab 18:00 Uhr wird ein einführender der Blick in die Welt der sozialen Netzwerke von "Facebook", "Instagram", "Twitter & Co" gerichtet. Welche Plattform passt am besten zu den eigenen Bedürfnissen?  Wo liegen die Unterschiede? In einem nachfolgenden Praxisworkshop am 20.04.2021 ab 18:00 Uhr sollen dazu die vielfältigen Möglichkeiten für begleitende Projektarbeit in den sozialen Medien aufgezeigt werden. Wie gestaltet man professionelle Profile? Welche Darstellungsmöglichkeiten und Funktionen bieten die verschiedenen Socialmedia-Plattformen? Und worauf ist in der Welt der sozialen Netzwerke besonders zu achten ist? Die Teilnahme an diesen Workshops ist aufgrund einer Förderung durch das " Bundesprogramm Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter volkshochschule@ratzeburg.de. Hier erhält man die jeweiligen Zugangslinks. Gearbeitet wird auf der Konferenzplattform "BigBlueButton".


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"Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amt Lauenburgische Seen startet erfolgreich ins neue Jahr

Mit zahlreichen demokratiestärkenden Projekten startet die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amt Lauenburgische Seen ins neue Jahr. Auf seiner jüngsten Online-Sitzung hat der zuständige Begleitausschuss unter Vorsitz von Gesine Biller über sieben Projektanträge beraten, die von den jeweiligen Initiatoren in persönlichen Schalten vorgestellt wurden. So warb Alina Schilling vom Verein Politik zum Anfassen e.V. für eine Neuauflage des sehr erfolgreichen Jugendbeteiligungsprojektes "PIMP YOUR TOWN" in Ratzeburg und verwies auf die guten Ergebnisse und Bewertungen aus 2019. Bei "PIMP YOUR TOWN" gestalten Schüler*innen über mehrere Tage ihre Kommunalpolitik und werden dabei von Kommunalpolitiker*in tatkräftig unterstützt. Martin Turowski vom Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V. stellte die Fortführung des Projektes "Politischer Film ... GANZ GROSS" vor, das bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 seinen vielversprechenden Auftakt nehmen konnte, dann coronabedingt aber unterbrochen wurde. In einer eigenständigen Filmreihe bietet der Filmclub jeweils mittwochsabends themenbezogene politische Filme für kleines Geld und für Jugendliche bis 21 Jahre sogar ganz ohne Eintritt an. Der Förderverein der Ratzeburger Volkshochschule reichte gleich zwei Projekte zur Beratung ein. Zum Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" möchte Silvia Tessmer eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Ausstellungen und kulturellen Angeboten in Ratzeburg organisieren, mit dem Blick auf "Jüdisches Leben und Antisemitismus heute". Weitergeführt werden soll zudem die Arbeit der "Digitalen Demokratiewerkstatt", mit zahlreichen Bildungsangeboten zum Einsatz digitaler Formate in der Projektarbeit. Uta von Bassi von der BUND Ortsgruppe Ratzeburg bat den Begleitausschuss um eine Anschlussfinanzierung für das 2020 gestartete Projekt "Apfelbäume für Meinungsvielfalt", das coronabedingt nicht ganz abgeschlossen werden konnte. Zwar wurden wie geplant an vielen Orten im Fördergebiet sogenannte „Korbiniansapfelbäume“ gesetzt. Allerdings bedarf es noch einer entsprechenden Beschilderung, die über den Ortsbezug und vor allem auch über den Namensgeber Korbinian Aigner und dessen Leben informieren. Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. stellte eine Projektidee zur politischen Bildung vor. Unter dem Titel "MEINUNGSbildung, MEINUNGSfreiheit, MEINUNGSsvielfalt" plant er ein informatives und vielfältiges Programm rund um den Artikel 5 des Grundgesetzes, nicht nur zum Zuhören oder Zuschauen, sondern auch zum Mitdebattieren. Abschließend bat Karl Schneider von der BQG Personalentwicklung gGmbH den Begleitausschuss, in 2021 auch wieder sogenannte "Kleinprojekte" fördern zu können, die mit kleinem Geld demokratiestärkende Projektideen von Einzelpersonen, Initiativen oder Schulklassen ermöglichen sollen.


Alle Projektideen konnten die Mitglieder des Begleitausschusses überzeugen und erhielten ein positives Fördervotum aus dem mit 60.000 € ausgestatteten Aktions- und Initiativfond der "Partnerschaft für Demokratie", die über das Bundesprogramm "Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Zuvor hatte sich auch der Ratzeburger Jugendbeirat mit einer ersten Projektförderung in 2021 auf den Weg gemacht. Aus dem von ihm verwalteten Jugendfond in Höhe von 10.000 € wurde die Fortführung des Projektes "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend" bewilligt, das 2020 coronabedingt mehrfach unterbrochen werden musste.

Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zeigte sich mit dem gelungenen Start ins Förderjahr 2021 sehr zufrieden: "Ein Beleg für die demokratiestärkende Projektarbeit ist die "Digitale Demokratiewerkstatt", die unter anderem den Begleitausschuss befähigt hat, Sitzungen Online abzuhalten und aktiv handlungsfähig zu sein."

Auch wenn schon einiges an Fördergeldern vergeben werden konnte, sind die Förderfonds noch nicht ausgeschöpft. Bereits Ende Februar will der Begleitausschuss noch einmal online zusammenkommen, um weitere Förderanträge zu beraten. Projektträger, die eine Idee im Sinne der Demokratiestärkung, der Extremismusprävention oder für das gelingende Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft haben, sollten hier Kontakt zur Koordinierungs- und Fachstelle des Förderprogramms aufnehmen. Informationen und Kontakte sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden.


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"Digitale Demokratiewerkstatt" öffnet Möglichkeiten für mehr digitale Projektarbeit

Aus der Not eine Tugend machen, so lässt sich der Impuls zur Gründung der "Digitalen Demokratiewerkstatt" beschreiben, die auf Initiative des Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen im vergangenen Jahr ihre Arbeit aufgenommen hat. "In der neuen Coronazeit ist so vieles zum Erliegen gekommen, Kultur- und Bildungsangebote, aber auch all die demokratiestärkenden Projekte der Partnerschaft für Demokratie", beschreibt Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule die Ausgangslage im Frühjahr 2020. Die Idee, hier mit digitalen Formaten entgegenzusteuern, erschien da als eleganter Ausweg aus den Beschränkungen. Erste Umsetzungsversuche führten jedoch zu einer gewissen Ernüchterung, fehlte doch in vielen Bereichen einfach der Erfahrungshorizont mit digitaler Projektarbeit. Fehlende Ausrüstung, fehlendes Know-How und auch fehlende Konzepte erwiesen sich als große Hürden. Gründe genug für das Team der Ratzeburger Volkshochschule, dies als Bildungsauftrag zu begreifen und eine "Digitale Demokratiewerkstatt" zu gründen. "Diese Werkstatt soll digitale Projektarbeit möglich machen. Einerseits mit modernem Equipment, das von gemeinnützigen Projektträgern für ihre digitalen Ideen ausgeliehen werden kann, die der Demokratieförderung dienen. Andererseits aber auch über Lern- und Fortbildungsangebote zur digitalen Projektarbeit, beispielsweise für digitale Projektdokumentationen oder für eigenständige digitale Projektbausteinen", sagt Silva Tessmer. So sollen zukünftig Videos oder Podcast entstehen können, aber auch digitale Projektarbeit möglich werden. Dazu  wurden in einem ersten Schritt die technischen Voraussetzungen geschaffen, mit einem Server für datenschutzkonforme Videokonferenzen oder die Anschaffung von Ton- und Videoausrüstung, beides zukünftig ausleihbar für gemeinnützige digitale Projektarbeit. In diesem Sinne wurde bereits im Herbst ein erstes Projekt der Partnerschaft für Demokratie (PfD) digital begleitet.

"Digitale Demokratiewerkstatt" öffnet Möglichkeiten für mehr digitale Projektarbeit
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"Digitale Demokratiewerkstatt" öffnet Möglichkeiten für mehr digitale Projektarbeit
© Volkshochschule Ratzeburg 

"Digitale Demokratiewerkstatt" öffnet Möglichkeiten für mehr digitale Projektarbeit, wie die Dokumentation der Lesung "Vom Gehen und Ankommen" als Videoclip © Volkshochschule Ratzeburg

Die Lesung vom "Gehen und Ankommen" in der St. Petri Kirche wurde filmisch dokumentiert und in einem Videoclip aufbereitet. Aber auch die Vermittlung digitaler Fähigkeiten wurde vorangetrieben, beispielsweise mit mehreren Workshops zum neuen Videokonferenzsystem. Der Begleitausschuss der PfD trainierte unterstützt durch das Team des Jugendzentrums GLEIS21 in diesem für viele Mitglieder noch ungewohntem Medium. Mit Erfolg. Zwei Sitzungen konnten im Corona-Lockdown erfolgreich absolviert werden. Die Möglichkeiten der "Digitalen Demokratiewerkstatt" wurden überdies auch vom Ratzeburger Jugendbeirat mit Interesse verfolgt und genutzt. So wurde noch im Dezember ein Online-Workshop zum Thema "Nachhaltigkeit" organisiert, an dem auch das GLEIS21 und Nachhaltigkeitsexpertin Imke Frerichs von 'Brot für die Welt' teilnahmen. Auch die für Organisation der 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung wurde über die "Digitale Demokratiewerkstatt" online unterstützt.

Im kommenden Jahr soll der Fokus der Werkstattarbeit auf Wissensvermittlung gelegt werden. Wie gestalte ich einen ansprechenden Podcast oder Videoclip? Wie baue ich digitale Elemente in meiner Projektarbeit ein? Wie kann ich meine Projektergebnisse digital präsentieren? Dies alles sind Fragestellungen, die in verschiedenen Bildungsangeboten mit erfahrenen Experten in einer Weise bearbeitet werden sollen, mit dem Ziel, neugierig zu machen und Interesse zu wecken an den vielfältigen Möglichkeiten digitaler Projektarbeit. "Wir hoffen, dass wir mit der "Digitalen Demokratiewerkstatt" noch mehr Impulse für demokratiefördernde Projekt setzen können", beschreibt Silvia Tessmer ihre Erwartungen.

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Ratzeburger Veranstaltungsreihe zu jüdischem Leben und Antisemitismus erfuhr viel Zuspruch

„Was weißt Du von jüdischem Leben und Antisemitismus heute?” - Unter dieser Fragestellung hatten sich der Verein Miteinander leben e.V., die Liberalen Jüdischen Gemeinde Lübeck und die Volkshochschule Ratzeburg im Frühjahr zusammengefunden, um im Jahresverlauf 2020 gemeinsam ein attraktives Programm aus Vorträgen, Exkursionen und Kulturveranstaltungen in Ratzeburg zu organisieren, das neugierig machen, informieren und sensibilisieren sollte. Die Corona-Pandemie durchkreuzte die ersten Planungen, konnte die Organisatoren letztlich aber nicht entmutigen. Im Herbst bot sich schließlich doch die Möglichkeit, unter Einschränkungen zwei musikalische Lesungen, eine Ausstellung sowie ein Vortragsabend zu veranstalten, mit jeweils großer Resonanz und öffentlichem Zuspruch.

Zusammen mit dem Ensemble vom "Theater im Stall" und Musiker Peter Köhler wurde im September eine musikalische Lesung „Adressat unbekannt“ nach dem Roman von Kressmann Taylor, coronabedingt an zwei Abenden, im Ratssaal des Ratzeburger Rathaus präsentiert. Nachfolgend wurde in der Stadtbücherei die Ausstellung „Du Jude“ der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gezeigt, die die Geschichte und die vielfältigen Gegenwartsphänomene des Antisemitismus thematisiert. Die Ausstellung wanderte anschließend für weitere 14 Tage in die Lauenburgische Gelehrtenschule für schulinternen Unterricht. Das Programm beschließen konnte Journalist und Autor Igal Avidan im November mit einem Vortrag zu und aus seinem Buch „Mod Helmy – wie ein arabischer Arzt Juden vor der Gestapo rettete“.


Aus Sicht der drei Veranstalter konnte die Programmreihe die selbst gesteckten Ziele trotz Corona voll erfüllen, sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich des guten Zuspruchs durch ein interessiertes Publikum. Insgesamt haben rund 850 Besucher*innen und rund 150 Schüler*innen die Veranstaltungsangebote angenommen. Es sind darüber hinaus bereits weitere Veranstaltungsideen in diesem bewährten Kooperationsgefüge entstanden, gerade mit Blick auf die bundesweite Gedenkveranstaltungsreihe ”1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland” im kommenden Jahr.

Die Veranstaltungsreihe wurde gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen mit Mitteln aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Partnerschaft für Demokratie Ratzeburg/Amt Lauenburgische Seen startet ins neue Jahr

Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen startet das neue Jahr mit einem frisch gefüllten Fördertopf für weitere Projekte zur Demokratiestärkung, zur Extremismusprävention und zur friedvolles Gestaltung des Zusammenlebens in der Einwanderungsgesellschaft. Pünktlich zum Jahreswechsel erreichte der Förderbescheid des Bundesprogramms "Demokratie leben!" aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Ratzeburger Rathaus. Damit stehen 2021 wieder rund 112.500 € an Bundesmittel bereit, die ergänzt um weitere 12.500 € aus den Haushalten der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen Projektförderungen aus einen Aktions- und Initiativfond (60.000 €) und einem Jugendfond (10.000 €) ermöglichen sollen. Darüber hinaus wird auch die Fortführung der Koordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH gesichert, die Projektträger bei der Umsetzung von Projektideen fachkundig unterstützen soll. Ebenso sind Fördermittel für Öffentlichkeits-, Partizipations- und Netzwerkarbeit eingestellt.


Zu einer erste Förderrunde wird bereits im Januar 2021 aufgerufen. Am 21.01.2021 will der Begleitausschuss über erste Projektanträge entscheiden, die ab sofort gestellt werden können. Förderrichtlinien, Antragsformulare und die Kontaktdaten zur Koordinierungs- und Fachstelle sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden. "Die Mitglieder des Begleitausschusses freuen sich, wieder über kreative, engagierte und spannende Projektideen zur aktiven Demokratieförderung beraten zu können", sagt Ausschussvorsitzende Gesine Biller und bittet alle potentiellen Projektträger, sich zwecks Antragsberatung an die Koordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH zu wenden.

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Trotz Corona ... viel politische Bildung und ein neugegründetes Bildungsnetzwerk in Ratzeburg

Der Verein Miteinander leben e.V. und die Ratzeburger Volkshochschule blicken trotz Corona auf ein erfolgreiches Jahr politischer Bildung zurück.  Sowohl vor dem Lockdown im Frühjahr als auch im Verlauf des gemeinsamen Herbstsemesters konnten unter dem Titel „Demokratie=informiert + engagiert“ mehrere Vorträge und Seminare zu aktuellen politischen Themen durchgeführt werden. Im Fokus standen dabei Themen wie Klimawandel, Rechtspopulismus, die amerikanische Präsidentschaftswahl und die außenpolitische Bilanz von Präsident Trump sowie Migration und Demokratieentwicklung in Afrika. „Wir mussten lediglich einen geplanten Vortrag zum Thema ‚Wie arm ist Deutschland‘ mit Prof. Dr. Harald Ansen im April coronabedingt absagen. Dieser soll im kommenden Jahr aber nachgeholt werden“, sagt Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V..

Deutlich schwieriger zeigte sich allerdings die Umsetzung von Bürgerwerkstätten zu aktuellen politischen Fragen. Themenstellungen wie „Mobilität von morgen“, „Bildungszusammenarbeit“ oder „Demokratie und Digitalisierung“ waren ursprünglich im Form von kommunalen Demokratiekonferenzen geplant worden. Hier erwies sich die Durchführung als schwierig, so dass nur zum Thema „Bildungszusammenarbeit“ eine Bürgerwerkstatt in der Ernst-Barlach-Schule, den Räumen der Ratzeburger Volkshochschule, ermöglicht werden konnte. Dies allerdings mit beachtlichen Ergebnissen. Vertreter*innen von unterschiedlichen Bildungsträgern aus Ratzeburg, so von der BQG Personalentwicklung gGmbH, dem Diakonischen Werk Herzogtum Lauenburg, der Evangelischen Familienbildungsstätte, den Jugendzentren GLEIS21 und STELLWERK, der Offenen Ganztagsschule, der Stadtbücherei sowie der Volkshochschule Ratzeburg, berieten zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. im November in einem moderierten Verfahren gemeinsam über Möglichkeiten von sinnvollen Kooperationsbeziehungen mit Blick auf außerschulische bildungspolitische Herausforderungen.

Digitalisierung, Integration, politische Bildung im Sinne einer Demokratiestärkung oder Chancengleichheit wurden hier als mögliche Kooperationspunkte diskutiert. Ebenso wurde die zukünftige Entwicklung von kommunalen Bildungsstätten als Begegnungsorte für Bürger*innen, ein gemeinsames, zukunftsorientiertes Fortbildungsprogramm für Bildungsträger sowie eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit im Sinne einer starken „Kommunalen Lobby für Bildung“ erörtert. Einig waren sich alle Beteiligten, dass außerschulische Bildung in diesen Zeiten des gesellschaftlichen Wandels einen hohen Stellenwert und eine hohe Priorität haben muss. Es geht dabei um nicht weniger als die Vermittlung von wesentlichen Bürgerkompetenzen, die Orientierung in der sich verändernden Gesellschaft geben und einen informierten und engagierten politischen Diskurs zu wichtigen Zukunftsthemen des gesellschaftlichen Zusammenlebens ermöglichen.

„Diese Bürgerwerkstatt mit Vertreter*innen nahezu aller außerschulischen Bildungseinrichtungen in der Stadt hat einen deutlichen Willen und Impuls für intensivere Zusammenarbeit in wichtigen Bildungsfragen geben können. Davon wird Ratzeburg und das Umland auf lange Sicht sehr profitieren können“, zeigte sich Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule überzeugt.

Das politische Bildungsprogramm und die Bürgerwerkstatt „Bildungszusammenarbeit“ wurden wiederum gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen.

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Apfelbäume für Meinungsfreiheit und Demokratie

 „Apfelbäume für Meinungsfreiheit und Demokratie“ ist der Titel eines außergewöhnlichen Projektes, das die BUND Ortsgruppe Ratzeburg bei der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen im Frühjahr 2020 zur Förderung beantragt hatte und dort mit breiter Zustimmung bewilligt bekam. Ziel des Projektes ist es, markante Orte zu schaffen, an denen Apfelbäume auf das Glück hinweisen, dass jeder in diesem Land seine Meinung frei äußern darf, wissend, dass dies nicht immer so war und vielfach unter großen Opfern erkämpft werden musste. Dass dabei gerade Apfelbäume als Erinnerungspunkte zum Einsatz kommen, hat eine besondere Bewandtnis. Gepflanzt wurden durchweg Korbiniansäpfel samt Bestäuber. Diese Sorte ist benannt nach dem katholischen Priester Korbinian Aigner (1885-1966). Der Korbiniansapfel - oder ursprünglich prosaisch KZ-3 genannt - wurde von Korbinian Aigner während seiner Gefangenschaft im KZ Dachau gezüchtet, wohin er wegen seiner anti-nationalsozialistischen Haltung verbracht worden war. Die bis heute erhaltene Apfelsorte ist wegen ihrer Entstehungsgeschichte ein biologisches Mahnmal gegen Gewaltherrschaft geworden, die stets mit der Unterdrückung der Meinungsfreiheit beginnt. Grundlage für die Verhaftung Korbinian Aigners war das am 20.12.1934 erlassene „Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniformen“. So schuf sich der NS-Staat die gesetzliche Grundlage zur Verfolgung von Menschen mit abweichender Meinung. Die Apfelbäume sind mithin biologisches Mahnmale gegen Gewaltherrschaft und für den demokratischen Rechtsstaat, dien hundert Jahre alt werden können und somit nachhaltig einer langfristige 'Erinnerung' dienen.

Auch im Herzogtum Lauenburg gab es vielfältige Auswirkungen der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft. So erinnert das Projekt "Apfelbäume für Meinungsfreiheit und Demokratie" an die entwürdigende Behandlung der vielen Zwangsarbeitenden, die ins NS-Reich unverschleppt worden waren und unter oft unmenschlichen Bedingungen auch im Herzogtum arbeiten mussten sowie an die zahlreichen dokumentierten Fälle von Zwangssterilisationen im Zuge des NS-Rassenwahns. Mit all diesen Orten hat sich die Projektgruppe im BUND Ratzeburg intensiv beschäftigt und dabei als Partner die Gemeinde Sankt Petri, die Lauenburgische Gelehrtenschule, die Stadt Ratzeburg und die Dörfer Fredeburg, Ziethen und Kittlitz gewinnen können.

An bisher sieben Standorten sind bereits Korbiniansapfelbäume gepflanzt worden. So hat die die St. Petri Gemeinde zur Erinnerung an Korbinian Aigner und den Ratzeburger Superintendenten Johannes Lange, der in der Nazi-Zeit der Vereinnahmung durch die deutsch-christliche Ideologie mutig Widerstand entgegensetzte, einen Korbiniansapfel im Rahmen einer Andacht zum Buß- und Bettag hinter der St- Petri-Kirche gepflanzt. An der Lauenburgischen Gelehrtenschule erforschte Susanne Baudach mit Schüler*innen des 10. Jahrgangs, was sich im lokalen Umfeld an Zeugnissen von Verschleppung und Zwangsarbeit finden lässt. Aber auch andere Bereiche der Gewaltherrschaft wie Zwangssterilisation wurden untersucht. Dafür waren Archivalien, alte Zeitungsberichte, Grabmäler und eventuell auch noch die Erinnerung von Zeitzeugen wichtige Quellen.

Auch an den Standorten in Wietingsbek und dem Röpersberg in Ratzeburg erinnern die Apfelbäume an Fälle von Zwangssterilisationen unter dem Naziregime, in Rosenhagen und Niendorf bei Kittlitz an dokumentierte Falle von Zwangsarbeit. In Fredeburg wird in Eigenarbeit ein Erinnerungsort geschaffen. An allen Standorten werden in der Folge noch Hinweistafeln mit QR-Codes aufgestellt, die über Korbinian Aigner, den gewählten Orten und die Erinnerungsbezüge informieren sollen.

Das Projekt wurde über das Bundesprogramm "Demokratie leben! durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und durch das Grünamt der Stadt Ratzeburg fachlich unterstützt.

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Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte einen »Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend« entwickeln

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte zusammen mit klima- und umweltinteressierten Jugendlichen aus Ratzeburg und dem Umland einen Ratzeburger Nachhaltigkeitspreis entwickeln. Dieser soll jährlich von der Ratzeburger Jugend an Institutionen und Unternehmen verliehen werden, die sich durch besonders nachhaltiges Handeln auszeichnen. Nach Vorstellungen des Kinder- und Jugendbeirates könnte so ein Nachhaltigkeitspreis verschiedene Kategorien umfassen, beispielsweise das beste „Nachhaltigkeitskonzept“ in einem Unternehmen sein, die beste Strategie zur Vermeidung von Plastik in der Gastronomie, der Verkauf von nachhaltig produzierten Produkten im Einzelhandel oder die „innovativste Idee“ zum Thema Nachhaltigkeit.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend soll öffentlichkeitswirksam und in positiver Weise ein Bewusstsein zum Thema „Nachhaltiges Handeln“ in Institutionen und Unternehmen in Ratzeburg und Umland gefördert werden. Ausgezeichnet werden sollen positive Beispielgeber, die das Thema „Nachhaltigkeit“ ernsthaft berücksichtigen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren“, sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

Die Entwicklung des Nachhaltigkeitspreises soll im Rahmen eines Workshops am 16.12.2020 von 16:00 – 20:00 Uhr mit aktiver Unterstützung des Teams vom Ratzeburger Jugendzentrum GLEIS 21 erfolgen. Zusammen mit Imke Frerichs, Nachhaltigkeitsexpertin von „Brot für die Welt“ soll über Nachhaltigkeit diskutiert und dabei die Kategorien eines Preises und sein Vergabeverfahren entwickelt werden. Parallel zum Workshop soll eine jugendliche Kunstgruppe unter Leitung von Kulturpreisträger Ebrahim Sharghi gegründet werden. Sie bekommt die Aufgabe, das Format und Erscheinungsbild des Nachhaltigkeitspreises gemeinsam zu entwerfen.

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat kann und möchte diesen Nachhaltigkeitspreis nicht allein entwickeln und vergeben. Mit Unterstützung des Teams der offenen und interkulturellen Jugendarbeit des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg und möglichst vielen interessierten Jugendgruppen soll dieser Preis vielmehr ein Gemeinschaftsprojekt werden, auch mit dem Ziel, diesen zukünftig regelmäßig zu verleihen.

Wer Interesse hat, dabei mitzuwirken, kann sich unter jugendbeirat@ratzeburg.de oder auch unter sauer@ratzeburg.de (Tel: 04541-8000-114) für das Workshopwochenende anmelden. Das hilft sehr für die Vorbereitung. Bei der Einführung des Nachhaltigkeitspreises unterstützt die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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Europäische Musiktraditionen erklingen in Ratzeburger Grundschulen

Europas Musiktraditionen finden in Coronazeiten kaum eine Chance, live zu erklingen. Alle öffentlichen Konzerte sind abgesagt oder auf unbestimmt verschoben. Die europäische Musikszene, auch die der Folk- und Weltmusiker, muss das Reisen einstellen und kann nicht der einnehmende Botschafter für die Vielfalt Europas sein. Nur eine Nische bleibt ihr noch erhalten, Schulkonzerte im allerkleinsten Rahmen bei strikter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandvorschriften. Das Möllner Folksfest arbeitet im Rahmen des Programms „Share my Music“ bereits seit vielen Jahren mit den Schulen im Lauenburgischen zusammen und bringt im Zuge des Festivals immer wieder europäische Musiker in die Sporthallen und Aulen der Region. „Dies war auch zum 16. Möllner Folksfest wieder ein fester Bestandteil unseres Programms“, weiß Jörg-Rüdiger Geschke vom Verein Miteinander leben zu berichten. Aber wie die gesamte Festivalplanung mit großer Flexibilität und vielen Einschränkungen durch die Wirren der Coronazeit gesteuert werden musste, erwiesen sich Schulkonzerte mit europäischen Musikern in der Realisation als sehr schwierig. „Englischen, irischen und auch dänischen Bands mussten immer wieder abgesagt werden aufgrund von Quarantänebedingungen und Einreiserestriktionen“, so Jörg-Rüdiger Geschke.

Er ließ sich allerdings von vielen Rückschlägen nicht entmutigen und über sein Netzwerk in die Szene konnte er schließlich in Deutschland ansässige Musiker gewinnen, die europäische Musiktraditionen präsentieren können. Das Duo Jan Budweis und Wolfgang Meyering sowie das Trio PABAMETO mit Pay Bandik, Melf Torge Nonn und Florian Ding übernahmen sehr professionell die Aufgabe, eine europäische Musikreise für Grundschulen in der Region zu planen. Parallel liefen mit den Schulleitungen und dem Schulamt intensive Gespräche, in welcher Form Schulkonzerte coronasicher durchgeführt werden können. Die Lösung, mehrfache Kleinkonzerte mit maximal zwei Klassen in den Sporthallen der Schulen, nach Kohorten getrennt. Auf dieses Konzertformat konnten sich schließlich alle Beteiligten einigen und es in der Folge sehr erfolgreich umsetzen. Zwei Konzerte mit der (halb-)britischen Early-Folk-Band wird es Ende November in Breitenfelde und Mölln noch geben, dann stehen mittelalterliche Instrumente und britische Weihnachtstraditionen auf dem Programm.

Bisher kamen die Grundschüler der beiden Ratzeburger Grundschulstandorte, der Grundschule Sterley und der Tanneck-Schule in Mölln zu einem besonderen Privileg, dass nahezu allen Erwachsenen verwehrt ist, Musik live zu erleben und zu erfahren, wie unterschiedlich schön Europa in all seinen Himmelsrichtungen klingt. Für einige Schüler wurden dabei sogar Urlaubserinnerungen wach, an die Strände Kroatiens oder die Seenlandschaft Schwedens. „Die sichere Umsetzung dieses Schulmusikprogramms war äußerst herausfordernd, aber im Ergebnis für alle Beteiligten ein großer Gewinn. Vor allem war es einmal ein bisschen Normalität für die Kinder jenseits ihres Coronaalltages, den Europas Musik hier schenken konnte. Die beteiligten Grundschulen wünschen sich unbedingt eine Wiederholung“, freut sich Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V. über die positive Resonanz aus den Schulen. Einziger Wermutstropfen bleibt, dass die geplanten Abendkonzerte in Ratzeburg und Mustin leider ausfallen müssen. Aber auch das soll nachgeholt werden, wie so vieles in Coronazeiten.

Die Schulkonzertreihe wird gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg/Amt Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch den Kreis Herzogtum Lauenburg.

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"Der politische Film ... ganz GROSS"
Burgtheater Filmclub zeigt »Vice - Der zweite Mann«

Der Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V. zeigt am Mittwoch, den 28. Oktober, um 18:30 Uhr in der Reihe „Der politische Film … ganz GROSS“ in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen zum Thema „USA vor den Wahlen“ Porträt von Dick Cheney „Vice – Der zweite Mann“.

Wyoming im Jahr 1963: Der 22-jährige Dick Cheney (Christian Bale) schlägt sich durchs Leben, indem er Stromleitungen repariert. Er ist ein ungelernter Arbeiter, da er das Studium in Yale wegen seiner ständigen Sauferei geschmissen hat. Sein Trinkverhalten hat sich seitdem aber nicht geändert. Nachdem er wegen Trunkenheit am Steuer angeklagt wird, zieht seine Ehefrau Lynne (Amy Adams) die Reißleine. Sie will ihn verlassen, wenn er sein Leben nicht auf die Reihe kriegt. Daraufhin ergattert Cheney ein Praktikum in Washington. An der Seite des Kabinettsmitglieds Donald Rumsfeld (Steve Carell) beginnt er schließlich eine politische Laufbahn und wird bald sogar zum Verteidigungsminister unter George Bush Sr. (John Hillner). Seine Karriere wird aber noch steiler und gipfelt in der Vizepräsidentschaftskandidatur an der Seite von George W. Bush (Sam Rockwell). Bald ist es auch Cheney, der nach dem 11. September die Pläne für einen Krieg gegen den Irak vorantreibt…

Der Eintritt ist für Jugendliche frei, Erwachsene zahlen nur 5,-€.

Weitere Infos unter www.filmclub-ratzeburg.de.

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"Afrika - Ein Kontinent in Bewegung"
Politisches Bildungsseminar mit Dr. Günther Rusch

Die gemeinsame politische Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. bietet am 24.10.2020 ab 09:30 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses die besondere Gelegenheit zu einem Tagesseminar mit dem ausgewiesenen Afrikaexperten und -kenner Dr. Günther Rusch. Im Fokus steht das wiederkehrend aktuelle Thema "Migration" auf dem afrikanischen Kontinent.

Kaum jemand in Europa weiß, dass die Wohngebiete der jetzigen Völker Afrikas und die geografische Lage seiner Staaten das Ergebnis unzähliger Wanderungen und auswärtiger Eingriffe seit Jahrtausenden sind. Natürlich gibt es Parallelen zu allen Kontinenten dieser Erde, aber in kaum einer Weltregion sind Migration und Flucht heutzutage so auffallend wie bei unserem südlichen Nachbarn. Der Versuch von Hunderttausenden Afrikanern auch diesseits des Mittelmeers eine neue Heimat oder zumindest Zuflucht zu finden, kann so auch als Fortsetzung verstanden werden. Dr. Rusch möchte die Wanderbewegungen in Afrika aus historischer Sicht und mit Blick auf die Gegenwart skizzieren und dabei vielfältige Fragen aufwerfen: Wohin zieht es Migranten und Flüchtlinge? Was lockt sie? Wie entwickelt sich das Verhältnis der Migranten zu ihren Herkunftsländern? Welche Rolle spielen Migrantengemeinschaften im Gastland? Wie ergeht es Rückkehrern? 

Das Seminar wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Der Eintritt ist frei, die Platzzahl jedoch coronabedingt begrenzt. Eine Anmeldung ist obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 04541-206726.  

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"Demokratien in Afrika"
Politischer Bildungsvortrag mit Dr. Günther Rusch

Die gemeinsame politische Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. wird am 23.10.2020 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses mit einem Vortrag zum Thema "Demokratien in Afrika" fortgesetzt. Dr. Günther Rusch, langjähriger Afrikakenner und -experte, berichtet von gefährdeten Häfen und hoffnungsvollen Leuchttürmen.

Als in den Jahren um 1960 herum die meisten heutigen Staaten ihre politische Unabhängigkeit erhielten, erwarteten die neuen Führer und die westliche Welt, dass das demokratische Vorbild ihrer bisherigen Kolonialherren übernommen würde, gleichsam als allumfassende Aufholjagd. Doch war zuvor ‚Demokratie‘ jemals ein-geübt worden? Und wenn, wie viel und mit wem und für wen? Gab es angesichts der nach wie vor bestehenden wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Abhängigkeit von den alten Herrschern und neuen Mächten überhaupt eine Chance, die eigene Gesellschaft in demokratischer Weise zu entwickeln? Im Zuge einer vorsichtigen Bestandsaufnahme der Staatenwelt Afrikas werden Grundprinzipien von Demokratie wie Rechtstaatlichkeit, Mitsprache der Bevölkerung, Transparenz, Medien und mehr erörtert.

Das Seminar wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Der Eintritt frei, die Platzzahl jedoch coronabedingt begrenzt. Eine Anmeldung ist obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 04541-206726. 

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Lesung mit Igal Avidan
"Mod Helmy" - die wahre Geschichte des "arabischen Schindler"

Das Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" des Vereins Miteinander leben e.V., der Liberalen jüdischen Gemeinde Lübeck und der Ratzeburger Volkshochschule lädt am 21. Oktober 2020 um 19:00 Uhr zu einer thematisch außergewöhnlichen Lesung in den Ratssaal des Ratzeburger Rathaus. Autor und Journalist Igal Avidan trägt aus seinem Buch über den arabischen Arzt "Mod Helmy" vor, die wahre Geschichte des "arabischen Schindler". 

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.

Der Lesung wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Der Eintritt ist frei, die Platzzahl jedoch coronabedingt begrenzt. Eine Anmeldung ist obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 04541-206726. 

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Ratzeburger Jugendliche sammeln Ideen gegen den Klimawandel im Bildungshaus "artefact"

"Rund um Energie" lautete das Motto einer Exkursion, die den Ratzeburger Jugendbeirat zusammen mit einem jungen Klimateam der Ratzeburger Jugendzentren GLEIS21 und STELLWERK für drei Tage in die ökologische Bildungsstätte "artefact" in Glücksburg führte. Im Vordergrund stand dabei, den Jugendlichen die Bedeutung von erneuerbaren Energien und von Konzepten der Energieeinsparung als wirksame Werkzeuge gegen den Klimawandel praktisch und handlungsorientiert näher zu bringen.

Im Fokus stand dabei ein Planspiel mit dem Titel „Changing the Game - Energie deiner Zukunft/Zukunft deiner Energie“. Hier stellte sich den 15 Ratzeburger Exkursionsteilnehmer*innen die Aufgabe, gemeinsam eine klimafreundliche Energiewende einzuleiten. In Spielgruppen musste dafür zunächst ein nachhaltiges und möglichst ökologisches sowie ökonomisches Energieszenario für das Jahr 2030 in vier verschiedene Regionen Europas entwickelt werden. Die verschiedenen Energieressourcen wurden dabei durch unterschiedlich farbige und je nach Emissionsmenge unterschiedlich große LEGO®-Steine dargestellt. So ergeben sich, ähnlich einem Balkendiagramm,  anschauliche Türme der unterschiedlichen Versorgungsbereiche von Elektrizitätsproduktion, Transport, Industrie und Wärmeversorgung.

Um das vorhandene System in ein akzeptiertes, umweltverträgliches und auch finanzierbares Versorgungssystem umzubauen, konnten  anschließend mit Spielkarten sowohl verschiedene technische als auch gesellschaftliche Veränderungen vorgenommen werden. So ergaben sich viele spannende Wege, um die Mechanismen von Energiesystemen, deren Veränderung, der gegenseitigen Abhängigkeit mit anderen Ländern sowie der persönlichen Einflussnahme auf politische Entscheidungen und der Partizipation, besser zu verstehen.


Mit viel Spaß ging es Wochenende aber auch den "Power Park" des "artefact". An den verschiedensten Stationen konnten die Jugendlichen durch „selber machen“ und „anfassen“ ihre Selbstwirksamkeit in Bezug auf Wind-, Wasser- und Sonnenergie erfahren. Ganz spielerisch und ohne Druck wurde der Gruppe so das Erleben der Energiewende ermöglicht. In diesem Sinne wurde auch Workshop unter dem Motto „Bauen mit Solar“ durchgeführt.  Jeder der Jugendlichen bekam sein eigenes, kleines Solarpaneel mit der entsprechenden Verkabelung und Motor. Nun waren der eigenen Kreativität und Phantasie keine Grenzen gesetzt. Mit Styropor, Holz, Heißkleber und einer Vielzahl weiterer Materialien entwarfen und bauten die Jugendlichen ihr ganz eigenes Objekt, angetrieben von Sonnenergie.

Die vielen Eindrücken sollen nun in der weiteren Arbeit der jungen Klimaschützer*innen in Ratzeburg einfließen, sowohl auf der politischen Ebene im Ratzeburger Jugendbeirat als auch bei dem mit Spenden geförderten Jugendklimaprojekt des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg in den Jugendzentren GLEIS21 und des STELLWERKS. Diese befruchtete Kooperation soll bereits Mitte November im Jugendzentrum GLEIS21 fortgesetzt werden, wenn es gilt einen "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend" zu kreieren.

Die Klimaexkursion wurde über den Jugendfond der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert.

Wahl zum Ratzeburger Jugendbeirat
Jetzt sind Kandidaten gesucht!

Mit einer großen Werbekampagne hat der Ratzeburger Jugendbeirat die anstehenden Neuwahlen eröffnet. Ziel ist es zunächst, möglichst viele Kandidatinnen und Kandidaten zu gewinnen, die bereit sind, in diesem jugendpolitischen Gremium mitzuwirken und sich dafür zur Wahl stellen. Dazu wurden "Wahlbenachrichtigungskarten" an alle rund 2.200 wahlberechtigten Kinder- und Jugendlichen im Alter von 11 - 21 in Ratzeburg und den umliegenden Schulverbandsgemeinden geschickt, Plakate für die Schulen und Jugendeinrichtungen gedruckt, ein erstes Radiointerview zur Wahl geführt und sogar zwei Wahlwerbespots zusammen mit Videofilmer Jochen Wedding gedreht. Diese bringt Martin Turowski, Geschäftsführer des Ratzeburger Burgtheaters, jetzt sogar auch auf die große Kinoleinwand, im Werbelock vor jedem Film.

"Wir haben viel erreichen können in unserer zurückliegenden Amtszeit, die Jugendklimakonferenz, die Europaexkursion ins polnische Sopot oder die Planungen zur Einrichtung einer Parkour-Anlage auf der Jugendfreizeitfläche in der Riemannstraße. Dafür brauchen wir weiter engagierte Kinder und Jugendliche, die all diese Projekte auch fortführen oder neue Themen einbringen. Bewerben und mitmachen ist jetzt angesagt", sagt Marten Koch, aktuell Vorsitzender im Ratzeburger Jugendbeirat.

Noch bis zum 30.10.2020 können sich Kinder und Jugendliche unter jugendbeirat@ratzeburg.de melden und sich bewerben. Sie erhalten einen Kandidatenbogen, aus dem heraus anschließend ein Wahlplakat gestaltet wird. Die Wahlen selbst finden in der Woche vom 30.11. - 04.12.2020 in den weiterführenden Schulen, im Jugendzentrum STELLWERK und im Rathaus statt.

Politisches Bildungswochenende der Ratzeburger Volkshochschule mit einem düsteren Blick auf die USA

Ein politisches Bildungswochenende der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. führte vor wenigen Tagen zahlreiche Vortragsbesucher und Seminarteilnehmer ins Ratzeburger Rathaus, um mit Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger, einem profunden Kenner der US-Politik, die aktuelle US-amerikanische Innen- und Außenpolitik zu analysieren. Auftakt war dabei ein Vortrag zur aktuellen Situation der Weltpolitik nach der ersten Amtszeit der Trump-Administration. Hier zeichnete Dr. Metzinger das Bild eines großen Bruchs mit der vierhundertjährigen Tradition des Multilateralismus. Seit dem 30jährigen Krieg, so Metzinger, hätten große zivilisatorische Katastrophen immer wieder die Einsicht reifen und wachsen lassen, dass die auf Interessensausgleich bedachte Kooperation von Staaten der einzige Weg sei, um die internationale Ordnung friedlich gestalten zu können. Dazu seien aber unter anderem auch zwei Weltkriege als Lehrmeister notwendig gewesen. Unter der Administration Trump ist dieses Kooperationsgefüge, mit seinen auf "Win-Win-Situationen" ausgerichteten Prinzipien, einem "Win-Lose"-Dogma gewichen, das sich in Trumps Präsidentschaftsslogan widerspiegelt: "America first!", verstanden als "America first and above all!". Die Folge, so Metzinger, sei eine Weltpolitik, die den Aufstieg autokratischer oder diktatorischer Regime wie in Russland oder China begünstige und die Demokratien westlicher Prägung weltweit unter erheblichen Druck setzen würden. Es drohe ein Rückfall in eine Zeit von rivalisierenden Großmächten, wie sie sich geschichtlich am Vorabend des 1. Weltkrieges zeigte.


Metzingers Blick auf die amerikanische Innenpolitik im Rahmen eines nachfolgenden Ganztagesseminars, auf die bestehende Spaltung des Landes und die fortschreitende Polarisierung im aktuellen Wahlkampfgeschehen, fiel noch verheerender aus. Es sei zu erwarten, so Metzinger, dass Donald Trump einen Wahlerfolg seines Herausforderers Joe Biden nicht akzeptieren werde. Die Wahlentscheidung könnte mithin vor dem Supreme Court oder im Senat landen, mit der Hoffnung Trumps, über die dort vorherrschenden konservativen Mehrheiten im Amt bestätigt zu werden. Das jetzt schon von Trump vorbereitete Narrativ eines Wahlbetruges werde dabei, so die Einschätzung Metzingers, die Polarisierung zwischen den jeweiligen Anhängerschaften so sehr vertiefen, dass angesichts der vielen tausend schwerbewaffneten Milizgruppen im Land bürgerkriegsähnliche Gewaltakte nach dem Wahlgang nicht mehr ausgeschlossen werden können. Eine nie dagewesene Situation in den USA, für den die amerikanische Verfassung im Übrigen auch nicht ausgelegt sei, so Metzinger. Die Verfassung erwarte den friedlichen Übergang der Macht nach der Wahl in einem geordneten Verfahren, nicht aber einen Präsidenten, der sich möglicherweise weigert zu gehen. Was eine solche Situation für die westlichen Demokratien in der Welt bedeute, konnte Metzinger klar formulieren: "Dies werde der Blankoscheck für alle Autokraten und Diktatoren in der Welt, sich gegenüber Demokratien und demokratischen Bewegungen in ihren Land zu legitimieren."

Aus Sicht der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. war das erste politische Bildungswochenende im laufenden Herbstsemester, das über die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert wurde und kostenfreien Zugang bot, ein großer und motivierender Erfolg. "Wir haben bei beiden Veranstaltungen trotz bestehender Corona-Einschränkungen einen breiten Zuspruch erfahren", sagte Silva Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule  und hofft jetzt auf einen ähnlich guten Verlauf für das politische Bildungswochenende zum Thema "Afrika" im Oktober.

Burgtheater Filmclub - Der politische Film ... ganz GROSS »Aus dem Nichts«

Der Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V. zeigt am Mittwoch, den 30. September, um 18:30 Uhr in der neuen Reihe „Der politische Film … ganz GROSS“ in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen zum Thema ALL LIVES MATTER Fatih Akin‘s Drama-Triller-Mix „Aus dem Nichts“. Katja (Diane Kruger) verliert ihren Mann Nuri (Numan Acar) und ihren Sohn Rocco (Rafael Santana) bei einem Bombenanschlag. Sie ist tief erschüttert. Es gibt niemanden, der ihre Trauer lindern kann – ihren Schmerz betäubt sie mit Drogen. Katja denkt daran, sich umzubringen.


Als die Polizei das Neonazi-Paar Edda (Hanna Hilsdorf) und André Möller (Ulrich Friedrich Brandhoff) verhaftet, weil ein entscheidender Hinweis von Andrés Vater (Ulrich Tukur) einging, schöpft Katja Hoffnung. Der Prozess, bei dem sie von Nuris bestem Freund Danilo Fava (Denis Moschitto) anwaltlich vertreten wird, ist anstrengend, doch die Aussicht auf eine Verurteilung der Täter gibt Katja Kraft. Nachdem Verteidiger Haberbeck (Johannes Krisch) geschickt Zweifel gesät hat, müssen Edda und André mangels eindeutiger Beweise freigesprochen werden. Katja ist wütend…


Der Eintritt ist für Jugendliche frei, Erwachsene zahlen nur 5,-€. Weitere Infos unter  www.filmclub-ratzeburg.de

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"Du Jude!" - Ausstellung zum alltäglichen Antisemitismus in Deutschland in der Stadtbücherei

Das Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" des Vereins Miteinander leben e.V., der Liberalen jüdischen Gemeinde Lübeck und der Ratzeburger Volkshochschule zeigt ab dem 2. Oktober 2020 unter dem Titel "Du Jude!" eine Ausstellung der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. zum alltäglichen Antisemitismus in Deutschland in der Stadtbücherei. Judenfeindschaft wird häufig immer noch als historisches Phänomen betrachtet und vorwiegend mit dem Nationalsozialismus verknüpft. Dass Antisemitismus jedoch ein alltägliches Problem für Jüdinnen und Juden in Deutschland darstellt, er verschiedene, auch neuere Formen annimmt und in allen Schichten der Gesellschaft anzutreffen ist, darauf weisen empirische Studien seit Jahren hin. Daraus ergibt sich der Bedarf einer umfassenden politischen Bildungsarbeit. Mit der Ausstellung "Du Jude!", die nicht nur grundsätzlich über Antisemitismus informiert, sondern vor allem den Bezug zu Alltagswelten von Jugendlichen herstellt, werden aktuelle Formen der Judenfeindschaft zum Thema gemacht. Zahlreiche Beispiele, unter anderem aus den Bereichen Musik, Sport, Internet und natürlich Schule, machen dies plakativ erfahrbar. Dabei werden auch die Perspektiven und alltäglichen Erfahrungen von Jüdinnen und Juden sowie die Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland sichtbar gemacht.

Die Ausstellung "Du Jude!" wird für 14 Tage während der Öffnungszeiten in der Stadtbücherei zu sehen sein und anschließend an die Lauenburgische Gelehrtenschule für schulinternen Unterricht zum Thema Antisemitismus wandern. Sie wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".  Für den Zugang zur Ausstellung gelten die Coronabestimmungen der Stadtbücherei.

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Der politische Film ... ganz GROSS

Und wieder gibt es etwas Neues im Kino Burgtheater Ratzeburg. Dieses Mal haben sich die Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit der 'Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen' dem Thema Politik im Film gewidmet und präsentieren nun die vorläufigen Früchte ihrer Arbeit. Unter den Kategorien ALL LIVES MATTER, USA VOR DEN WAHLEN, FRAUEN IN DER POLITIK und WAS WÄRE, WENN..? werden von nun an bis in den Dezember hinein jeden Mittwoch politische Filme über die große Leinwand im Burgtheaters flimmern.

„Das Projekt „Der politische Film ... ganz GROSS“ möchte anregen, sich im besonderen Ambiente des Kinos cineastisch und dokumentarisch mit politischen Themen auseinanderzusetzen, ins Gespräch zu kommen und soll so zur Meinungsbildung zu aktuellen wie zeitlosen politischen Thematiken und Fragestellungen beitragen.“, sagt Martin Turowski. Dem politisch interessierten Cineasten ist es vor allem wichtig, zum Nachdenken über das Gesehene anzuregen. „Nirgends geht das so gut wie im Kino, man ist auf den Film fokussiert, Ablenkungen gibt es nicht. So wird der Film ganz anders erlebbar gemacht!“

Und das so Erlebte kann und soll im Nachgang des Programmes noch besprochen und diskutiert werden. Nach den jeweiligen Filmen sind moderierte Diskussionsrunden geplant, in denen die Zuschauer ihre eigene Meinung reflektieren können. „Ich bin schon sehr gespannt, welche tollen Dialoge dort entstehen werden.“, so Turowski weiter. „Wir haben ein Programm gestaltet, welches an einigen Stellen auch polarisieren wird, zum Beispiel wenn wir die Doku KLEINE GERMANEN zeigen, ein Film, der sich um Kinder dreht, die mit NS-Ideologien indoktriniert wurden und so aufgewachsen sind. Neben solchen Dokus gibt es aber auch Spielfilme wie beispielsweise DIE VERLEGERIN oder VICE- DER ZWEITE MANN.“

„Ich bin sicher, dass wir ein stimmiges Programm auf die Beine gestellt haben“, so Theaterleiterin Annika Tonn. „Es sind einige Filme dabei, die man einfach gesehen haben sollte. Durch Zufall auch einer meiner Lieblingsfilme!“, schmunzelt sie.

Doch nicht nur die Filmauswahl ist besonders, auch der Preis ist es. Um Jugendlichen einen Anreiz zu bieten, erhalten sie bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres freien Eintritt und für Erwachsene gilt ein vergünstigter Eintritt von 5€. Möglich wurde dies durch die Kooperation mit der 'Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen'. Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft freut sich: „Dieses Projekt hat mit größter Punktzahl die Zustimmung im Ausschuss gefunden. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot besonders für junge Menschen.“ Bis Ende des Jahres wird es dieses Angebot an jedem Mittwoch um 18:30 Uhr im Kino Burgtheater Ratzeburg geben. Das Projekt wird außerdem gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die anschließenden Diskussionsrunden sind kostenfrei.

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Zer"trump"elt - Politischer Bildungsvortrag über eine Weltpolitik in Scherben

Die politische Bildungsprogramm der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. startet ins Herbstsemester mit einem geschulten Blick über den Atlantik in die USA und in die Welt. Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger möchte in einem Vortrag am 25.09.2020 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses eine außenpolitische Bilanz der vierjährigen Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ziehen.

"America first" tönte Donald Trump bei seiner Amtseinführung 2016. Vier Jahre später sind die Folgen dieser Politik sichtbar: von Nordkorea bis Venezuela liegt die Weltpolitik in Scherben. Statt auf kooperative Führung wie unter Obama setzen die USA unter Trump auf eine unausgegorene Mischung aus Isolationismus und Imperialismus. Auch die transatlantischen Beziehungen sind unter einem Präsidenten, der die EU als "Feind" Amerikas tituliert, nur noch ein Schatten ihrer selbst. Der Vortrag beleuchtet die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre und analysiert die Folgen der Trump'schen Politik für die Welt.

Aufgrund der Coronaabstandsregeln können nur 28 Personen an diesem Vortrag teilnehmen. Eine Voranmeldung unter 04541-206726 oder volkshochschule@ratzeburg.de ist obligatorisch. Es wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Aus diesem Grund ist die Teilnahme kostenlos.

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"Biden vs. Trump" - Politikseminar zur Präsidentschaftswahl in den USA

Die politische Bildungsprogramm der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. startet ins Herbstsemester mit einem geschulten Blick über den Atlantik in die USA. Dort sind die Kandidaten bestimmt. Joe Biden gegen Donald Trump heißt das Duell der Präsidentschaftswahl. Wie wird es ausgehen in einem Land, das Land zutiefst gespalten ist? Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger möchte am 26.09.2020 in der Zeit von 09:30 - 16:00 Uhr in einem offenen Politikseminar im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses eine Prognose erarbeiten.

2016 haben selbst ausgewiesene USA-Experten einen Wahlsieg des Politikneulings Donald Trump für unmöglich gehalten. 2020 scheint niemand mehr an der Möglichkeit seiner Wiederwahl zu zweifeln. Dabei hat jedes US-Wahljahr seine ganz eigene Dynamik. Ein guter Anlass, einmal über Amerika, sein politisches System und den Wahlprozess nachzudenken. Welche Chancen bestehen für Joe Biden, das Land zusammenzuführen? Wird der Wahlkampf die besetehenden Gräben gar vertiefen? Was würde ein knapper Sieg einer der beiden Kandidaten bedeuten? Und mit welchen Mitteln und Inhalten wird der Wahlkampf geführt? Dies sind nur einige der Fragen, die in diesem spannenden Amerika-Seminar diskutiert werden sollen.

Aufgrund der Coronaabstandsregeln können nur 12 Personen an diesem Seminar teilnehmen. Eine Voranmeldung unter 04541-206726 oder volkshochschule@ratzeburg.de ist obligatorisch. Es wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Aus diesem Grund ist die Teilnahme kostenlos.

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"Vom Gehen und Ankommen" - Erfolgreicher Leseabend in der Stadtkirche St. Petri

Texte vom "Vom Gehen und Ankommen" standen vergangenen Freitag im Mittelpunkt eines unterhaltsamen, wie auch bewegenden Leseabends, zu der die Volkshochschule Ratzeburg in die Stadtkirche St. Petri eingeladen hatte. Rund einhundert Gäste konnten dazu begrüßt und nach Coronaregeln mit entsprechendem Abstand platziert werden. Rainer Voß, Christian Lopau, Monika Töppler, Karen Molkentin und Silvia Tessmer lasen Beiträge aus mehreren Jahrhunderten, die sich jeweils in sehr unterschiedlichen Perspektiven mit Flucht und Migration auseinandersetzen.

Es ging um Krieg und Vertreibung, um politisches Exil, um Auswanderung und die Hoffnung auf ein besseres Leben, um Heimweh und den Umgang mit Geflüchteten. Dabei boten sich dem Publikum immer wieder überraschende Perspektivwechsel, wie beispielsweise die Klage des Journalisten und Autoren Daniel Dafoe über die Hartherzigkeit der englischen Krone bei der Aufnahme geflüchteter Pfälzer im 18. Jahrhundert. Wechselvoll war auch die Stimmung des Abends, humorvoll zuweilen, wenn ein Mecklenburger über seine ersten Jahre in Amerika berichtet, bedrückend, wenn die Lebensgeschichte von Menschen in kriegerischen Auseinandersetzungen vorgetragen wurden.


Zusammengeführt wurden alle Beiträge in musikalischen Nachklängen des Duo PaBaMeTo. Die Zwillingsbrüder Pay Bandik Nonn und Melf Torge Nonn nahmen jedes Thema gefühlvoll und sensibel auf und trugen so zum beeindruckenden Gesamtkonzept des Abends bei, das Jörg-Rüdiger Geschke souverän moderierte.

Pröpstin Frauke Eiben zeigte sich begeistert über diesen Abend voller Kultur und Menschen in der Stadtkirche St. Petri, ein Zuspruch, den auch Organisatorin Silvia Tessmer so nicht erwartet hatte.

Mit dem Leseabend wurde unter gleichen Titel auch eine Kunstausstellung zu Flucht und Auswanderung eröffnet. Künstlerinnen und Künstler aus der Region haben sich in der Coronazeit in ihren Ateliers mit diesem Thema intensiv befasst und ganz unterschiedliche Ausdrucksformen gefunden. Ihre Werke können in den kommenden Wochen in St. Petri betrachtet werden.

Die musikalische Lesung wurde gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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Ratzeburger Jugendbeirat lädt zu einem "Energiewochenende" ins "artefact"

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat lädt vom 25.09. - 27.09.2020 zu einem Energiewochenende in das ökologische Jugendbildungshaus "artefact" in Glücksburg. Wie kann eine Energiewende gelingen, die den Klimawandel aufhält? Dieser Frage soll an zwei spannenden Workshoptagen nachgegangen werden, die das Team vom "artefact" vorbereitet hat. Es sollen Informationen vermittelt und Ideen entwickelt werden, die auch in Ratzeburg wirksam sein können.


Die Exkursion  startet am 25.09.2020 um 15:00 Uhr am Rathaus. Ein Bus bringt die Teilnehmer*innen in die Jugendbildungsstätte "artefact" und am Sonntag wieder zurück. Die Fahrt, wie auch die Übernachtung und Verpflegung ist aufgrund einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" kostenlos. 15 Plätze für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren sind zu vergeben. Eine Anmeldung wird erbeten unter sauer@ratzeburg.de oder 04541-8000-114. Die Coronaregeln werden sowohl auf der Fahrt als auch im Jugendbildungshaus eingehalten.

"Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte mit diesem Bildungsangebot seine Klimaschutzinitiative um einen Baustein erweitern und Kindern wie Jugendlichen vor Ort die Möglichkeit bieten, sich mit den Themen Klimawandel-Klimaschutz, Arten- und Umweltschutz vertraut zu machen, die globalen wie regionalen Zusammenhänge verstehen zu lernen und dabei eigene ökologische Ideen zu entwickeln, die vor Ort umsetzbar sein können", sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirates.

Open-Air Musiksommer im Innenhof des Ratzeburger Rathauses

Seit über 5 Jahren finden in der Heuherberge in Ziethen unter dem Titel „Musik in der Scheune“ Konzertabende statt. Unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Regelungen sind solche musikalischen Veranstaltungen im Innenbereich derzeit allerdings nicht durchführbar.  Die Coronapandemie hat das kulturelle Leben fast vollständig zum Erliegen gebracht. Gerade für Musiker*innen ist dadurch eine sehr schwierige Situation entstanden. So gut wie alle Auftrittsmöglichkeiten sind weggefallen, damit vielfach auch die Lebensgrundlagen. Aber auch Liebhaber*innen von Live-Musik sehnen sich nach dem realen Musikerlebnis.

„Musik in der Scheune“ will dagegen jetzt ein Zeichen setzen und veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Stadt Ratzeburg, dem Bundesprogramm „Demokratie Leben“ , „Grüneberg – Projekt & Event“ und 4b-Design Mediengestaltung an Stelle des herbstlichen Konzertprogramms einen „Open-Air Musiksommer“ im wunderschönen Innenhof des Ratzeburger Rathauses. All die Künstler*innen, die eigentlich für Herbstkonzerte gebucht waren, haben kurzentschlossen zugestimmt, sich und ihre Musik in den kommenden Wochen auf einer Open-Air-Bühne zu präsentieren. Entstanden ist innerhalb nur weniger Tage eine Konzertreihe, die acht musikalisch beeindruckende und entspannende Sommerabende verspricht. Ermöglicht wird dies durch ein großzügiges Kultursponsoring von Christian Grüneberg von „Grüneberg – Projekt & Event“. Er hat ebenso kurzentschlossen eine fste Bühne für acht Wochen als freies Kultursponsoring zugesagt.

Die Musiksommer-Bühne möchte allerdings nicht nur unterhalten. Zusammen mit den Musiker*innen soll sie auch Anregung geben, einen Blick in die Welt zu richten, gerade auf die aktuelle und so wichtige Rassismusdebatte. Sie ist damit auch Auftaktort einer Kampagne, die von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen initiiert wird und sich gegen Rassismus in den Haltungen und Einstellungen der Menschen zueinander richtet, etwas was gerade Musik wesensfremd ist.

Eine Teilnahme an den Konzertabenden ist coronabedingt allerdings nur mit einer Anmeldung möglich. Die Zuschauerzahl ist begrenzt. Sitzgelegenheiten, Essen sowie Getränke sind selber mitzubringen. Der Eintritt ist wie immer bei „Musik in der Scheune“ frei. Eine Hutspende zugunsten der auftretenden Musiker*innen wird aber erbeten.

Abschluss-Doppelkonzert, 28. August 2020, 20:00 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr), leider schon ausgebucht!

San Glaser

San Glaser ist die Tochter holländisch-indonesischer Eltern. Das musikalische Talent erbt sie von ihrem Vater, einem Jazzmusiker. Sie studiert Musik und Jazzgesang in Amsterdam und singt sich mit Bands und Galaformationen quer durch Europa – eine gute Schule für ihre Solokarriere. San Glaser spielte unter anderem auch vor König Willem Alexander der Niederlande, nämlich als dieser zur Feier seines 40sten Geburtstages einlud. Auf ihrem Weg liegen Formationen wie Jazzkantine, Stefan Gwildis oder Orange Blue. 2005 nimmt sie ihr erstes Soloalbum auf und erntet euphorische Kritiken. Das Nachfolge-Album „New Road“ dominiert 2009 wochenlang Platz 1 der deutschen iTunes Jazzcharts.

Reinhold Beckmann & Band

Was an am meisten verblüfft, ist die Selbstverständlichkeit seines musikalischen Auftretens. Reinhold Beckmann kommt so lässig, unbefangen und zwanglos daher, dass man glauben möchte, er mache eigentlich schon immer Musik. Das liegt vielleicht daran, dass er nicht nur ein Könner, sondern auch ein Kenner guter Musik ist, ein Singer/Songwriter mit Herzblut und feinem Gespür für gutes Storytelling. Charmant, nachdenklich und angenehm selbstironisch erzählt er seine Songgeschichten. Live wird diese Musik zum gemeinsamen Erlebnis. Reinhold Beckmann ist ganz dicht dran an seinem Publikum. Er holt die Menschen mit seiner Musik ab und zelebriert mit ihnen gemeinsam seine Songs. An diesem Abend wird er gemeinsam mit seiner Band auch Lieder seines neuen Albums „Auf Herz wär was gegangen“ präsentieren, das Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.

Informationen zu allen weiteren Konzerten und zur Anmeldung sind unter musiksommer-2020.de zu finden.

"Antisemitismus im Blick" - Angela Bertram und Maren Colell lesen für das Ratzeburger Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" aus "Empfänger unbekannt"

Mit zwei Lesungen startet am 10. und 11.09.2020 das lang geplante Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" des Vereins Miteinander leben e.V., der Liberalen jüdischen Gemeinde Lübeck und der Ratzeburger Volkshochschule coronaverspätet endlich sein Ratzeburger Programm zu den Themenkomplexen "Antisemitismus" und "Jüdisches Leben heute". Mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten sollen Schlaglichter gesetzt werden, die zum Nachdenken über die vielen Facetten des Antisemitismus anregen oder auch Neugier wecken, jüdisches Leben in der Region kennenzulernen.

Für den Auftakt wurden Angela Bertram und Maren Colell von "Theater im Stall" gewonnen. Sie lesen an den genannten zwei Abenden musikalisch umrahmt von Peter Köhler jeweils ab 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses den Briefroman "Empfänger unbekannt!" von Kressmann Taylor. Dieser Text zählt zu den beeindruckendsten literarischen Zeitdokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus. Es ist eine messerscharfe Analyse, die zeigt, was mit Menschen, selbst mit Freunden passiert, wenn sie das Geistesgift des Antisemitismus in ihre Gedanken lassen. Seine Aussagen ist damit auch in unserer Gegenwart wieder hochaktuell und mahnend. Aufgrund der Coronaabstandsregeln können jeweils nur 28 Personen an dieser besonderen Lesung teilnehmen. Eine Voranmeldung unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de ist obligatorisch.

Das Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" wird in der Folge mit weiteren Angeboten die Themen vertiefen wollen, unter anderem im Oktober mit der Ausstellung "Du Jude!", die sich mit Antisemitismus in seiner aktuellen Form befasst und insbesondere junge Menschen ansprechen soll. Es wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

"Vom Gehen und Ankommen" - Musikalisch umrahmte Lesung zum Thema Flucht und Auswanderung

"Vom Gehen und Ankommen" ist der Titel eines außergewöhnlichen Leseabends, zu dem die Ratzeburger Volkshochschule am 04.09.2020 um 19:00 Uhr in der Stadtkirche St. Petri einlädt. Vorgetragen werden literarische Texte zum Thema Flucht und Auswanderung aus den letzten Jahrhunderten bis in die Neuzeit von Ratzeburger Persönlichkeiten. Mit Auszügen aus dem 1709 veröffentlichten Essay von Daniel Defoe die „Kurze Geschichte der Pfälzischen Flüchtlinge“ wird Rainer Voss den Abend eröffnen. Christian Lopau berichtet von der Überfahrt und den Erlebnissen des Amerikafahrers Jürnjakob Swehn, stammend aus der „griesen Gegend“ Mecklenburgs aus dem Jahr 1868. Karen Molkentin wird aus dem Leben Heinrich Heines referieren. Wer kennt nicht „Denk ich an Deutschland in der Nacht…“? Das Leben und die Flucht von Marion Gräfin Dönhoff ist das Thema in dem Text von Monika Töppler. Zum Abschluss wird Silvia Tessmer Ausschnitte aus dem Debütroman von Saša Stanišić „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ lesen. Es moderiert Jörg-Rüdiger Geschke.

Die Lesungen werden musikalisch umrahmt vom Duo PaBaMeTo. Das Zwillingsbrüder Pay Bandik Nonn (Kontrabass, Gitarre, Cittern, Mandoline, Banjo) und Melf Torge Nonn (Klarinette, Bassklarinette, Sopransaxophon, Irish Flute, Tin Whistle) spielen alt überlieferte Musik quer aus Europa in neuartigen Arrangements und komponieren ihre eigenen Stücke, inspiriert durch all die reichhaltigen Stilistiken unseres Kontinents.

Begleitend und nachfolgend für vier Wochen zu besichtigen werden im Rahmen einer Kunstausstellung Bilder unter dem Titel "Vom Gehen und Ankommen" in der Stadtkirche präsentiert. Künstlerinnen und Künstler aus der Region, wie Ebba Sakel, Gesine Biller, Susann Butt, Roman Goryczka, Barthold Dunker, Heino Meier und Thomas Biller haben Exponate eingebracht, ebenso internationale Teilnehmerinnen der interkulturellen Kunstwerkstatt des Fördervereins Volkshochschule Ratzeburg e.V..

Die Veranstaltung wird mit größtmöglicher Sicherheit unter Einhaltung von Corona-Vorschriften durchgeführt, mit Abstandsregeln, Desinfektionsmaßnahmen, Mund-Nase-Schutz beim Betreten der Stadtkirche und Erfassung der Besucher*innen zwecks Nachverfolgung. Der Eintritt ist frei, auch dank einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Ausstellung "Demokratie butten vör din Döör" erstmalig in der Ratzeburger Stadtbücherei zu sehen

"Demokratie butten vör din Döör" - "Demokratie draußen vor deiner Tür" ist der Titel einer Ausstellung, die im vergangenen Jahr vom Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit Fotograf und Autor Thomas Biller entwickelt wurde, aber bis heute nie gezeigt werden konnte. Es ist eine Zusammenschau von Demokratiebausteinen in der Region Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen. Sie dokumentiert anhand eines Jahresverlaufs, wo und vor allen von wem unsere Demokratie vor Ort getragen wird. Sie zeigt engagierte Menschen, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl einbringen, eine aktive Zivilgesellschaft, die für Menschrechte einzutreten weiß, junge Demokratinnen und Demokraten, die Verantwortung übernehmen für die Themen der Zukunft. Und sie zeigt, wie lebendig und facettenreich Demokratie vor Ort gelebt wird, ein starker Widerspruch zu populistischen Behauptungen, die Demokratie wäre am Ende. All das hat Thomas Biller in Bildern und Texten eingefangen und zusammen mit Grafiker Matthias Jörke auf 14 Roll-Ups gebannt.


Die Ausstellung sollte ursprünglich im Frühjahr in öffentlichen Gebäuden wie dem Ratzeburger Rathaus oder dem Kreishaus präsentiert werden. Die Corona-Pandemie durchkreuzte auch diesen Plan und ließ die Exponate vorübergehend ein Garagendasein fristen. Die Ratzeburger Stadtbücherei hat sich zur Freude der Initiatoren jetzt angeboten, die Ausstellung in ihren Räumen erstmalig zu zeigen. Vom 20. August 2020 an werden die Roll-Ups für 14 Tage dort verteilt stehen, zum "Demokratieentdecken" sozusagen. Ein durchaus passender Ort, finden Thomas Biller und Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V., ist doch die Stadtbücherei mit ihrem Bildungsauftrag ebenfalls sehr bedeutsam ist für unsere Demokratie. Beide hoffen aber auch auf weitere Ausstellungsorte in der Region.

Die Ausstellung wird am 20. August 2020 um 18:00 Uhr mit einer kleinen, abstandsgerechten Feier eröffnet. Thomas Biller wird von seiner Demokratie-Rundreise berichten, Jörg Rüdiger Geschke sorgt für die musikalische Begleitung. Die Ausstellung wurde ermöglicht und gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Demokratieförderung ... auch in Coronazeiten!

Demokratieförderung in Coronazeiten ist durchaus herausfordernd, aber immer notwendig und auch möglich. Auf diese Formel lässt sich die Erfahrung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen bringen, zurückblickend auf turbulente Wochen für die geförderten Projekte. "Unsere Projektarbeit ist nach einem vielversprechenden Start mit einer Reihe von Veranstaltungen ab Mitte März ins Stocken geraten. Zwei große Jugendbeteiligungsprojekte mussten leider abgesagt werden", resümiert Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle des Förderprogramms, zuständig für die Betreuung der verschiedenen Projektträger.

Allerdings habe ein Großteil der Projekte auch sehr flexibel reagieren und ihre Veranstaltungen in den Herbst organisieren können, so Schneider. Ob allerdings im Corona-Jahr die hervorragenden Teilnehmerzahlen aus 2019 erreicht werden, bleibt fraglich. Diese weist 6.500 Teilnehmer*innen in 33 Projektangeboten aus. "Das wird dieses Jahr nicht zu schaffen sein", weiß Karl Schneider und ist besonders traurig, dass die vom Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat im Jugendforum des Förderprogramms entwickelten Projektideen in Richtung einer Fortführung der Europaexkursionen, nicht stattfinden können.

Und doch stimmt der Ausblick auf die Zeit nach Sommerpause optimistisch. "Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind zumindest wieder Vortrags- und Seminarveranstaltungen möglich", sagt Mark Sauer von der Stadt Ratzeburg, dort federführend für die Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ zuständig. Immerhin sind auch neue Projektideen an die Partnerschaft für Demokratie herangetragen wurde, eine politische Filmreihe beispielsweise, die der Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V, durchführen möchte oder eine "Digitale Demokratiewerkstatt" des Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg e.V., die demokratiestärkende Projektarbeit im Allgemeinen mit Onlineformaten unterstützen will.

Ebenso ist seitens der Koordinierungs- und Fachstelle Ende November eine Fortbildungsreihe für Multiplikatoren zu den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Extremismus geplant, um mit erfahrenden Referent*innen neue, wirkungsvolle Projektideen zu entwickeln. Ein weiterer Fokus soll zudem auf die aktuelle Rassismusdebatte gelegt werden, im Rahmen einer dialogfördernden Kampagne. "Wir planen dieses, Thema in unterschiedlicher Weise in den öffentlichen Diskurs zu bringen, plakativ, überraschend, anstoßgebend und aussagekräftig. So wird es schon beim kommenden Musiksommerprogramm am Rathaus sichtbar und hörbar werden, auf der Bühne, wie online", führt Gesine Biller, Begleitausschussvorsitzende aus. 

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Mit dem Musiksommer in Ratzeburg startet die Kampagne zur aktuellen Rassismusdebatte

Seit dem Frühjahr ist das kulturelle Leben zum Erlahmen gekommen. Die Corona-Krise betrifft jeden. Auch die Projektträger, die mit Unterstützung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ihre geplanten Aktivitäten bislang nicht realisieren konnten. Für die Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen (PfD) bot sich jetzt durch den Musiksommer in Ratzeburg eine willkommene Gelegenheit, die aktuelle Rassismusdebatte aufzugreifen und Projektträgern Mut zu machen, in der zweiten Jahreshälfte sich mit neuen Projekten aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Das Motto des Musiksommers lautet: „Musik kennt keine Rasse – nur die Harmonie der Vielfalt“.

Die PfD startet eine Kampagne zur aktuellen Rassismusdebatte, mit dem Ziel, für diesen so wichtigen gesellschaftlichen Diskurs zu sensibilisieren. Die PfD fördert selbst Projektideen, die sich gegen Rassismus in der Gesellschaft und in den Köpfen der Menschen richten und hofft, das sich engagierte Menschen motivieren lassen, jetzt in diesem Thema aktiv zu werden“, sagt Karl Schneider von der Projekt- und Koordinierungsstelle.

Statt „Musik in der Scheune“ in Ziethen hat Veranstalter Jens Butz namhafte Künstlerinnen und Künstler gewinnen können, unter freiem Himmel aufzuspielen. Im Juli und August finden einmal in der Woche Konzerte hinter dem Ratzeburger Rathaus statt.

Die Corona-Pandemie hat das kulturelle Leben fast vollständig zum Erliegen gebracht“, sagt Jens Butz. Seit fünf Jahren hat er die stets gut besuchten Konzerte in der Ziethener Heuherberge organisiert. Durch die Pandemie können die Konzerte in diesem Jahr nicht in geschlossenen Räumen stattfinden und den Künstlern sind die Auftrittsmöglichkeiten weggebrochen.

Die Musiker haben nachgefragt und ich wollte keinem Musiker absagen. Mit dem Musiksommer 2020 wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen, denn Musiker sind für ihre Auftritte auf den Sommer angewiesen“, sagt Butz. Mit „gemeinsam“ meint der Veranstalter die Künstler und die unterstützenden Partner. So stellt Grüneberg Projekt & Event GmbH aus Mölln die Bühne und das Equipment für die gesamte Spielzeit zur Verfügung, die Stadt Ratzeburg die Fläche, mobile Toiletten und Strom und Jens Butz selbst mit seiner Firma 4bdesign steht ehrenamtlich für die gesamte Organisation und Durchführung. Unterstützt wird der Musiksommer jetzt auch durch die Partnerschaft für Demokratie.

Unter Musikern gibt es keine Probleme mit Rassismus“, sagt Jens Butz, daher passe es gut mit „Demokratie leben!“ zusammen. So sollen im Laufe des Musiksommers immer mehr Statements der beteiligten Musiker an der Bühne und auf der Internetseite (https://musiksommer-2020.de/demokratie-leben/) erscheinen. „Musik ist der beste Katalysator für Gemeinsamkeit und um für Demokratie einzustehen“, sagt Butz.


In einem Gespräch mit Ratzeburgs Bürgermeister Gunnar Koech stieß Veranstalter Butz auf offene Ohren, so dass jetzt der Platz hinter dem Ratzeburger Rathaus bespielt werden kann. „Es hat eine halbe Woche gedauert, dann stand die Veranstaltung“, freut sich Jens Butz. Insgesamt sorgen acht Musiker und Bands für Unterhaltung und werden sich zu Demokratie und zur Rassismusdebatte öffentlich und online positionieren.

Viele Projektträger warten auf den Herbst und hoffen auf weitere Lockerungen“, sagt Mark Sauer von der PfD, „wir unterstützen den Musiksommer, um weitere Projektideen zu initiieren. Die Rassismuskampagne der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen wird sich im Verlauf des Herbsts auch plakativ und anstoßgebend zeigen.“

Musiksommer - wo und wie?

Unter den Linden 1, hinter dem Rathaus. Sitzgelegenheiten, Speisen und Getränke für den Eigenbedarf sind mitzubringen, Hutspenden für die Musiker werden erbeten, die Einnahmen gehen zu 100 Prozent an die Künstler. Die Standorte für Sitzgelegenheiten sind markiert. Eine Online-Anmeldung unter musiksommer-2020.de ist zwingend erforderlich; die Teilnehmerzahl ist wegen der aktuellen Abstandsregelungen begrenzt. Nach der Bestätigung erfährt man auch die jeweilige Anfangszeit des Konzertes. Es kann sich nur für das aktuell nächste Konzert angemeldet werden.

Das Programm:

Nach dem bejubelten Auftritt am 10. Juli von Robert Carl Blank folgen noch

Freitag, 17. Juli: Katharina Schwerk

Freitag, 24. Juli: Fidi Steinbeck

Sonnabend, 1. August: Madeleine Lang

Freitag, 7. August: David Blair

Freitag, 14. August: Ada Brodie

Freitag, 21. August: Jan Loechel

Freitag, 28. August: Reinhold Beckmann

Die jeweiligen Konzerte haben eine Dauer von etwa zwei Stunden. Infos und Videos zu den Künstlern unter musiksommer-2020.de/programm

Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft:Die Bühne des Musiksommers kann dankenswerterweise Auftaktort der Kampagne sein. Veranstalter, wie auch die Musiker*innen, haben sich von der Idee begeistert gezeigt, sich und ihre Musik in diese Debatte mit einzubringen. Gerade auch, um ein Beispiel zu geben, dass dieses Thema gesamtgesellschaftlich, jederzeit und überall angesprochen werden muss, um endlich nachhaltig von abwertenden Menschenbildern wegzukommen. Dabei muss sich gerade jene Mehrheit von Menschen berufen fühlen, die nicht befürchten müssen, unter Rassismus und Ausgrenzung zu leiden. Ihre Fürsprache ist entscheidend.“

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Open-Air Musiksommer im Innenhof des Ratzeburger Rathauses startet heute

Seit über 5 Jahren finden in der Heuherberge in Ziethen unter dem Titel „Musik in der Scheune“ Konzertabende statt. Unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Regelungen sind solche musikalischen Veranstaltungen im Innenbereich derzeit allerdings nicht durchführbar.  Die Coronapandemie hat das kulturelle Leben fast vollständig zum Erliegen gebracht. Gerade für Musiker*innen ist dadurch eine sehr schwierige Situation entstanden. So gut wie alle Auftrittsmöglichkeiten sind weggefallen, damit vielfach auch die Lebensgrundlagen. Aber auch Liebhaber*innen von Live-Musik sehnen sich nach dem realen Musikerlebnis.

„Musik in der Scheune“ will dagegen jetzt ein Zeichen setzen und veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Stadt Ratzeburg, dem Bundesprogramm „Demokratie Leben“ , „Grüneberg – Projekt & Event“ und 4b-Design Mediengestaltung an Stelle des herbstlichen Konzertprogramms einen „Open-Air Musiksommer“ im wunderschönen Innenhof des Ratzeburger Rathauses. All die Künstler*innen, die eigentlich für Herbstkonzerte gebucht waren, haben kurzentschlossen zugestimmt, sich und ihre Musik in den kommenden Wochen auf einer Open-Air-Bühne zu präsentieren. Entstanden ist innerhalb nur weniger Tage eine Konzertreihe, die acht musikalisch beeindruckende und entspannende Sommerabende verspricht. Ermöglicht wird dies durch ein großzügiges Kultursponsoring von Christian Grüneberg von „Grüneberg – Projekt & Event“. Er hat ebenso kurzentschlossen eine fste Bühne für acht Wochen als freies Kultursponsoring zugesagt.

Die Musiksommer-Bühne möchte allerdings nicht nur unterhalten. Zusammen mit den Musiker*innen soll sie auch Anregung geben, einen Blick in die Welt zu richten, gerade auf die aktuelle und so wichtige Rassismusdebatte. Sie ist damit auch Auftaktort einer Kampagne, die von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen initiiert wird und sich gegen Rassismus in den Haltungen und Einstellungen der Menschen zueinander richtet, etwas was gerade Musik wesensfremd ist.

Eine Teilnahme an den Konzertabenden ist coronabedingt allerdings nur mit einer Anmeldung möglich. Die Zuschauerzahl ist begrenzt. Sitzgelegenheiten, Essen sowie Getränke sind selber mitzubringen. Der Eintritt ist wie immer bei „Musik in der Scheune“ frei. Eine Hutspende zugunsten der auftretenden Musiker*innen wird aber erbeten.

Auftaktkonzert mit Robert Carl Blank (bereits ausgebucht)
10. Juli 2020, 20:00 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr)

Das Auftaktkonzert gestaltet am heutigen Freitag um 20:00 Uhr Robert Blank. Zwischen Himmel und Erde passieren viele unterschiedliche Dinge, die niemand erklären kann. Unter anderem wie Robert Carl Blank es alleine nur mit seiner Gitarre und Stimme schafft, eine Masse von mehr als 1000 Menschen so zu verzaubern, als würde er für jeden einzelnen singen. Mal sanft mit einem Schuß Melancholie, mal treibend stürmisch bewegt sich der Songwriter in den Gewässern des Folk, Soul und Blues. An diesem Abend tritt Robert Carl Blank mit seinem Duo Partner Chris Drave auf, der mit seiner Violine perfekt harmoniert und eine besondere Note beiträgt. Robert Carl Blank spielt das zweite Konzert im Rahmen von Musik in der Scheune und ist zu Recht einer der beständigsten Musiker. Einlass ist um 19:30 Uhr. Das Konzert ist allerdings bereits ausgebucht.

Informationen zu allen weiteren Konzerten und zur Anmeldung sind unter www.musiksommer-2000.de zu finden.

Ratzeburger Volkshochschule setzt auch in Zeiten von Corona weiter auf politische Bildung

Die Ratzeburger Volkshochschule will auch in Zeiten von Corona ihr Vortragsangebot zur politischen Bildung zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. aufrecht erhalten. "Gerade im Zuge der verfügten und auch gebotenen Grundrechtseinschränkungen ist es aus unserer Sicht für die demokratische Zivilgesellschaft wichtig, dass es weiterhin Orte der politischen Diskussion gibt. Natürlich immer unter dem gebotenen Gesundheitsschutz!", sagt Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule. So ist es ihr ein Anliegen, frühzeitig das  Herbstprogramm zu präsentieren, auch um das Signal zu geben, dass politische Vortragsangebote in diesem Jahr fortgesetzt werden. "Bislang mussten wir nur eine gemeinsame Veranstaltung absagen und noch unbestimmt in den Herbst verschieben, der sozialpolitische Vortrag von Prof. Dr. Harald Ansen zum Thema "Wie arm ist Deutschland", so Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V..

Politisches Bildungsprogramm der Volkshochschule RatzeburgFest geplant sind ab September zwei Vorträge und Seminare, mit dem Afrika-Experten Dr. Günther Rusch und mit dem Fachdozenten für Amerika Dr. Udo Metzinger. Es wird um Themen wie Migration, Demokratieentwicklung und die US-Präsidentschaftswahl gehen. Zu allen Angeboten informiert wie immer ein Flyer, der aktuell im Rathaus ausliegt oder als Online-Dokument auf der Webseite www.vhs-ratzeburg.de heruntergeladen werden kann. Überlegt wird auch, vermehrt digitale Angebote zur politischen Bildung zu nutzen, in Form von Online-Vorträgen oder Webinaren. "Wir wollen diese schwierigen Zeiten nutzen, auch verstärkt andere Angebotsformate in den Vordergrund zu stellen", sagt Silvia Tessmer. 

Wie immer werden diese Angebote gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Ratzeburger Volkshochschule lädt zum "Social Media Training"

Die Ratzeburger Volkshochschule bietet erstmalig ein "Social Media Training" zum bewussten Umgang mit sozialen Medien, gerade in Problemfällen wie Cybermobbing, Hate Speech oder Fake News. Das Training mit dem Titel "CyberRight!" basiert auf einem vom Deutschen Volkshochschulverband in Zusammenarbeit mit dem Grimme-Institut entwickelten Methodenkoffer „Politische Medienbildung“ der im Januar 2019 in Bonn erstmals vorgestellt wurde und für den sich Ercan Kök, Dozent beim Verein Miteinander leben e.V. in Mölln, im Rahmen eines zweitägigen Seminars hat ausbilden lassen.

Schwerpunktmodule bilden Cybermobbing und Menschenrechte, Nutzung sozialer Medien, Hate Speech widersprechen und Fake News erkennen. Die Teilnehmer*Innen sollen auf alltägliche Situationen vorbereitet werden, in denen der bewusste Umgang mit sozialen Medien gefordert ist. Dazu werden Handlungsoptionen und Bewältigungsstrategien für den zivilcouragierten Umgang mit Demokratiefeindlichkeit und Diskriminierung im Netz aufgezeigt, immer auf der Grundlage, geltende Menschenrechte zu wahren. Der Workshop wird am Samstag, 21.03. oder Samstag 28.03.2020  von 10.00 – 17.00 Uhr durchgeführt. Durch eine Förderung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg / Amt Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", um die sich der Förderverein der Volkshochschule Ratzeburg e.V. erfolgreich beworben hatte, ist der Workshop für Teilnehmer*innen völlig kostenfrei. Anmeldungen sind möglich bei der VHS Ratzeburg unter vhs.ratzeburg@gmx.de oder 04541-8000146.

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"Create your future" - Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!?

„Create your future“ bietet neben einem tollen Freizeitprogramm mit Sport, Lagerfeuer, Disco und Ausflügen viele verschiedene Workshops, in denen sich junge Menschen kreativ, lebhaft und actionreich mit ihren Vorstellungen einer gemeinsamen Zukunft auseinandersetzen. Schließlich heißt die Freizeit im Untertitel auch „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt“. Und wie diese Welt aussehen soll, können die Teilnehmenden in einem Film und in verschiedenen Texten eines Poetry Slams darstellen. Es können aber auch eigene Songs aufgenommen und eigene Modelle gebaut werden. Hierfür haben die beiden Kooperationspartner Fachleute aus Kiel, Hamburg und Nordrhein-Westfalen engagiert. „Wir finden es extrem wichtig, dass verschiedene Jugendliche sich über ihre gemeinsame Zukunft austauschen und Ideen entwickeln. Und auch deshalb haben wir Profis auf diesen Gebieten gewinnen wollen“, so die Vertreter und Vertreterinnen der Diakonie und des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg (KJR). Die Ideen der jungen Menschen bei „Create your future“ sollen dann aber nicht verschwinden. Gemeinsam wird  dann geschaut, wie die Ideen auch in die Tat umgesetzt werden kann.

„8 Tage lang mit Gleichaltrigen verbringen, Spaß haben und gemeinsam Zukunft gestalten“, fasst Jens Pechel, 1. Vorsitzender des KJR, die Ferienfreizeit der besonderen Art in den Osterferien zusammen. „Eigene Ideen entwickeln und sie dann in einem Film, einem Rap oder HipHop Song umsetzen oder einen Poetry Slam gestalten – wo kann man dies schon?“, fragt Karo Michaelis, Mitarbeiterin in den Ratzeburger Jugendzentren des Diakonisches Werkes, und beantwortet ihre Frage gleich selbst: „Bei Create your future in den Osterferien!“

Beide gehören zu dem achtköpfigen Team, das zusammen mit Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren in der Zeit vom 2. bis 9. April an den Plöner See fahren werden. Aktuell gibt es noch freie Plätze. „Die acht Tage mit Unterkunft, Vollverpflegung, Busanreise und dem tollen Programm kosten 120,- €“, so Julian Schlicht vom KJR. „Wenn es Teilnehmende gibt, die diese Summe nicht aufbringen können, besteht die Möglichkeit den Teilnahmebeitrag auch auf 30,- € zu senken. Dafür kann man uns einfach ansprechen, auch wenn es andere Bedenken oder Fragen gibt“, ergänzt Virgina Flint-Wengler vom Gleis21 und Stellwerk.

Gemeinsam entwickelten das Gleis21 und das Stellwerk der Diakonie mit dem KJR diese Fahrt, die u.a. durch die Partnerschaften für Demokratie des Kreises Herzogtum Lauenburg und der Stadt Ratzeburg mit dem Amt Lauenburgische See des Bundesprogramm „Demokratie leben“ gefördert wird.

Weitere Informationen zu „Create your future“ gibt es auf www.kjr-herzogtum-lauenburg.de.

Du willst Dich anmelden oder hast Fragen:

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg
Tel: 04542-843784
Mail: info@kjr-herzogtum-lauenburg.de

oder

Gleis 21
Tel: 04541-857228

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Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte einen »Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend« entwickeln

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte zusammen mit klima- und umweltinteressierten Jugendlichen aus Ratzeburg und dem Umland einen Ratzeburger Nachhaltigkeitspreis entwickeln. Dieser soll jährlich von der Ratzeburger Jugend an Institutionen und Unternehmen verliehen werden, die sich durch besonders nachhaltiges Handeln auszeichnen. Nach Vorstellungen des Kinder- und Jugendbeirates könnte so ein Nachhaltigkeitspreis verschiedene Kategorien umfassen, beispielsweise das beste „Nachhaltigkeitskonzept“ in einem Unternehmen sein, die beste Strategie zur Vermeidung von Plastik in der Gastronomie, der Verkauf von nachhaltig produzierten Produkten im Einzelhandel oder die „innovativste Idee“ zum Thema Nachhaltigkeit.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend soll öffentlichkeitswirksam und in positiver Weise ein Bewusstsein zum Thema „Nachhaltiges Handeln“ in Institutionen und Unternehmen in Ratzeburg und Umland gefördert werden. Ausgezeichnet werden sollen positive Beispielgeber, die das Thema „Nachhaltigkeit“ ernsthaft berücksichtigen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren“, sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

Die Entwicklung des Nachhaltigkeitspreises soll im Rahmen eines Workshop-Wochenendes erfolgen. Geplant ist, am 13.03.2020 von 16:00 – 19:00 Uhr im Jugendzentrum GLEIS 21 zunächst Einführungsgespräch zum Thema „Was ist nachhaltig?“ mit Nicole Ronnespieß, Nachhaltigkeitsexpertin von „Brot für die Welt“. Am 14.03.2020 soll an gleicher Stelle von 10:00 – 16:00 Uhr im Rahmen eines moderierten Workshops der Nachhaltigkeitspreis in seinen Kategorien und seinem Erscheinungsbild entwickelt werden, ebenso ein einfaches Verfahren, wie würdige Preisträger aus der Region gefunden werden können.

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat kann und möchte diesen Nachhaltigkeitspreis nicht allein entwickeln und vergeben. Mit Unterstützung des Teams der offenen und interkulturellen Jugendarbeit des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg und möglichst vielen interessierten Jugendgruppen soll dieser Preis vielmehr ein Gemeinschaftsprojekt werden, auch mit dem Ziel, diesen zukünftig regelmäßig zu verleihen.

Wer Interesse hat, dabei mitzuwirken, kann sich unter jugendbeirat@ratzeburg.de oder auch unter sauer@ratzeburg.de (Tel: 04541-8000-114) für das Workshopwochenende anmelden. Das hilft sehr für die Vorbereitung. Bei der Einführung des Nachhaltigkeitspreises unterstützt die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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"Rechtspopulismus - Eine antidemokratische Versuchung"

Die Volkshochschule Ratzeburg setzt am 10. März 2020 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses die politische Reihe "Demokratie=infomiert+engagiert" mit einem Vortrag zum Thema ""Rechtspopulismus - Eine antidemokratische Versuchung" fort. Zu Gast ist Elvin Hülser, Geschäftsführer und Referent für Friedensfragen des Antikriegshauses im Friedens- und Nagelkreuzzentrum Sievershausen.

Populistische Bewegungen und Parteien erhalten in den letzten Jahren enormen Zulauf, sei es in verschiedenen Ländern Europas oder auch in den USA. Während Deutschland lange Zeit immun gegenüber populistischen Strömungen zu sein schien, zeugen die Erfolge der AfD bei Landtagswahlen, der Bundestagswahl und den Wahlen zum Europäischen Parlament, aber auch Phänomene wie die PEGIDA-Bewegung davon, dass insbesondere der Rechtspopulismus auch in Deutschland dabei ist, sich zu etablieren. Die einen sehen hierin eine akute Gefahr für die westlich-liberalen Demokratien, andere wiederum einen womöglich heilsamen Weckruf für die Demokratie. Die als Populisten bezeichneten behaupten selbst von sich, die wahren Vertreter ihres jeweiligen Volkes zu sein und als einzige deren Interessen wahrzunehmen. Was macht den Populismus aus, wodurch ist er gekennzeichnet? Was macht den Rechtspopulismus heute so attraktiv? Inwiefern stellt er eine Versuchung in Zeiten der Verunsicherung dar – und woher rührt diese Verunsicherung und Unzufriedenheit in immer größeren Teilen der Bevölkerung? Warum stellt der Populismus eine Gefährdung der Demokratie dar und warum lohnt es sich überhaupt, diese zu verteidigen? Diesen Fragen wird Elvin Hülser nachgehen und zur Diskussion stellen.

Die gemeinsame Vortragsreihe mit dem Verein Miteinander leben e.V. wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

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"Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" fördert viele neue Projekte

Die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" ist mit vielfältigen, demokratiestärkenden Projektideen in das neue Förderjahr 2020 gestartet. Dem zuständigen Begleitausschuss wurden auf seiner ersten Sitzung insgesamt sieben Projektanträge vorgestellt, denen allesamt entsprochen werden konnten. So erhielt der Förderverein der Volkshochschule Ratzeburg e.V. eine Zusage für zwei Projekte. Unter dem Titel "Zusammen leben - zusammen gestalten" plant dieser die Fortführung der offenen Kunst- und Kulturwerkstatt mit einem neuen Fokus auf den Menschrechtskatalog des Grundgesetzes. Im Rahmen des Social-Media-Trainings "CyberRight!" soll Themen "Fake News", "Hate Speech" und "Cybermobbing" bewegt werden.

Auch der Verein Miteinander leben e.V. konnte den Begleitausschuss mit zwei Projektangeboten überzeugen. Unter der Gleichung "Demokratie=informiert+engagiert" wurde ein politisches Bildungsprogramm vorgestellt, das sowohl Informationsveranstaltungen wie auch Bürgerwerkstätten zu aktuellen Themen umfassen soll. Einen Europaschwerpunkt legt hingegen das Projekt "Was uns verbindet". Es zielt auf eine dialogfördernde, musikalische Vermittlung europäischer Kulturtraditionen in Grundschulen und Dorfgemeinschaftshäusern im Fördergebiet. Die Ratzeburger Ortsgruppe des BUND stellte ein kombiniertes Natur- und Demokratieprojekt vor, in welchem besondere Apfelbäume für Meinungsfreiheit und Erinnerung gesetzt werden sollen. Der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg warb überzeugend für ein Selbstkompetenz stärkendes Jugendprojekt mit den Schwerpunkten "Eigeninitiative", "Respekt" und  "Jugendbeteiligung". Schließlich bewilligte der Begleitausschuss erneut die Einrichtung eines Fördertopfes für Kleinprojekte bis zu einer Förderhöhe vom maximal 500 € bei der BQG Personalentwicklung GmbH, der auch von Projektträgern ohne Trägerschaft, wie Einzelpersonen oder Schulklassen, mit spannenden Ideen zur Demokratieförderung, zur Extremismusprävention oder zur Förderung des Zusammenlebens in der Einwanderungsgesellschaft angefragt werden kann.

"Es war ein sehr ermutigender Auftakt in unsere neue Förderperiode. So viele Institutionen und Personen engagieren sich mit ganz beeindruckenden Projekten im Sinne unserer "Partnerschaft für Demokratie". Mit unseren Möglichkeiten zur Projektförderung helfen wir gern dabei", sagte Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zum Sitzungsverlauf.

Bereits am 27. Februar 2020 wird der Begleitausschuss zum zweiten Mal zusammenkommen, um weitere Projekte auf den Weg schicken zu können. Interessenten sollten sich unter www.partnerschaftdemokratie.de über diese  lokalen Fördermöglichkeiten im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend getragenen Bundesprogramms "Demokratie leben!" informieren. Gerne hilft hier auch Karl Schneider von der prgrammbegleitenden Kordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH unter schneider@bqg-personalentwicklung.de.

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»Klimaneutral!? - Was eine Kommune tun kann?!«

Die Ratzeburger Volkshochschule setzt im Frühjahrssemester 2020 die politische Bildungsarbeit in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. fort. Ein facettenreiches Vortragsprogramm wird bis zum Frühsommer wieder aktuelle politische Entwicklungen und Probleme aufgreifen, fachkundig beleuchten und zur Diskussion darüber einladen. Zum Auftakt wird eines der drängendsten Themen in Politik und Gesellschaft in den Fokus genommen, der Klimawandel und seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Umwelt- und Techniksoziologe Dr. Mario Neukirch von Center for Sustainable Society Research der Universität Hamburg wird in seinem Vortrag „Klimaneutral!?“ am 11.02.2019 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses erläutern, was sich hinter diesem plakativen Begriff verbergen mag und wie er Einfluss nimmt, auf gesellschaftliches wie politisches Handeln.

„Klimaneutralität“ - d.h. Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 -dieses Ziel wurde nun auf nationaler wie europäischer Ebene beschlossen. Für eine Klimapolitik der es gelingt, die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden, ist die Klimaneutralität unerlässlich. Allerdings bestehen über die Wege dorthin sowohl diverse Unklarheiten, als auch grundlegende Konflikte. Damit Klimaneutralität keine abstrakte Vision ferner Zukunft bleibt, gilt es, die Bedeutung der Zwischenziele in der Reduktion für 2020 und 2030 zu betonen und diese konsequent zu verfolgen. Vor diesem Hintergrund geht es im angekündigten Vortrag darum, mehr Transparenz hinsichtlich der Möglichkeiten und Barrieren in diesem komplexen Themenfeld zu erreichen: Was ergeben sich aus den Zielvorgaben für konkrete Handlungsforderungen an den Staat, an die Wirtschaft, an die Bürger*innen? Was kann und soll beispielswiese die Kommune, tun, welche Aufgaben könnten ihr angetragen werden? Wo und wie gilt es hier aktiv zu werden?

Der Vortrag, in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e. V., wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ und ist für Besucher kostenlos.

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Ratzeburger Volkshochschule setzt politische Bildungsreihe fort

Die Ratzeburger Volkshochschule richtet auch in diesem Jahr wieder ein vielschichtiges Vortrags- und Seminarprogramm zur politischen Bildung aus. Allein im jetzt beginnenden Frühjahrssemester sind drei Vortragsveranstaltungen geplant. Das Themenspektrum ist dabei hochaktuell. So wird es zum Auftakt  am 11.02.2020 um 19:00 Uhr um den Begriff der "Klimaneutralität" gehen. Dr. Mario Neukirch vom Center for Sustainable Society Research der Universität Hamburg wird dabei die Klimadebatte analysieren und die Frage aufwerfen, was insbesondere Kommunen tun können, um das Ziel der "Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050" zu erreichen. Im Märzvortrag, am 11.03.2020 um 19:00 Uhr, steht das Phänomen des Rechtspopulismus im Mittelpunkt. Elvin Hülser, Geschäftsführer des Antikriegshauses Sievershausen, möchte dessen Wesenszüge aufzeigen  und seine Attraktivität erläutern, vor allem aber auch die antidemokratischen Tendenzen, die von ihm ausgehen, Ein sozialpolitisches Thema wird am 16.04.2020 um 19:00 Uhr von Prof. Dr, Harald Ansen, Hochschullehrer für Soziale Arbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), bewegt. "Wie arm ist Deutschland?" lautet der Titel seines Vortrages, der sich mit Verteilung von Wohlstand, mit Gerechtigkeitsfragen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt befassen wird.


"Für die Ratzeburger Volkshochschule haben die Angebote der politischen Bildung einen besonderen Stellenwert. Es ist wohl eine der vornehmsten und wichtigsten Aufgabe in der Erwachsenbildung und wir sind froh, dies mit Unterstützung des Vereins Miteinander leben e.V. immer wieder anbieten zu können"
, sagt Volkshochschulleiter Holger Martens, bereits mit einem ersten Verweis auf das kommende Herbstsemester. Dort werden das Thema "Afrika" und natürlich der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf im Fokus stehen. 

Alle Vorträge finden im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses statt. Sie sind gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

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"Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen startet neue Förderrunde

Die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen kann mit 125.000 € in das neue Förderjahr 2020 starten. Ein entsprechender Bewilligungsbescheid des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" erreichte das Ratzeburger Rathaus in der Vorweihnachtszeit. 112.500 € stellt der Bund darin für demokratiestärkende Projektarbeit zur Verfügung, kofinanziert um jeweils 6.250 € durch die Stadt und das Amt. Gefördert werden können damit unter anderen Projektideen, die sich entsprechend der Ziele der "Partnerschaft für Demokratie" gegen jede Form von Extremismus wenden, das gute Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft ermöglichen oder demokratische Prozesse in Stadt und Land stärken. Dafür steht ein Aktionsfond in Höhe von 60.000 € zur Verfügung, über dessen Mittelvergabe ein Begleitausschuss mit Vertreter*innen aus Stadt und Amt entscheidet. Projektträger wie Vereine, Stiftungen, Institutionen, können sich hier mit ihren Projekten vorstellen und einen Zuschuss auch ohne Eigenmittelbeteiligung beantragen. Ebenso wird ein Jugendfond mit 10.000 € bereitgestellt, der vom Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Ratzeburg in Eigenregie gezielt für demokratiefördernde Jugendprojekte eingesetzt wird. Auch hier können Projektanträge mit gezieltem Kinder-  und Jugendbezug eingereicht werden.

"Wir konnten im ablaufenden Förderjahr insgesamt 14 Groß- und 19 Kleinprojekte über die "Partnerschaft für Demokratie" fördern, mit einem breiten Spektrum von Aktivitäten und vielen Beteiligten in Stadt und Umland", sagt Mark Sauer, der das Bundesprogramm federführend bei der Stadt Ratzeburg verantwortet. "Der Begleitausschuss freut sich auf viele neue und ideenreiche Projektanträge im kommenden Jahr, die unsere Demokratie bürgernah, stärkend, bunt und einladend gestalten wollen", ergänzt Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller.

Bereits am 23. Januar 2020 möchte der Begleitausschuss erste Projekte für das neue Förderjahr auf den Weg schicken. Projektanträge können ab sofort bei der Koordinierungs- und Fachstelle der "Partnerschaft für Demokratie" eingereicht werden. Karl Schneider von der BQG Personalentwicklung GmbH ist hier der erste Ansprechpartner für alle potentiellen Projektträger. Er steht bei der Beantragung mit Rat und Tat zur Seite und nimmt insbesondere Neulingen im Antragswesen die Angst vor den Formularen. Alle Informationen zu den Förderrichtlinien, zu Projektanträgen und zu den laufenden Projekten finden sich unter www.partnerschaftdemokratie.de.

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Weihnachten schafft Begegnung - Weihnachtsparty im Stellwerk

Am Freitag dem 13. Dezember fand eine große Weihnachtsparty im Kinder- und Jugendzentrum Stellwerk statt. Unter dem Motto „Weihnachten schafft Begegnung“ kamen über 250 Menschen unterschiedlichen Alters zusammen um miteinander zu feiern. Von Stelzenläufern begrüßt ging es mit dem sehr vielfältigen und bunten Bühnenprogramm los. Dort gaben junge Künstler aus der Kinder- und Jugendeinrichtung ihr Bestes. So durften sich die Zuschauer an Gesangseinlagen, einem Geigenspiel, der Trommlergruppe „Drumsound“, einem Anspiel an der Saz sowie den Beatboxern und Rappern erfreuen. Auch war noch Platz für kleine Sketch- und Quizeinlagen zum Thema Weihnachten und für spontane Auftritte auf der open stage.

Ein Highlight war die Feuershow. Die Feuerkünstler verzauberten die Gäste mit einer spektakulären Performance aus Feuer und Trommelrhythmen in eine magische Traumwelt und beeindruckenden mit ihren Feuereffekten. 


Auch beeindruckte das sehr vielfältige Buffet mit vielen Köstlichkeiten aus ganz unterschiedlichen Kulturen, welches von den Familien der Jugendlichen mit zubereitet wurde. So richtig ging die Party los mit der guten Musik von drei jungen DJ´s, die  für ordentlich Stimmung gesorgt haben. In fröhlicher und ausgelassener Stimmung wurde viel getanzt und gefeiert. Für diejenigen die es etwas ruhiger angehen lassen wollten, gab es die Möglichkeit sich im Café- und Spielebereich zurückzuziehen oder sich draußen gemütlich am Feuer zu unterhalten sowie mit einem Künstler etwas Kreatives zu gestalten. Während der Fotosession hatten die Gäste die Gelegenheit, viele fröhliche und lustige Augenblicke mit nach Hause zu nehmen.   Weihnachten schafft Begegnung, eine tolle Veranstaltung die von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen gefördert wurde.

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"Yalda-Nacht" - Eine altpersisch Wintertradition

Begegnungen schaffen ist ein Kernanliegen der Ratzeburger Willkommenskultur, um das gegenseitige Kennenlernen von Einheimischen und Zugewanderten zu fördern. Dabei bieten Feste und Traditionen immer eine gute Gelegenheit, um voneinander zu erfahren, von kulturellen Besonderheiten, die jede Nationalität mitbringt. Eine solche Begegnungsmöglichkeit bietet sich am 20.12.2019 um 18:00 Uhr im Jugendzentrum GLEIS21 im Rahmen der "YALDA-Nacht", eine altpersische Wintertradition, die im Iran, in Afghanistan und den Kurdengebieten Iraks und der Türkei bis heute verbreitet ist. Es ist ein klassisches Fest zur Wintersonnenwende, wie so viele Feste weltweit sich am Jahreslauf der Sonne ausrichten. Die Ratzeburger Willkommenskultur lädt auf wiederholte Bitten ein, den Hintergrund der Yalda-Nacht in ihrer traditionelle Form zu erkunden und dabei Menschen aus diesem Kulturkreis, die seit kurzem oder schon länger in Ratzeburg leben, kennenzulernen. Die Veranstaltung wird gefördert von der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", so dass der Eintritt ist frei ist.

"YALDA-NACHT" - Eine altpersisch Wintertradition

Die Yalda Nacht – das persische Weihnachten (persisch Šab-e Yald) ist eines der vier großen altpersischen Feste des indoiranischen Kulturkreises, die gemäß dem iranischen Sonnenkalender begangen werden. Es handelt sich um die Nacht der Wintersonnenwende – die längste Nacht des Jahres. Das Fest wird mehrheitlich in muslimischen Völkern des iranischen Kulturkreises und Zentralasiens gefeiert. Yalda ist ursprünglich ein aramäisches Wort mit der Bedeutung „Geburt“. Im iranischen Kulturkreis wird Yalda als Geburt des Lichts bzw. der Sonnengottheit Mithra verstanden. Die Yalda-Nacht wird auch Tschelle-Nacht wörtlich „Nacht der vierzigtägigen Periode“, genannt. Im Rahmen des Mithraskultes kam das Fest als „Fest des Lichtes“ durch Legionäre auch in das römische Reich. Manche christlichen Historiker sind der Meinung, dass Weihnachten eine Weiterentwicklung dieses Festes sei.

In der Yalda-Nacht finden sich Freunde und Verwandte in den Häusern der Ältesten zusammen, wo sie die Nacht über gemeinsam feiern. Traditionell werden zu diesem Anlass vor allem Melonen, Granatäpfel, rote Trauben in Kongina genannten luftdichten Tonschalen konserviert und Backobst gegessen. Meist sitzt man um das Korsi und liest aus dem Divan des persischen Dichters Hafez vor. Hierbei handelt es sich um das Fal-e Hafez also um eine Art Orakelbefragung oder Weissagung anhand der Hafez-Gedichte. Ein weiterer Brauch ist das Entzünden eines großen Feuers, das Licht und Hoffnung repräsentiert. Die Menschen freuen sich, dass das Licht neu geboren wird und sich gegen die Dunkelheit durchsetzt, denn nach der Yalda-Nacht werden die Tage wieder länger. In der altpersischen Tradition kam der Herrscher in der Yalda-Nacht vom Thron herab und begab sich in die Wüste. Er schickte Diener und Wächter in den Urlaub und ging in ein Dorf, um dort die Nacht mit einfachen Bauern zu verbringen und ihnen zuzuhören.

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11. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung machte Station in Lauenburg

Aktuelle Entwicklungen zum Rechtsextremismus im Blick behalten und den Austausch zwischen engagierten Demokratinnen und Demokraten zu diesem Themenkomplex ermöglichen ist Ziel und Aufgabe der Regionalkonferenzen Rechtsextremismus & Demokratieförderung, die seit 2012 in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an jeweils unterschiedlichen Orten Station machen. In diesem Jahr bot sich Lauenburg an als Gastgeber für die rund 120 Akteure aus Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik, Verwaltung, Schule, Sozialverbänden und Kirche. So wurde vorvergangenen Samstag die Albinus-Gemeinschaftsschule Lauenburg zu einem Ort der Information zu, der Diskussion über und des Netzwerkens gegen Rechtsextremismus in Norddeutschland, mit einem Teilnehmerkreis aus allen norddeutschen Bundesländern.

Von "Rechtsterrorismus" über "Rechtsextremismus in der DDR  und "Antisemitismus in der Neuen Rechten" bis hin zu "Rechtspopulismus in der Parlamenten" und "Rechtem Korpgeist in waffentragenden Organisationen" reichte das Themenspektrum dieser nunmehr 11. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratiestärkung, gemeinschaftlich organisiert durch den Verein Miteinander leben e.V., die Partnerschaft für Demokratie Lauenburg - Büchen -Lütau, das RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, das Regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Lübeck der AWO-SH, den Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V., dem Ratzeburger Bündnis sowie den Fachdienst Familie und Schule Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung unterstütze ihre Ausrichtung.

Einführend begrüßte Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede die Konferenzteilnehmer und die Dozenten der Workshop und betonte die Notwendigkeit des persönlichen Einsatzes eines jeden für die demokratischen Grundwerte unsere Gesellschaft, gerade in Zeiten, wo sie zunehmend offen in Frage gestellt werden. Dass Haltung finden dabei immer auch ein Entwicklungsprozess ist, den man einüben muss, erläuterte nachfolgend Dr. Constanze Jaiser, Projektleiterin „zeitlupe. Stadt.Geschichte&Erinnerung“ bei RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V. an verschiedenen Beispielen von Erinnerungsprojekten in Mecklenburg-Vorpommern. Gerade junge Menschen, so Jaiser, müssen die Möglichkeiten und den Lernraum haben, um sich selbstbestimmt positionieren zu können, gegenüber der Geschichte, aber auch in der Demokratie selbst. Dabei können authentische Orte des Nationalsozialismus vor der eigenen Haustür mit ihren oftmals verborgenen und vergessen Geschichten wichtige Reflexionsräume sein, die durchaus auch in die Erwachsenwelt hineinstrahlen und dort zu Haltungen oder deren Überdenken herausfordern kann.

In diesem Sinne herausfordern wurden auch die anschließenden Workshops gestaltet. Angeleitet von namhaften Expertinnen und Experten wurden die verschiedenen Themenfeldern erörternd und aktiv erarbeitend in einer Tiefe ausgelotet, für die im alltäglichen Engagement allzu oft zu wenig Zeit bleibt. Entsprechend positiv zeigten sich die Konferenzbesucher in ihren Bewertungen und dem Feedback. Dies schloss explizit auch Ausstellung „Einige waren Nachbarn – Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ des UNITED STATES HOLOCAUST MEMORIAL MUSEUM in Washington/DC, die erstmalig in ihrer deutschen Ausgabe im norddeutschen Raum zu sehen war.

"Durch Kinderhand erblüht das Land"
Kinder-Pflanzaktion im MedizinWald Ratzeburg

Anfang November folgten rund 70 Kinder des Städtischen Kindergarten zusammen mit ihrer Leiterin, Petra Zabel, und ihren Betreuerinnen einer Einladung der Elfriede und Hermann Hübner Stiftung in den MedizinWald Ratzeburg und legten dort mit viel Spaß und voller Tatendrang eine rund 700 m² große Blühwiese an. Sie soll den angrenzenden und bereits vorhandenen Blühwiesenabschnitt auf 1000 m² erweitern. "Wir alle haben doch schon vom Insekten- und Bienensterben gehört", erklärte die Stifterin, Ellfriede Hübner, den Kindern. "Es ist schön, dass ihr alle uns helfen wollt, im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas dagegen zu tun." 


Landwirt Volker Greve hatte sich bereit erklärt, den Kindern zu zeigen, wie eine Wiese für eine Aussaat vorbereitet wird. Für die anwesenden Kinder war es richtig spannend, ja fast ein kleines Abenteuer. Nach der Geländevorbereitung und der Treckervorführung gab es ein gemeinsames Frühstück. Dieses wurde von Bettina Greve vom Spargel - und Kartoffelhof Greve aus Schmilau liebevoll vorbereitet. Nach dieser Stärkung wurden an alle Anwesenden  kleine Saatgutbeutelchen ausgegeben und dann ging es auch schon auf die künftige Blühwiese.  Auch der Bürgermeister der Stadt Ratzeburg, Gunnar Koech, der dieses Projekt sehr unterstützte,  ließ es sich in seiner zupackenden Art nicht nehmen, kräftig mitzuwirken. Angeleitet wurden die Kinder von Heinrich Meyer vom Grünflächenamt Ratzeburg. Es war eine große Freude mit anzusehen, mit welchem Eifer nicht nur die Kinder bei der Sache waren. Nach der Aussaat konnte dann auch noch der Trecker ganz aus der Nähe bestaunt werden.

Unterstützt und gefördert wurde dieses Projekt über das Landesprogramm „Schleswig Holstein blüht auf“ und von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen. Der Projektbetreuer der Stiftung, Detlef Otte, bedankte sich bei allen Beteiligten für die fantastische Unterstützung bei der Projektumsetzung. Nun soll bald der zweite Akt folgen.  Die für die Aussaat genutzten Leinenbeutel sollen in den kommenden Tagen im Städtischen Kindergarten bemalt werden. Die Kinder erhalten so die Gelegenheit, ihre Eindrücke von dem erlebnisreichen Vormittag auch noch bildhaft festzuhalten. Die bemalten Beutelchen werden anschließend öffentlich ausgestellt.

Jahresschau »Zusammen leben - zusammen gestalten«

Die interkulturelle Kunstwerkstatt des Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg e.V. zeigt einen Querschnitt durch die Arbeiten eines Jahres. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amt Lauenburgische Seen. 57 KünstlerInnen mit Wurzeln in 10 verschiedenen Nationen konnten mit diesem Projekt erreicht werden und zeigen Werke aus den 10 Projektthemen des Jahres 2019. Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses während der allgemeinen Öffnungszeiten zu sehen.


„Es ist in diesem Jahr die 7. Ausstellung der interkulturellen Kunstwerkstatt“
, stellen Gesine Biller und Susann Butt, die das Projekt betreuen erstaunt fest. Neben Ausstellungen, die nur einen Tag dauerten, hat die Gruppe ihre Werke im Rahmen von „Dörfer zeigen Kunst“ in Groß Sarau und in Kittlitz zeigen dürfen. Im Finanzamt wurde eine Werkschau über einige Wochen präsentiert und im Ratzeburger Rathaus stellt man jetzt zum zweiten Male aus. Hocherfreut sind die Teilnehmer über die Wertschätzung, die ihnen mit jeder Ausstellung entgegen gebracht wird.

Derart motiviert, hat sich eine kleine Gruppe zusammen gefunden, die jetzt Werke für den Weihnachtsbazar am 7./8. Dezember anfertigt. „Erstmalig können wir unsere Werke als Unikate-Weihnachtskarten verkaufen.“ freuen sich die TeilnehmerInnen. Der Erlös ist für die Arbeit des Fördervereins der VHS Ratzeburg e.V. bestimmt.

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„Wenn der Islam zum Feindbild wird“ - Politischer Bildungsvortrag der Ratzeburger Volkshochschule

In der politischen Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule legt der letzte Vortrag dieses Herbstsemesters, am 21.11.2019 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses. den Blick auf den Umgang mit und die Haltung zu Menschen mit muslimischen Glauben in unserer Gesellschaft. „Deutschland und der Islam – wie passt das zusammen?" – Durch diese oder ähnliche Aussagen wird im postmigrantischen Deutschland heute - unbewusst oder bewusst - immer wieder ein Gegensatz zwischen „muslimisch sein“ und „Deutsch sein“ konstruiert. Die Vereinbarkeit von Islam und Deutschland, die nicht nur für viele deutsche Muslim*innen selbstverständlich ist, wird hier als Gegensatz konstruiert und antimuslimische Ressentiments salonfähig gemacht. Islamfeindlichkeit in Deutschland ist kein abstraktes Konstrukt, sondern eine Realität, die schon Menschenleben gekostet hat. Doch was zeichnet  Islamfeindlichkeit in Deutschland aus? Was und Wer definiert das Deutsche bzw. deutsch sein? Wer darf die Gesellschaft mitgestalten und wer nicht? Diesen Fragen geht Mirjam Gläser von Ufuq e. V. Berlin in ihrem Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde nach.

Der Vortrag, in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e. V., wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

"Wir sind nicht still!" - Eindrucksvolle Kundgebung für Mitmenschlichkeit und Respekt in Ratzeburg

Rund 1.000 Menschen folgten zum Reformationstag in Ratzeburg dem gemeinsamen Aufruf vom Ratzeburger Bündnis, dem Verein Miteinander leben e.V., dem Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg und der Willkommenskultur Berkenthin, für Mitmenschlichkeit und gegenseitigen Respekt auf die Straße zu gehen. Unter dem Motto "Wir sind nicht still", das bereits im vergangenen Jahr in Berkenthin viele Menschen in Bewegung brachte, setzte sich vom Ratzeburger Rathaus ein langer Demonstrationszug entlang der südlichen Sammelstraße in Richtung Marktplatz in Bewegung. Begleitet von Musik des Chorprojektes "POLITICALied", einer politischen Plakatkampagne sowie einer bewegten Kunstaktion von Künstler Ebrahim Sharghi wurden auf der Strecke positive, wie nachdenkliche Akzente für die inhaltlichen Anliegen gesetzt. So auch in Höhe des Theaterplatzes, wo eine Trommel- und Stelzengruppe des Diakonischen Werkes den Demonstrationszug im Vorbeiziehen lautstark und fröhlich begrüßte.

Auf dem Marktplatz erwartete die Demonstranten zahlloses Schlagzeug, vorbereitet für einen "Drum Circle" durch Helga Reihl aus Lübeck. Dieser bildete sich intuitiv und gab dem Motto "Wir sind nicht still" eine weit hörbare Resonanz. Eingebettet in dieses gruppendynamische Trommeln wurden die verschiedene Wortbeiträge begrüßt, von Bürgermeister Gunnar Koech, Amtsvorsteher Heinz Dohrendorf, Kreispräsident Meinhard Füllner, Pröpstin Frauke Eiben und dem Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz. Alle warnten eindringlich vor Rassismus und Rechtsextremismus, die gerade über den politischen Rechtspopulismus zunehmend Geisteshaltungen prägen, immer tiefer in die Gesellschaft vordringen und diese nachhaltig zu spalten drohen. Betont wurde dabei die Bedeutung der zunehmend verrohten Sprache, vor allem in den sozialen Medien, die als Einfallstor für Hassgedanken beschrieben wurde, aus denen dann all zu oft auch böse Taten erwachsen würden. Umso wichtiger sei es, so der Tenor alle Redebeiträge, selbst Haltung zu zeigen, dem Hass zu widersprechen und aktiv Partei zu ergreifen für Demokratie, Mitmenschlichkeit, Respekt und Toleranz.


Dass dies auch mit Leichtigkeit geschehen kann, demonstrierte der nimmermüde "Drum Circle", wie auch die abschließenden Musikbeiträge vom Lukas Kowalski, die zum Mitmachen und Mitfeiern einluden. Ebenso wir die kulinarischen Spezialitäten der Ratzeburger Willkommenskultur, die das Team vom Esmat Shirazi vorbereitet hatte. Gesine Biller und Mark Sauer, die seitens der unterstützenden "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen die Kundgebung moderierten, präsentierten zum Abschluss einen Staffelstab, um symbolisch diese Kundgebung zum nächsten Reformationstag an einem anderen Ort im Lauenburgischen zu tragen. "Wir sind ganz sicher, dass die Initiative "Wir sind nicht still" auch am Reformationstag 2020 fortgeführt wird und freuen und uns schon, dort mitmachen zu können", zeigten sich beide Mitorganisatoren der Ratzeburger Kundgebung überzeugt. 

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1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz entwickelt Maßnahmenpaket zum Klimaschutz in Ratzeburg

Wissensvermittlung, gemeinsame Diskussionen und Zielfindungen standen im Mittelpunkt der 1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz am letzten Samstag im Oktober in der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Rund 50 Kinder und Jugendliche nutzten sehr rege und offen das Gesprächsangebot mit Verwaltung, Experten und Stadtpolitik. Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat hatte nach der "Friday for Future"-Demonstration vor dem Ratzeburger Rathaus ein solches Format angeregt und mit Unterstützung des Bauausschussvorsitzenden Werner Rütz sowie der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen organisiert.

Im ersten Schritt erhielten die jungen Konferenzteilnehmer die Möglichkeit, sich in den Themenfeldern "Energie/Energieeffizienz", "Mobilität", "Abfall und Recycling" und "Artenvielfalt" über aktuelle Vorhaben, begonnene und umgesetzte Maßnahmen oder angestrebte Ziele in der Stadt zu informieren. Neben Mitarbeitern des städtischen Bauamtes standen auch Experten von der VSG-Netz, der AWSH und der Kreisforst Rede und Antwort, auch für viele kritische Fragen.

Im Anschluss übernahm es Moderator Lars Hartwig aus Lübeck, zusammen mit den Jugendlichen das Erfahrene zu reflektieren. Die Erwachsenen verfolgten diesen Prozess nur zuhörend, ohne sich einzumischen. In einem Rollenwechsel konnten danach die Stadtvertreter, Experten und Verwaltungsmitarbeiter ihre Erfahrungen der Informationsrunde zusammenfassen, mit den jungen Zuhörern als Publikum. Beide Gruppen erfuhren so die jeweilige Sichtweise zur Informationsrunde, aber auch die jeweils positive Wertschätzung der sehr offen geführten Gespräche. Lars Hartwig ließ danach in Kleingruppenarbeit Themenfelder bestimmen und Ziele erarbeiten, die den Jugendlichen wie auch den Erwachsenen besonders wichtig erschienen. Im Fokus dieser Diskussionen standen ganz konkrete Forderungen wie die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, die Ausweitung von Mülltrennung in Schulen und im öffentliche Raum, die Installation von Solarthermie auf den Dächern der Ratzeburger Schulen sowie gemeinsame Baumpflanzaktionen. In einer ersten Bewertung wurden viele dieser Idee als durchaus umsetzbar, zielführend und verfolgenswert eingestuft.


Bürgermeister Gunnar Koech und Bauausschussvorsitzender Werner Rütz zeigten sich vom Verlauf der Konferenz und der sehr praxisorientieren Diskussion mit den Jugendlichen sehr beeindruckt und regten an, solche befruchtenden Diskussionsformate mit der Ratzeburger Jugend häufiger durchzuführen. Diese positive Bewertung spiegelte sich auch in den abschließenden Wortbeiträgen der Jugendlichen. Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates sagte: "Wir haben auf dieser Jugendklimakonferenz mit den Kommunalpolitikern und den Experten auf Augenhöhe sprechen und diskutieren können. Unsere Fragen und Ideen wurden ernst genommen. Dass sich so viele Jugendliche daran beteiligt haben, war dabei wirklich entscheidend. Ich hoffe, wir setzten diese Gespräche fort."

Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat auf Europaexkursion im polnischen Sopot

Mit vielen Eindrücken von proeuropäischer Begeisterung und ganz unterschiedlichen Formen von Zivilcourage ist der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat von seiner Europaexkursion in die polnische Partnerstadt Sopot zurückgekehrt. 20 Teilnehmer*innen hatten in Eigenregie diesen viertägigen Besuch vor den Herbstferien geplant und im Rahmen des Jugendfonds der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" selbständig umgesetzt.

Empfangen wurden sie in Sopot mit offenen Armen und der Zusicherung, das jedwede Form des partnerschaftlichen Austausches dort hoch willkommen ist. Bürgermeister Jacek Karnowski betonte auf einem Empfang der Ratzeburger Jugendlichen im Sopoter Rathaus, wie wichtig es ist, diese partnerschaftlichen Bande zu pflegen, gerade auch in einer Zeit, in der nationalistische Haltungen in Europa populistisch wieder Einzug halten in Politik und Gesellschaft. Wozu dies führen kann, erläuterte Karnowski am Beispiel der Ermordung seines Freundes, des Bürgermeisters von Danzig, Pawel Adamowicz, der im Januar diesen Jahres von einem verwirrten Täter unter mutmaßlich nationalistischen Motiven getötet wurde. Vorangegangen war eine mediale Hetzkampagne gegen den Bürgermeister und dessen eindeutig proeuropäischen und liberalen Haltung, an denen sich auch höchste politische Würdenträger aktiv beteiligten. Karnowski, der am Tage dieser Empfangs zusammen mit der Witwe des Ermordeten eine öffentliche Petition wider der Hasssprache in Politik und Gesellschaft gestartet hatte, warnte eindringlich davor, mit bösen Worten die Grundlage für noch bösere Taten zu legen.

Im Geist eines solchen Dialoges und der europäischen Kooperation, trafen die Ratzeburger Jugendlichen auch Sopoter Schüler zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde zum Thema "Unsere Zukunft in Europa". In polnisch-deutschen Kleingruppen wurde über Zukunftsfragen, Verbindendes und Trennendes sowie Lösungsmöglichkeiten zu Problemen, die eher global als national zu beantworten sind, engagiert auf Englisch miteinander gesprochen und Ideen, wie Anregungen dokumentiert. Dabei zeigten sich durchaus Unterschiede, was die Schüler von Europa erwarten. Während aus Ratzeburger Sicht Europa gerade bei drängenden globalen Fragen, wie dem Klimawandel eine hohe Bedeutung zu kommt, wurde aus polnischer Sicht zuvorderst das Thema Sicherheit mit Blick auf den russischen Nachbarn genannt. Einig war man sich darin, dass Nationalismus keine Antwort, sondern ein Problem ist und dass Rassismus wie auch Hass in den sozialen Medien gerade darin gedeiht.


Wie tief die polnische Gesellschaft selbst gespalten ist, konnten die Ratzeburger Jugendlichen während einer Stadtführung durch das benachbarte Danzig erfahren. Stadtführer Andreas Kasperski beschrieb einen Stadt-Land-Konflikt, der in Polen durchaus bewusst geschürt werde. Die Städte, so Kasperski, würden sich fast durchweg proeuropäisch, liberal zeigen und den nationalistischen Bestrebungen der Zentralregierung massiv widersprechen. Er zeigte dies eindrucksvoll am Beispiel der Geschichtsaufarbeitung in Danzig, eine Stadt, die sich zunehmend auf ihre deutschen Wurzeln besinnt, ohne dabei ihre polnische Identität in Frage zu stellen. "Es geht in Danzig vor allem um geschichtliche Wahrheit, die wir wieder hervorbringen. Damit ziehen wir aber den Zorn der Zentralregierung auf uns, die Danzig als urpolnisch darstellen möchte", so Kasperski. Er zeigte auch, wie intensiv dieser Streit inzwischen ausgefochten wird, beispielsweise wenn die Zentralregierung versucht, über die Drohung, staatliche Zuschüsse zu streichen, Einfluss auf die inhaltliche Arbeit von Museen, wie die dem renommierten Europäischen Solidaritätsmuseum zu bekommen. Die Antwort darauf sei, so Kasperski, engagierte und kreative Zivilcourage. So hätten Danzigs Bürger in kurzer Zeit über ein Crowdfunding die fehlenden Mittel selbst aufgebracht, um einen unabhängigen Museumsbetrieb aufrecht zu erhalten. Das Museum der "Westerplatte", dem Ausbruchsort des zweiten Weltkrieges, verlor Danzig hingegen nach einer Gesetzesänderung an die polnische Zentralregierung, die dort eine patriotische Geschichtsdarstellung installieren möchte. So wurde während dieses Stadtrundganges auch deutlich, warum an so vielen öffentlichen Gebäuden oder Plätzen die Europaflagge zu sehen ist, zuvorderst immer als Zeichen des Widerstandes gegen einen bewusst geschürten und instrumentalisierten polnischen Nationalismus. Durch diese Eindrücke stellte sich für die Ratzeburger Jugendlichen das in den Medien von Polen gezeichnete nationalistische Bild sehr in Frage. Danzig und Sopot zeigten sich offen, tolerant und sehr lebensfroh, Orte die man gerne besucht und an denen man auch seine Freizeit mit vielen spannenden Aktivitäten gestalten kann. Katarzyna Choczaj, vom Stab des Sopoter Bürgermeister, begleitete die Jugendlichen hier zur Seebrücke, zum Bowlen und sogar zum Basketballbundesliga zwischen Sopot und Stettin in der beeindruckenden ERGO Arena.



"Wir haben auf unser Europaexkursion so viel erfahren, gerade wie wichtig es ist, als Bürger auch Haltung zu zeigen für Demokratie und Freiheit"
, sagte Jugendbeiratsvorsitzender Marten Koch rückblickend auf den Besuch in Sopot. "Und die Herzlichkeit, mit der man sich dort um uns gekümmert hat, war für mich besonders beeindruckend. Ihnen liegt in Sopot so viel an diesen Begegnungen", ergänzte Tabea Schudde vom Jugendbeirat. Insgesamt zieht der Ratzeburger Jugendbeirat damit eine sehr positive Bilanz seiner Europainitiative und den erfolgten Besuchen in Brüssel, Esneux und Sopot und möchte auch im kommenden Jahr in diesem Sinne weiterarbeiten.