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"Partnerschaft für Demokratie"

Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen haben sich gemeinsam für eine »Partnerschaft für Demokratie« beim Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beworben – einem Förderprogramm, mit dem zahlreiche Projekte

  • zur Demokratiestärkung,
  • zur Extremismusbekämpfung
  • zum Zusammmenleben in der Einwanderungsgesellschaft

vor Ort gestartet werden können.

"Partnerschaften für Demokratie" sind dabei eine kommunale Variante, mit den vor Ort in den Städten und Gemeinden gearbeitet werden kann. Das Besondere an dieser Förderung, die mit rund 100.000 € jährlich viele Möglichkeiten bietet, ist, dass die Kommunen vor Ort entscheiden können, welche Schwerpunkte ihnen dabei in der eigenen Projektarbeit wichtig sind.

Die Stadt Ratzeburg und das Amt Lauenburgische Seen haben die Chancen, die dieses Förderprogramm bietet, gemeinsam erkannt und sich mit einstimmiger Unterstützung der jeweiligen politischen Gremien mit Erfolg dem umfangreichen Bewerbungsverfahren gestellt.

Im Rahmen einer Auftaktkonferenz haben rund 60 Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen der Zivilgesellschaft – aus Kommunalpolitik, Flüchtlingshilfe und Migrationssozialberatung, aus Sozialverbänden, Kultur, Schule und aus der Initiativarbeit gegen Rechtsextremismus – die zukünftigen Förderschwerpunkte zu beraten. Gemeinsam wurden drei Leitziele festgelegt:

»Wir Menschen in der Region Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen leben in einer friedlichen, demokratischen, aktiven und vielfältigen Gesellschaft, die von Zuversicht geprägt ist.«

»Uns leiten die Werte unseres Grundgesetzes und der Wille, dem Menschen gerecht zu sein und ihm auf Augenhöhe zu begegnen.«

»Wir fördern gegenseitiges Verständnis, Teilhabe sowie die Verantwortung für uns und unsere Gesellschaft und machen dies erfahrbar.«

Gefragt sind jetzt Ideen, mit denen die Ziele der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen umgesetzt werden können.Dabei hilft die hauptamtliche Fach- und Koordinierungsstelle der BQG-Personalentwicklung GmbH.

Interessierte Vereine, Institutionen, Initiativen, Schulen oder Einzelpersonen können sich auf der Webseite www.partnerschaftdemokratie.de informieren oder sich mit ihren Projektideen direkt bei der Fach- und Koordinierungsstelle der »Partnerschaft für Demokratie – Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen« vorstellen und beraten lassen:

Karl Schneider
Fon +49.4541.8080-27
Mobil +49.176.118080-16
Mail Schneider@BQG-Personalentwicklung.de

Berichte

Ratzeburger Volkshochschule präsentiert Theaterstück gegen Antisemitismus

Die Ratzeburger Volkshochschule lädt im Zuge ihrer Veranstaltungsreihe "Antisemitismus und Jüdisches Leben heute" am 29.10.2021 um 19.00 Uhr zu einem eindringlichen Schauspiel in die Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Maren Colell und Jörn Bansemer vom Ensemble "Bühnenreif" des „Theater im Stall“ präsentieren als Premiere das Theaterstück „Ein Versteck im zwanzigsten Jahrhundert - Szenen einer Mischehe“ von Heinz Rudolf Unger. Es handelt von Judith. Sie ist Jüdin und hat deshalb ihr Theater-Engagement verloren. Ihr Mann Arnolt ist noch am Theater. Aber er, der mit seiner Frau alle großen Rollen gespielt hat, muss sich nun mit kleinen Rollen zufriedengeben. Als sie sich auf einem Dachboden verstecken müssen, versuchen sie sich gegen die zunehmende Verzweiflung zu wehren, indem sie sich einander Begegnungen und Szenen vorspielen.

Die Veranstaltungsreihe wird über die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert. Entsprechend ist der Eintritt zum Schauspiel frei. Ein Nachweis entsprechend der 3G-Regel (geimpft, getestet, genesen) ist allerdings erforderlich. Eine Anmeldung unter volkshochschule@ratzeburg.de wird erbeten.

Fachaustausch wirbt für antirassistische Haltung und Projektarbeit

Mit einem Fachaustausch zum Thema "Rassismus wirksam und konkret begegnen" setzte die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen am vergangenen Freitag einen weiteren Akzent in ihrer zum Jahresbeginn gestarteten Antirassismuskampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten". Zusammen mit Konrad Erben von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. wurde vor allem über die Erscheinungsformen von institutionellem Rassismus diskutiert und Wege zu dessen Überwindung aufgezeichnet. Für Konrad Erben kann dies nur mit einer bewusst antirassitischen Haltung geschehen. "Wir können mehrere hunderte Jahre von rassistischen Denkmustern, die tief in der Gesellschaft verankert worden und in jeden von uns wirksam sind, nicht mit einigen Veranstaltungen oder Kampagnen beseitigen", so Erben. Rassismus könne nur aus den Köpfen und der Gesellschaft verschwinden, wenn endlich ein Bewusstsein für dessen tief tradierte Denkmuster und Strukturen entstehen würde, die unsere Gesellschaft in so vielen Bereichen immer noch prägen und Menschen bewusst wie unbewusst ausgrenzen. An zahlreichen Beispielen zeigte Konrad Erben die Wirksamkeit solcher Strukturen, aber auch gute Beispiele, wie diese mit antirassitischer Haltungen aufgebrochen werden können.

Vortrag mit Konrad Erben referiert zu »Institutionellem Rassismus« im Ratzeburger Rathaus >>

Dass vor Ort und der Region bereits intensiv und nachhaltig an diesem Thema gearbeitet wird, wurde im zweiten Teil des Fachaustauschs deutlich, als Moderator Jörg-Rüdiger Geschke "Toleranztrainer" Ercan Kök und "Respekt Coach" Christian Klingbeil vorstellen konnte. Beide arbeiten an den Schulen in der Region mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen immer wieder zu (Alltags-)Rasssimus, präventiv in Workshops oder auch vermittelnd in konkreten Fällen. Gesine Biller, Begleitausschussvorsitzende der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, verwies in diesem Zusammenhang auf die Fördermöglichkeiten für antirassitische Projektideen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und warb für eine Beteiligung an der der Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" mit konkreten Ideen oder persönlichen Stellungnahmen im Videoformat. Zm Abschluss des Fachaustauschs lud Liedermacher Heinz Ratz zu einem politischen Konzert auf der fahrbaren Bühne seines "LÜMMEL-Mobils" im Innenhof des Ratzeburger Rathauses.

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Ratzeburger Volkshochschule thematisiert »Afrika« in einem politischen Bildungschwerpunkt

Die Ratzeburger Volkshochschule setzt ihre diesjährige politische Bildungsreihe unter dem Motto ”MEINUNGsbildung / MEINUNGsfreiheit / MEINUNGsvielfalt” mit einem Vortrag und einem Seminar zum Thema „Afrika“ fort. Am Freitag, den 22.10.2021 um 19:00 Uhr, wird Dr. Günther Rusch im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses über "Islamistische Bedrohung in Afrika" informieren. Ob in Mali, in Nigeria, in Kamerun, in Somalia oder jüngst in Mosambik, überall südlich der Sahara sind Aktivitäten islamistischer Milizen zu beobachten. Sie arbeiten mit terroristischen und kriminellen Mitteln, aber auch mit sozialem Engagement und versuchen, in ohnehin schon schwachen Staatsgebilden Regionen unter ihren Einfluss zu bringen. Doch es ist falsch, den Islam in Afrika nur auf solche Exzesse zu reduzieren. Die große Mehrheit der Muslime in Afrika sind nur wenig an Gewalt und Unruhe interessiert. Dr. Günther Rusch gibt in seinem Vortrag einen Überblick über Entstehung, Ausbreitung und verschiedene Formen des Islams in Afrika und für wen, seit wann und wo diese selbst ernannten Gotteskrieger aktiv sind und welche Bedrohung sie für Frieden, Stabilität und darstellen.

Am nachfolgenden Samstag, den 23.10.2021 in der Zeit von 09:30 - 16:30 Uhr, folgt ein Seminarangebot zum Thema "Umwelt in Afrika - Bedrohung, Herausforderung, Gegenwehr" ebenfalls im Ratssaal des Rathauses. Klimawandel, aktive Umweltzerstörung, Ressourcenausbeutung, Bodenerosion und illegale Müllentsorgung prägen den Alltag vieler Menschen auf Europas stark bevölkertem Nachbarkontinent. Not und Armut, Profitgier und kriegerische Konflikte sind nur einigen Faktoren, die diese Prozesse vorantreiben. Die Auswirkungen auf Afrikas Umwelt sind allenthalten sichtbar. Und doch gibt es noch mehr unsichtbare Alarmzeichen, die den Zustand der Umwelt auf dem afrikanischen Kontinent perspektivisch beschreiben. Dr. Günther Rusch möchte diese Beobachtungen im Zuge eines Seminars erläutern, analysieren und diskutieren, immer auch mit Blick auf Europas Verantwortlichkeit und die direkten Rückwirkungen dieser Umweltzerstörungen.

Die Teilnahme am Seminar ist dank einer Förderung durch die „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms. „Demokratie leben!“ kostenfrei. Eine Anmeldung ist allerdings obligatorisch unter 04541-206726 oder volkshochschule@ratzeburg.de. Coronabedingt können nur Teilnehmer*innen zugelassen werden, die nach den 3G-Regeln vollständig geimpft, getestet oder genesen sind und über einen entsprechenden Nachweis verfügen.

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Ratzeburger Jugendbeirat mit dem Blunck-Jugendumweltpreis ausgezeichnet

Der Ratzeburger Jugendbeirat ist von der Stiftung Herzogtum Lauenburg mit dem Blunck-Jugendumweltpreis ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie, auf der vor allem dem Leben des diesjährigen Umweltpreisträgers Dr. Roland Doerffer gedacht und sein vorbildgebendes Wirken als Biologe posthum gewürdigt wurde, begründete Laudator Rainer Voß die Entscheidung der Jury zur Vergabe des Jugendumweltpreises mit dem starken politischen Engagement der Ratzeburger Jugendbeirates für einen aktiven Klimaschutz. Der Ratzeburger Jugendbeirat hat 2019, angeregt durch die Friday-for-Future-Proteste vor dem Ratzeburger Rathaus, die 1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz ausgerichtet und nachfolgend den "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend" entwickelt und ausgelobt. "Die Mitglieder des Jugendbeirates haben sich in Ratzeburg und Umgebung einen sehr guten Ruf erarbeitet und Gehör verschafft, engagiert, umsichtig, hartnäckig und erfolgreich", sagte Rainer Voß. Der Jugendumweltpreis ist mit einem Preisgeld von 600 € dotiert.


Weiterhin ausgezeichnet wurden in der Jugendkategorie die Weingartenschule Lauenburg für das Projekt „Der Apfel – rund ums Jahr“, die Kita Arche Noah Büchen für ihre intensive Beschäftigung mit dem Thema "Wald" sowie das Biologieprofil der 11. Klasse des Marion Dönhoff-Gymnasiums für ein Projekt rund um die Ressource "Wasser".

Laudation von Rainer Voß >>


Ratzeburger Jugendbeirat entwickelt Europaagenda

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat im Rahmen eines Workshoptages im Ratzeburger Rathaus unter dem Titel "PIMP YOUR PARTNERSTADT" eine eigene Europaagenda entwickelt. Ziel ist, Impulse für einen Austausch und eine themen- wie projektbezogene Zusammenarbeit mit Jugendlichen in den europäischen Partnerstädten der Inselstadt zu setzen. Begleitet durch das Moderationsteam des Vereins Politik zum Anfassen e.V. und Stadtjugendpfleger Peter Linnenkohl berieten die Ratzeburger Jugendbeirätler*innen ausgehend von ihren bisherigen Besuchserfahrungen im polnischen Sopot und im belgischen Esneux, in welchen Themenfeldern sich Kooperationsmöglichkeiten bieten könnten und in welcher Weise eine Kontaktpflege möglich ist. So wurden Ideen gesammelt und diskutiert wie die Ausrichtung eines Kennlern-Camps für Jugendliche aus den Partnerstädten, die Durchführung von internationalen Jugend-Kulturtagen oder die Nutzung digitaler Projektformate, wie ein ESport-Event oder audiovisueller Informationsprogramme für digitalen Austausch. Ebenso fand eine stärkere Kooperation zwischen den Schulen der Partnerstädte unter Beteiligung der jeweiligen Schülerparlamente Aufnahme in die Europaagenda des Ratzeburger Jugendbeirates. "Wir konnten viele Themen identifizieren, die Jugendliche in all unseren Partnerstädten interessieren dürften, allen voran natürlich der Klimaschutz oder die Digitalisierung, aber auch einfach das gegenseitige Kennenlernen als junge Europäer, die bald die Verantwortung tragen werden", sagte Jugendbeiratsvorsitzender Lucca Rosenkranz.




Ein erster Schritt zur Umsetzung der Ideen wurde während des Workshoptages erfolgreich ausprobiert. Es kam eine Online-Konferenz mit dem frisch gegründeten Jugendbeirat der polnischen Partnerstadt zustande. Per Videostream auf Englisch stellten die Ratzeburger Jugendlichen sich und ihre Ideen vor und lernten im Gegenzug ihre polnischen "Amtskolleg*innen" persönlich kennen. Dabei wurde schnell deutlich, wie unterschiedlich die Voraussetzungen von Jugendbeiratsarbeit sind und wie stark die Jugendlichen in Sopot mit Unterstützung ihrer Stadtverwaltung für ihre Beteiligungsrechte kämpfen müssen, während der Zentralstaat die Möglichkeiten dazu in Schulen zusehends stark einschränkt. Es wurde ein persönliches Treffen vereinbart, das im Zuge der geplanten Europaexkursion nach Sopot Anfang Oktober erfolgen soll. "Im Gespräch mit den polnischen Jugendlichen ist einmal mehr klar geworden, wie wichtig aktive Jugendbeteiligung ist, auch im Sinne von Demokratiestärkung", sagte die stellvertretende Vorsitzende Vivian Ndubuisi.

Der Workshop „PIMP YOUR PARTNERSTADT“ wurde gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend).

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"HERZ EINSCHALTEN - RASSISMUS AUSSCHALTEN" - Konzert mit Liedermacher Heinz Ratz

Am 17.09.2021 um 19:00 Uhr macht Musiker Heinz Ratz mit seiner fahrbaren Bühne, dem Liedermacher-Überlebens-Mobil „LÜMMEL“, Station im Innenhof des Ratzeburger Rathaus. Auf Einladung der „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen gibt er dort ein Konzert unter dem Motto „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“. Die Art, mit der Heinz Ratz in seinen Songs schöne, traurige, provokante und amüsante Geschichten erzählt, fasziniert seine Fans. Immer wieder schafft er es, ohne erhobenen Zeigefinger all jene Dinge aus den Abgründen unserer Gesellschaft ans Tageslicht zu befördern, die wir normalerweise nur ungern eindringlicher betrachten. Heinz Ratz hat 2016 das „BOK“ – das Büro für Offensivkultur – gemeinsam mit Konstantin Wecker gegründet, als eine Art Notfallagentur und zum Schutze von Demokratie und Umwelt. Es handelt sich um ein bundesweites Bündnis von Künstlern aller Art: vornehmlich Musikern, aber auch Tänzern, Akrobaten, Clowns, Puppenspielern, darstellenden und bildenden Künstlern, die bereit sind, in kürzester Zeit auf Menschenrechtsverletzungen, Umweltdelikte und Bedrohung demokratischer Strukturen zu reagieren. In diesem Sinne ist es ihm ein besonderes Anliegen, sich mit seiner Musik gegen Rassismus zu stellen. Der Eintritt ist dank einer Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ frei, eine Anmeldung coronabedingt obligatorisch. Sie kann über die über die Plattform des Ratzeburger Musiksommers erfolgen, die das Konzert freundlicherweise unterstützt: https://musiksommer-2021.de/heinz-ratz/. Es können nur Teilnehmer*innen zugelassen werden, die nach den 3G-Regeln vollständig geimpft, getestet oder genesen sind und über einen entsprechenden Nachweis verfügen.

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Fachaustausch "RASSISMUS WIRKSAM & KONKRET BEGEGNEN!"

Die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ (PfD) lädt am 17.09.2021, von 16:00 – 19:00 Uhr im Zuge ihrer Kampagne „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“ zu einem Fachaustausch mit dem Titel "RASSISMUS WIRKSAM & KONKRET BEGEGNEN!" in den Ratssaal des Ratzeburger Rathauses. Im Fokus steht das Problemphänomen des „Institutionellen Rassismus” und die Fragestellung, wie man diesen erkennen und begegnen kann. Als fachkundiger Referent wurde Konrad Erben von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. (ISD) für einen Vortrag und eine anschließende Podiumsdiskussion gewonnen. Im Zuge des Austausches soll auch die kommunalen Kampagne „Herz einschalten – Rassismus ausschalten“ vorgestellt werden, auch als Anregung und Inspiration, wie gemeinsam vor Ort zusammen mit der Partnerschaft für Demokratie mehr Projekte zum Thema Rassismus entwickelt werden können. In diesem Sinne werden Best-Practice-Beispiele vorgestellt und über eine vertiefende Vernetzung vor Ort, gerade auf institutioneller Ebene, diskutiert. Der Fachaustausch zielt einerseits auf engagierte und interessierte Personen aus der Zivilgesellschaft und Kommunalpolitik, aber auch auf hauptamtliche Akteure in Schule, Kita, Jugendarbeit, Verwaltung, Polizei, Gericht, Kirche und Vereine. Die Organisatoren hoffen, einen Impuls für aktives Engagement gegen Rassismus setzen zu können. Interessierte am Fachaustausch werden im Vorwege um eine Anmeldung unter sauer@ratzeburg.de gebeten. Die Teilnehmerzahl ist coronabedingt begrenzt.

Ab 19:00 Uhr wird Liedermacher Heinz Ratz, der als politisch engagierter Künstler ebenfalls auf dem Podium sitzen wird, ein kostenfreies Konzert im Innenhof des Rathauses von der Bühne des „Liedermacher-Überlebens-Mobil – LÜMMEL“ geben, das den Fachaustausch aktiv und mit Botschaft beschließen soll. Unter den Coronabedingungen ist auch hier die Platzzahl begrenzt. Eine Anmeldung erfolgt über die Plattform des Ratzeburger Musiksommers¸, die das Konzert freundlicherweise unterstützt: https://musiksommer-2021.de/heinz-ratz. Es können nur Teilnehmer*innen zugelassen werden, die nach den 3G-Regeln vollständig geimpft, getestet oder genesen sind und über einen entsprechenden Nachweis verfügen.


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Pröpstin Frauke Eiben übernimmt Schirmherrschaft für den "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend"

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat bekommt bei seiner im Sommer gestarteten Suche für die ersten Preisträger*innen des „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ prominente Unterstützung. Pröpstin Frauke Eiben hat sich bereit erklärt, die Idee als Schirmherrin in Stadt und Umland zu tragen und Institutionen, Unternehmen, Gruppen oder Einzelpersonen, die sich in Projekten, Initiativen oder Konzepten beispielgebend, motivierend, durchdacht und gut umgesetzt für nachhaltiges Handeln einsetzen und in diesem Sinne Vorbilder in Stadt und Umland sind, zur Bewerbung aufzufordern. "Die Initiative des Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirates, mit dem 'Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend' positive Beispiele für nachhaltiges und klimaschützendes Verhalten auf kommunaler Ebene zu würdigen, finde ich großartig und sollte unbedingt Widerhall finden. Ich kann nur alle aufrufen, von der Kita- oder freien Jugendgruppe bis zur Schulklasse, von der Verwaltung bis zum Wirtschaftsbetrieb, von Vereinen bis zu engagierten Bürger*innen, sich zu bewerben. Es gibt ganz sicher preiswürdige Beispiele für nachhaltiges Handeln in unserer Stadt und dem Umland", sagte Pröpstin Frauke Eiben.


Der Nachhaltigkeitspreis lehnt sich an die «17 Ziele für nachhaltige Entwicklung» der Vereinten Nationen an und legt den Fokus auf folgende Kategorien: »Nachhaltige Städte und Gemeinden« - »Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster« - »Maßnahmen zum Klimaschutz« - »Leben unter Wasser« - »Leben an Land«. Zusätzlich wird die Kategorie »Beste Idee« ausgeschrieben, die im Rahmen einer Social-Media-Umfrage ausgewählt werden soll.

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

Bewerbungen können bis zum 15.11.2021 an den Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat unter jugendbeirat@ratzeburg.de gerichtet werden. Auch eine postalische Bewerbung über den Briefkasten des Ratzeburger Rathauses ist möglich: Ratzeburger Jugendbeirat, Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg - Stickwort: "Nachhaltigkeitspries der Ratzeburger Jugend". Informationen zur Ausschreibung und zum Bewerbungsverfahren sind unter www.ratzeburg.de/Stadt/Jugendbeirat eingestellt. Eine Jury, bestehend aus dem Jugendbeirat und weiteren Vertreter*innen von Jugendgruppen wird über die Vergabe entscheiden. Die erste Preisvergabe ist für den Jahresbeginn 2022 geplant.

Ratzeburger Stadtbücherei zeigt Ausstellung "Drei Steine - Graphic Novel gegen Rechts"

Die Stadtbücherei Ratzeburg präsentiert zusammen mit der Volkshochschule Ratzeburg vom September bis Ende Januar 2022 die interaktive Ausstellung “Drei Steine - Graphic Novel gegen Recht“ des Hamburger Comiczeichner Nils Oskamp. „Ich sagte meine Meinung gegen Nazis, das hätte mich fast umgebracht.“ Mit künstlerischem Feingefühl, dramaturgischem Geschick und zeichnerischer Stilsicherheit beschreibt Nils Oskamp in seiner autobiografischen Graphic Novel „Drei Steine“ die Geschichte seiner Jugend in den 1980er Jahren in Dortmund-Dorstfeld, wo er Opfer rechter Gewalt wurde. Er dokumentiert, wie die damaligen rechtsradikalen Jugendlichen fast unbestraft davonkommen und es bis in die Politik schaffen. Er erzählt von Lehrern, Polizeibeamten, Staatsanwälten, die Schläger aus der rechten Szene nicht ernst nahmen. Er erzählt von Eltern, die blind waren für die Gefahr, die ihren Kindern in der Schule drohte. Er erzählt von wenigen guten Freunden, die ihm beim Überleben halfen. Die Graphic Novel über seine Jugend, sein Leben mit der Angst und die Ohnmacht von Staat und Bevölkerung gegenüber rechtsradikaler Gewalt, ist eine beeindruckende und beängstigende Mahnung an alle, die den Rechtsradikalismus verharmlosen. Ein Werk, das umso bedrückender ist, da es auch dokumentiert, dass die rechte Bedrohung inmitten unserer Gesellschaft wächst, gedeiht und die Drahtzieher sich in vielen Regionen in Politik und Wirtschaft positionieren konnten. Die einzige authentische Geschichte in Deutschland eines Opfers rechter Gewalt. Sie handelt vom Widerstand und ist ein überzeugender Appell, nicht auf die Einflüsterungen rechter Ideologien hereinzufallen, sondern entschlossen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus entgegenzutreten. Die Arbeiten von Nils Oskamp wurde mit Rudolph Dirks Award ausgezeichnet. Zusätzlich zur Ausstellung wird Nils Oskamp in den weiterführenden Schulen in Ratzeburg Comic- und Filmworkshops und Lesungen für die jugendlichen Schülerinnen und Schüler durchführen.

Zur Eröffnungsveranstaltung am 04.09.2021 um 10:00 Uhr wird Nils Oskamp führt persönlich durch die Ausstellung führen, offen für alle Fragen und Gespräche. Das Chorprojekt POLITICALied wird den musikalischen Rahmen setzen, die Stadtbücherei umsorgende Gastgeberin sein. Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen unterstützen Ausstellung und Begleitprogramm mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Ratzeburger Volkshochschule startet Veranstaltungsreihe zu "Antisemitismus und Jüdisches Leben heute"

Bereits seit Jahresbeginn plant die Ratzeburger Volkshochschule zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. im Kontext der bundesweiten Feierlichkeiten "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" einen Programmbeitrag für Ratzeburg und das Umland unter dem Titel "Antisemitismus und Jüdisches Leben heute". Coronaverspätet kann dieses Kooperationsprojekt nun endlich starten und mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten Schlaglichter setzen, die zum Nachdenken über die vielen Facetten des Antisemitismus anregen, aber auch die Neugier wecken, jüdisches Leben in der Region kennenzulernen.

"In unserer Eröffnungsveranstaltung am 3. September 2021 um 19.00 Uhr in der St. Petri Kirche Ratzeburg präsentieren wir eine von Yad Vashem entwickelte Ausstellung mit dem Titel "Der Schmerz der Befreiung im Spiegel der Kunst". In die Ausstellung wird  Gabriele Hannemann als Vorsitzende und Gründerin des Vereins Yad Ruth e.V. einführen. Die Thematik wird durch einen Vortrag "Antisemitismus in Schleswig-Holstein" von Sigrid Richolt (LIDA e.V.) vertieft. Musikalisch begleitet das Duo "Pabameto" durch den Abend", beschreibt Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule, den geplanten Auftakt zur Veranstaltungsreihe.

Am 16.09.2021 um 15:00 Uhr ist eine kostenlose Führung durch das Jüdische Museum in Rendsburg gebucht. Die Anreise muss von Interessierten selbst organisiert werden, entweder in Fahrgemeinschaften oder über Gruppenfahrten der Regionalbahn. Am 29.10.2021 wird um 19.00 Uhr das „Theater im Stall“ ihr neuestes Stück in der Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule vorstellen. Der Titel des Theaterstücks von Heinz Rudolf Unger lautet „Ein Versteck im zwanzigsten Jahrhundert - Szenen einer Mischehe“. Es handelt von Judith. Sie ist Jüdin und hat deshalb ihr Theater-Engagement verloren. Arnolt ist noch am Theater, aber er, der mit seiner Frau alle großen Rollen gespielt hat, muss sich nun mit kleinen Rollen zufriedengeben. Sie müssen sich auf einem Dachboden verstecken, und sie versuchen, sich gegen die zunehmende Verzweiflung zu wehren, indem sie sich Begegnungen und Szenen vorspielen.

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe wird die Autorin und Zeitzeugin Eva Szepesì am 7. November 2021, um 18:00 Uhr in der St. Petri Kirche Ratzeburg aus ihren Lebenserinnerungen „Ein Mädchen allein auf der Flucht“ lesen. Eva Szepesis berichtet über ihr Leben während des Holocausts und vermag die Hörer*Innen auf eine erschreckende Reise in die Vergangenheit, die geprägt ist von Angst, Trauer und Schmerz, mitzunehmen. Der Autorin gelingt es, das Unsagbare in Worte zu fassen und so einen Einblick in das Schreckensregime der NS-Diktatur in Ungarn, Polen und der Slowakei zu geben. Musikalisch begleitet wird sie von dem Musiker und Komponisten Axel Weggen. Axel Weggen ist ein Experte auf dem Gebiet jüdischer Musik. Nach seinem Examen an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf widmete er sich der synagogalen Musik. Er gründete und leitet das Lewandowski-Ensemble für synagogale Musik und tritt mit diesem bundesweit auf. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Verein Yad Ruth e.V. aus Hamburg durchgeführt.

Zudem sind noch weitere Veranstaltungen in den Schulen geplant. Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist dank einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" frei. Es gelten jedoch für alle Veranstaltungen die aktuellen Corona-Verordnungen. Die Veranstalter bitten um eine Voranmeldung unter Telefon 04541/8000-146 oder online unter www.vhs-ratzeburg.de, da nur eine begrenzte Zahl an Sitzplätzen zur Verfügung steht. Eine Teilnahme ist jeweils nur unter der 3G-Voraussetzung -geimpft, genesen, getestet- möglich ist. Der Nachweis ist bei Zutritt zu den Veranstaltungsorten bereit zu halten.

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Ratzeburger Jugendbeirat lobt "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend" aus

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat lobt 2021 erstmalig den „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ aus. Dieser soll in Zukunft jährlich an Institutionen, Unternehmen, Gruppen oder Einzelpersonen verliehen werden, die sich in Projekten, Initiativen oder Konzepten beispielgebend, motivierend, durchdacht und gut umgesetzt für nachhaltiges Handeln einsetzen und in diesem Sinne Vorbilder in Stadt und Umland sind. Von der Kitagruppe bis zur Schulklasse, von der Verwaltung bis zum Wirtschaftsbetrieb, von Vereinen bis zu engagierten Bürger*innen, sie alle dürfen sich bewerben. Eine Jury, bestehend aus dem Jugendbeirat und weiteren Vertreter*innen von Jugendgruppen wird über die Vergabe entscheiden.


Der Nachhaltigkeitspreis lehnt sich an die «17 Ziele für nachhaltige Entwicklung» der Vereinten Nationen an und legt den Fokus auf folgende Kategorien: »Nachhaltige Städte und Gemeinden« - »Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster« - »Maßnahmen zum Klimaschutz« - »Leben unter Wasser« - »Leben an Land«. Zusätzlich wird die Kategorie »Beste Idee« ausgeschrieben, die im Rahmen einer Social-Media-Umfrage ausgewählt werden soll.

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

"Der Ratzeburger Jugendbeirat möchte mit dem „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ öffentlichkeitswirksam das Thema "Nachhaltiges Handeln“ in Ratzeburg und dem Umland bewegen. Der Preis soll anhand von positiven, preiswürdigen Beispielen Bewusstsein schärfen und sensibilisieren. Es ist ein Thema, dass für unsere Generation allerhöchste Priorität hat", sagt Lucca Rosenkranz, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates mit Verweis auf die Ergebnisse der Ratzeburger Jugendklimakonferenz, aus der diese Idee des „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ erwachsen ist. Das Team der Ratzeburger Jugendzentren GLEIS21 und STELLWERK unterstützen das Projekt.

Bewerbungen können bis zum 15.11.2021 an den Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat unter jugendbeirat@ratzeburg.de gerichtet werden. Auch eine postalische Bewerbung über den Briefkasten des Ratzeburger Rathauses ist möglich: Ratzeburger Jugendbeirat, Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg - Stickwort: "Nachhaltigkeitspries der Ratzeburger Jugend". Informationen zur Ausschreibung und zum Bewerbungsverfahren sind unter www.ratzeburg.de/Stadt/Jugendbeirat eingestellt. Die erste Preisvergabe ist für den Jahresbeginn 2022 geplant.

Positive Bilanz trotz Corona für die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen

Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen (PfD) zieht rückblickend eine positive Bilanz auf das Projektjahr 2020, das aktuell beim Bundesprogramm "Demokratie leben!" abgerechnet werden muss. Trotz Corona konnten im vergangenen Jahr 22 Projekte, darunter sieben Kleinprojekte und vier Jugendprojekte sehr erfolgreich gefördert werden.  Insgesamt wurden 9.000 Teilnehmer*innen erreicht, sogar ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zum coronafreien Projektjahr 2019. Dies liegt vor allem an den digitalen Projektangeboten, die im Zuge der Coronapandemie von den Projektträger*innen entwickelt und medial präsentiert werden konnten. In diesem Sinne war das Projektjahr 2020 für die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See auch eine Zeit des intensiven Lernens für alle Beteiligten. Doch trotz aller Erfolge mit Digitalformaten fehlte allen Projektträger*innen die direkte Begegnung von Mensch zu Mensch sehr. 

Auch im aktuellen Projektjahr 2021 konnte sich diese begegnungsfördernde Projektarbeit der  Partnerschaft für Demokratie noch nicht richtig entfalten. Zwar sind bereits 17 Projekte in die Förderung gekommen, die Umsetzung kann vielfach aber erst jetzt beginnen, mit der so ersehnten Verbesserung der Coronalage. "Wir konnten im ersten Halbjahr wieder nur mit digitale Formaten oder mit Hintergrundarbeiten in den Projekten starten, hoffen jetzt aber auf eine zweite Jahreshälfte mit zahlreichen, demokratiestärkenden Veranstaltungen", sagt Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der PfD. Es werden aktuell politischen Bildungsangebote geplant, Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", politische Filmvorführungen, eine jugendkompatible Ausstellung zum Thema "Rechtsextremismus", vielfältige Jugendprojekte zu den Themenfeldern Klimawandel und Europa, aber auch die Fortentwicklung der gestarteten offenen Antirassismuskampagne «Herz einschalten - Rassismus ausschalten«, zu der es schon im September einer gesonderten Fachtag geben wird. 

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»SelbstVerständlich Politik« - Politische Bildung im Offenen Kanal Lübeck

„SelbstVerständlich Politik“ ist der Titel einer Sendereihe, die sporadisch wiederkehrend politische Bildungsangebote aus Mölln und Ratzeburg in den Offenen Kanal Lübeck tragen will. Sie wird produziert vom Verein Miteinander leben e.V., der seit vielen Jahren als anerkannter freier Träger der politischen Bildung regelmäßig Vorträge und Seminare zu den verschiedensten politischen Themen im Lauenburgischen anbietet. Da dies in der Coronazeit nur mit Schwierigkeiten möglich ist, werden zunehmend auch andere Formate für die politische Bildung ausprobiert, wie Podcasts oder jetzt auch die Sendemöglichkeiten des Offenen Kanals Lübeck.

Die erste Sendung der Reihe befasst sich mit dem jüngst vollzogenen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und fragt: „Was bleibt?“. Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger aus Leipzig analysiert in einem Vortrag den längsten, verlustreichsten und kostenintensivsten Auslandseinsatz der Bundeswehr und gibt einen Überblick über die Gründe des deutschen Afghanistan-Engagements, über Verlauf, Erfolge und Misserfolge sowie seinem abrupten Ende. Die Sendung wird am 14.07.2021 um 15:00 Uhr, am 16.07.2021 um 10:00 Uhr und am 17.07.2021 um 18:00 Uhr ausgestrahlt und ist zu empfangen auf der Frequenz 98,8 MHz (106,5 Kabel) und als Direktsendungen im Internet unter www.okluebeck.deEine andere Möglichkeit ist der Empfang im Internet über die App "tunein".

Das Radioformat „SelbstVerständlich Politik“ wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg produziert und gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Politische Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule startet mit einem Online-Vortrag zu Afghanistan

Lange musste die Ratzeburger Volkshochschule und der Verein Miteinander leben e.V. warten, um ihre gemeinsam gestaltete und beliebte politische Bildungsreihe in diesem Corona-Jahr endlich starten zu können. Dabei steht unter dem Motto ”MEINUNGsbildung / MEINUNGsfreiheit / MEINUNGsvielfalt” bereits ein komplettes Vortrags- und Seminarprogramm in den Startlöchern und wartet auf spannende Publikumsbegegnungen. Mit einem Online-Beitrag soll die lange Wartezeit jetzt aber ein Ende finden.  Dr. Udo Metzinger, gern gesehener Dozent der politischen Bildung im Ratzeburger Ratssaal, hat sich bereit erklärt, aus dem fernen Leipzig den Startschuss für einen Auftakt mit einem zeitaktuellen Thema zu setzen. "'Wir sind dann mal weg!' - Der Afghanistan-Abzug der Bundeswehr und die Lage vor Ort" heißt der Titel des gestreamten Vortrages, der über die Videoplattform der "Digitalen Demokratiewerkstatt" am 27.05.2021 um 19:00 Uhr live präsentiert wird.  "Bis Anfang Juli sollen die letzten Soldaten der Bundeswehr Afghanistan verlassen haben. Damit endet der längste, verlustreichste und kostenintensivste Auslandseinsatz der Bundeswehr. Der Online-Vortrag gibt einen Überblick über die Gründe des deutschen Afghanistan-Engagements, über Verlauf, Erfolge und Misserfolge, analysiert die Ursachen für den nun doch recht abrupten Abzug und lädt zur Diskussion ein", so Dr. Udo Metzinger.

Die Teilnahme unter https://virsaal.de/b/mar-n5q-gue-elz ist kostenfrei. Der Vortrag wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

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»Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend« nimmt Gestalt an

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat nach längerer Coronapause seine Arbeit zur Einführung eines "Nachhaltigkeitspreises der Ratzeburger Jugend" wieder aufgenommen. In einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Jugendzentrums GLEIS21 wurden in Anlehnung an die “17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen die Kriterien für die geplante Preisvergabe entwickelt. Fünf Zielsetzungen standen dabei im Fokus der Diskussion zur Preisentwicklung: »Nachhaltige Städte und Gemeinden« - »Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster« - »Maßnahmen zum Klimaschutz« - »Leben unter Wasser« -»Leben an Land«. Imke Frerichs, Nachhaltigkeitsexpertin von „Brot für die Welt, unterstützte diesen Arbeitsprozess des Jugendbeirates beratend per Online-Videokonferenz.

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

"Wir haben uns in unserer Arbeitsgruppe in mehreren Schrittfolgen durch das Thema "Nachhaltigkeit" diskutiert. Die „17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen waren dafür eine gute Richtschnur, um das Thema in fünf Preiskategorien auf unsere kommunale Ebene in Ratzeburg herunterbrechen zu können. Dabei wurden auch die Themen und Ergebnisse unserer Ratzeburger Jugendklimakonferenz berücksichtigt", beschreibt Luc Petzold vom Ratzeburger Jugendbeirat den erfolgreichen Entwicklungsprozess.


Der Jugendbeirat legte zudem das weitere Vorgehen zur Preisvergabe und insbesondere zur Preisgestaltung fest. So ist für den 26.05.2021 von 16:00 - 18:00 Uhr eine erste Kunstwerkstatt unter Anleitung von Kulturpreisträger Ebrahim Sharghi im Jugendzentrum STELLWERK geplant, auf der Kinder und Jugendliche eingeladen sind, den Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend konzeptionell und bildlich in Entwürfen auszugestalten. In weiterer Werkstattarbeit sollen diese Entwürfe dann zu einem fertigen Produkt entwickelt werden, das den Nachhaltigkeitspreis entsprechend symbolisieren kann. Die Teilnahme an dieser Künstlerwerkstatt, die vom Team der Jugendzentren GLEIS 21 und STELLWERK des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg unterstützend organisiert wird, ist kostenfrei und wird unter coronakonformen Bedingungen durchgeführt.

Die offizielle Auslobung des "Nachhaltigkeitspreises der Ratzeburger Jugend" soll noch vor den Sommerferien gestartet werden, mit dem Ziel, bis zum November Vorschläge für potentielle Preisträger*innen zu erhalten. Eine Preisjury wird diese Eingabe sichten und unter der Maßgabe "beispielgebend", "motivierend", "durchdacht" und "gut umgesetzt" eine Entscheidung in den einzelnen Kategorien fällen. Eine erste Preisverleihung ist für 2021 geplant. Bei der Einführung des Nachhaltigkeitspreises unterstützt die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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"Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See präsentiert erste Ergebnisbroschüre

Mit einer neuen Broschüre blickt die "Partnerschaft für Demokratie" (PfD) der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See auf die Ergebnisse der ersten Förderperiode durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" zurück. Sie umfasst die Förderjahre 2017 - 2019, in denen insgesamt 81 Projekte mit den Fördermitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglicht werden konnte und die in der Summe 12.596 Menschen im Fördergebiet im Sinne der Demokratieförderung und der Gestaltung einer vielfältigen, toleranten und achtsamen Gesellschaft erreichten.


"Erst in dieser Zusammenstellung wird deutlich, wie viel wir in den vergangenen Jahren gemeinsam bewegen konnten unter unserem Motto "Mit Respekt auf Kurs""
, sagt Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der PfD, der über alle Projektförderungen zu entscheiden hat. "Besonders beeindruckend ist dabei die Bilanz der sogenannten Kleinprojekte, viele organisiert von engagierten Einzelpersonen oder Initiativen", ergänzt Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle der PfD, die Projektideen zur Förderung verhelfen soll. Insgesamt konnten im genannten Zeitraum 43 solcher Kleinprojekte mit Fördersummen unter 500 € unterstützt werden, die in der Summe aber rund 7.000 Teilnehmer*innen verzeichneten.  Viele der Projekte finden ihre Darstellung in der Broschüre, die einen Eindruck gibt, wie lebendig und kreativ Demokratie in Ratzeburg und dem umgebenden Amtsbereich Lauenburgische Seen gelebt und gestaltet wird. "In all unseren Förderbereichen, der Demokratieförderung, der Extremismusprävention und der Ausgestaltung des Zusammenlebens in unserer Einwanderungsgesellschaft, sind Menschen und Institutionen engagiert. Die Finanzierungshilfe durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" hebt diesen Schatz", sagt Mark Sauer von der Stadt Ratzeburg, federführend zuständig für die "Partnerschaft für Demokratie".

Die Broschüre kann digital als PDF hier oder auf der Webseite der PfD unter www.partnerschaftdemokratie.de eingesehen werden. Gedruckte Exemplare sind auf Anfrage unter 04541-8000-114 bei der Stadt Ratzeburg erhältlich.

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12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Die 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung kommt in diesem Jahr ganz coronakonform mit einem Programm von verschiedenen Online- und Präsenzveranstaltungen, die im Gegensatz zu früheren Konferenzen nicht an einem Tag, sondern im Zeitraum von Mai bis September 2021 an verschiedenen Terminen stattfinden werden. Vorträge, Workshops und Beteiligungsformate sollen die Gelegenheit bieten, miteinander darüber ins Gespräch zu kommen, vor welchen aktuellen Herausforderungen das demokratische Zusammenleben durch Rechtsextremismus gestellt wird und welche Antworten vor Ort darauf gefunden werden können. Die Regionalkonferenz will zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus und damit verbundene Phänomene insbesondere im ländlichen Raum stärken, Akteur*innen regional vernetzen und die gemeinsame Verantwortung für eine demokratische Kultur vor Ort fördern. Ursprünglich war die 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung in Schönberg (Mecklenburg) eingeladen und fühlt sich dem eigentlichen Veranstaltungsort weiterhin verbunden.

Schönbergs Bürgermeister Stefan Korn hat die Schirmherrschaft übernommen: "Als Partnerstadt der Stadt Ratzeburg, die 2012 die Initialzündung für dieses wichtige Projekt gab, ist es eine Ehre und förderlich zugleich, dieser überregionalen Plattform breitzutreten. Die Schirmherrschaft zu übernehmen bedeutet Verantwortung, bereichert unser regionales Netzwerk und gibt uns die Chance hier mitzugestalten! Darum begrüße ich als diesjähriger Schirmherr ausdrücklich die Ausrichtung der Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratieförderung in unserem regionalen Bereich, um den Bürgerinnen und Bürgern, Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden hier vor Ort die Probleme dieses gesellschaftlich wichtigen Themas vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen und der Notwendigkeit, stets wachsam zu sein, nahe zu bringen. Ich freue mich, Sie digital, als auch persönlich treffen zu dürfen und wünsche allen Akteuren und Teilnehmern gute Gespräche, interessante Inhalte und Ideen, neue Impulse und starke Partnerschaften!"

Programm der 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Den Auftakt der 12. Regionalkonferenz bildet der Online-Vortrag der Politikwissenschaftlerin und Publizistin Katharina Nocun zum Thema „Fake Facts“ am 08.05.2021, 10:00 - 13:30 Uhr, der sich damit auseinandersetzen wird, warum gerade in diesen Zeiten viele Menschen anfällig für Verschwörungsnarrative sind. An den Vortrag anschließen wird sich ein Austauschformat zum Thema für die Teilnehmer*innen der Konferenz.

Den Fragen, wie wehrhaft Demokratie vor Ort ist und welche Handlungsmöglichkeiten die öffentliche Verwaltung hat, geht der Rechtsanwalt und Professor für Allgemeines Verwaltungsrecht Torsten Barthel gemeinsam mit Mitgliedern von Bündnissen gegen Rechts in dem Workshop „Wenn Rechtsextreme die Wiese pachten“ nach. Die Online-Veranstaltung findet am 07.06.2021, 17:00 – 20:00 Uhr statt.

Der Online-Workshop „Von Reichsflaggen und Friedenstauben“ am 10.06.202117:00 – 20:00 Uhr wird angeboten von Lyn Blees und Johannes Marhold (Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein, AWO LV SH) und nimmt die gegenwärtigen „Corona-Proteste“ in den Fokus. Angesichts des heterogenen Protest-Milieus sollen in der Veranstaltung die verschiedenen ideologischen Anknüpfungspunkte zum Rechtsextremismus aufgezeigt und diskutiert werden.

Unter dem Motto „Ich gestalte meine Heimat mit“ findet im Zeitraum 05.07. – 09.07.2021 ein Jugend-Beteiligungscamp in Schönberg statt, das im Rahmen des Vernetzungstreffens von Jugendforen aus Nordwestmecklenburg, Wismar und Herzogtum Lauenburg angeboten wird.

Die Referent*innen Claudine Nierth (Mehr Demokratie e.V.) und Annegret Kühn (Bürger:innenRat für Zukunftsfragen (BfZ) zum Thema Arbeit) setzen sich in einer weiteren Präsenz-Veranstaltung mit dem Thema „Methode oder Wirksamkeit von Bürgerräten“ oder „Wer spaltet wird einsam“ auseinander. Die Veranstaltung findet im Fürstengarten der Stadt Lauenburg am 04.09.2021, 10:00 – 17:00 Uhr statt.

Der Online-Workshop „Gesellschaft dekolonialisieren? – Postkoloniale Perspektiven am Beispiel von anti-asiatischem Rassismus“ findet in Kooperation des Kultur- und Politikwissenschaftlers Dr. Kien Nghi Ha und der Initiative „Kiel Postkolonial statt (09.09.2021, 17:00 – 20:30 Uhr).

Abschluss der diesjährigen Regionalkonferenz bildet die Präsenzveranstaltung „Rechtsextremismus in Schulen“, welche als Informations-, Beratungs-, und Ideenbörse für Schulalltag und Unterricht am 29.09.2021, 10:00 – 16:00 Uhr in der Palmberghalle in Schönberg stattfinden wird. Zu den Referent*innen dieses Tages gehören Kurt Edler (Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik), das Team der Mobilen Aufklärungseinheit Extremismus in Mecklenburg-Vorpommern (MAEX) sowie das Team der Ausstiegs- und Distanzierungsberatung JUMP. Anmeldungen zur Teilnahme sind obligatorisch. Die genannten Ausschlusskriterien der Veranstalter*innen sind gültig. Alle Informationen finden sich unter www.regionalkonferenz.eu.


Die Regionalkonferenz Rechtsextremismus findet in diesem Jahr in Kooperation mit der Stadt Schönberg und den Partnerschaften für Demokratie Nordwestmecklenburg und Wismar statt und wird organisiert vom Verein Miteinander leben e.V., dem Ratzeburger Bündnis, dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein, dem RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Lauenburg und dem Fachdienst Familie und Schule, Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn.

Die Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung wurde 2012 in Ratzeburg ins Leben gerufen, als Ergebnis eines länderübergreifenden Fachaustausches von Städten und Gemeinden zum Thema Rechtsextremismus, der einen bedrückenden Erfahrungshorizont der Beteiligten offenbarte. Noch im gleichen Jahr wurde die Idee einer überregionalen Plattform für Vernetzungen und Weiterbildungen zu den Bereichen Demokratieförderung und der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus konkret umgesetzt und für engagierte Menschen aus dem norddeutschen Raum erstmalig angeboten. Der Erfolg des Formates von hochaktuellen Workshopangebote, Vernetzung und Austausch sowie die Durchweg positive Resonanz der Konferenzteilnehmer*innen führte in der Folgezeit zu einer wiederholten Auflage der Regionalkonferenz. So wurden bis 2019 auf insgesamt 11 Regionalkonferenzen über 1.500 Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Akteure gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus handlungsorientiert geschult, überregional vernetzt und fachlich-inhaltlich fortgebildet werdet. Die Regionalkonferenz wanderte dabei durch den norddeutschen Raum mit Stationen in Ratzeburg (2012, 2013, 2018), Lübtheen (2013), Grevesmühlen (2014), Bargteheide (2014), Lübeck (2015), Mölln (2015), Wismar (2016), Boizenburg (2017) und Lauenburg (2019).


"Digitale Demokratiewerkstatt" der VHS Ratzeburg bietet weitere Workshopreihe für digitale Projektarbeit

Die "Digitale Demokratiewerkstatt" der Ratzeburger Volkshochschule ist im vergangenen Jahr mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen ins Leben gerufen worden, um digitale Angebotsformate für demokratiestärkende Projektarbeit zu fördern und zu vermitteln. In diesem Sinne wird ab dem 20.04.2021 ab 18:00 Uhr die Workshop-Reihe mit einem Praxisworkshop „Facebook, Twitter & Co“  fortgesetzt. Wie gestaltet man professionelle Profile? Welche Darstellungsmöglichkeiten und Funktionen bieten die verschiedenen Socialmedia-Plattformen? Und worauf ist in der Welt der sozialen Netzwerke besonders zu achten ist? Am 27.04.2021 ab 18.00 Uhr wird das Augenmerk auf die Vorbereitung eines eigenen Online-Workshops oder Online-Vortrags gerichtet. Passend dazu am 04.05.2021 die Erstellung einer PowerPoint Präsentation in einem Online-Workshop/Vortrag. Am 01.06.2021 wird überdies die Arbeit mit dem Grafik- und Design-Programm Canva vorgestellt.

Wie schon in den vorhergegangenen Workshops sollen mit diesem Fortbildungsprogramm die vielfältige Möglichkeiten für begleitende Projektarbeit in den sozialen Medien aufgezeigt werden. Die Teilnahme an diesen Workshops ist aufgrund einer Förderung durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter volkshochschule@ratzeburg.de. Hier erhält man die jeweiligen Zugangslinks. Gearbeitet wird auf der Konferenzplattform "BigBlueButton".

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Ratzeburger Jugendbeirat sammelt Ideen in einer Klausur

Auf einer Planungsklausur in der Ratzeburger Jugendherberge hat der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Ratzeburg vor wenigen Tagen unter Moderation des Stadtjugendpflegers Peter Linnenkohl Ideen für die Arbeit im ersten gemeinsamen Amtsjahr gesichtet und gesammelt. Ziel war es dabei, vor allem die neugewählten Mitgliedern in die laufende Arbeit des Jugendbeirates einzubinden, aber auch ihre Vorstellungen für die weitere Beiratsarbeit aufzunehmen.


Als konkrete Ergebnisse wurde die Einrichtung eines Arbeitskreises "Öffentlichkeitsarbeit" beschlossen, der für eine bessere öffentliche Wahrnehmung und Kommunikation des Jugendbeirates bei und mit Jugendlichen sorgen soll, sowie eine Intensivierung des Austauschs mit Jugendlichen in den europäischen Partnerstädten und eine verstärkte Vernetzung mit Jugendbeiräten im Kreis und der Region. Ebenso möchte der Jugendbeirat für die Umsetzung der Empfehlungen aus der Ratzeburger Jugendklimakonferenz werben und zum Thema Klimaschutz Akzente setzen. Auch zum Thema Rassismus und Diskriminierung soll eine deutliche Positionierung erfolgen, auch in Form eines eigenen Videobeitrages zur Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten". Darüber hinaus bleibt die Entwicklung weiterer attraktiver Angebote für junge Menschen ein Dauerthema im Jugendbeirat.

„Es war schön erleben zu können, wie die sich neuen Mitglieder des Jugendbeirates mehr und mehr mit dem Beirat  identifizierten. Das macht Lust auf die Zukunft!“, beschrieb Stadtjugendpfleger Peter Linnenkohl die sehr kollegiale Arbeitsatmosphäre der Klausur. Auch Jugendbeiratsvorsitzender Lucca Rosenkranz zeigte sich mit den Arbeitsergebnissen zufrieden und beeindruckt: "Das wird eine herausfordernde Aufgabe für uns, möglichst viel von den Zielen und Wünsche des Workshoptages umzusetzen, ohne das wir uns dabei verzetteln." Das Format einer solchen Jugendbeiratsklausur soll auf jeden Fall beibehalten werden.

Gefördert wurde diese Klausur des Ratzeburger Jugendbeirates durch den Jugendfond der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen mit Mitteln des Bundesprogramm "Demokratie leben!" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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"Vorsicht! Vorurteile!" - Aktionstag des Bundes findet Resonanz in Ratzeburg

Die Partnerschaft für Demokratie (PfD) der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen hat sich am bundesweiten Aktionstag "Vorsicht! Vorurteile!", der im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum 18.03.2021 ausgerufen wurde, mit eigenen Aktionen vor dem Rathaus und an den weiterführenden Schulen beteiligt. Mit einer großformatigen Bodenmatte wurde vor diesen Gebäuden auf die Notwendigkeit hingewiesen, nicht gleichgültig, sondern achtsam miteinander umzugehen und Rassismus gemeinsam entgegenzutreten. „Von Vorurteilen ist niemand frei. Sie dürfen sich nur nicht in einem festsetzen. Wir sollten immer aufmerksam sein, damit wir unsere eigenen Vorurteile auch als solche erkennen. Hier ist vor allem eine selbstkritische Haltung gefragt", sagte Bürgermeister Gunnar Koech zum Auftakt des Aktionstages.


Die Kampagne „Vorsicht, Vorurteile!“ will auf vorhandene Voreinstellungen und Alltagsrassismus aufmerksam machen sowie anregen, sich im persönlichen Umfeld kritisch zu rassistische Handlungen und Aussagen zu positionieren, eigene Vorurteile und Stereotype zu hinterfragen und sich mit den Mechanismen von Rassismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu beschäftigen. Ganz in diesem Sinne wurde seitens des PfD am Aktionstag auch die eigene Rassismuskampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" offiziell gestartet und die dazugehörige Webseite www.herzein-rassismusaus.de freigegeben. Sie will Informationen rund um aktuelle Projekte und Angebote im Kreis geben, die sich aktiv gegen Rassismus wenden, Ideen zu weiterem Engagement vermitteln und Menschen motivieren, ihre Haltung zu diesem Thema in persönlichen Videoclips öffentlich zum Ausdruck zu bringen.

"Ich denke, Albert Einstein hatte recht, als er sagte: 'Es ist leichter einen Atomkern zu spalten, als ein Vorurteil.' Jedes Vorurteil ist es wert, täglich überdacht zu werden. Ob das nützt? Probiert es aus, täglich", sagte Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zum Kampagnenstart am Aktionstag "Vorsicht! Vorurteile".

Kampagne »Vorsicht, Vorurteile!« des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufenen Bundesprogramms »Demokratie leben!«

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"Herz einschalten - Rassismus ausschalten"

"Herz einschalten - Rassismus ausschalten" ist der Titel einer Kampagne, mit der sich die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen in diesem Jahr an den "Internationalen Wochen gegen Rassismus" beteiligt. Mit großformatigen Kunstplakaten, die im Rahmen eines Wettbewerbes im vergangenen Jahr von Susan Arp, Gesine Biller und Barthold Dunker gestaltet wurden, soll an zwei prägnanten Standorten entlang der Ausfallstraßen in Richtung Mölln und Schwerin daran erinnert werden, dass Rassismus und Vorurteile immer noch in der Gesellschaft und in den Köpfen vieler Menschen gären. Die Plakate wollen mahnen, achtsam zu sein, aufeinander, aber auch mit Blick auf die eigenen Gedanken, in denen sich viel zu schnell Vorurteile einschleichen und verfestigen können. Da ist häufig vor allem das Herz gefragt, um korrigierend einzugreifen, um Mitmenschlichkeit und Mitgefühl zu zeigen, anstatt abzulehnen und sich abzuwenden.


Ein weiterer Eckpunkt der Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" wird zum Aktionstag "Vorsicht, Vorurteile! Wir setzen ein Zeichen gegen Rassismus“ gestartet, zu dem das Bundesprogramm "Demokratie leben!" im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 18.03.2021 aufruft. Zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. öffnet die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See unter www.herzein-rassismusaus.de eine gleichnamige Webseite zur Kampagne. Auf ihr wird kreisweit über vorbildliche Aktionen und Programme gegen Rassismus und Vorurteile informiert und Menschen die Möglichkeit gegeben, sich in einem Videoportal mit selbstgestalteten Kurzbotschaften gegen den Rassismus in unserer Gesellschaft persönlich zu positionieren. Die Webseite soll dabei wachsen, in ihren Informationsangeboten und in ihrer Aussagekraft. Sie lädt zum Mitmachen ein, eigene Standpunkte zu zeigen, über eigene Erfahrungen zu berichten, eigene Ideen und Veranstaltungen darzustellen und will so selbst Ideenbörse für weiteres Engagement werden. Einmalige Aktionen finden auf ihr ebenso Raum, wie verfügbare Angebote für Schulen und Jugendgruppen in der Region, die zum Abbau von Vorurteilen beitragen wollen.

"Wir wollen mit unserer Kampagne "Herz einschalten - Rassismus ausschalten" einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt in unserer "Partnerschaft für Demokratie" besonders voranbringen. Wir möchten motivieren, sich aktiv mit dem Thema "Rassismus" auseinanderzusetzen, eigene Aktionen zu entwickeln und sie mit unserer Unterstützung durchzuführen. Aber auch sich selbst einmal dazu Gedanken zu machen und diese öffentlich zu äußern. Wir wollen und müssen vorankommen gegen Rassismus und Vorurteile in unser Gesellschaft", sagt Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft für Demokratie.

"Digitale Demokratiewerkstatt" der VHS Ratzeburg bietet Workshopreihe für digitale Projektarbeit

Die "Digitale Demokratiewerkstatt" der Ratzeburger Volkshochschule ist im vergangenen Jahr mit Unterstützung der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen ins Leben gerufen worden, um digitale Angebotsformate gerade auch im Bereich der begleitenden Projektarbeit zu fördern und zu vermitteln. In diesem Sinne werden am 09.03.2021 ab 18:00 Uhr in einem Workshop die drei bekanntesten frei zugänglichen Videokonferenz-Tools "Zoom", "BigBlueButton", und "Jitsi" vorgestellt. Was gibt es hier für Unterschiede, wie meldet man sich an und welche Funktionen stehen zur Verfügung? Am 16.03.2021 ab 18:00 Uhr wird ein einführender der Blick in die Welt der sozialen Netzwerke von "Facebook", "Instagram", "Twitter & Co" gerichtet. Welche Plattform passt am besten zu den eigenen Bedürfnissen?  Wo liegen die Unterschiede? In einem nachfolgenden Praxisworkshop am 20.04.2021 ab 18:00 Uhr sollen dazu die vielfältigen Möglichkeiten für begleitende Projektarbeit in den sozialen Medien aufgezeigt werden. Wie gestaltet man professionelle Profile? Welche Darstellungsmöglichkeiten und Funktionen bieten die verschiedenen Socialmedia-Plattformen? Und worauf ist in der Welt der sozialen Netzwerke besonders zu achten ist? Die Teilnahme an diesen Workshops ist aufgrund einer Förderung durch das " Bundesprogramm Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter volkshochschule@ratzeburg.de. Hier erhält man die jeweiligen Zugangslinks. Gearbeitet wird auf der Konferenzplattform "BigBlueButton".


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"Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amt Lauenburgische Seen startet erfolgreich ins neue Jahr

Mit zahlreichen demokratiestärkenden Projekten startet die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amt Lauenburgische Seen ins neue Jahr. Auf seiner jüngsten Online-Sitzung hat der zuständige Begleitausschuss unter Vorsitz von Gesine Biller über sieben Projektanträge beraten, die von den jeweiligen Initiatoren in persönlichen Schalten vorgestellt wurden. So warb Alina Schilling vom Verein Politik zum Anfassen e.V. für eine Neuauflage des sehr erfolgreichen Jugendbeteiligungsprojektes "PIMP YOUR TOWN" in Ratzeburg und verwies auf die guten Ergebnisse und Bewertungen aus 2019. Bei "PIMP YOUR TOWN" gestalten Schüler*innen über mehrere Tage ihre Kommunalpolitik und werden dabei von Kommunalpolitiker*in tatkräftig unterstützt. Martin Turowski vom Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V. stellte die Fortführung des Projektes "Politischer Film ... GANZ GROSS" vor, das bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 seinen vielversprechenden Auftakt nehmen konnte, dann coronabedingt aber unterbrochen wurde. In einer eigenständigen Filmreihe bietet der Filmclub jeweils mittwochsabends themenbezogene politische Filme für kleines Geld und für Jugendliche bis 21 Jahre sogar ganz ohne Eintritt an. Der Förderverein der Ratzeburger Volkshochschule reichte gleich zwei Projekte zur Beratung ein. Zum Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" möchte Silvia Tessmer eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Ausstellungen und kulturellen Angeboten in Ratzeburg organisieren, mit dem Blick auf "Jüdisches Leben und Antisemitismus heute". Weitergeführt werden soll zudem die Arbeit der "Digitalen Demokratiewerkstatt", mit zahlreichen Bildungsangeboten zum Einsatz digitaler Formate in der Projektarbeit. Uta von Bassi von der BUND Ortsgruppe Ratzeburg bat den Begleitausschuss um eine Anschlussfinanzierung für das 2020 gestartete Projekt "Apfelbäume für Meinungsvielfalt", das coronabedingt nicht ganz abgeschlossen werden konnte. Zwar wurden wie geplant an vielen Orten im Fördergebiet sogenannte „Korbiniansapfelbäume“ gesetzt. Allerdings bedarf es noch einer entsprechenden Beschilderung, die über den Ortsbezug und vor allem auch über den Namensgeber Korbinian Aigner und dessen Leben informieren. Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. stellte eine Projektidee zur politischen Bildung vor. Unter dem Titel "MEINUNGSbildung, MEINUNGSfreiheit, MEINUNGSsvielfalt" plant er ein informatives und vielfältiges Programm rund um den Artikel 5 des Grundgesetzes, nicht nur zum Zuhören oder Zuschauen, sondern auch zum Mitdebattieren. Abschließend bat Karl Schneider von der BQG Personalentwicklung gGmbH den Begleitausschuss, in 2021 auch wieder sogenannte "Kleinprojekte" fördern zu können, die mit kleinem Geld demokratiestärkende Projektideen von Einzelpersonen, Initiativen oder Schulklassen ermöglichen sollen.


Alle Projektideen konnten die Mitglieder des Begleitausschusses überzeugen und erhielten ein positives Fördervotum aus dem mit 60.000 € ausgestatteten Aktions- und Initiativfond der "Partnerschaft für Demokratie", die über das Bundesprogramm "Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Zuvor hatte sich auch der Ratzeburger Jugendbeirat mit einer ersten Projektförderung in 2021 auf den Weg gemacht. Aus dem von ihm verwalteten Jugendfond in Höhe von 10.000 € wurde die Fortführung des Projektes "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend" bewilligt, das 2020 coronabedingt mehrfach unterbrochen werden musste.

Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zeigte sich mit dem gelungenen Start ins Förderjahr 2021 sehr zufrieden: "Ein Beleg für die demokratiestärkende Projektarbeit ist die "Digitale Demokratiewerkstatt", die unter anderem den Begleitausschuss befähigt hat, Sitzungen Online abzuhalten und aktiv handlungsfähig zu sein."

Auch wenn schon einiges an Fördergeldern vergeben werden konnte, sind die Förderfonds noch nicht ausgeschöpft. Bereits Ende Februar will der Begleitausschuss noch einmal online zusammenkommen, um weitere Förderanträge zu beraten. Projektträger, die eine Idee im Sinne der Demokratiestärkung, der Extremismusprävention oder für das gelingende Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft haben, sollten hier Kontakt zur Koordinierungs- und Fachstelle des Förderprogramms aufnehmen. Informationen und Kontakte sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden.


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"Digitale Demokratiewerkstatt" öffnet Möglichkeiten für mehr digitale Projektarbeit

Aus der Not eine Tugend machen, so lässt sich der Impuls zur Gründung der "Digitalen Demokratiewerkstatt" beschreiben, die auf Initiative des Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen im vergangenen Jahr ihre Arbeit aufgenommen hat. "In der neuen Coronazeit ist so vieles zum Erliegen gekommen, Kultur- und Bildungsangebote, aber auch all die demokratiestärkenden Projekte der Partnerschaft für Demokratie", beschreibt Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule die Ausgangslage im Frühjahr 2020. Die Idee, hier mit digitalen Formaten entgegenzusteuern, erschien da als eleganter Ausweg aus den Beschränkungen. Erste Umsetzungsversuche führten jedoch zu einer gewissen Ernüchterung, fehlte doch in vielen Bereichen einfach der Erfahrungshorizont mit digitaler Projektarbeit. Fehlende Ausrüstung, fehlendes Know-How und auch fehlende Konzepte erwiesen sich als große Hürden. Gründe genug für das Team der Ratzeburger Volkshochschule, dies als Bildungsauftrag zu begreifen und eine "Digitale Demokratiewerkstatt" zu gründen. "Diese Werkstatt soll digitale Projektarbeit möglich machen. Einerseits mit modernem Equipment, das von gemeinnützigen Projektträgern für ihre digitalen Ideen ausgeliehen werden kann, die der Demokratieförderung dienen. Andererseits aber auch über Lern- und Fortbildungsangebote zur digitalen Projektarbeit, beispielsweise für digitale Projektdokumentationen oder für eigenständige digitale Projektbausteinen", sagt Silva Tessmer. So sollen zukünftig Videos oder Podcast entstehen können, aber auch digitale Projektarbeit möglich werden. Dazu  wurden in einem ersten Schritt die technischen Voraussetzungen geschaffen, mit einem Server für datenschutzkonforme Videokonferenzen oder die Anschaffung von Ton- und Videoausrüstung, beides zukünftig ausleihbar für gemeinnützige digitale Projektarbeit. In diesem Sinne wurde bereits im Herbst ein erstes Projekt der Partnerschaft für Demokratie (PfD) digital begleitet.

"Digitale Demokratiewerkstatt" öffnet Möglichkeiten für mehr digitale Projektarbeit
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"Digitale Demokratiewerkstatt" öffnet Möglichkeiten für mehr digitale Projektarbeit
© Volkshochschule Ratzeburg 

"Digitale Demokratiewerkstatt" öffnet Möglichkeiten für mehr digitale Projektarbeit, wie die Dokumentation der Lesung "Vom Gehen und Ankommen" als Videoclip © Volkshochschule Ratzeburg

Die Lesung vom "Gehen und Ankommen" in der St. Petri Kirche wurde filmisch dokumentiert und in einem Videoclip aufbereitet. Aber auch die Vermittlung digitaler Fähigkeiten wurde vorangetrieben, beispielsweise mit mehreren Workshops zum neuen Videokonferenzsystem. Der Begleitausschuss der PfD trainierte unterstützt durch das Team des Jugendzentrums GLEIS21 in diesem für viele Mitglieder noch ungewohntem Medium. Mit Erfolg. Zwei Sitzungen konnten im Corona-Lockdown erfolgreich absolviert werden. Die Möglichkeiten der "Digitalen Demokratiewerkstatt" wurden überdies auch vom Ratzeburger Jugendbeirat mit Interesse verfolgt und genutzt. So wurde noch im Dezember ein Online-Workshop zum Thema "Nachhaltigkeit" organisiert, an dem auch das GLEIS21 und Nachhaltigkeitsexpertin Imke Frerichs von 'Brot für die Welt' teilnahmen. Auch die für Organisation der 12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung wurde über die "Digitale Demokratiewerkstatt" online unterstützt.

Im kommenden Jahr soll der Fokus der Werkstattarbeit auf Wissensvermittlung gelegt werden. Wie gestalte ich einen ansprechenden Podcast oder Videoclip? Wie baue ich digitale Elemente in meiner Projektarbeit ein? Wie kann ich meine Projektergebnisse digital präsentieren? Dies alles sind Fragestellungen, die in verschiedenen Bildungsangeboten mit erfahrenen Experten in einer Weise bearbeitet werden sollen, mit dem Ziel, neugierig zu machen und Interesse zu wecken an den vielfältigen Möglichkeiten digitaler Projektarbeit. "Wir hoffen, dass wir mit der "Digitalen Demokratiewerkstatt" noch mehr Impulse für demokratiefördernde Projekt setzen können", beschreibt Silvia Tessmer ihre Erwartungen.

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Ratzeburger Veranstaltungsreihe zu jüdischem Leben und Antisemitismus erfuhr viel Zuspruch

„Was weißt Du von jüdischem Leben und Antisemitismus heute?” - Unter dieser Fragestellung hatten sich der Verein Miteinander leben e.V., die Liberalen Jüdischen Gemeinde Lübeck und die Volkshochschule Ratzeburg im Frühjahr zusammengefunden, um im Jahresverlauf 2020 gemeinsam ein attraktives Programm aus Vorträgen, Exkursionen und Kulturveranstaltungen in Ratzeburg zu organisieren, das neugierig machen, informieren und sensibilisieren sollte. Die Corona-Pandemie durchkreuzte die ersten Planungen, konnte die Organisatoren letztlich aber nicht entmutigen. Im Herbst bot sich schließlich doch die Möglichkeit, unter Einschränkungen zwei musikalische Lesungen, eine Ausstellung sowie ein Vortragsabend zu veranstalten, mit jeweils großer Resonanz und öffentlichem Zuspruch.

Zusammen mit dem Ensemble vom "Theater im Stall" und Musiker Peter Köhler wurde im September eine musikalische Lesung „Adressat unbekannt“ nach dem Roman von Kressmann Taylor, coronabedingt an zwei Abenden, im Ratssaal des Ratzeburger Rathaus präsentiert. Nachfolgend wurde in der Stadtbücherei die Ausstellung „Du Jude“ der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gezeigt, die die Geschichte und die vielfältigen Gegenwartsphänomene des Antisemitismus thematisiert. Die Ausstellung wanderte anschließend für weitere 14 Tage in die Lauenburgische Gelehrtenschule für schulinternen Unterricht. Das Programm beschließen konnte Journalist und Autor Igal Avidan im November mit einem Vortrag zu und aus seinem Buch „Mod Helmy – wie ein arabischer Arzt Juden vor der Gestapo rettete“.


Aus Sicht der drei Veranstalter konnte die Programmreihe die selbst gesteckten Ziele trotz Corona voll erfüllen, sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich des guten Zuspruchs durch ein interessiertes Publikum. Insgesamt haben rund 850 Besucher*innen und rund 150 Schüler*innen die Veranstaltungsangebote angenommen. Es sind darüber hinaus bereits weitere Veranstaltungsideen in diesem bewährten Kooperationsgefüge entstanden, gerade mit Blick auf die bundesweite Gedenkveranstaltungsreihe ”1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland” im kommenden Jahr.

Die Veranstaltungsreihe wurde gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen mit Mitteln aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Partnerschaft für Demokratie Ratzeburg/Amt Lauenburgische Seen startet ins neue Jahr

Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen startet das neue Jahr mit einem frisch gefüllten Fördertopf für weitere Projekte zur Demokratiestärkung, zur Extremismusprävention und zur friedvolles Gestaltung des Zusammenlebens in der Einwanderungsgesellschaft. Pünktlich zum Jahreswechsel erreichte der Förderbescheid des Bundesprogramms "Demokratie leben!" aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Ratzeburger Rathaus. Damit stehen 2021 wieder rund 112.500 € an Bundesmittel bereit, die ergänzt um weitere 12.500 € aus den Haushalten der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen Projektförderungen aus einen Aktions- und Initiativfond (60.000 €) und einem Jugendfond (10.000 €) ermöglichen sollen. Darüber hinaus wird auch die Fortführung der Koordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH gesichert, die Projektträger bei der Umsetzung von Projektideen fachkundig unterstützen soll. Ebenso sind Fördermittel für Öffentlichkeits-, Partizipations- und Netzwerkarbeit eingestellt.


Zu einer erste Förderrunde wird bereits im Januar 2021 aufgerufen. Am 21.01.2021 will der Begleitausschuss über erste Projektanträge entscheiden, die ab sofort gestellt werden können. Förderrichtlinien, Antragsformulare und die Kontaktdaten zur Koordinierungs- und Fachstelle sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden. "Die Mitglieder des Begleitausschusses freuen sich, wieder über kreative, engagierte und spannende Projektideen zur aktiven Demokratieförderung beraten zu können", sagt Ausschussvorsitzende Gesine Biller und bittet alle potentiellen Projektträger, sich zwecks Antragsberatung an die Koordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH zu wenden.

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Trotz Corona ... viel politische Bildung und ein neugegründetes Bildungsnetzwerk in Ratzeburg

Der Verein Miteinander leben e.V. und die Ratzeburger Volkshochschule blicken trotz Corona auf ein erfolgreiches Jahr politischer Bildung zurück.  Sowohl vor dem Lockdown im Frühjahr als auch im Verlauf des gemeinsamen Herbstsemesters konnten unter dem Titel „Demokratie=informiert + engagiert“ mehrere Vorträge und Seminare zu aktuellen politischen Themen durchgeführt werden. Im Fokus standen dabei Themen wie Klimawandel, Rechtspopulismus, die amerikanische Präsidentschaftswahl und die außenpolitische Bilanz von Präsident Trump sowie Migration und Demokratieentwicklung in Afrika. „Wir mussten lediglich einen geplanten Vortrag zum Thema ‚Wie arm ist Deutschland‘ mit Prof. Dr. Harald Ansen im April coronabedingt absagen. Dieser soll im kommenden Jahr aber nachgeholt werden“, sagt Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V..

Deutlich schwieriger zeigte sich allerdings die Umsetzung von Bürgerwerkstätten zu aktuellen politischen Fragen. Themenstellungen wie „Mobilität von morgen“, „Bildungszusammenarbeit“ oder „Demokratie und Digitalisierung“ waren ursprünglich im Form von kommunalen Demokratiekonferenzen geplant worden. Hier erwies sich die Durchführung als schwierig, so dass nur zum Thema „Bildungszusammenarbeit“ eine Bürgerwerkstatt in der Ernst-Barlach-Schule, den Räumen der Ratzeburger Volkshochschule, ermöglicht werden konnte. Dies allerdings mit beachtlichen Ergebnissen. Vertreter*innen von unterschiedlichen Bildungsträgern aus Ratzeburg, so von der BQG Personalentwicklung gGmbH, dem Diakonischen Werk Herzogtum Lauenburg, der Evangelischen Familienbildungsstätte, den Jugendzentren GLEIS21 und STELLWERK, der Offenen Ganztagsschule, der Stadtbücherei sowie der Volkshochschule Ratzeburg, berieten zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. im November in einem moderierten Verfahren gemeinsam über Möglichkeiten von sinnvollen Kooperationsbeziehungen mit Blick auf außerschulische bildungspolitische Herausforderungen.

Digitalisierung, Integration, politische Bildung im Sinne einer Demokratiestärkung oder Chancengleichheit wurden hier als mögliche Kooperationspunkte diskutiert. Ebenso wurde die zukünftige Entwicklung von kommunalen Bildungsstätten als Begegnungsorte für Bürger*innen, ein gemeinsames, zukunftsorientiertes Fortbildungsprogramm für Bildungsträger sowie eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit im Sinne einer starken „Kommunalen Lobby für Bildung“ erörtert. Einig waren sich alle Beteiligten, dass außerschulische Bildung in diesen Zeiten des gesellschaftlichen Wandels einen hohen Stellenwert und eine hohe Priorität haben muss. Es geht dabei um nicht weniger als die Vermittlung von wesentlichen Bürgerkompetenzen, die Orientierung in der sich verändernden Gesellschaft geben und einen informierten und engagierten politischen Diskurs zu wichtigen Zukunftsthemen des gesellschaftlichen Zusammenlebens ermöglichen.

„Diese Bürgerwerkstatt mit Vertreter*innen nahezu aller außerschulischen Bildungseinrichtungen in der Stadt hat einen deutlichen Willen und Impuls für intensivere Zusammenarbeit in wichtigen Bildungsfragen geben können. Davon wird Ratzeburg und das Umland auf lange Sicht sehr profitieren können“, zeigte sich Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule überzeugt.

Das politische Bildungsprogramm und die Bürgerwerkstatt „Bildungszusammenarbeit“ wurden wiederum gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen.

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Apfelbäume für Meinungsfreiheit und Demokratie

 „Apfelbäume für Meinungsfreiheit und Demokratie“ ist der Titel eines außergewöhnlichen Projektes, das die BUND Ortsgruppe Ratzeburg bei der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen im Frühjahr 2020 zur Förderung beantragt hatte und dort mit breiter Zustimmung bewilligt bekam. Ziel des Projektes ist es, markante Orte zu schaffen, an denen Apfelbäume auf das Glück hinweisen, dass jeder in diesem Land seine Meinung frei äußern darf, wissend, dass dies nicht immer so war und vielfach unter großen Opfern erkämpft werden musste. Dass dabei gerade Apfelbäume als Erinnerungspunkte zum Einsatz kommen, hat eine besondere Bewandtnis. Gepflanzt wurden durchweg Korbiniansäpfel samt Bestäuber. Diese Sorte ist benannt nach dem katholischen Priester Korbinian Aigner (1885-1966). Der Korbiniansapfel - oder ursprünglich prosaisch KZ-3 genannt - wurde von Korbinian Aigner während seiner Gefangenschaft im KZ Dachau gezüchtet, wohin er wegen seiner anti-nationalsozialistischen Haltung verbracht worden war. Die bis heute erhaltene Apfelsorte ist wegen ihrer Entstehungsgeschichte ein biologisches Mahnmal gegen Gewaltherrschaft geworden, die stets mit der Unterdrückung der Meinungsfreiheit beginnt. Grundlage für die Verhaftung Korbinian Aigners war das am 20.12.1934 erlassene „Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniformen“. So schuf sich der NS-Staat die gesetzliche Grundlage zur Verfolgung von Menschen mit abweichender Meinung. Die Apfelbäume sind mithin biologisches Mahnmale gegen Gewaltherrschaft und für den demokratischen Rechtsstaat, dien hundert Jahre alt werden können und somit nachhaltig einer langfristige 'Erinnerung' dienen.

Auch im Herzogtum Lauenburg gab es vielfältige Auswirkungen der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft. So erinnert das Projekt "Apfelbäume für Meinungsfreiheit und Demokratie" an die entwürdigende Behandlung der vielen Zwangsarbeitenden, die ins NS-Reich unverschleppt worden waren und unter oft unmenschlichen Bedingungen auch im Herzogtum arbeiten mussten sowie an die zahlreichen dokumentierten Fälle von Zwangssterilisationen im Zuge des NS-Rassenwahns. Mit all diesen Orten hat sich die Projektgruppe im BUND Ratzeburg intensiv beschäftigt und dabei als Partner die Gemeinde Sankt Petri, die Lauenburgische Gelehrtenschule, die Stadt Ratzeburg und die Dörfer Fredeburg, Ziethen und Kittlitz gewinnen können.

An bisher sieben Standorten sind bereits Korbiniansapfelbäume gepflanzt worden. So hat die die St. Petri Gemeinde zur Erinnerung an Korbinian Aigner und den Ratzeburger Superintendenten Johannes Lange, der in der Nazi-Zeit der Vereinnahmung durch die deutsch-christliche Ideologie mutig Widerstand entgegensetzte, einen Korbiniansapfel im Rahmen einer Andacht zum Buß- und Bettag hinter der St- Petri-Kirche gepflanzt. An der Lauenburgischen Gelehrtenschule erforschte Susanne Baudach mit Schüler*innen des 10. Jahrgangs, was sich im lokalen Umfeld an Zeugnissen von Verschleppung und Zwangsarbeit finden lässt. Aber auch andere Bereiche der Gewaltherrschaft wie Zwangssterilisation wurden untersucht. Dafür waren Archivalien, alte Zeitungsberichte, Grabmäler und eventuell auch noch die Erinnerung von Zeitzeugen wichtige Quellen.

Auch an den Standorten in Wietingsbek und dem Röpersberg in Ratzeburg erinnern die Apfelbäume an Fälle von Zwangssterilisationen unter dem Naziregime, in Rosenhagen und Niendorf bei Kittlitz an dokumentierte Falle von Zwangsarbeit. In Fredeburg wird in Eigenarbeit ein Erinnerungsort geschaffen. An allen Standorten werden in der Folge noch Hinweistafeln mit QR-Codes aufgestellt, die über Korbinian Aigner, den gewählten Orten und die Erinnerungsbezüge informieren sollen.

Das Projekt wurde über das Bundesprogramm "Demokratie leben! durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und durch das Grünamt der Stadt Ratzeburg fachlich unterstützt.

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Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte einen »Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend« entwickeln

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte zusammen mit klima- und umweltinteressierten Jugendlichen aus Ratzeburg und dem Umland einen Ratzeburger Nachhaltigkeitspreis entwickeln. Dieser soll jährlich von der Ratzeburger Jugend an Institutionen und Unternehmen verliehen werden, die sich durch besonders nachhaltiges Handeln auszeichnen. Nach Vorstellungen des Kinder- und Jugendbeirates könnte so ein Nachhaltigkeitspreis verschiedene Kategorien umfassen, beispielsweise das beste „Nachhaltigkeitskonzept“ in einem Unternehmen sein, die beste Strategie zur Vermeidung von Plastik in der Gastronomie, der Verkauf von nachhaltig produzierten Produkten im Einzelhandel oder die „innovativste Idee“ zum Thema Nachhaltigkeit.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend soll öffentlichkeitswirksam und in positiver Weise ein Bewusstsein zum Thema „Nachhaltiges Handeln“ in Institutionen und Unternehmen in Ratzeburg und Umland gefördert werden. Ausgezeichnet werden sollen positive Beispielgeber, die das Thema „Nachhaltigkeit“ ernsthaft berücksichtigen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren“, sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

Die Entwicklung des Nachhaltigkeitspreises soll im Rahmen eines Workshops am 16.12.2020 von 16:00 – 20:00 Uhr mit aktiver Unterstützung des Teams vom Ratzeburger Jugendzentrum GLEIS 21 erfolgen. Zusammen mit Imke Frerichs, Nachhaltigkeitsexpertin von „Brot für die Welt“ soll über Nachhaltigkeit diskutiert und dabei die Kategorien eines Preises und sein Vergabeverfahren entwickelt werden. Parallel zum Workshop soll eine jugendliche Kunstgruppe unter Leitung von Kulturpreisträger Ebrahim Sharghi gegründet werden. Sie bekommt die Aufgabe, das Format und Erscheinungsbild des Nachhaltigkeitspreises gemeinsam zu entwerfen.

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat kann und möchte diesen Nachhaltigkeitspreis nicht allein entwickeln und vergeben. Mit Unterstützung des Teams der offenen und interkulturellen Jugendarbeit des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg und möglichst vielen interessierten Jugendgruppen soll dieser Preis vielmehr ein Gemeinschaftsprojekt werden, auch mit dem Ziel, diesen zukünftig regelmäßig zu verleihen.

Wer Interesse hat, dabei mitzuwirken, kann sich unter jugendbeirat@ratzeburg.de oder auch unter sauer@ratzeburg.de (Tel: 04541-8000-114) für das Workshopwochenende anmelden. Das hilft sehr für die Vorbereitung. Bei der Einführung des Nachhaltigkeitspreises unterstützt die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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Europäische Musiktraditionen erklingen in Ratzeburger Grundschulen

Europas Musiktraditionen finden in Coronazeiten kaum eine Chance, live zu erklingen. Alle öffentlichen Konzerte sind abgesagt oder auf unbestimmt verschoben. Die europäische Musikszene, auch die der Folk- und Weltmusiker, muss das Reisen einstellen und kann nicht der einnehmende Botschafter für die Vielfalt Europas sein. Nur eine Nische bleibt ihr noch erhalten, Schulkonzerte im allerkleinsten Rahmen bei strikter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandvorschriften. Das Möllner Folksfest arbeitet im Rahmen des Programms „Share my Music“ bereits seit vielen Jahren mit den Schulen im Lauenburgischen zusammen und bringt im Zuge des Festivals immer wieder europäische Musiker in die Sporthallen und Aulen der Region. „Dies war auch zum 16. Möllner Folksfest wieder ein fester Bestandteil unseres Programms“, weiß Jörg-Rüdiger Geschke vom Verein Miteinander leben zu berichten. Aber wie die gesamte Festivalplanung mit großer Flexibilität und vielen Einschränkungen durch die Wirren der Coronazeit gesteuert werden musste, erwiesen sich Schulkonzerte mit europäischen Musikern in der Realisation als sehr schwierig. „Englischen, irischen und auch dänischen Bands mussten immer wieder abgesagt werden aufgrund von Quarantänebedingungen und Einreiserestriktionen“, so Jörg-Rüdiger Geschke.

Er ließ sich allerdings von vielen Rückschlägen nicht entmutigen und über sein Netzwerk in die Szene konnte er schließlich in Deutschland ansässige Musiker gewinnen, die europäische Musiktraditionen präsentieren können. Das Duo Jan Budweis und Wolfgang Meyering sowie das Trio PABAMETO mit Pay Bandik, Melf Torge Nonn und Florian Ding übernahmen sehr professionell die Aufgabe, eine europäische Musikreise für Grundschulen in der Region zu planen. Parallel liefen mit den Schulleitungen und dem Schulamt intensive Gespräche, in welcher Form Schulkonzerte coronasicher durchgeführt werden können. Die Lösung, mehrfache Kleinkonzerte mit maximal zwei Klassen in den Sporthallen der Schulen, nach Kohorten getrennt. Auf dieses Konzertformat konnten sich schließlich alle Beteiligten einigen und es in der Folge sehr erfolgreich umsetzen. Zwei Konzerte mit der (halb-)britischen Early-Folk-Band wird es Ende November in Breitenfelde und Mölln noch geben, dann stehen mittelalterliche Instrumente und britische Weihnachtstraditionen auf dem Programm.

Bisher kamen die Grundschüler der beiden Ratzeburger Grundschulstandorte, der Grundschule Sterley und der Tanneck-Schule in Mölln zu einem besonderen Privileg, dass nahezu allen Erwachsenen verwehrt ist, Musik live zu erleben und zu erfahren, wie unterschiedlich schön Europa in all seinen Himmelsrichtungen klingt. Für einige Schüler wurden dabei sogar Urlaubserinnerungen wach, an die Strände Kroatiens oder die Seenlandschaft Schwedens. „Die sichere Umsetzung dieses Schulmusikprogramms war äußerst herausfordernd, aber im Ergebnis für alle Beteiligten ein großer Gewinn. Vor allem war es einmal ein bisschen Normalität für die Kinder jenseits ihres Coronaalltages, den Europas Musik hier schenken konnte. Die beteiligten Grundschulen wünschen sich unbedingt eine Wiederholung“, freut sich Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V. über die positive Resonanz aus den Schulen. Einziger Wermutstropfen bleibt, dass die geplanten Abendkonzerte in Ratzeburg und Mustin leider ausfallen müssen. Aber auch das soll nachgeholt werden, wie so vieles in Coronazeiten.

Die Schulkonzertreihe wird gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg/Amt Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch den Kreis Herzogtum Lauenburg.

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"Der politische Film ... ganz GROSS"
Burgtheater Filmclub zeigt »Vice - Der zweite Mann«

Der Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V. zeigt am Mittwoch, den 28. Oktober, um 18:30 Uhr in der Reihe „Der politische Film … ganz GROSS“ in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen zum Thema „USA vor den Wahlen“ Porträt von Dick Cheney „Vice – Der zweite Mann“.

Wyoming im Jahr 1963: Der 22-jährige Dick Cheney (Christian Bale) schlägt sich durchs Leben, indem er Stromleitungen repariert. Er ist ein ungelernter Arbeiter, da er das Studium in Yale wegen seiner ständigen Sauferei geschmissen hat. Sein Trinkverhalten hat sich seitdem aber nicht geändert. Nachdem er wegen Trunkenheit am Steuer angeklagt wird, zieht seine Ehefrau Lynne (Amy Adams) die Reißleine. Sie will ihn verlassen, wenn er sein Leben nicht auf die Reihe kriegt. Daraufhin ergattert Cheney ein Praktikum in Washington. An der Seite des Kabinettsmitglieds Donald Rumsfeld (Steve Carell) beginnt er schließlich eine politische Laufbahn und wird bald sogar zum Verteidigungsminister unter George Bush Sr. (John Hillner). Seine Karriere wird aber noch steiler und gipfelt in der Vizepräsidentschaftskandidatur an der Seite von George W. Bush (Sam Rockwell). Bald ist es auch Cheney, der nach dem 11. September die Pläne für einen Krieg gegen den Irak vorantreibt…

Der Eintritt ist für Jugendliche frei, Erwachsene zahlen nur 5,-€.

Weitere Infos unter www.filmclub-ratzeburg.de.

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"Afrika - Ein Kontinent in Bewegung"
Politisches Bildungsseminar mit Dr. Günther Rusch

Die gemeinsame politische Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. bietet am 24.10.2020 ab 09:30 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses die besondere Gelegenheit zu einem Tagesseminar mit dem ausgewiesenen Afrikaexperten und -kenner Dr. Günther Rusch. Im Fokus steht das wiederkehrend aktuelle Thema "Migration" auf dem afrikanischen Kontinent.

Kaum jemand in Europa weiß, dass die Wohngebiete der jetzigen Völker Afrikas und die geografische Lage seiner Staaten das Ergebnis unzähliger Wanderungen und auswärtiger Eingriffe seit Jahrtausenden sind. Natürlich gibt es Parallelen zu allen Kontinenten dieser Erde, aber in kaum einer Weltregion sind Migration und Flucht heutzutage so auffallend wie bei unserem südlichen Nachbarn. Der Versuch von Hunderttausenden Afrikanern auch diesseits des Mittelmeers eine neue Heimat oder zumindest Zuflucht zu finden, kann so auch als Fortsetzung verstanden werden. Dr. Rusch möchte die Wanderbewegungen in Afrika aus historischer Sicht und mit Blick auf die Gegenwart skizzieren und dabei vielfältige Fragen aufwerfen: Wohin zieht es Migranten und Flüchtlinge? Was lockt sie? Wie entwickelt sich das Verhältnis der Migranten zu ihren Herkunftsländern? Welche Rolle spielen Migrantengemeinschaften im Gastland? Wie ergeht es Rückkehrern? 

Das Seminar wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Der Eintritt ist frei, die Platzzahl jedoch coronabedingt begrenzt. Eine Anmeldung ist obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 04541-206726.  

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"Demokratien in Afrika"
Politischer Bildungsvortrag mit Dr. Günther Rusch

Die gemeinsame politische Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. wird am 23.10.2020 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses mit einem Vortrag zum Thema "Demokratien in Afrika" fortgesetzt. Dr. Günther Rusch, langjähriger Afrikakenner und -experte, berichtet von gefährdeten Häfen und hoffnungsvollen Leuchttürmen.

Als in den Jahren um 1960 herum die meisten heutigen Staaten ihre politische Unabhängigkeit erhielten, erwarteten die neuen Führer und die westliche Welt, dass das demokratische Vorbild ihrer bisherigen Kolonialherren übernommen würde, gleichsam als allumfassende Aufholjagd. Doch war zuvor ‚Demokratie‘ jemals ein-geübt worden? Und wenn, wie viel und mit wem und für wen? Gab es angesichts der nach wie vor bestehenden wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Abhängigkeit von den alten Herrschern und neuen Mächten überhaupt eine Chance, die eigene Gesellschaft in demokratischer Weise zu entwickeln? Im Zuge einer vorsichtigen Bestandsaufnahme der Staatenwelt Afrikas werden Grundprinzipien von Demokratie wie Rechtstaatlichkeit, Mitsprache der Bevölkerung, Transparenz, Medien und mehr erörtert.

Das Seminar wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Der Eintritt frei, die Platzzahl jedoch coronabedingt begrenzt. Eine Anmeldung ist obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 04541-206726. 

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Lesung mit Igal Avidan
"Mod Helmy" - die wahre Geschichte des "arabischen Schindler"

Das Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" des Vereins Miteinander leben e.V., der Liberalen jüdischen Gemeinde Lübeck und der Ratzeburger Volkshochschule lädt am 21. Oktober 2020 um 19:00 Uhr zu einer thematisch außergewöhnlichen Lesung in den Ratssaal des Ratzeburger Rathaus. Autor und Journalist Igal Avidan trägt aus seinem Buch über den arabischen Arzt "Mod Helmy" vor, die wahre Geschichte des "arabischen Schindler". 

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.

Der Lesung wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Der Eintritt ist frei, die Platzzahl jedoch coronabedingt begrenzt. Eine Anmeldung ist obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de oder 04541-206726. 

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Ratzeburger Jugendliche sammeln Ideen gegen den Klimawandel im Bildungshaus "artefact"

"Rund um Energie" lautete das Motto einer Exkursion, die den Ratzeburger Jugendbeirat zusammen mit einem jungen Klimateam der Ratzeburger Jugendzentren GLEIS21 und STELLWERK für drei Tage in die ökologische Bildungsstätte "artefact" in Glücksburg führte. Im Vordergrund stand dabei, den Jugendlichen die Bedeutung von erneuerbaren Energien und von Konzepten der Energieeinsparung als wirksame Werkzeuge gegen den Klimawandel praktisch und handlungsorientiert näher zu bringen.

Im Fokus stand dabei ein Planspiel mit dem Titel „Changing the Game - Energie deiner Zukunft/Zukunft deiner Energie“. Hier stellte sich den 15 Ratzeburger Exkursionsteilnehmer*innen die Aufgabe, gemeinsam eine klimafreundliche Energiewende einzuleiten. In Spielgruppen musste dafür zunächst ein nachhaltiges und möglichst ökologisches sowie ökonomisches Energieszenario für das Jahr 2030 in vier verschiedene Regionen Europas entwickelt werden. Die verschiedenen Energieressourcen wurden dabei durch unterschiedlich farbige und je nach Emissionsmenge unterschiedlich große LEGO®-Steine dargestellt. So ergeben sich, ähnlich einem Balkendiagramm,  anschauliche Türme der unterschiedlichen Versorgungsbereiche von Elektrizitätsproduktion, Transport, Industrie und Wärmeversorgung.

Um das vorhandene System in ein akzeptiertes, umweltverträgliches und auch finanzierbares Versorgungssystem umzubauen, konnten  anschließend mit Spielkarten sowohl verschiedene technische als auch gesellschaftliche Veränderungen vorgenommen werden. So ergaben sich viele spannende Wege, um die Mechanismen von Energiesystemen, deren Veränderung, der gegenseitigen Abhängigkeit mit anderen Ländern sowie der persönlichen Einflussnahme auf politische Entscheidungen und der Partizipation, besser zu verstehen.


Mit viel Spaß ging es Wochenende aber auch den "Power Park" des "artefact". An den verschiedensten Stationen konnten die Jugendlichen durch „selber machen“ und „anfassen“ ihre Selbstwirksamkeit in Bezug auf Wind-, Wasser- und Sonnenergie erfahren. Ganz spielerisch und ohne Druck wurde der Gruppe so das Erleben der Energiewende ermöglicht. In diesem Sinne wurde auch Workshop unter dem Motto „Bauen mit Solar“ durchgeführt.  Jeder der Jugendlichen bekam sein eigenes, kleines Solarpaneel mit der entsprechenden Verkabelung und Motor. Nun waren der eigenen Kreativität und Phantasie keine Grenzen gesetzt. Mit Styropor, Holz, Heißkleber und einer Vielzahl weiterer Materialien entwarfen und bauten die Jugendlichen ihr ganz eigenes Objekt, angetrieben von Sonnenergie.

Die vielen Eindrücken sollen nun in der weiteren Arbeit der jungen Klimaschützer*innen in Ratzeburg einfließen, sowohl auf der politischen Ebene im Ratzeburger Jugendbeirat als auch bei dem mit Spenden geförderten Jugendklimaprojekt des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg in den Jugendzentren GLEIS21 und des STELLWERKS. Diese befruchtete Kooperation soll bereits Mitte November im Jugendzentrum GLEIS21 fortgesetzt werden, wenn es gilt einen "Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend" zu kreieren.

Die Klimaexkursion wurde über den Jugendfond der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert.

Wahl zum Ratzeburger Jugendbeirat
Jetzt sind Kandidaten gesucht!

Mit einer großen Werbekampagne hat der Ratzeburger Jugendbeirat die anstehenden Neuwahlen eröffnet. Ziel ist es zunächst, möglichst viele Kandidatinnen und Kandidaten zu gewinnen, die bereit sind, in diesem jugendpolitischen Gremium mitzuwirken und sich dafür zur Wahl stellen. Dazu wurden "Wahlbenachrichtigungskarten" an alle rund 2.200 wahlberechtigten Kinder- und Jugendlichen im Alter von 11 - 21 in Ratzeburg und den umliegenden Schulverbandsgemeinden geschickt, Plakate für die Schulen und Jugendeinrichtungen gedruckt, ein erstes Radiointerview zur Wahl geführt und sogar zwei Wahlwerbespots zusammen mit Videofilmer Jochen Wedding gedreht. Diese bringt Martin Turowski, Geschäftsführer des Ratzeburger Burgtheaters, jetzt sogar auch auf die große Kinoleinwand, im Werbelock vor jedem Film.

"Wir haben viel erreichen können in unserer zurückliegenden Amtszeit, die Jugendklimakonferenz, die Europaexkursion ins polnische Sopot oder die Planungen zur Einrichtung einer Parkour-Anlage auf der Jugendfreizeitfläche in der Riemannstraße. Dafür brauchen wir weiter engagierte Kinder und Jugendliche, die all diese Projekte auch fortführen oder neue Themen einbringen. Bewerben und mitmachen ist jetzt angesagt", sagt Marten Koch, aktuell Vorsitzender im Ratzeburger Jugendbeirat.

Noch bis zum 30.10.2020 können sich Kinder und Jugendliche unter jugendbeirat@ratzeburg.de melden und sich bewerben. Sie erhalten einen Kandidatenbogen, aus dem heraus anschließend ein Wahlplakat gestaltet wird. Die Wahlen selbst finden in der Woche vom 30.11. - 04.12.2020 in den weiterführenden Schulen, im Jugendzentrum STELLWERK und im Rathaus statt.

Politisches Bildungswochenende der Ratzeburger Volkshochschule mit einem düsteren Blick auf die USA

Ein politisches Bildungswochenende der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. führte vor wenigen Tagen zahlreiche Vortragsbesucher und Seminarteilnehmer ins Ratzeburger Rathaus, um mit Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger, einem profunden Kenner der US-Politik, die aktuelle US-amerikanische Innen- und Außenpolitik zu analysieren. Auftakt war dabei ein Vortrag zur aktuellen Situation der Weltpolitik nach der ersten Amtszeit der Trump-Administration. Hier zeichnete Dr. Metzinger das Bild eines großen Bruchs mit der vierhundertjährigen Tradition des Multilateralismus. Seit dem 30jährigen Krieg, so Metzinger, hätten große zivilisatorische Katastrophen immer wieder die Einsicht reifen und wachsen lassen, dass die auf Interessensausgleich bedachte Kooperation von Staaten der einzige Weg sei, um die internationale Ordnung friedlich gestalten zu können. Dazu seien aber unter anderem auch zwei Weltkriege als Lehrmeister notwendig gewesen. Unter der Administration Trump ist dieses Kooperationsgefüge, mit seinen auf "Win-Win-Situationen" ausgerichteten Prinzipien, einem "Win-Lose"-Dogma gewichen, das sich in Trumps Präsidentschaftsslogan widerspiegelt: "America first!", verstanden als "America first and above all!". Die Folge, so Metzinger, sei eine Weltpolitik, die den Aufstieg autokratischer oder diktatorischer Regime wie in Russland oder China begünstige und die Demokratien westlicher Prägung weltweit unter erheblichen Druck setzen würden. Es drohe ein Rückfall in eine Zeit von rivalisierenden Großmächten, wie sie sich geschichtlich am Vorabend des 1. Weltkrieges zeigte.


Metzingers Blick auf die amerikanische Innenpolitik im Rahmen eines nachfolgenden Ganztagesseminars, auf die bestehende Spaltung des Landes und die fortschreitende Polarisierung im aktuellen Wahlkampfgeschehen, fiel noch verheerender aus. Es sei zu erwarten, so Metzinger, dass Donald Trump einen Wahlerfolg seines Herausforderers Joe Biden nicht akzeptieren werde. Die Wahlentscheidung könnte mithin vor dem Supreme Court oder im Senat landen, mit der Hoffnung Trumps, über die dort vorherrschenden konservativen Mehrheiten im Amt bestätigt zu werden. Das jetzt schon von Trump vorbereitete Narrativ eines Wahlbetruges werde dabei, so die Einschätzung Metzingers, die Polarisierung zwischen den jeweiligen Anhängerschaften so sehr vertiefen, dass angesichts der vielen tausend schwerbewaffneten Milizgruppen im Land bürgerkriegsähnliche Gewaltakte nach dem Wahlgang nicht mehr ausgeschlossen werden können. Eine nie dagewesene Situation in den USA, für den die amerikanische Verfassung im Übrigen auch nicht ausgelegt sei, so Metzinger. Die Verfassung erwarte den friedlichen Übergang der Macht nach der Wahl in einem geordneten Verfahren, nicht aber einen Präsidenten, der sich möglicherweise weigert zu gehen. Was eine solche Situation für die westlichen Demokratien in der Welt bedeute, konnte Metzinger klar formulieren: "Dies werde der Blankoscheck für alle Autokraten und Diktatoren in der Welt, sich gegenüber Demokratien und demokratischen Bewegungen in ihren Land zu legitimieren."

Aus Sicht der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. war das erste politische Bildungswochenende im laufenden Herbstsemester, das über die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert wurde und kostenfreien Zugang bot, ein großer und motivierender Erfolg. "Wir haben bei beiden Veranstaltungen trotz bestehender Corona-Einschränkungen einen breiten Zuspruch erfahren", sagte Silva Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule  und hofft jetzt auf einen ähnlich guten Verlauf für das politische Bildungswochenende zum Thema "Afrika" im Oktober.

Burgtheater Filmclub - Der politische Film ... ganz GROSS »Aus dem Nichts«

Der Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V. zeigt am Mittwoch, den 30. September, um 18:30 Uhr in der neuen Reihe „Der politische Film … ganz GROSS“ in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen zum Thema ALL LIVES MATTER Fatih Akin‘s Drama-Triller-Mix „Aus dem Nichts“. Katja (Diane Kruger) verliert ihren Mann Nuri (Numan Acar) und ihren Sohn Rocco (Rafael Santana) bei einem Bombenanschlag. Sie ist tief erschüttert. Es gibt niemanden, der ihre Trauer lindern kann – ihren Schmerz betäubt sie mit Drogen. Katja denkt daran, sich umzubringen.


Als die Polizei das Neonazi-Paar Edda (Hanna Hilsdorf) und André Möller (Ulrich Friedrich Brandhoff) verhaftet, weil ein entscheidender Hinweis von Andrés Vater (Ulrich Tukur) einging, schöpft Katja Hoffnung. Der Prozess, bei dem sie von Nuris bestem Freund Danilo Fava (Denis Moschitto) anwaltlich vertreten wird, ist anstrengend, doch die Aussicht auf eine Verurteilung der Täter gibt Katja Kraft. Nachdem Verteidiger Haberbeck (Johannes Krisch) geschickt Zweifel gesät hat, müssen Edda und André mangels eindeutiger Beweise freigesprochen werden. Katja ist wütend…


Der Eintritt ist für Jugendliche frei, Erwachsene zahlen nur 5,-€. Weitere Infos unter  www.filmclub-ratzeburg.de

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"Du Jude!" - Ausstellung zum alltäglichen Antisemitismus in Deutschland in der Stadtbücherei

Das Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" des Vereins Miteinander leben e.V., der Liberalen jüdischen Gemeinde Lübeck und der Ratzeburger Volkshochschule zeigt ab dem 2. Oktober 2020 unter dem Titel "Du Jude!" eine Ausstellung der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. zum alltäglichen Antisemitismus in Deutschland in der Stadtbücherei. Judenfeindschaft wird häufig immer noch als historisches Phänomen betrachtet und vorwiegend mit dem Nationalsozialismus verknüpft. Dass Antisemitismus jedoch ein alltägliches Problem für Jüdinnen und Juden in Deutschland darstellt, er verschiedene, auch neuere Formen annimmt und in allen Schichten der Gesellschaft anzutreffen ist, darauf weisen empirische Studien seit Jahren hin. Daraus ergibt sich der Bedarf einer umfassenden politischen Bildungsarbeit. Mit der Ausstellung "Du Jude!", die nicht nur grundsätzlich über Antisemitismus informiert, sondern vor allem den Bezug zu Alltagswelten von Jugendlichen herstellt, werden aktuelle Formen der Judenfeindschaft zum Thema gemacht. Zahlreiche Beispiele, unter anderem aus den Bereichen Musik, Sport, Internet und natürlich Schule, machen dies plakativ erfahrbar. Dabei werden auch die Perspektiven und alltäglichen Erfahrungen von Jüdinnen und Juden sowie die Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland sichtbar gemacht.

Die Ausstellung "Du Jude!" wird für 14 Tage während der Öffnungszeiten in der Stadtbücherei zu sehen sein und anschließend an die Lauenburgische Gelehrtenschule für schulinternen Unterricht zum Thema Antisemitismus wandern. Sie wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".  Für den Zugang zur Ausstellung gelten die Coronabestimmungen der Stadtbücherei.

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Der politische Film ... ganz GROSS

Und wieder gibt es etwas Neues im Kino Burgtheater Ratzeburg. Dieses Mal haben sich die Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit der 'Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen' dem Thema Politik im Film gewidmet und präsentieren nun die vorläufigen Früchte ihrer Arbeit. Unter den Kategorien ALL LIVES MATTER, USA VOR DEN WAHLEN, FRAUEN IN DER POLITIK und WAS WÄRE, WENN..? werden von nun an bis in den Dezember hinein jeden Mittwoch politische Filme über die große Leinwand im Burgtheaters flimmern.

„Das Projekt „Der politische Film ... ganz GROSS“ möchte anregen, sich im besonderen Ambiente des Kinos cineastisch und dokumentarisch mit politischen Themen auseinanderzusetzen, ins Gespräch zu kommen und soll so zur Meinungsbildung zu aktuellen wie zeitlosen politischen Thematiken und Fragestellungen beitragen.“, sagt Martin Turowski. Dem politisch interessierten Cineasten ist es vor allem wichtig, zum Nachdenken über das Gesehene anzuregen. „Nirgends geht das so gut wie im Kino, man ist auf den Film fokussiert, Ablenkungen gibt es nicht. So wird der Film ganz anders erlebbar gemacht!“

Und das so Erlebte kann und soll im Nachgang des Programmes noch besprochen und diskutiert werden. Nach den jeweiligen Filmen sind moderierte Diskussionsrunden geplant, in denen die Zuschauer ihre eigene Meinung reflektieren können. „Ich bin schon sehr gespannt, welche tollen Dialoge dort entstehen werden.“, so Turowski weiter. „Wir haben ein Programm gestaltet, welches an einigen Stellen auch polarisieren wird, zum Beispiel wenn wir die Doku KLEINE GERMANEN zeigen, ein Film, der sich um Kinder dreht, die mit NS-Ideologien indoktriniert wurden und so aufgewachsen sind. Neben solchen Dokus gibt es aber auch Spielfilme wie beispielsweise DIE VERLEGERIN oder VICE- DER ZWEITE MANN.“

„Ich bin sicher, dass wir ein stimmiges Programm auf die Beine gestellt haben“, so Theaterleiterin Annika Tonn. „Es sind einige Filme dabei, die man einfach gesehen haben sollte. Durch Zufall auch einer meiner Lieblingsfilme!“, schmunzelt sie.

Doch nicht nur die Filmauswahl ist besonders, auch der Preis ist es. Um Jugendlichen einen Anreiz zu bieten, erhalten sie bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres freien Eintritt und für Erwachsene gilt ein vergünstigter Eintritt von 5€. Möglich wurde dies durch die Kooperation mit der 'Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen'. Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft freut sich: „Dieses Projekt hat mit größter Punktzahl die Zustimmung im Ausschuss gefunden. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot besonders für junge Menschen.“ Bis Ende des Jahres wird es dieses Angebot an jedem Mittwoch um 18:30 Uhr im Kino Burgtheater Ratzeburg geben. Das Projekt wird außerdem gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die anschließenden Diskussionsrunden sind kostenfrei.

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Zer"trump"elt - Politischer Bildungsvortrag über eine Weltpolitik in Scherben

Die politische Bildungsprogramm der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. startet ins Herbstsemester mit einem geschulten Blick über den Atlantik in die USA und in die Welt. Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger möchte in einem Vortrag am 25.09.2020 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses eine außenpolitische Bilanz der vierjährigen Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ziehen.

"America first" tönte Donald Trump bei seiner Amtseinführung 2016. Vier Jahre später sind die Folgen dieser Politik sichtbar: von Nordkorea bis Venezuela liegt die Weltpolitik in Scherben. Statt auf kooperative Führung wie unter Obama setzen die USA unter Trump auf eine unausgegorene Mischung aus Isolationismus und Imperialismus. Auch die transatlantischen Beziehungen sind unter einem Präsidenten, der die EU als "Feind" Amerikas tituliert, nur noch ein Schatten ihrer selbst. Der Vortrag beleuchtet die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre und analysiert die Folgen der Trump'schen Politik für die Welt.

Aufgrund der Coronaabstandsregeln können nur 28 Personen an diesem Vortrag teilnehmen. Eine Voranmeldung unter 04541-206726 oder volkshochschule@ratzeburg.de ist obligatorisch. Es wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Aus diesem Grund ist die Teilnahme kostenlos.

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"Biden vs. Trump" - Politikseminar zur Präsidentschaftswahl in den USA

Die politische Bildungsprogramm der Ratzeburger Volkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. startet ins Herbstsemester mit einem geschulten Blick über den Atlantik in die USA. Dort sind die Kandidaten bestimmt. Joe Biden gegen Donald Trump heißt das Duell der Präsidentschaftswahl. Wie wird es ausgehen in einem Land, das Land zutiefst gespalten ist? Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger möchte am 26.09.2020 in der Zeit von 09:30 - 16:00 Uhr in einem offenen Politikseminar im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses eine Prognose erarbeiten.

2016 haben selbst ausgewiesene USA-Experten einen Wahlsieg des Politikneulings Donald Trump für unmöglich gehalten. 2020 scheint niemand mehr an der Möglichkeit seiner Wiederwahl zu zweifeln. Dabei hat jedes US-Wahljahr seine ganz eigene Dynamik. Ein guter Anlass, einmal über Amerika, sein politisches System und den Wahlprozess nachzudenken. Welche Chancen bestehen für Joe Biden, das Land zusammenzuführen? Wird der Wahlkampf die besetehenden Gräben gar vertiefen? Was würde ein knapper Sieg einer der beiden Kandidaten bedeuten? Und mit welchen Mitteln und Inhalten wird der Wahlkampf geführt? Dies sind nur einige der Fragen, die in diesem spannenden Amerika-Seminar diskutiert werden sollen.

Aufgrund der Coronaabstandsregeln können nur 12 Personen an diesem Seminar teilnehmen. Eine Voranmeldung unter 04541-206726 oder volkshochschule@ratzeburg.de ist obligatorisch. Es wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Aus diesem Grund ist die Teilnahme kostenlos.

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"Vom Gehen und Ankommen" - Erfolgreicher Leseabend in der Stadtkirche St. Petri

Texte vom "Vom Gehen und Ankommen" standen vergangenen Freitag im Mittelpunkt eines unterhaltsamen, wie auch bewegenden Leseabends, zu der die Volkshochschule Ratzeburg in die Stadtkirche St. Petri eingeladen hatte. Rund einhundert Gäste konnten dazu begrüßt und nach Coronaregeln mit entsprechendem Abstand platziert werden. Rainer Voß, Christian Lopau, Monika Töppler, Karen Molkentin und Silvia Tessmer lasen Beiträge aus mehreren Jahrhunderten, die sich jeweils in sehr unterschiedlichen Perspektiven mit Flucht und Migration auseinandersetzen.

Es ging um Krieg und Vertreibung, um politisches Exil, um Auswanderung und die Hoffnung auf ein besseres Leben, um Heimweh und den Umgang mit Geflüchteten. Dabei boten sich dem Publikum immer wieder überraschende Perspektivwechsel, wie beispielsweise die Klage des Journalisten und Autoren Daniel Dafoe über die Hartherzigkeit der englischen Krone bei der Aufnahme geflüchteter Pfälzer im 18. Jahrhundert. Wechselvoll war auch die Stimmung des Abends, humorvoll zuweilen, wenn ein Mecklenburger über seine ersten Jahre in Amerika berichtet, bedrückend, wenn die Lebensgeschichte von Menschen in kriegerischen Auseinandersetzungen vorgetragen wurden.


Zusammengeführt wurden alle Beiträge in musikalischen Nachklängen des Duo PaBaMeTo. Die Zwillingsbrüder Pay Bandik Nonn und Melf Torge Nonn nahmen jedes Thema gefühlvoll und sensibel auf und trugen so zum beeindruckenden Gesamtkonzept des Abends bei, das Jörg-Rüdiger Geschke souverän moderierte.

Pröpstin Frauke Eiben zeigte sich begeistert über diesen Abend voller Kultur und Menschen in der Stadtkirche St. Petri, ein Zuspruch, den auch Organisatorin Silvia Tessmer so nicht erwartet hatte.

Mit dem Leseabend wurde unter gleichen Titel auch eine Kunstausstellung zu Flucht und Auswanderung eröffnet. Künstlerinnen und Künstler aus der Region haben sich in der Coronazeit in ihren Ateliers mit diesem Thema intensiv befasst und ganz unterschiedliche Ausdrucksformen gefunden. Ihre Werke können in den kommenden Wochen in St. Petri betrachtet werden.

Die musikalische Lesung wurde gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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Ratzeburger Jugendbeirat lädt zu einem "Energiewochenende" ins "artefact"

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat lädt vom 25.09. - 27.09.2020 zu einem Energiewochenende in das ökologische Jugendbildungshaus "artefact" in Glücksburg. Wie kann eine Energiewende gelingen, die den Klimawandel aufhält? Dieser Frage soll an zwei spannenden Workshoptagen nachgegangen werden, die das Team vom "artefact" vorbereitet hat. Es sollen Informationen vermittelt und Ideen entwickelt werden, die auch in Ratzeburg wirksam sein können.


Die Exkursion  startet am 25.09.2020 um 15:00 Uhr am Rathaus. Ein Bus bringt die Teilnehmer*innen in die Jugendbildungsstätte "artefact" und am Sonntag wieder zurück. Die Fahrt, wie auch die Übernachtung und Verpflegung ist aufgrund einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" kostenlos. 15 Plätze für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren sind zu vergeben. Eine Anmeldung wird erbeten unter sauer@ratzeburg.de oder 04541-8000-114. Die Coronaregeln werden sowohl auf der Fahrt als auch im Jugendbildungshaus eingehalten.

"Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte mit diesem Bildungsangebot seine Klimaschutzinitiative um einen Baustein erweitern und Kindern wie Jugendlichen vor Ort die Möglichkeit bieten, sich mit den Themen Klimawandel-Klimaschutz, Arten- und Umweltschutz vertraut zu machen, die globalen wie regionalen Zusammenhänge verstehen zu lernen und dabei eigene ökologische Ideen zu entwickeln, die vor Ort umsetzbar sein können", sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirates.

Open-Air Musiksommer im Innenhof des Ratzeburger Rathauses

Seit über 5 Jahren finden in der Heuherberge in Ziethen unter dem Titel „Musik in der Scheune“ Konzertabende statt. Unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Regelungen sind solche musikalischen Veranstaltungen im Innenbereich derzeit allerdings nicht durchführbar.  Die Coronapandemie hat das kulturelle Leben fast vollständig zum Erliegen gebracht. Gerade für Musiker*innen ist dadurch eine sehr schwierige Situation entstanden. So gut wie alle Auftrittsmöglichkeiten sind weggefallen, damit vielfach auch die Lebensgrundlagen. Aber auch Liebhaber*innen von Live-Musik sehnen sich nach dem realen Musikerlebnis.

„Musik in der Scheune“ will dagegen jetzt ein Zeichen setzen und veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Stadt Ratzeburg, dem Bundesprogramm „Demokratie Leben“ , „Grüneberg – Projekt & Event“ und 4b-Design Mediengestaltung an Stelle des herbstlichen Konzertprogramms einen „Open-Air Musiksommer“ im wunderschönen Innenhof des Ratzeburger Rathauses. All die Künstler*innen, die eigentlich für Herbstkonzerte gebucht waren, haben kurzentschlossen zugestimmt, sich und ihre Musik in den kommenden Wochen auf einer Open-Air-Bühne zu präsentieren. Entstanden ist innerhalb nur weniger Tage eine Konzertreihe, die acht musikalisch beeindruckende und entspannende Sommerabende verspricht. Ermöglicht wird dies durch ein großzügiges Kultursponsoring von Christian Grüneberg von „Grüneberg – Projekt & Event“. Er hat ebenso kurzentschlossen eine fste Bühne für acht Wochen als freies Kultursponsoring zugesagt.

Die Musiksommer-Bühne möchte allerdings nicht nur unterhalten. Zusammen mit den Musiker*innen soll sie auch Anregung geben, einen Blick in die Welt zu richten, gerade auf die aktuelle und so wichtige Rassismusdebatte. Sie ist damit auch Auftaktort einer Kampagne, die von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen initiiert wird und sich gegen Rassismus in den Haltungen und Einstellungen der Menschen zueinander richtet, etwas was gerade Musik wesensfremd ist.

Eine Teilnahme an den Konzertabenden ist coronabedingt allerdings nur mit einer Anmeldung möglich. Die Zuschauerzahl ist begrenzt. Sitzgelegenheiten, Essen sowie Getränke sind selber mitzubringen. Der Eintritt ist wie immer bei „Musik in der Scheune“ frei. Eine Hutspende zugunsten der auftretenden Musiker*innen wird aber erbeten.

Abschluss-Doppelkonzert, 28. August 2020, 20:00 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr), leider schon ausgebucht!

San Glaser

San Glaser ist die Tochter holländisch-indonesischer Eltern. Das musikalische Talent erbt sie von ihrem Vater, einem Jazzmusiker. Sie studiert Musik und Jazzgesang in Amsterdam und singt sich mit Bands und Galaformationen quer durch Europa – eine gute Schule für ihre Solokarriere. San Glaser spielte unter anderem auch vor König Willem Alexander der Niederlande, nämlich als dieser zur Feier seines 40sten Geburtstages einlud. Auf ihrem Weg liegen Formationen wie Jazzkantine, Stefan Gwildis oder Orange Blue. 2005 nimmt sie ihr erstes Soloalbum auf und erntet euphorische Kritiken. Das Nachfolge-Album „New Road“ dominiert 2009 wochenlang Platz 1 der deutschen iTunes Jazzcharts.

Reinhold Beckmann & Band

Was an am meisten verblüfft, ist die Selbstverständlichkeit seines musikalischen Auftretens. Reinhold Beckmann kommt so lässig, unbefangen und zwanglos daher, dass man glauben möchte, er mache eigentlich schon immer Musik. Das liegt vielleicht daran, dass er nicht nur ein Könner, sondern auch ein Kenner guter Musik ist, ein Singer/Songwriter mit Herzblut und feinem Gespür für gutes Storytelling. Charmant, nachdenklich und angenehm selbstironisch erzählt er seine Songgeschichten. Live wird diese Musik zum gemeinsamen Erlebnis. Reinhold Beckmann ist ganz dicht dran an seinem Publikum. Er holt die Menschen mit seiner Musik ab und zelebriert mit ihnen gemeinsam seine Songs. An diesem Abend wird er gemeinsam mit seiner Band auch Lieder seines neuen Albums „Auf Herz wär was gegangen“ präsentieren, das Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.

Informationen zu allen weiteren Konzerten und zur Anmeldung sind unter musiksommer-2020.de zu finden.

"Antisemitismus im Blick" - Angela Bertram und Maren Colell lesen für das Ratzeburger Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" aus "Empfänger unbekannt"

Mit zwei Lesungen startet am 10. und 11.09.2020 das lang geplante Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" des Vereins Miteinander leben e.V., der Liberalen jüdischen Gemeinde Lübeck und der Ratzeburger Volkshochschule coronaverspätet endlich sein Ratzeburger Programm zu den Themenkomplexen "Antisemitismus" und "Jüdisches Leben heute". Mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten sollen Schlaglichter gesetzt werden, die zum Nachdenken über die vielen Facetten des Antisemitismus anregen oder auch Neugier wecken, jüdisches Leben in der Region kennenzulernen.

Für den Auftakt wurden Angela Bertram und Maren Colell von "Theater im Stall" gewonnen. Sie lesen an den genannten zwei Abenden musikalisch umrahmt von Peter Köhler jeweils ab 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses den Briefroman "Empfänger unbekannt!" von Kressmann Taylor. Dieser Text zählt zu den beeindruckendsten literarischen Zeitdokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus. Es ist eine messerscharfe Analyse, die zeigt, was mit Menschen, selbst mit Freunden passiert, wenn sie das Geistesgift des Antisemitismus in ihre Gedanken lassen. Seine Aussagen ist damit auch in unserer Gegenwart wieder hochaktuell und mahnend. Aufgrund der Coronaabstandsregeln können jeweils nur 28 Personen an dieser besonderen Lesung teilnehmen. Eine Voranmeldung unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de ist obligatorisch.

Das Kooperationsprojekt "ZUGÄNGE SCHAFFEN" wird in der Folge mit weiteren Angeboten die Themen vertiefen wollen, unter anderem im Oktober mit der Ausstellung "Du Jude!", die sich mit Antisemitismus in seiner aktuellen Form befasst und insbesondere junge Menschen ansprechen soll. Es wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

"Vom Gehen und Ankommen" - Musikalisch umrahmte Lesung zum Thema Flucht und Auswanderung

"Vom Gehen und Ankommen" ist der Titel eines außergewöhnlichen Leseabends, zu dem die Ratzeburger Volkshochschule am 04.09.2020 um 19:00 Uhr in der Stadtkirche St. Petri einlädt. Vorgetragen werden literarische Texte zum Thema Flucht und Auswanderung aus den letzten Jahrhunderten bis in die Neuzeit von Ratzeburger Persönlichkeiten. Mit Auszügen aus dem 1709 veröffentlichten Essay von Daniel Defoe die „Kurze Geschichte der Pfälzischen Flüchtlinge“ wird Rainer Voss den Abend eröffnen. Christian Lopau berichtet von der Überfahrt und den Erlebnissen des Amerikafahrers Jürnjakob Swehn, stammend aus der „griesen Gegend“ Mecklenburgs aus dem Jahr 1868. Karen Molkentin wird aus dem Leben Heinrich Heines referieren. Wer kennt nicht „Denk ich an Deutschland in der Nacht…“? Das Leben und die Flucht von Marion Gräfin Dönhoff ist das Thema in dem Text von Monika Töppler. Zum Abschluss wird Silvia Tessmer Ausschnitte aus dem Debütroman von Saša Stanišić „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ lesen. Es moderiert Jörg-Rüdiger Geschke.

Die Lesungen werden musikalisch umrahmt vom Duo PaBaMeTo. Das Zwillingsbrüder Pay Bandik Nonn (Kontrabass, Gitarre, Cittern, Mandoline, Banjo) und Melf Torge Nonn (Klarinette, Bassklarinette, Sopransaxophon, Irish Flute, Tin Whistle) spielen alt überlieferte Musik quer aus Europa in neuartigen Arrangements und komponieren ihre eigenen Stücke, inspiriert durch all die reichhaltigen Stilistiken unseres Kontinents.

Begleitend und nachfolgend für vier Wochen zu besichtigen werden im Rahmen einer Kunstausstellung Bilder unter dem Titel "Vom Gehen und Ankommen" in der Stadtkirche präsentiert. Künstlerinnen und Künstler aus der Region, wie Ebba Sakel, Gesine Biller, Susann Butt, Roman Goryczka, Barthold Dunker, Heino Meier und Thomas Biller haben Exponate eingebracht, ebenso internationale Teilnehmerinnen der interkulturellen Kunstwerkstatt des Fördervereins Volkshochschule Ratzeburg e.V..

Die Veranstaltung wird mit größtmöglicher Sicherheit unter Einhaltung von Corona-Vorschriften durchgeführt, mit Abstandsregeln, Desinfektionsmaßnahmen, Mund-Nase-Schutz beim Betreten der Stadtkirche und Erfassung der Besucher*innen zwecks Nachverfolgung. Der Eintritt ist frei, auch dank einer Förderung durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Ausstellung "Demokratie butten vör din Döör" erstmalig in der Ratzeburger Stadtbücherei zu sehen

"Demokratie butten vör din Döör" - "Demokratie draußen vor deiner Tür" ist der Titel einer Ausstellung, die im vergangenen Jahr vom Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit Fotograf und Autor Thomas Biller entwickelt wurde, aber bis heute nie gezeigt werden konnte. Es ist eine Zusammenschau von Demokratiebausteinen in der Region Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen. Sie dokumentiert anhand eines Jahresverlaufs, wo und vor allen von wem unsere Demokratie vor Ort getragen wird. Sie zeigt engagierte Menschen, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl einbringen, eine aktive Zivilgesellschaft, die für Menschrechte einzutreten weiß, junge Demokratinnen und Demokraten, die Verantwortung übernehmen für die Themen der Zukunft. Und sie zeigt, wie lebendig und facettenreich Demokratie vor Ort gelebt wird, ein starker Widerspruch zu populistischen Behauptungen, die Demokratie wäre am Ende. All das hat Thomas Biller in Bildern und Texten eingefangen und zusammen mit Grafiker Matthias Jörke auf 14 Roll-Ups gebannt.


Die Ausstellung sollte ursprünglich im Frühjahr in öffentlichen Gebäuden wie dem Ratzeburger Rathaus oder dem Kreishaus präsentiert werden. Die Corona-Pandemie durchkreuzte auch diesen Plan und ließ die Exponate vorübergehend ein Garagendasein fristen. Die Ratzeburger Stadtbücherei hat sich zur Freude der Initiatoren jetzt angeboten, die Ausstellung in ihren Räumen erstmalig zu zeigen. Vom 20. August 2020 an werden die Roll-Ups für 14 Tage dort verteilt stehen, zum "Demokratieentdecken" sozusagen. Ein durchaus passender Ort, finden Thomas Biller und Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V., ist doch die Stadtbücherei mit ihrem Bildungsauftrag ebenfalls sehr bedeutsam ist für unsere Demokratie. Beide hoffen aber auch auf weitere Ausstellungsorte in der Region.

Die Ausstellung wird am 20. August 2020 um 18:00 Uhr mit einer kleinen, abstandsgerechten Feier eröffnet. Thomas Biller wird von seiner Demokratie-Rundreise berichten, Jörg Rüdiger Geschke sorgt für die musikalische Begleitung. Die Ausstellung wurde ermöglicht und gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Demokratieförderung ... auch in Coronazeiten!

Demokratieförderung in Coronazeiten ist durchaus herausfordernd, aber immer notwendig und auch möglich. Auf diese Formel lässt sich die Erfahrung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen bringen, zurückblickend auf turbulente Wochen für die geförderten Projekte. "Unsere Projektarbeit ist nach einem vielversprechenden Start mit einer Reihe von Veranstaltungen ab Mitte März ins Stocken geraten. Zwei große Jugendbeteiligungsprojekte mussten leider abgesagt werden", resümiert Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle des Förderprogramms, zuständig für die Betreuung der verschiedenen Projektträger.

Allerdings habe ein Großteil der Projekte auch sehr flexibel reagieren und ihre Veranstaltungen in den Herbst organisieren können, so Schneider. Ob allerdings im Corona-Jahr die hervorragenden Teilnehmerzahlen aus 2019 erreicht werden, bleibt fraglich. Diese weist 6.500 Teilnehmer*innen in 33 Projektangeboten aus. "Das wird dieses Jahr nicht zu schaffen sein", weiß Karl Schneider und ist besonders traurig, dass die vom Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat im Jugendforum des Förderprogramms entwickelten Projektideen in Richtung einer Fortführung der Europaexkursionen, nicht stattfinden können.

Und doch stimmt der Ausblick auf die Zeit nach Sommerpause optimistisch. "Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind zumindest wieder Vortrags- und Seminarveranstaltungen möglich", sagt Mark Sauer von der Stadt Ratzeburg, dort federführend für die Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ zuständig. Immerhin sind auch neue Projektideen an die Partnerschaft für Demokratie herangetragen wurde, eine politische Filmreihe beispielsweise, die der Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V, durchführen möchte oder eine "Digitale Demokratiewerkstatt" des Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg e.V., die demokratiestärkende Projektarbeit im Allgemeinen mit Onlineformaten unterstützen will.

Ebenso ist seitens der Koordinierungs- und Fachstelle Ende November eine Fortbildungsreihe für Multiplikatoren zu den unterschiedlichen Erscheinungsformen des Extremismus geplant, um mit erfahrenden Referent*innen neue, wirkungsvolle Projektideen zu entwickeln. Ein weiterer Fokus soll zudem auf die aktuelle Rassismusdebatte gelegt werden, im Rahmen einer dialogfördernden Kampagne. "Wir planen dieses, Thema in unterschiedlicher Weise in den öffentlichen Diskurs zu bringen, plakativ, überraschend, anstoßgebend und aussagekräftig. So wird es schon beim kommenden Musiksommerprogramm am Rathaus sichtbar und hörbar werden, auf der Bühne, wie online", führt Gesine Biller, Begleitausschussvorsitzende aus. 

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Mit dem Musiksommer in Ratzeburg startet die Kampagne zur aktuellen Rassismusdebatte

Seit dem Frühjahr ist das kulturelle Leben zum Erlahmen gekommen. Die Corona-Krise betrifft jeden. Auch die Projektträger, die mit Unterstützung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ihre geplanten Aktivitäten bislang nicht realisieren konnten. Für die Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen (PfD) bot sich jetzt durch den Musiksommer in Ratzeburg eine willkommene Gelegenheit, die aktuelle Rassismusdebatte aufzugreifen und Projektträgern Mut zu machen, in der zweiten Jahreshälfte sich mit neuen Projekten aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Das Motto des Musiksommers lautet: „Musik kennt keine Rasse – nur die Harmonie der Vielfalt“.

Die PfD startet eine Kampagne zur aktuellen Rassismusdebatte, mit dem Ziel, für diesen so wichtigen gesellschaftlichen Diskurs zu sensibilisieren. Die PfD fördert selbst Projektideen, die sich gegen Rassismus in der Gesellschaft und in den Köpfen der Menschen richten und hofft, das sich engagierte Menschen motivieren lassen, jetzt in diesem Thema aktiv zu werden“, sagt Karl Schneider von der Projekt- und Koordinierungsstelle.

Statt „Musik in der Scheune“ in Ziethen hat Veranstalter Jens Butz namhafte Künstlerinnen und Künstler gewinnen können, unter freiem Himmel aufzuspielen. Im Juli und August finden einmal in der Woche Konzerte hinter dem Ratzeburger Rathaus statt.

Die Corona-Pandemie hat das kulturelle Leben fast vollständig zum Erliegen gebracht“, sagt Jens Butz. Seit fünf Jahren hat er die stets gut besuchten Konzerte in der Ziethener Heuherberge organisiert. Durch die Pandemie können die Konzerte in diesem Jahr nicht in geschlossenen Räumen stattfinden und den Künstlern sind die Auftrittsmöglichkeiten weggebrochen.

Die Musiker haben nachgefragt und ich wollte keinem Musiker absagen. Mit dem Musiksommer 2020 wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen, denn Musiker sind für ihre Auftritte auf den Sommer angewiesen“, sagt Butz. Mit „gemeinsam“ meint der Veranstalter die Künstler und die unterstützenden Partner. So stellt Grüneberg Projekt & Event GmbH aus Mölln die Bühne und das Equipment für die gesamte Spielzeit zur Verfügung, die Stadt Ratzeburg die Fläche, mobile Toiletten und Strom und Jens Butz selbst mit seiner Firma 4bdesign steht ehrenamtlich für die gesamte Organisation und Durchführung. Unterstützt wird der Musiksommer jetzt auch durch die Partnerschaft für Demokratie.

Unter Musikern gibt es keine Probleme mit Rassismus“, sagt Jens Butz, daher passe es gut mit „Demokratie leben!“ zusammen. So sollen im Laufe des Musiksommers immer mehr Statements der beteiligten Musiker an der Bühne und auf der Internetseite (https://musiksommer-2020.de/demokratie-leben/) erscheinen. „Musik ist der beste Katalysator für Gemeinsamkeit und um für Demokratie einzustehen“, sagt Butz.


In einem Gespräch mit Ratzeburgs Bürgermeister Gunnar Koech stieß Veranstalter Butz auf offene Ohren, so dass jetzt der Platz hinter dem Ratzeburger Rathaus bespielt werden kann. „Es hat eine halbe Woche gedauert, dann stand die Veranstaltung“, freut sich Jens Butz. Insgesamt sorgen acht Musiker und Bands für Unterhaltung und werden sich zu Demokratie und zur Rassismusdebatte öffentlich und online positionieren.

Viele Projektträger warten auf den Herbst und hoffen auf weitere Lockerungen“, sagt Mark Sauer von der PfD, „wir unterstützen den Musiksommer, um weitere Projektideen zu initiieren. Die Rassismuskampagne der Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen wird sich im Verlauf des Herbsts auch plakativ und anstoßgebend zeigen.“

Musiksommer - wo und wie?

Unter den Linden 1, hinter dem Rathaus. Sitzgelegenheiten, Speisen und Getränke für den Eigenbedarf sind mitzubringen, Hutspenden für die Musiker werden erbeten, die Einnahmen gehen zu 100 Prozent an die Künstler. Die Standorte für Sitzgelegenheiten sind markiert. Eine Online-Anmeldung unter musiksommer-2020.de ist zwingend erforderlich; die Teilnehmerzahl ist wegen der aktuellen Abstandsregelungen begrenzt. Nach der Bestätigung erfährt man auch die jeweilige Anfangszeit des Konzertes. Es kann sich nur für das aktuell nächste Konzert angemeldet werden.

Das Programm:

Nach dem bejubelten Auftritt am 10. Juli von Robert Carl Blank folgen noch

Freitag, 17. Juli: Katharina Schwerk

Freitag, 24. Juli: Fidi Steinbeck

Sonnabend, 1. August: Madeleine Lang

Freitag, 7. August: David Blair

Freitag, 14. August: Ada Brodie

Freitag, 21. August: Jan Loechel

Freitag, 28. August: Reinhold Beckmann

Die jeweiligen Konzerte haben eine Dauer von etwa zwei Stunden. Infos und Videos zu den Künstlern unter musiksommer-2020.de/programm

Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses der Partnerschaft:Die Bühne des Musiksommers kann dankenswerterweise Auftaktort der Kampagne sein. Veranstalter, wie auch die Musiker*innen, haben sich von der Idee begeistert gezeigt, sich und ihre Musik in diese Debatte mit einzubringen. Gerade auch, um ein Beispiel zu geben, dass dieses Thema gesamtgesellschaftlich, jederzeit und überall angesprochen werden muss, um endlich nachhaltig von abwertenden Menschenbildern wegzukommen. Dabei muss sich gerade jene Mehrheit von Menschen berufen fühlen, die nicht befürchten müssen, unter Rassismus und Ausgrenzung zu leiden. Ihre Fürsprache ist entscheidend.“

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Open-Air Musiksommer im Innenhof des Ratzeburger Rathauses startet heute

Seit über 5 Jahren finden in der Heuherberge in Ziethen unter dem Titel „Musik in der Scheune“ Konzertabende statt. Unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Regelungen sind solche musikalischen Veranstaltungen im Innenbereich derzeit allerdings nicht durchführbar.  Die Coronapandemie hat das kulturelle Leben fast vollständig zum Erliegen gebracht. Gerade für Musiker*innen ist dadurch eine sehr schwierige Situation entstanden. So gut wie alle Auftrittsmöglichkeiten sind weggefallen, damit vielfach auch die Lebensgrundlagen. Aber auch Liebhaber*innen von Live-Musik sehnen sich nach dem realen Musikerlebnis.

„Musik in der Scheune“ will dagegen jetzt ein Zeichen setzen und veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Stadt Ratzeburg, dem Bundesprogramm „Demokratie Leben“ , „Grüneberg – Projekt & Event“ und 4b-Design Mediengestaltung an Stelle des herbstlichen Konzertprogramms einen „Open-Air Musiksommer“ im wunderschönen Innenhof des Ratzeburger Rathauses. All die Künstler*innen, die eigentlich für Herbstkonzerte gebucht waren, haben kurzentschlossen zugestimmt, sich und ihre Musik in den kommenden Wochen auf einer Open-Air-Bühne zu präsentieren. Entstanden ist innerhalb nur weniger Tage eine Konzertreihe, die acht musikalisch beeindruckende und entspannende Sommerabende verspricht. Ermöglicht wird dies durch ein großzügiges Kultursponsoring von Christian Grüneberg von „Grüneberg – Projekt & Event“. Er hat ebenso kurzentschlossen eine fste Bühne für acht Wochen als freies Kultursponsoring zugesagt.

Die Musiksommer-Bühne möchte allerdings nicht nur unterhalten. Zusammen mit den Musiker*innen soll sie auch Anregung geben, einen Blick in die Welt zu richten, gerade auf die aktuelle und so wichtige Rassismusdebatte. Sie ist damit auch Auftaktort einer Kampagne, die von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen initiiert wird und sich gegen Rassismus in den Haltungen und Einstellungen der Menschen zueinander richtet, etwas was gerade Musik wesensfremd ist.

Eine Teilnahme an den Konzertabenden ist coronabedingt allerdings nur mit einer Anmeldung möglich. Die Zuschauerzahl ist begrenzt. Sitzgelegenheiten, Essen sowie Getränke sind selber mitzubringen. Der Eintritt ist wie immer bei „Musik in der Scheune“ frei. Eine Hutspende zugunsten der auftretenden Musiker*innen wird aber erbeten.

Auftaktkonzert mit Robert Carl Blank (bereits ausgebucht)
10. Juli 2020, 20:00 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr)

Das Auftaktkonzert gestaltet am heutigen Freitag um 20:00 Uhr Robert Blank. Zwischen Himmel und Erde passieren viele unterschiedliche Dinge, die niemand erklären kann. Unter anderem wie Robert Carl Blank es alleine nur mit seiner Gitarre und Stimme schafft, eine Masse von mehr als 1000 Menschen so zu verzaubern, als würde er für jeden einzelnen singen. Mal sanft mit einem Schuß Melancholie, mal treibend stürmisch bewegt sich der Songwriter in den Gewässern des Folk, Soul und Blues. An diesem Abend tritt Robert Carl Blank mit seinem Duo Partner Chris Drave auf, der mit seiner Violine perfekt harmoniert und eine besondere Note beiträgt. Robert Carl Blank spielt das zweite Konzert im Rahmen von Musik in der Scheune und ist zu Recht einer der beständigsten Musiker. Einlass ist um 19:30 Uhr. Das Konzert ist allerdings bereits ausgebucht.

Informationen zu allen weiteren Konzerten und zur Anmeldung sind unter www.musiksommer-2000.de zu finden.

Ratzeburger Volkshochschule setzt auch in Zeiten von Corona weiter auf politische Bildung

Die Ratzeburger Volkshochschule will auch in Zeiten von Corona ihr Vortragsangebot zur politischen Bildung zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. aufrecht erhalten. "Gerade im Zuge der verfügten und auch gebotenen Grundrechtseinschränkungen ist es aus unserer Sicht für die demokratische Zivilgesellschaft wichtig, dass es weiterhin Orte der politischen Diskussion gibt. Natürlich immer unter dem gebotenen Gesundheitsschutz!", sagt Silvia Tessmer, Geschäftsführerin der Ratzeburger Volkshochschule. So ist es ihr ein Anliegen, frühzeitig das  Herbstprogramm zu präsentieren, auch um das Signal zu geben, dass politische Vortragsangebote in diesem Jahr fortgesetzt werden. "Bislang mussten wir nur eine gemeinsame Veranstaltung absagen und noch unbestimmt in den Herbst verschieben, der sozialpolitische Vortrag von Prof. Dr. Harald Ansen zum Thema "Wie arm ist Deutschland", so Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V..

Politisches Bildungsprogramm der Volkshochschule RatzeburgFest geplant sind ab September zwei Vorträge und Seminare, mit dem Afrika-Experten Dr. Günther Rusch und mit dem Fachdozenten für Amerika Dr. Udo Metzinger. Es wird um Themen wie Migration, Demokratieentwicklung und die US-Präsidentschaftswahl gehen. Zu allen Angeboten informiert wie immer ein Flyer, der aktuell im Rathaus ausliegt oder als Online-Dokument auf der Webseite www.vhs-ratzeburg.de heruntergeladen werden kann. Überlegt wird auch, vermehrt digitale Angebote zur politischen Bildung zu nutzen, in Form von Online-Vorträgen oder Webinaren. "Wir wollen diese schwierigen Zeiten nutzen, auch verstärkt andere Angebotsformate in den Vordergrund zu stellen", sagt Silvia Tessmer. 

Wie immer werden diese Angebote gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

Ratzeburger Volkshochschule lädt zum "Social Media Training"

Die Ratzeburger Volkshochschule bietet erstmalig ein "Social Media Training" zum bewussten Umgang mit sozialen Medien, gerade in Problemfällen wie Cybermobbing, Hate Speech oder Fake News. Das Training mit dem Titel "CyberRight!" basiert auf einem vom Deutschen Volkshochschulverband in Zusammenarbeit mit dem Grimme-Institut entwickelten Methodenkoffer „Politische Medienbildung“ der im Januar 2019 in Bonn erstmals vorgestellt wurde und für den sich Ercan Kök, Dozent beim Verein Miteinander leben e.V. in Mölln, im Rahmen eines zweitägigen Seminars hat ausbilden lassen.

Schwerpunktmodule bilden Cybermobbing und Menschenrechte, Nutzung sozialer Medien, Hate Speech widersprechen und Fake News erkennen. Die Teilnehmer*Innen sollen auf alltägliche Situationen vorbereitet werden, in denen der bewusste Umgang mit sozialen Medien gefordert ist. Dazu werden Handlungsoptionen und Bewältigungsstrategien für den zivilcouragierten Umgang mit Demokratiefeindlichkeit und Diskriminierung im Netz aufgezeigt, immer auf der Grundlage, geltende Menschenrechte zu wahren. Der Workshop wird am Samstag, 21.03. oder Samstag 28.03.2020  von 10.00 – 17.00 Uhr durchgeführt. Durch eine Förderung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg / Amt Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", um die sich der Förderverein der Volkshochschule Ratzeburg e.V. erfolgreich beworben hatte, ist der Workshop für Teilnehmer*innen völlig kostenfrei. Anmeldungen sind möglich bei der VHS Ratzeburg unter vhs.ratzeburg@gmx.de oder 04541-8000146.

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"Create your future" - Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!?

„Create your future“ bietet neben einem tollen Freizeitprogramm mit Sport, Lagerfeuer, Disco und Ausflügen viele verschiedene Workshops, in denen sich junge Menschen kreativ, lebhaft und actionreich mit ihren Vorstellungen einer gemeinsamen Zukunft auseinandersetzen. Schließlich heißt die Freizeit im Untertitel auch „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt“. Und wie diese Welt aussehen soll, können die Teilnehmenden in einem Film und in verschiedenen Texten eines Poetry Slams darstellen. Es können aber auch eigene Songs aufgenommen und eigene Modelle gebaut werden. Hierfür haben die beiden Kooperationspartner Fachleute aus Kiel, Hamburg und Nordrhein-Westfalen engagiert. „Wir finden es extrem wichtig, dass verschiedene Jugendliche sich über ihre gemeinsame Zukunft austauschen und Ideen entwickeln. Und auch deshalb haben wir Profis auf diesen Gebieten gewinnen wollen“, so die Vertreter und Vertreterinnen der Diakonie und des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg (KJR). Die Ideen der jungen Menschen bei „Create your future“ sollen dann aber nicht verschwinden. Gemeinsam wird  dann geschaut, wie die Ideen auch in die Tat umgesetzt werden kann.

„8 Tage lang mit Gleichaltrigen verbringen, Spaß haben und gemeinsam Zukunft gestalten“, fasst Jens Pechel, 1. Vorsitzender des KJR, die Ferienfreizeit der besonderen Art in den Osterferien zusammen. „Eigene Ideen entwickeln und sie dann in einem Film, einem Rap oder HipHop Song umsetzen oder einen Poetry Slam gestalten – wo kann man dies schon?“, fragt Karo Michaelis, Mitarbeiterin in den Ratzeburger Jugendzentren des Diakonisches Werkes, und beantwortet ihre Frage gleich selbst: „Bei Create your future in den Osterferien!“

Beide gehören zu dem achtköpfigen Team, das zusammen mit Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren in der Zeit vom 2. bis 9. April an den Plöner See fahren werden. Aktuell gibt es noch freie Plätze. „Die acht Tage mit Unterkunft, Vollverpflegung, Busanreise und dem tollen Programm kosten 120,- €“, so Julian Schlicht vom KJR. „Wenn es Teilnehmende gibt, die diese Summe nicht aufbringen können, besteht die Möglichkeit den Teilnahmebeitrag auch auf 30,- € zu senken. Dafür kann man uns einfach ansprechen, auch wenn es andere Bedenken oder Fragen gibt“, ergänzt Virgina Flint-Wengler vom Gleis21 und Stellwerk.

Gemeinsam entwickelten das Gleis21 und das Stellwerk der Diakonie mit dem KJR diese Fahrt, die u.a. durch die Partnerschaften für Demokratie des Kreises Herzogtum Lauenburg und der Stadt Ratzeburg mit dem Amt Lauenburgische See des Bundesprogramm „Demokratie leben“ gefördert wird.

Weitere Informationen zu „Create your future“ gibt es auf www.kjr-herzogtum-lauenburg.de.

Du willst Dich anmelden oder hast Fragen:

Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg
Tel: 04542-843784
Mail: info@kjr-herzogtum-lauenburg.de

oder

Gleis 21
Tel: 04541-857228

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Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte einen »Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend« entwickeln

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat möchte zusammen mit klima- und umweltinteressierten Jugendlichen aus Ratzeburg und dem Umland einen Ratzeburger Nachhaltigkeitspreis entwickeln. Dieser soll jährlich von der Ratzeburger Jugend an Institutionen und Unternehmen verliehen werden, die sich durch besonders nachhaltiges Handeln auszeichnen. Nach Vorstellungen des Kinder- und Jugendbeirates könnte so ein Nachhaltigkeitspreis verschiedene Kategorien umfassen, beispielsweise das beste „Nachhaltigkeitskonzept“ in einem Unternehmen sein, die beste Strategie zur Vermeidung von Plastik in der Gastronomie, der Verkauf von nachhaltig produzierten Produkten im Einzelhandel oder die „innovativste Idee“ zum Thema Nachhaltigkeit.

„Mit dem Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend soll öffentlichkeitswirksam und in positiver Weise ein Bewusstsein zum Thema „Nachhaltiges Handeln“ in Institutionen und Unternehmen in Ratzeburg und Umland gefördert werden. Ausgezeichnet werden sollen positive Beispielgeber, die das Thema „Nachhaltigkeit“ ernsthaft berücksichtigen und in ihre Arbeitsabläufe integrieren“, sagt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates.

Die Entwicklung des Nachhaltigkeitspreises soll im Rahmen eines Workshop-Wochenendes erfolgen. Geplant ist, am 13.03.2020 von 16:00 – 19:00 Uhr im Jugendzentrum GLEIS 21 zunächst Einführungsgespräch zum Thema „Was ist nachhaltig?“ mit Nicole Ronnespieß, Nachhaltigkeitsexpertin von „Brot für die Welt“. Am 14.03.2020 soll an gleicher Stelle von 10:00 – 16:00 Uhr im Rahmen eines moderierten Workshops der Nachhaltigkeitspreis in seinen Kategorien und seinem Erscheinungsbild entwickelt werden, ebenso ein einfaches Verfahren, wie würdige Preisträger aus der Region gefunden werden können.

Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat kann und möchte diesen Nachhaltigkeitspreis nicht allein entwickeln und vergeben. Mit Unterstützung des Teams der offenen und interkulturellen Jugendarbeit des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg und möglichst vielen interessierten Jugendgruppen soll dieser Preis vielmehr ein Gemeinschaftsprojekt werden, auch mit dem Ziel, diesen zukünftig regelmäßig zu verleihen.

Wer Interesse hat, dabei mitzuwirken, kann sich unter jugendbeirat@ratzeburg.de oder auch unter sauer@ratzeburg.de (Tel: 04541-8000-114) für das Workshopwochenende anmelden. Das hilft sehr für die Vorbereitung. Bei der Einführung des Nachhaltigkeitspreises unterstützt die „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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"Rechtspopulismus - Eine antidemokratische Versuchung"

Die Volkshochschule Ratzeburg setzt am 10. März 2020 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses die politische Reihe "Demokratie=infomiert+engagiert" mit einem Vortrag zum Thema ""Rechtspopulismus - Eine antidemokratische Versuchung" fort. Zu Gast ist Elvin Hülser, Geschäftsführer und Referent für Friedensfragen des Antikriegshauses im Friedens- und Nagelkreuzzentrum Sievershausen.

Populistische Bewegungen und Parteien erhalten in den letzten Jahren enormen Zulauf, sei es in verschiedenen Ländern Europas oder auch in den USA. Während Deutschland lange Zeit immun gegenüber populistischen Strömungen zu sein schien, zeugen die Erfolge der AfD bei Landtagswahlen, der Bundestagswahl und den Wahlen zum Europäischen Parlament, aber auch Phänomene wie die PEGIDA-Bewegung davon, dass insbesondere der Rechtspopulismus auch in Deutschland dabei ist, sich zu etablieren. Die einen sehen hierin eine akute Gefahr für die westlich-liberalen Demokratien, andere wiederum einen womöglich heilsamen Weckruf für die Demokratie. Die als Populisten bezeichneten behaupten selbst von sich, die wahren Vertreter ihres jeweiligen Volkes zu sein und als einzige deren Interessen wahrzunehmen. Was macht den Populismus aus, wodurch ist er gekennzeichnet? Was macht den Rechtspopulismus heute so attraktiv? Inwiefern stellt er eine Versuchung in Zeiten der Verunsicherung dar – und woher rührt diese Verunsicherung und Unzufriedenheit in immer größeren Teilen der Bevölkerung? Warum stellt der Populismus eine Gefährdung der Demokratie dar und warum lohnt es sich überhaupt, diese zu verteidigen? Diesen Fragen wird Elvin Hülser nachgehen und zur Diskussion stellen.

Die gemeinsame Vortragsreihe mit dem Verein Miteinander leben e.V. wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

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"Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" fördert viele neue Projekte

Die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" ist mit vielfältigen, demokratiestärkenden Projektideen in das neue Förderjahr 2020 gestartet. Dem zuständigen Begleitausschuss wurden auf seiner ersten Sitzung insgesamt sieben Projektanträge vorgestellt, denen allesamt entsprochen werden konnten. So erhielt der Förderverein der Volkshochschule Ratzeburg e.V. eine Zusage für zwei Projekte. Unter dem Titel "Zusammen leben - zusammen gestalten" plant dieser die Fortführung der offenen Kunst- und Kulturwerkstatt mit einem neuen Fokus auf den Menschrechtskatalog des Grundgesetzes. Im Rahmen des Social-Media-Trainings "CyberRight!" soll Themen "Fake News", "Hate Speech" und "Cybermobbing" bewegt werden.

Auch der Verein Miteinander leben e.V. konnte den Begleitausschuss mit zwei Projektangeboten überzeugen. Unter der Gleichung "Demokratie=informiert+engagiert" wurde ein politisches Bildungsprogramm vorgestellt, das sowohl Informationsveranstaltungen wie auch Bürgerwerkstätten zu aktuellen Themen umfassen soll. Einen Europaschwerpunkt legt hingegen das Projekt "Was uns verbindet". Es zielt auf eine dialogfördernde, musikalische Vermittlung europäischer Kulturtraditionen in Grundschulen und Dorfgemeinschaftshäusern im Fördergebiet. Die Ratzeburger Ortsgruppe des BUND stellte ein kombiniertes Natur- und Demokratieprojekt vor, in welchem besondere Apfelbäume für Meinungsfreiheit und Erinnerung gesetzt werden sollen. Der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg warb überzeugend für ein Selbstkompetenz stärkendes Jugendprojekt mit den Schwerpunkten "Eigeninitiative", "Respekt" und  "Jugendbeteiligung". Schließlich bewilligte der Begleitausschuss erneut die Einrichtung eines Fördertopfes für Kleinprojekte bis zu einer Förderhöhe vom maximal 500 € bei der BQG Personalentwicklung GmbH, der auch von Projektträgern ohne Trägerschaft, wie Einzelpersonen oder Schulklassen, mit spannenden Ideen zur Demokratieförderung, zur Extremismusprävention oder zur Förderung des Zusammenlebens in der Einwanderungsgesellschaft angefragt werden kann.

"Es war ein sehr ermutigender Auftakt in unsere neue Förderperiode. So viele Institutionen und Personen engagieren sich mit ganz beeindruckenden Projekten im Sinne unserer "Partnerschaft für Demokratie". Mit unseren Möglichkeiten zur Projektförderung helfen wir gern dabei", sagte Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zum Sitzungsverlauf.

Bereits am 27. Februar 2020 wird der Begleitausschuss zum zweiten Mal zusammenkommen, um weitere Projekte auf den Weg schicken zu können. Interessenten sollten sich unter www.partnerschaftdemokratie.de über diese  lokalen Fördermöglichkeiten im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend getragenen Bundesprogramms "Demokratie leben!" informieren. Gerne hilft hier auch Karl Schneider von der prgrammbegleitenden Kordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH unter schneider@bqg-personalentwicklung.de.

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»Klimaneutral!? - Was eine Kommune tun kann?!«

Die Ratzeburger Volkshochschule setzt im Frühjahrssemester 2020 die politische Bildungsarbeit in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. fort. Ein facettenreiches Vortragsprogramm wird bis zum Frühsommer wieder aktuelle politische Entwicklungen und Probleme aufgreifen, fachkundig beleuchten und zur Diskussion darüber einladen. Zum Auftakt wird eines der drängendsten Themen in Politik und Gesellschaft in den Fokus genommen, der Klimawandel und seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Umwelt- und Techniksoziologe Dr. Mario Neukirch von Center for Sustainable Society Research der Universität Hamburg wird in seinem Vortrag „Klimaneutral!?“ am 11.02.2019 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses erläutern, was sich hinter diesem plakativen Begriff verbergen mag und wie er Einfluss nimmt, auf gesellschaftliches wie politisches Handeln.

„Klimaneutralität“ - d.h. Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 -dieses Ziel wurde nun auf nationaler wie europäischer Ebene beschlossen. Für eine Klimapolitik der es gelingt, die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden, ist die Klimaneutralität unerlässlich. Allerdings bestehen über die Wege dorthin sowohl diverse Unklarheiten, als auch grundlegende Konflikte. Damit Klimaneutralität keine abstrakte Vision ferner Zukunft bleibt, gilt es, die Bedeutung der Zwischenziele in der Reduktion für 2020 und 2030 zu betonen und diese konsequent zu verfolgen. Vor diesem Hintergrund geht es im angekündigten Vortrag darum, mehr Transparenz hinsichtlich der Möglichkeiten und Barrieren in diesem komplexen Themenfeld zu erreichen: Was ergeben sich aus den Zielvorgaben für konkrete Handlungsforderungen an den Staat, an die Wirtschaft, an die Bürger*innen? Was kann und soll beispielswiese die Kommune, tun, welche Aufgaben könnten ihr angetragen werden? Wo und wie gilt es hier aktiv zu werden?

Der Vortrag, in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e. V., wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ und ist für Besucher kostenlos.

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Ratzeburger Volkshochschule setzt politische Bildungsreihe fort

Die Ratzeburger Volkshochschule richtet auch in diesem Jahr wieder ein vielschichtiges Vortrags- und Seminarprogramm zur politischen Bildung aus. Allein im jetzt beginnenden Frühjahrssemester sind drei Vortragsveranstaltungen geplant. Das Themenspektrum ist dabei hochaktuell. So wird es zum Auftakt  am 11.02.2020 um 19:00 Uhr um den Begriff der "Klimaneutralität" gehen. Dr. Mario Neukirch vom Center for Sustainable Society Research der Universität Hamburg wird dabei die Klimadebatte analysieren und die Frage aufwerfen, was insbesondere Kommunen tun können, um das Ziel der "Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050" zu erreichen. Im Märzvortrag, am 11.03.2020 um 19:00 Uhr, steht das Phänomen des Rechtspopulismus im Mittelpunkt. Elvin Hülser, Geschäftsführer des Antikriegshauses Sievershausen, möchte dessen Wesenszüge aufzeigen  und seine Attraktivität erläutern, vor allem aber auch die antidemokratischen Tendenzen, die von ihm ausgehen, Ein sozialpolitisches Thema wird am 16.04.2020 um 19:00 Uhr von Prof. Dr, Harald Ansen, Hochschullehrer für Soziale Arbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), bewegt. "Wie arm ist Deutschland?" lautet der Titel seines Vortrages, der sich mit Verteilung von Wohlstand, mit Gerechtigkeitsfragen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt befassen wird.


"Für die Ratzeburger Volkshochschule haben die Angebote der politischen Bildung einen besonderen Stellenwert. Es ist wohl eine der vornehmsten und wichtigsten Aufgabe in der Erwachsenbildung und wir sind froh, dies mit Unterstützung des Vereins Miteinander leben e.V. immer wieder anbieten zu können"
, sagt Volkshochschulleiter Holger Martens, bereits mit einem ersten Verweis auf das kommende Herbstsemester. Dort werden das Thema "Afrika" und natürlich der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf im Fokus stehen. 

Alle Vorträge finden im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses statt. Sie sind gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

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"Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen startet neue Förderrunde

Die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen kann mit 125.000 € in das neue Förderjahr 2020 starten. Ein entsprechender Bewilligungsbescheid des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" erreichte das Ratzeburger Rathaus in der Vorweihnachtszeit. 112.500 € stellt der Bund darin für demokratiestärkende Projektarbeit zur Verfügung, kofinanziert um jeweils 6.250 € durch die Stadt und das Amt. Gefördert werden können damit unter anderen Projektideen, die sich entsprechend der Ziele der "Partnerschaft für Demokratie" gegen jede Form von Extremismus wenden, das gute Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft ermöglichen oder demokratische Prozesse in Stadt und Land stärken. Dafür steht ein Aktionsfond in Höhe von 60.000 € zur Verfügung, über dessen Mittelvergabe ein Begleitausschuss mit Vertreter*innen aus Stadt und Amt entscheidet. Projektträger wie Vereine, Stiftungen, Institutionen, können sich hier mit ihren Projekten vorstellen und einen Zuschuss auch ohne Eigenmittelbeteiligung beantragen. Ebenso wird ein Jugendfond mit 10.000 € bereitgestellt, der vom Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Ratzeburg in Eigenregie gezielt für demokratiefördernde Jugendprojekte eingesetzt wird. Auch hier können Projektanträge mit gezieltem Kinder-  und Jugendbezug eingereicht werden.

"Wir konnten im ablaufenden Förderjahr insgesamt 14 Groß- und 19 Kleinprojekte über die "Partnerschaft für Demokratie" fördern, mit einem breiten Spektrum von Aktivitäten und vielen Beteiligten in Stadt und Umland", sagt Mark Sauer, der das Bundesprogramm federführend bei der Stadt Ratzeburg verantwortet. "Der Begleitausschuss freut sich auf viele neue und ideenreiche Projektanträge im kommenden Jahr, die unsere Demokratie bürgernah, stärkend, bunt und einladend gestalten wollen", ergänzt Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller.

Bereits am 23. Januar 2020 möchte der Begleitausschuss erste Projekte für das neue Förderjahr auf den Weg schicken. Projektanträge können ab sofort bei der Koordinierungs- und Fachstelle der "Partnerschaft für Demokratie" eingereicht werden. Karl Schneider von der BQG Personalentwicklung GmbH ist hier der erste Ansprechpartner für alle potentiellen Projektträger. Er steht bei der Beantragung mit Rat und Tat zur Seite und nimmt insbesondere Neulingen im Antragswesen die Angst vor den Formularen. Alle Informationen zu den Förderrichtlinien, zu Projektanträgen und zu den laufenden Projekten finden sich unter www.partnerschaftdemokratie.de.

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Weihnachten schafft Begegnung - Weihnachtsparty im Stellwerk

Am Freitag dem 13. Dezember fand eine große Weihnachtsparty im Kinder- und Jugendzentrum Stellwerk statt. Unter dem Motto „Weihnachten schafft Begegnung“ kamen über 250 Menschen unterschiedlichen Alters zusammen um miteinander zu feiern. Von Stelzenläufern begrüßt ging es mit dem sehr vielfältigen und bunten Bühnenprogramm los. Dort gaben junge Künstler aus der Kinder- und Jugendeinrichtung ihr Bestes. So durften sich die Zuschauer an Gesangseinlagen, einem Geigenspiel, der Trommlergruppe „Drumsound“, einem Anspiel an der Saz sowie den Beatboxern und Rappern erfreuen. Auch war noch Platz für kleine Sketch- und Quizeinlagen zum Thema Weihnachten und für spontane Auftritte auf der open stage.

Ein Highlight war die Feuershow. Die Feuerkünstler verzauberten die Gäste mit einer spektakulären Performance aus Feuer und Trommelrhythmen in eine magische Traumwelt und beeindruckenden mit ihren Feuereffekten. 


Auch beeindruckte das sehr vielfältige Buffet mit vielen Köstlichkeiten aus ganz unterschiedlichen Kulturen, welches von den Familien der Jugendlichen mit zubereitet wurde. So richtig ging die Party los mit der guten Musik von drei jungen DJ´s, die  für ordentlich Stimmung gesorgt haben. In fröhlicher und ausgelassener Stimmung wurde viel getanzt und gefeiert. Für diejenigen die es etwas ruhiger angehen lassen wollten, gab es die Möglichkeit sich im Café- und Spielebereich zurückzuziehen oder sich draußen gemütlich am Feuer zu unterhalten sowie mit einem Künstler etwas Kreatives zu gestalten. Während der Fotosession hatten die Gäste die Gelegenheit, viele fröhliche und lustige Augenblicke mit nach Hause zu nehmen.   Weihnachten schafft Begegnung, eine tolle Veranstaltung die von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen gefördert wurde.

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"Yalda-Nacht" - Eine altpersisch Wintertradition

Begegnungen schaffen ist ein Kernanliegen der Ratzeburger Willkommenskultur, um das gegenseitige Kennenlernen von Einheimischen und Zugewanderten zu fördern. Dabei bieten Feste und Traditionen immer eine gute Gelegenheit, um voneinander zu erfahren, von kulturellen Besonderheiten, die jede Nationalität mitbringt. Eine solche Begegnungsmöglichkeit bietet sich am 20.12.2019 um 18:00 Uhr im Jugendzentrum GLEIS21 im Rahmen der "YALDA-Nacht", eine altpersische Wintertradition, die im Iran, in Afghanistan und den Kurdengebieten Iraks und der Türkei bis heute verbreitet ist. Es ist ein klassisches Fest zur Wintersonnenwende, wie so viele Feste weltweit sich am Jahreslauf der Sonne ausrichten. Die Ratzeburger Willkommenskultur lädt auf wiederholte Bitten ein, den Hintergrund der Yalda-Nacht in ihrer traditionelle Form zu erkunden und dabei Menschen aus diesem Kulturkreis, die seit kurzem oder schon länger in Ratzeburg leben, kennenzulernen. Die Veranstaltung wird gefördert von der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", so dass der Eintritt ist frei ist.

"YALDA-NACHT" - Eine altpersisch Wintertradition

Die Yalda Nacht – das persische Weihnachten (persisch Šab-e Yald) ist eines der vier großen altpersischen Feste des indoiranischen Kulturkreises, die gemäß dem iranischen Sonnenkalender begangen werden. Es handelt sich um die Nacht der Wintersonnenwende – die längste Nacht des Jahres. Das Fest wird mehrheitlich in muslimischen Völkern des iranischen Kulturkreises und Zentralasiens gefeiert. Yalda ist ursprünglich ein aramäisches Wort mit der Bedeutung „Geburt“. Im iranischen Kulturkreis wird Yalda als Geburt des Lichts bzw. der Sonnengottheit Mithra verstanden. Die Yalda-Nacht wird auch Tschelle-Nacht wörtlich „Nacht der vierzigtägigen Periode“, genannt. Im Rahmen des Mithraskultes kam das Fest als „Fest des Lichtes“ durch Legionäre auch in das römische Reich. Manche christlichen Historiker sind der Meinung, dass Weihnachten eine Weiterentwicklung dieses Festes sei.

In der Yalda-Nacht finden sich Freunde und Verwandte in den Häusern der Ältesten zusammen, wo sie die Nacht über gemeinsam feiern. Traditionell werden zu diesem Anlass vor allem Melonen, Granatäpfel, rote Trauben in Kongina genannten luftdichten Tonschalen konserviert und Backobst gegessen. Meist sitzt man um das Korsi und liest aus dem Divan des persischen Dichters Hafez vor. Hierbei handelt es sich um das Fal-e Hafez also um eine Art Orakelbefragung oder Weissagung anhand der Hafez-Gedichte. Ein weiterer Brauch ist das Entzünden eines großen Feuers, das Licht und Hoffnung repräsentiert. Die Menschen freuen sich, dass das Licht neu geboren wird und sich gegen die Dunkelheit durchsetzt, denn nach der Yalda-Nacht werden die Tage wieder länger. In der altpersischen Tradition kam der Herrscher in der Yalda-Nacht vom Thron herab und begab sich in die Wüste. Er schickte Diener und Wächter in den Urlaub und ging in ein Dorf, um dort die Nacht mit einfachen Bauern zu verbringen und ihnen zuzuhören.

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11. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung machte Station in Lauenburg

Aktuelle Entwicklungen zum Rechtsextremismus im Blick behalten und den Austausch zwischen engagierten Demokratinnen und Demokraten zu diesem Themenkomplex ermöglichen ist Ziel und Aufgabe der Regionalkonferenzen Rechtsextremismus & Demokratieförderung, die seit 2012 in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an jeweils unterschiedlichen Orten Station machen. In diesem Jahr bot sich Lauenburg an als Gastgeber für die rund 120 Akteure aus Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik, Verwaltung, Schule, Sozialverbänden und Kirche. So wurde vorvergangenen Samstag die Albinus-Gemeinschaftsschule Lauenburg zu einem Ort der Information zu, der Diskussion über und des Netzwerkens gegen Rechtsextremismus in Norddeutschland, mit einem Teilnehmerkreis aus allen norddeutschen Bundesländern.

Von "Rechtsterrorismus" über "Rechtsextremismus in der DDR  und "Antisemitismus in der Neuen Rechten" bis hin zu "Rechtspopulismus in der Parlamenten" und "Rechtem Korpgeist in waffentragenden Organisationen" reichte das Themenspektrum dieser nunmehr 11. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratiestärkung, gemeinschaftlich organisiert durch den Verein Miteinander leben e.V., die Partnerschaft für Demokratie Lauenburg - Büchen -Lütau, das RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, das Regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Lübeck der AWO-SH, den Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg e.V., dem Ratzeburger Bündnis sowie den Fachdienst Familie und Schule Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung unterstütze ihre Ausrichtung.

Einführend begrüßte Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede die Konferenzteilnehmer und die Dozenten der Workshop und betonte die Notwendigkeit des persönlichen Einsatzes eines jeden für die demokratischen Grundwerte unsere Gesellschaft, gerade in Zeiten, wo sie zunehmend offen in Frage gestellt werden. Dass Haltung finden dabei immer auch ein Entwicklungsprozess ist, den man einüben muss, erläuterte nachfolgend Dr. Constanze Jaiser, Projektleiterin „zeitlupe. Stadt.Geschichte&Erinnerung“ bei RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V. an verschiedenen Beispielen von Erinnerungsprojekten in Mecklenburg-Vorpommern. Gerade junge Menschen, so Jaiser, müssen die Möglichkeiten und den Lernraum haben, um sich selbstbestimmt positionieren zu können, gegenüber der Geschichte, aber auch in der Demokratie selbst. Dabei können authentische Orte des Nationalsozialismus vor der eigenen Haustür mit ihren oftmals verborgenen und vergessen Geschichten wichtige Reflexionsräume sein, die durchaus auch in die Erwachsenwelt hineinstrahlen und dort zu Haltungen oder deren Überdenken herausfordern kann.

In diesem Sinne herausfordern wurden auch die anschließenden Workshops gestaltet. Angeleitet von namhaften Expertinnen und Experten wurden die verschiedenen Themenfeldern erörternd und aktiv erarbeitend in einer Tiefe ausgelotet, für die im alltäglichen Engagement allzu oft zu wenig Zeit bleibt. Entsprechend positiv zeigten sich die Konferenzbesucher in ihren Bewertungen und dem Feedback. Dies schloss explizit auch Ausstellung „Einige waren Nachbarn – Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ des UNITED STATES HOLOCAUST MEMORIAL MUSEUM in Washington/DC, die erstmalig in ihrer deutschen Ausgabe im norddeutschen Raum zu sehen war.

"Durch Kinderhand erblüht das Land"
Kinder-Pflanzaktion im MedizinWald Ratzeburg

Anfang November folgten rund 70 Kinder des Städtischen Kindergarten zusammen mit ihrer Leiterin, Petra Zabel, und ihren Betreuerinnen einer Einladung der Elfriede und Hermann Hübner Stiftung in den MedizinWald Ratzeburg und legten dort mit viel Spaß und voller Tatendrang eine rund 700 m² große Blühwiese an. Sie soll den angrenzenden und bereits vorhandenen Blühwiesenabschnitt auf 1000 m² erweitern. "Wir alle haben doch schon vom Insekten- und Bienensterben gehört", erklärte die Stifterin, Ellfriede Hübner, den Kindern. "Es ist schön, dass ihr alle uns helfen wollt, im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas dagegen zu tun." 


Landwirt Volker Greve hatte sich bereit erklärt, den Kindern zu zeigen, wie eine Wiese für eine Aussaat vorbereitet wird. Für die anwesenden Kinder war es richtig spannend, ja fast ein kleines Abenteuer. Nach der Geländevorbereitung und der Treckervorführung gab es ein gemeinsames Frühstück. Dieses wurde von Bettina Greve vom Spargel - und Kartoffelhof Greve aus Schmilau liebevoll vorbereitet. Nach dieser Stärkung wurden an alle Anwesenden  kleine Saatgutbeutelchen ausgegeben und dann ging es auch schon auf die künftige Blühwiese.  Auch der Bürgermeister der Stadt Ratzeburg, Gunnar Koech, der dieses Projekt sehr unterstützte,  ließ es sich in seiner zupackenden Art nicht nehmen, kräftig mitzuwirken. Angeleitet wurden die Kinder von Heinrich Meyer vom Grünflächenamt Ratzeburg. Es war eine große Freude mit anzusehen, mit welchem Eifer nicht nur die Kinder bei der Sache waren. Nach der Aussaat konnte dann auch noch der Trecker ganz aus der Nähe bestaunt werden.

Unterstützt und gefördert wurde dieses Projekt über das Landesprogramm „Schleswig Holstein blüht auf“ und von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen. Der Projektbetreuer der Stiftung, Detlef Otte, bedankte sich bei allen Beteiligten für die fantastische Unterstützung bei der Projektumsetzung. Nun soll bald der zweite Akt folgen.  Die für die Aussaat genutzten Leinenbeutel sollen in den kommenden Tagen im Städtischen Kindergarten bemalt werden. Die Kinder erhalten so die Gelegenheit, ihre Eindrücke von dem erlebnisreichen Vormittag auch noch bildhaft festzuhalten. Die bemalten Beutelchen werden anschließend öffentlich ausgestellt.

Jahresschau »Zusammen leben - zusammen gestalten«

Die interkulturelle Kunstwerkstatt des Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg e.V. zeigt einen Querschnitt durch die Arbeiten eines Jahres. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amt Lauenburgische Seen. 57 KünstlerInnen mit Wurzeln in 10 verschiedenen Nationen konnten mit diesem Projekt erreicht werden und zeigen Werke aus den 10 Projektthemen des Jahres 2019. Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses während der allgemeinen Öffnungszeiten zu sehen.


„Es ist in diesem Jahr die 7. Ausstellung der interkulturellen Kunstwerkstatt“
, stellen Gesine Biller und Susann Butt, die das Projekt betreuen erstaunt fest. Neben Ausstellungen, die nur einen Tag dauerten, hat die Gruppe ihre Werke im Rahmen von „Dörfer zeigen Kunst“ in Groß Sarau und in Kittlitz zeigen dürfen. Im Finanzamt wurde eine Werkschau über einige Wochen präsentiert und im Ratzeburger Rathaus stellt man jetzt zum zweiten Male aus. Hocherfreut sind die Teilnehmer über die Wertschätzung, die ihnen mit jeder Ausstellung entgegen gebracht wird.

Derart motiviert, hat sich eine kleine Gruppe zusammen gefunden, die jetzt Werke für den Weihnachtsbazar am 7./8. Dezember anfertigt. „Erstmalig können wir unsere Werke als Unikate-Weihnachtskarten verkaufen.“ freuen sich die TeilnehmerInnen. Der Erlös ist für die Arbeit des Fördervereins der VHS Ratzeburg e.V. bestimmt.

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„Wenn der Islam zum Feindbild wird“ - Politischer Bildungsvortrag der Ratzeburger Volkshochschule

In der politischen Bildungsreihe der Ratzeburger Volkshochschule legt der letzte Vortrag dieses Herbstsemesters, am 21.11.2019 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses. den Blick auf den Umgang mit und die Haltung zu Menschen mit muslimischen Glauben in unserer Gesellschaft. „Deutschland und der Islam – wie passt das zusammen?" – Durch diese oder ähnliche Aussagen wird im postmigrantischen Deutschland heute - unbewusst oder bewusst - immer wieder ein Gegensatz zwischen „muslimisch sein“ und „Deutsch sein“ konstruiert. Die Vereinbarkeit von Islam und Deutschland, die nicht nur für viele deutsche Muslim*innen selbstverständlich ist, wird hier als Gegensatz konstruiert und antimuslimische Ressentiments salonfähig gemacht. Islamfeindlichkeit in Deutschland ist kein abstraktes Konstrukt, sondern eine Realität, die schon Menschenleben gekostet hat. Doch was zeichnet  Islamfeindlichkeit in Deutschland aus? Was und Wer definiert das Deutsche bzw. deutsch sein? Wer darf die Gesellschaft mitgestalten und wer nicht? Diesen Fragen geht Mirjam Gläser von Ufuq e. V. Berlin in ihrem Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde nach.

Der Vortrag, in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e. V., wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“. Der Eintritt ist frei.

"Wir sind nicht still!" - Eindrucksvolle Kundgebung für Mitmenschlichkeit und Respekt in Ratzeburg

Rund 1.000 Menschen folgten zum Reformationstag in Ratzeburg dem gemeinsamen Aufruf vom Ratzeburger Bündnis, dem Verein Miteinander leben e.V., dem Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg und der Willkommenskultur Berkenthin, für Mitmenschlichkeit und gegenseitigen Respekt auf die Straße zu gehen. Unter dem Motto "Wir sind nicht still", das bereits im vergangenen Jahr in Berkenthin viele Menschen in Bewegung brachte, setzte sich vom Ratzeburger Rathaus ein langer Demonstrationszug entlang der südlichen Sammelstraße in Richtung Marktplatz in Bewegung. Begleitet von Musik des Chorprojektes "POLITICALied", einer politischen Plakatkampagne sowie einer bewegten Kunstaktion von Künstler Ebrahim Sharghi wurden auf der Strecke positive, wie nachdenkliche Akzente für die inhaltlichen Anliegen gesetzt. So auch in Höhe des Theaterplatzes, wo eine Trommel- und Stelzengruppe des Diakonischen Werkes den Demonstrationszug im Vorbeiziehen lautstark und fröhlich begrüßte.

Auf dem Marktplatz erwartete die Demonstranten zahlloses Schlagzeug, vorbereitet für einen "Drum Circle" durch Helga Reihl aus Lübeck. Dieser bildete sich intuitiv und gab dem Motto "Wir sind nicht still" eine weit hörbare Resonanz. Eingebettet in dieses gruppendynamische Trommeln wurden die verschiedene Wortbeiträge begrüßt, von Bürgermeister Gunnar Koech, Amtsvorsteher Heinz Dohrendorf, Kreispräsident Meinhard Füllner, Pröpstin Frauke Eiben und dem Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz. Alle warnten eindringlich vor Rassismus und Rechtsextremismus, die gerade über den politischen Rechtspopulismus zunehmend Geisteshaltungen prägen, immer tiefer in die Gesellschaft vordringen und diese nachhaltig zu spalten drohen. Betont wurde dabei die Bedeutung der zunehmend verrohten Sprache, vor allem in den sozialen Medien, die als Einfallstor für Hassgedanken beschrieben wurde, aus denen dann all zu oft auch böse Taten erwachsen würden. Umso wichtiger sei es, so der Tenor alle Redebeiträge, selbst Haltung zu zeigen, dem Hass zu widersprechen und aktiv Partei zu ergreifen für Demokratie, Mitmenschlichkeit, Respekt und Toleranz.


Dass dies auch mit Leichtigkeit geschehen kann, demonstrierte der nimmermüde "Drum Circle", wie auch die abschließenden Musikbeiträge vom Lukas Kowalski, die zum Mitmachen und Mitfeiern einluden. Ebenso wir die kulinarischen Spezialitäten der Ratzeburger Willkommenskultur, die das Team vom Esmat Shirazi vorbereitet hatte. Gesine Biller und Mark Sauer, die seitens der unterstützenden "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen die Kundgebung moderierten, präsentierten zum Abschluss einen Staffelstab, um symbolisch diese Kundgebung zum nächsten Reformationstag an einem anderen Ort im Lauenburgischen zu tragen. "Wir sind ganz sicher, dass die Initiative "Wir sind nicht still" auch am Reformationstag 2020 fortgeführt wird und freuen und uns schon, dort mitmachen zu können", zeigten sich beide Mitorganisatoren der Ratzeburger Kundgebung überzeugt. 

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1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz entwickelt Maßnahmenpaket zum Klimaschutz in Ratzeburg

Wissensvermittlung, gemeinsame Diskussionen und Zielfindungen standen im Mittelpunkt der 1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz am letzten Samstag im Oktober in der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Rund 50 Kinder und Jugendliche nutzten sehr rege und offen das Gesprächsangebot mit Verwaltung, Experten und Stadtpolitik. Der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat hatte nach der "Friday for Future"-Demonstration vor dem Ratzeburger Rathaus ein solches Format angeregt und mit Unterstützung des Bauausschussvorsitzenden Werner Rütz sowie der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen organisiert.

Im ersten Schritt erhielten die jungen Konferenzteilnehmer die Möglichkeit, sich in den Themenfeldern "Energie/Energieeffizienz", "Mobilität", "Abfall und Recycling" und "Artenvielfalt" über aktuelle Vorhaben, begonnene und umgesetzte Maßnahmen oder angestrebte Ziele in der Stadt zu informieren. Neben Mitarbeitern des städtischen Bauamtes standen auch Experten von der VSG-Netz, der AWSH und der Kreisforst Rede und Antwort, auch für viele kritische Fragen.

Im Anschluss übernahm es Moderator Lars Hartwig aus Lübeck, zusammen mit den Jugendlichen das Erfahrene zu reflektieren. Die Erwachsenen verfolgten diesen Prozess nur zuhörend, ohne sich einzumischen. In einem Rollenwechsel konnten danach die Stadtvertreter, Experten und Verwaltungsmitarbeiter ihre Erfahrungen der Informationsrunde zusammenfassen, mit den jungen Zuhörern als Publikum. Beide Gruppen erfuhren so die jeweilige Sichtweise zur Informationsrunde, aber auch die jeweils positive Wertschätzung der sehr offen geführten Gespräche. Lars Hartwig ließ danach in Kleingruppenarbeit Themenfelder bestimmen und Ziele erarbeiten, die den Jugendlichen wie auch den Erwachsenen besonders wichtig erschienen. Im Fokus dieser Diskussionen standen ganz konkrete Forderungen wie die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, die Ausweitung von Mülltrennung in Schulen und im öffentliche Raum, die Installation von Solarthermie auf den Dächern der Ratzeburger Schulen sowie gemeinsame Baumpflanzaktionen. In einer ersten Bewertung wurden viele dieser Idee als durchaus umsetzbar, zielführend und verfolgenswert eingestuft.


Bürgermeister Gunnar Koech und Bauausschussvorsitzender Werner Rütz zeigten sich vom Verlauf der Konferenz und der sehr praxisorientieren Diskussion mit den Jugendlichen sehr beeindruckt und regten an, solche befruchtenden Diskussionsformate mit der Ratzeburger Jugend häufiger durchzuführen. Diese positive Bewertung spiegelte sich auch in den abschließenden Wortbeiträgen der Jugendlichen. Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates sagte: "Wir haben auf dieser Jugendklimakonferenz mit den Kommunalpolitikern und den Experten auf Augenhöhe sprechen und diskutieren können. Unsere Fragen und Ideen wurden ernst genommen. Dass sich so viele Jugendliche daran beteiligt haben, war dabei wirklich entscheidend. Ich hoffe, wir setzten diese Gespräche fort."

Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat auf Europaexkursion im polnischen Sopot

Mit vielen Eindrücken von proeuropäischer Begeisterung und ganz unterschiedlichen Formen von Zivilcourage ist der Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat von seiner Europaexkursion in die polnische Partnerstadt Sopot zurückgekehrt. 20 Teilnehmer*innen hatten in Eigenregie diesen viertägigen Besuch vor den Herbstferien geplant und im Rahmen des Jugendfonds der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" selbständig umgesetzt.

Empfangen wurden sie in Sopot mit offenen Armen und der Zusicherung, das jedwede Form des partnerschaftlichen Austausches dort hoch willkommen ist. Bürgermeister Jacek Karnowski betonte auf einem Empfang der Ratzeburger Jugendlichen im Sopoter Rathaus, wie wichtig es ist, diese partnerschaftlichen Bande zu pflegen, gerade auch in einer Zeit, in der nationalistische Haltungen in Europa populistisch wieder Einzug halten in Politik und Gesellschaft. Wozu dies führen kann, erläuterte Karnowski am Beispiel der Ermordung seines Freundes, des Bürgermeisters von Danzig, Pawel Adamowicz, der im Januar diesen Jahres von einem verwirrten Täter unter mutmaßlich nationalistischen Motiven getötet wurde. Vorangegangen war eine mediale Hetzkampagne gegen den Bürgermeister und dessen eindeutig proeuropäischen und liberalen Haltung, an denen sich auch höchste politische Würdenträger aktiv beteiligten. Karnowski, der am Tage dieser Empfangs zusammen mit der Witwe des Ermordeten eine öffentliche Petition wider der Hasssprache in Politik und Gesellschaft gestartet hatte, warnte eindringlich davor, mit bösen Worten die Grundlage für noch bösere Taten zu legen.

Im Geist eines solchen Dialoges und der europäischen Kooperation, trafen die Ratzeburger Jugendlichen auch Sopoter Schüler zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde zum Thema "Unsere Zukunft in Europa". In polnisch-deutschen Kleingruppen wurde über Zukunftsfragen, Verbindendes und Trennendes sowie Lösungsmöglichkeiten zu Problemen, die eher global als national zu beantworten sind, engagiert auf Englisch miteinander gesprochen und Ideen, wie Anregungen dokumentiert. Dabei zeigten sich durchaus Unterschiede, was die Schüler von Europa erwarten. Während aus Ratzeburger Sicht Europa gerade bei drängenden globalen Fragen, wie dem Klimawandel eine hohe Bedeutung zu kommt, wurde aus polnischer Sicht zuvorderst das Thema Sicherheit mit Blick auf den russischen Nachbarn genannt. Einig war man sich darin, dass Nationalismus keine Antwort, sondern ein Problem ist und dass Rassismus wie auch Hass in den sozialen Medien gerade darin gedeiht.


Wie tief die polnische Gesellschaft selbst gespalten ist, konnten die Ratzeburger Jugendlichen während einer Stadtführung durch das benachbarte Danzig erfahren. Stadtführer Andreas Kasperski beschrieb einen Stadt-Land-Konflikt, der in Polen durchaus bewusst geschürt werde. Die Städte, so Kasperski, würden sich fast durchweg proeuropäisch, liberal zeigen und den nationalistischen Bestrebungen der Zentralregierung massiv widersprechen. Er zeigte dies eindrucksvoll am Beispiel der Geschichtsaufarbeitung in Danzig, eine Stadt, die sich zunehmend auf ihre deutschen Wurzeln besinnt, ohne dabei ihre polnische Identität in Frage zu stellen. "Es geht in Danzig vor allem um geschichtliche Wahrheit, die wir wieder hervorbringen. Damit ziehen wir aber den Zorn der Zentralregierung auf uns, die Danzig als urpolnisch darstellen möchte", so Kasperski. Er zeigte auch, wie intensiv dieser Streit inzwischen ausgefochten wird, beispielsweise wenn die Zentralregierung versucht, über die Drohung, staatliche Zuschüsse zu streichen, Einfluss auf die inhaltliche Arbeit von Museen, wie die dem renommierten Europäischen Solidaritätsmuseum zu bekommen. Die Antwort darauf sei, so Kasperski, engagierte und kreative Zivilcourage. So hätten Danzigs Bürger in kurzer Zeit über ein Crowdfunding die fehlenden Mittel selbst aufgebracht, um einen unabhängigen Museumsbetrieb aufrecht zu erhalten. Das Museum der "Westerplatte", dem Ausbruchsort des zweiten Weltkrieges, verlor Danzig hingegen nach einer Gesetzesänderung an die polnische Zentralregierung, die dort eine patriotische Geschichtsdarstellung installieren möchte. So wurde während dieses Stadtrundganges auch deutlich, warum an so vielen öffentlichen Gebäuden oder Plätzen die Europaflagge zu sehen ist, zuvorderst immer als Zeichen des Widerstandes gegen einen bewusst geschürten und instrumentalisierten polnischen Nationalismus. Durch diese Eindrücke stellte sich für die Ratzeburger Jugendlichen das in den Medien von Polen gezeichnete nationalistische Bild sehr in Frage. Danzig und Sopot zeigten sich offen, tolerant und sehr lebensfroh, Orte die man gerne besucht und an denen man auch seine Freizeit mit vielen spannenden Aktivitäten gestalten kann. Katarzyna Choczaj, vom Stab des Sopoter Bürgermeister, begleitete die Jugendlichen hier zur Seebrücke, zum Bowlen und sogar zum Basketballbundesliga zwischen Sopot und Stettin in der beeindruckenden ERGO Arena.



"Wir haben auf unser Europaexkursion so viel erfahren, gerade wie wichtig es ist, als Bürger auch Haltung zu zeigen für Demokratie und Freiheit"
, sagte Jugendbeiratsvorsitzender Marten Koch rückblickend auf den Besuch in Sopot. "Und die Herzlichkeit, mit der man sich dort um uns gekümmert hat, war für mich besonders beeindruckend. Ihnen liegt in Sopot so viel an diesen Begegnungen", ergänzte Tabea Schudde vom Jugendbeirat. Insgesamt zieht der Ratzeburger Jugendbeirat damit eine sehr positive Bilanz seiner Europainitiative und den erfolgten Besuchen in Brüssel, Esneux und Sopot und möchte auch im kommenden Jahr in diesem Sinne weiterarbeiten.

"PIMP YOUR TOWN! Ratzeburg" - Der Film

Im Juni nahmen rund 90 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen am Planspiel „Pimp Your Town! Ratzeburg“ teil. Für drei Tage schlüpften sie unter Anleitung des Vereins „Politik zum Anfassen e.V.“ aus Niedersachsenin die Rolle von Kommunalpolitikern und berieten städtische Themen und Ideen, die ihnen wichtig waren.


Begleitet wurde das Planspiel von einem Medienteam, ebenfalls bestehend aus Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule. Sie übernahmen die in der Demokratie so wichtige Aufgabe, eine Öffentlichkeit herzustellen und den Verlauf der kommunalpoltischen Beratungen zu dokumentieren. Entstanden ist neben dem obligatorischen Protokoll, einer Fotosequennz und ein sich noch in Redaktion befindlichen Magazin auch ein Dokumentarfilm, der jetzt veröffetlicht wurde. Er zeigt sehr gut, mit welchem Elan die beteiligten Schülerinnen und Schüler sich in die Rolle als Ausschussmitglieder und Stadtvertreter*innen einarbeiteten und wie sie das Planspiel für sich erlebten.

Aus Sicht der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen", die im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" das Planspiel „Pimp Your Town! Ratzeburg“ fördern konnte, war dies motivierende Projekt besonders geeignet, junge Menschen für die Belange in ihrer Stadt und für Demokratie in der Kommune zu interessieren. Der Film bestätigt dies eindrucksvoll.

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Jugend trifft Kommunalpolitik zur Ratzeburger Jugendklimakonferenz

Die "Friday for Future"-Demonstration vor dem Ratzeburger Rathaus im Mai diesen Jahres gab Ausschlag für ein Dialogprozess zum "Klimaschutz in Ratzeburg", der vom Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirat in die städtischen Gremien getragen worden ist und am 26. Oktober 2019 in eine Ratzeburger Jugendklimakonferenz münden soll. An einem Tag, von 09:30 - 16:30 Uhr, wollen sich Kinder und Jugendliche mit der Ratzeburger Kommunalpolitik in der Lauenburgische Gelehrtenschule über dieses entscheidende Zukunftsthema eingehend informieren und anschließend beraten, was für Ziele in Ratzeburg verfolgt werden sollen und auch können. "Es geht uns vor allem erst einmal darum zu erfahren, wo wir in Ratzeburg stehen in Fragen der Energieeffizienz und CO²-Reduktion, der klimaneutralen Mobilität, beim Schutz von  Artenvielfalt und bei den Thema wie Müllvermeidung und Recycling", beschreibt Marten Koch, Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirates, die erste Aufgabenstellung der Ratzeburger Jugendklimakonferenz. "Erst wenn wir hier einen Sachstand haben und auch wissen, wofür wir in Ratzeburg verantwortlich sind, können wir doch über gemeinsame Ziele sprechen“, ergänzt Lucca Rosenkranz, stellvertretender Vorsitzender des Beirates und skizziert damit auch den geplanten Verlauf der Konferenz.

Diese wurde zusammen mit Mitgliedern des für Umweltfragen zuständigen städtischen Bauausschusses und der Verwaltung unter Leitung vom Ausschussvorsitzenden Werner Rütz zusammen mit Vertretern des Kinder- und Jugendbeirates entsprechend geplant. Die Konferenz leiten wird Moderator Lars Hartwig aus Lübeck, der die geplante Vorgehensweise in Ratzeburg sehr begrüßt. "Die Idee, erst eine Bestandsanalyse vorzunehmen, bevor man sich dann konkrete Ziele setzt, halte ich für einen guten Weg, um sich in Kommunen mit diesem so umfassenden Thema konstruktiv zu befassen." Werner Rütz selbst freut sich über die Initiative des Ratzeburger Kinder- und Jugendbeirates und deren Ansinnen, den berechtigten Protest der Klimabewegung "Friday for Future" auf diese Weise in die städtischen Gremien zur demokratischen Beratung zu tragen: "Die Kinder und Jugendlichen haben recht, dieses Thema einzufordern und uns Kommunalpolitik damit aktiv zu befassen, gerade mit diesem ganzheitlichen Blick auf die Umweltbilanz unserer Stadt und die Frage, was wir in unser Kompetenz tun können."

Teilnehmen und mitdiskutieren können alle interessierten Kinder- und Jugendlichen aus Ratzeburg und dem zugehörigen Schulverband und natürlich kommunalpolitische Vertreterinnen und Vertreter sowie Mitglieder aus den städtischen Beiräten. Für ein gemeinsames Mittagessen wird gesorgt. Dafür würde eine kurze Anmeldung helfen, unter jugendbeirat@ratzeburg.de. Die Ratzeburger Jugendklimakonferenz wird gefördert durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!".


Chorprojekt "POLITICALied" übertrifft alle Erwartungen

"Es wurden alle Erwartungen übertroffen!" So bilanzierte Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. den Verlauf des Chorprojektes "POLITICALied", zu dem am Wochenende vor rund 14 Tagen über 50 Sängerinnen und Sänger in der Aula der Ernst-Barlach-Schule zusammen kamen, um gemeinsam mit Chorleiter des Hamburger Weltmusik-Chores, Nathaniel Damon, Lieder mit politischer Aussagekraft einzustudieren. "Wir hatten bei der Projektplanung mit einem Zuspruch von vielleicht 10 bis 15 Teilnehmern gerechnet", ergänzte Silvia Tessmer von der Volkshochschule Ratzeburg, die als Kooperationspartner für den organisatorischen Rahmen des politischen Chorprojektes sorgte. Übertroffen wurde allerdings nicht nur die Teilnehmerzahlen, sondern vor allem auch die Erwartungen an das gesangliche Ergebnis.

Nathaniel Damon schaffte es mit einer beeindruckenden Liedauswahl und einer hochkonzentrierten, wie hochsensiblen Anleitung, die heterogene Gruppe aus erfahrenen Sänger*innen und notenunkundigen Anfänger*innen in kurzer Zeit zu einem wirklichen Chor zusammenzuführen und selbst anspruchsvolle, mehrstimmige Lieder mit ihnen nach Übungen und eingängigen Demonstrationen sicher zu intonieren. Vor allem vermittelte Damon in jedem Moment des Workshops die gemeinsame Freude am Singen und schaffte so eine Arbeitsatmosphäre, die von Motivation, Achtsamkeit und Spaß geprägt war. Welche Kraft in der eigenen Stimme verborgen ist, gerade auch um politische Botschaften gesanglich auszudrücken, überraschte vor allem jene Teilnehmer*innen, die sich erstmalig in solch einen Chorworkshop gewagt hatten. Schon Aufwärmübungen, in denen die Stimmen nahezu das gesamte Schulgebäude ausfüllten und in einem Klangkörper verwandelten, ließen diese Kraft erahnen und schließlich auch nahtlos in die einstudierten Lieder übertragen. Diese handelten von Freiheit, von Mitmenschlichkeit und dem Protest gegen Ungerechtigkeiten und überspannten in ihren immer aktuellen Botschaften mehrere Jahrhunderte.

Die Spannung des Chorworkshops wuchs im Verlauf des Wochenendes, als das selbstgesteckte Ziel eines ersten Konzertes mit Unterstützung des Hamburger Weltmusik-Chores näher rückte. Vor, hinter und im Ratzeburger Rathaus wurden schließlich die einstudierten Lieder im Rahmen eines "Fensterkonzertes" dargeboten und beeindruckten die rund 70 Zuschauer*innen, aber mehr noch die Chormitglieder selbst, die text- wie stimmsicher das Repertoire mit Kraft und Überzeugung erklingen ließen und sich dabei ganz neu wahrnahmen.


Aus dieser Erfahrung heraus wurde die Erwartung der Projektinitiatoren ein letztes Mal übertroffen: "Wir hatten es gewünscht und gehofft, dass dieser Chorworkshop eine Initialzündung sein könnte für einen dauerhaften Chor, der Freude und Ansporn darin findet, politische Botschaften anzustimmen. Diesen Chor gibt es jetzt mit 38 Sängerinnen und Sängern, die regelmäßig und auch projektbezogen weiter zusammen singen wollen", beschrieb Mark Sauer Ergebnis wie Ausblick dieses Projektes, das von der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert wurde. Besonders erfreut zeigte er sich auch darüber, dass man an diesem Wochenende mit Anna Bertram eine ortsnahe Chorleiterin begeistern konnte, die zukünftig die Leitung des Chorprojektes "POLITICALied" übernehmen möchte. Zu seiner ersten Probe trifft sich der neue Chor am Dienstag, den 1. Oktober 2019 um 19:30 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Weitere Stimmen sind herzlich willkommen, insbesondere die seltenen Männerstimmen, die noch etwas vermisst werden.

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Erfolgreiches Markt-Soccerturnier 2019 im Zeichen von Vielfalt und Toleranz

Seit 2010 veranstaltet das Team der offenen und interkulturellen Kinder- und Jugendeinrichtungen Gleis21 und Stellwerk das Soccerturnier auf dem Ratzeburger Marktplatz, um ein klares Zeichen für bunte Vielfalt und ein friedliches Miteinander zu setzen! Sich sportlich fair miteinander zu messen, Spaß zu haben und um fröhliche Begegnungen, darum ging es auch in diesem Jahr bei diesem Sport- und Spaßevent, das eingebunden war in die Interkulturellen Wochen des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“. Insgesamt beteiligten sich 19 bunt gemischte Mannschaften im Alter ab 6 Jahren aus dem gesamten Kreis an den von Fairness geprägten Matches. Auch Gastspieler aus Flensburg und Bremen waren extra angereist um an dem Turnier teilzunehmen.


Neben den Spielen wurden jede Menge Aktionen geboten. So konnten die Spieler und Besucher parallel zu dem Turnier eigene Buttons beim Stand des Ortsjugendringes kreieren, jede Menge Spiele an dem Spielmobil der Stadtjugendpflege ausprobieren, die Schiesskraft an dem Fußballradar messen und sich am Tischkicker XXL ausprobieren.    

Starke Unterstützung erhielt das Organisationsteam, zu dem auch der Jugendmigrationsdienst und die Respekt Coaches gehören, von vielen weiteren Kooperationspartnern, wie z.B. der Kreissportjugend, der Stadtjugendpflege, der Schul- und der Straßensozialarbeit, der DLRG, dem DRK, dem Ortsjugendring sowie vielen jungen engagierten Ehrenamtlichen und weiteren Fachbereichen des Diakonischen Werkes. Dank zahlreicher Spenden der Geschäfte und Firmen aus Ratzeburg, gab es jede Menge schöner Preise.    

Das interkulturelle Rahmenprogramm wurde die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert. Die Teilnehmer*innen der Kreativ- und Schneiderwerkstatt aus dem Stellwerk war mit vor Ort um an ihrer schon 40 Meter langen Wimpelkette weiterzuarbeiten. Diese wurde an dem Tag mit vielen Teilnehmer*innen  erweitert und schmückte feierlich den Marktplatz um die bunte Vielfalt und das Zusammenwachsen zu symbolisieren.  


Höhepunkt des Soccerturnieres war auch in diesem Jahr wieder das V.I.P. Spiel zwischen dem Team des Diakonischen Werkes und der Rathaus-Mannschaft der Stadt Ratzeburg. In diesem Jahr führte erstmals Gunnar Koech als neuer Bürgermeister die städtische Mannschaft an und gewann erneut in einem fröhlichen und sportlichen Wettkampf den heißbegehrten Wanderpokal. Trotz dieser Niederlage fällt das Resümee zum Markt-Soccerturnier2019 bei den Veranstaltern äußerst positiv aus. Die Teilnehmer aus unterschiedlichen Kulturen und sozialen Bezügen erlebten auf spielerische und sportliche Weise Gemeinschaft und ein rücksichtsvolles Miteinander und hatten die Chance, zusammen zu kommen und mögliche Vorbehalte untereinander abzubauen. Dabei stand der gegenseitige Respekt und Akzeptanz im Vordergrund. Vielfalt und Toleranz werden innerhalb dieser Veranstaltung als Werte vermittelt.

Werkschau der Kunstwerkstatt "Zusammen leben - Zusammen gestalten" im Ratzeburger Finanzamt

Eine Werkschau der Kunstwerkstatt "Zusammen leben - Zusammen gestalten" wird aktuell im Ratzeburger Finanzamt für die Öffentlichkeit ausgestellt. Sie wurde vor einigen Tagen im Rahmen einer von Thomas Biller musikalisch begleiteten Vernissage unter regem Publikumsinteresse von Amtsvorsteher Dirk Thomsen eröffnet. Die Werkschau unter dem Titel "Ein kleines Stücken Heimat - Ratzeburg in Fotoschnipseln" zeigt neben einem aktuellen Collagenprojekt mit Ratzeburger Motiven auch weitere Exponate aus Ton, in Aquarell oder in Form von künstlerisch gestalteten Köpfen, die in dieser interkulturellen Kunstwerkstatt des Fördervereins der Ratzeburger Volkshochschule e.V. in den vergangenen Monaten entstanden sind.

Bürgermeister Gunnar Koech dankte zur Eröffnung der Ausstellung dem Förderverein der Volkshochschule e.V., vertreten durch dessen Vorsitzende Karen Molkentin, und Werkstattleiterin Gesine Biller für das unermüdliche Engagement, über die Kunst interkulturellen Begegnungen zu eröffnen und so ganz maßgeblich zur Integrationsarbeit in Ratzeburg beizutragen. Dass solch eine Arbeit möglich ist, so Koech, sei aber ebenso auch ein Verdienst der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen", die seit 2017 unter dem Leitziel "Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft" solche Begegnungsprojekte über Mittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" finanziell fördert.


Die Ausstellung der Kunstwerkstatt "Zusammen leben - Zusammen gestalten" ist noch bis zum 4. November 2019 während der Öffnungszeiten des Finanzamtes zu sehen. Derweil gehen die künstlerischen Arbeiten unentwegt weiter. Jeden Dienstag trifft sich diese offene Kunstgruppe von 16:00 - 18:00 Uhr im Willkommenscafé der Ernst-Barlach-Schule und entscheidet basisdemokratisch über die Kunstformate, die man zusammen gestalten möchte. "Wir sind eine sehr lebhafte Gruppe aus unterschiedlichen Nationen, jung und alt, die jederzeit Neugierige und Interessierte willkommen heißt, sei es für nur ein Projekt, sei es auch dauerhaft. Wer vorbeischaut, ist einfach willkommen und kann sofort mitmachen. Auch Menschen, die sagen ich kann nicht malen sind immer wieder überrascht über die selbst geschaffenen Werke. Ich hole sie alle an die Staffelei. ", beschreibt Gesine Biller die Arbeitsatmosphäre in der Kunstwerkstatt.

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"Chinas Investitionsschlacht in und um Afrika" - Vortrag mit Dr. Günther Rusch

Unter dem Motto "Demokratie bütten vor din Döör" lädt die Ratzeburger Volkshochschule zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. auch in diesem Herbst wieder zu politischen Bildungsvorträgen ein. Zum Auftakt der Reihe soll sich der Blick nach Afrika richten und die aktuelle Rolle Chinas auf diesem Kontinent beleuchtet werden. "Chinas Investitionsschlacht in und um Afrika" lautet der Titel des Vortrages von Afrikaexperten Dr. Günter Rusch, der Freitag, den 27.09.2019 um 19:00 Uhr im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses zu Gast sein wird.

China beherrscht heute den Waren- und Güterverkehr aller afrikanischen Staaten. Das, was die westlichen Länder in den 1980er und 1990er Jahren an beginnender Industrialisierung Afrikas durch Weltbank und Internationalen Währungsfonds (IMF) plattgemacht hatten, geriet in den letzten fünfzehn Jahren mehr oder weniger ins chinesische Visier. Man kann es fast eine Investitionsschlacht nennen: in nahezu allen Staaten Afrikas hat China Milliarden und Abermilliarden von Dollars für Infrastrukturmaßnahmen investiert oder bereitgestellt … als Gegenleistung für afrikanische Rohstoffe und politischen Einfluss. Afrikanische Studierende befinden sich zu Hunderttausenden in China. Und für die afrikanischen Einkäufer wurde eigens eine Stadt in China gegründet. Dies wirft viele Fragen auf im Hinblick auf Chinas Ambitionen, auf Menschrechte in Afrika, auf die Art dieser Handelsbeziehungen. Der vorgesehene Vortrag ist ein Versuch des Referenten, die seit Jahren in ganz Afrika beobachtete chinesische Präsenz zu beschreiben und zu diskutieren.

Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen, als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

Der Vortrag wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" und kann somit kostenfrei angeboten werden.

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"Der verbindende Faden"
Ein interkulturelles und interreligiöses Begegnungsprojekt

Junge Frauen und alte Frauen und drumherum eine wuselige Kinderschar - bei einem gemeinsamen Frühstück haben sie sich in der interkulturellen Schneiderwerkstatt des Diakonischen Werks in Ratzeburg zusammengefunden, um an einem sonnigen Junimorgen ihre Erfahrungen auszutauschen. Zwölf junge Frauen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak und drei ältere Frauen aus der Ukraine erzählten von ihrer Herkunft, von ihren Wünschen und Zielen und fanden sich trotz aller Unterschiede schnell vereint in der großen Herausforderung, sich in einem fremdem Land in einer fremden Sprache verständlich machen zu müssen. Der mit den vielfältigsten Leckereien und Spezialitäten der jeweiligen Länder gedeckte Tisch unterstrich das Motto der Zusammenkunft: Tischkultur im jeweiligen Brauch des Landes.

Hintergrund des Treffens war ein interkulturelles und interreligiöses Begegnungsprojekt, das aus einem Bedarf der noch im Aufbau befindlichen Liberalen Jüdischen Gemeinde Lübeck entstanden war. Sie mietet bei der evangelischen Domgemeinde zu Lübeck an festzulegenden Terminen einen Raum, in dem sie sich zu Gottesdiensten und anderen Anlässen treffen kann. Dieser Raum wird von der Domgemeinde ebenfalls für Jugendfreizeiten und andere Versammlungen genutzt. Um jüdische Feste nach üblichem Brauch zu begehen, ist es notwendig, die Tische festlich zu decken. Der Talmud vergleicht den gedeckten Tisch mit einem Altar.

Und so entstand die Idee, die benötigten weißen Tischdecken nicht einfach zu kaufen, sondern sie im Rahmen eines Begegnungsprojekts gemeinsam mit jungen Flüchtlingsfrauen selber herzustellen. Auch der Umstand, dass die jüdischen Frauen selbst vor längerer Zeit als Kontingentflüchtlinge nach Deutschland gekommen sind und ähnliche Erfahrungen in einem für sie zunächst fremdem Land gemacht haben, erschien dabei als ein hilfreich verbindendes Element der Begegnung.

Dank der Begeisterung an der Idee wurden über den Sommer hinweg pünktlich zum bevorstehenden jüdischen Neujahrsfest "Rosch ha-Schana" zwölf Tischdecken fertiggestellt, und dies trotz Ramadan und Id, das islamische Zuckerfest als feierlicher Abschluss der Fastenperiode. Die Gestaltungsfreude war offensichtlich nicht zu bremsen, wie sich die Mitglieder der Liberalen Jüdischen Gemeinde Lübeck mehrfach überzeugen konnten. Bei einem feierlichen Übergabetermin am vergangenen Dienstag wurde das die getane Arbeit dankend bewundert und gleich demonstriert, wie ein geschmückter jüdischen Festtisch aussehen wird.

Das Projekt des „verbindenden Fadens“ wurde gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, ein sogenanntes Kleinprojekt mit nur geringfügiger Fördersumme, aber großer interreligiöser und interkultureller Strahlkraft.

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Fenster-Chor-Konzert für Mitmenschlichkeit und Respekt

Das vom Verein Miteinander leben e.V. und der Volkshochschule Ratzeburg initiierte Chorprojekt für Mitmenschlichkeit und Respekt im Rahmen der politischen Musikkampagne ”POLITICALied” ist auf große Resonanz gestoßen. Über 40 Teilnehmer*innen haben sich bislang gemeldet, um zusammen mit dem Leiter des Hamburger Weltmusikchors Nathaniel Damon auf einem kostenfreien Wochenend-Chorworkshop vom 13. - 15.09.2019 politische Lieder gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit einzustudieren. Angesichts der Anmeldezahlen und eines Angebotes von Mitgliedern des Hamburger Weltmusikchores, die Entstehung dieses Chorprojektes gesanglich zu begleiten, haben die Veranstalter der Mut gefasst, sich bereits am Ende des gemeinsamen Workshops am 15.09.2019 um 16:00 Uhr mit einem kostenlosen "Fenster-Konzert" im ... am ... und vor dem Ratzeburger Rathaus zu präsentieren.

Die Neugier auf das zu erwartende Programm ist dabei gleichermaßen groß bei den Teilnehmer*innen des Workshops, der Chorleitung sowie den Veranstaltern. Die allerdings hoffen, dass mit diesem Konzert der Chor auch Lust auf regelmäßiges Singen bekommt und weitere demokratiestärkende Auftritte ganz im Sinne der fördernden "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" und des Bundesprogramms "Demokratie leben!" folgen können. Wer übrigens noch Mitsingen möchte, kann sich weiterhin unter www.vhs-ratzeburg.de für den Wochenend-Chorworkshop anmelden. Bevorzugt werden noch Männerstimmen in Tenor- und gerne auch in Basslage gesucht.

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Hör- und Kostproben aus Armenien im Ländersalon der Familienbildungsstätte Ratzeburg

Am Freitag, den 13. September um 19.00 Uhr öffnet die Familienbildungsstätte Ratzeburg ihre Türen zum 5. "Ländersalon" und lädt zum wiederholten Mal Gäste zu einer Hör-und Kostprobe unterschiedlicher Herkunftsländer ein. An diesem Abend geht die kulinarische und informative Reise nach Armenien. Durch den Salon führt Liliya Petrosyan, die sich mit viel Engagement auf den Abend vorbereitetet, um ihr Herkunftsland kulinarisch, optisch und akustisch abwechslungsreich zu präsentieren. Unterstützt wird sie dabei von Marion Behrens, die die Armenierin seit langem aus dem interkulturellen Café der Familienbildungsstätte kennt.

Die Ländersalons werden durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Interessierte können sich ab sofort in der Ev. Familienbildungsstätte unter www.fbs-rz.de oder 04541/5262 anmelden, es sind noch wenige Plätze frei.

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Sommerfest im "Garten der Begegnung" brachte den Sommer zurück

Dass der Sommer 2019 nach einer kühlnassen Schwächeperiode doch noch einmal zu schweißtreibenden Höchstformen zurückfand, wird von versierten Meteorologen lediglich als eine erneute Umstellung der Wetterlage beschrieben. Die Mitglieder des neugegründeten Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg e.V. sehen hingegen als Grund zweifelsfrei ihr Sommerfest, das am vorvergangenen Sonntag trotz großer meteorologischer Bedenken und der Vorhersage enormer Regenmengen mit unerschütterlicher Zuversicht im "Garten der Begegnung" auf dem Gelände des MedizinWaldes Ratzeburg ausgerichtet wurde.


Die schiere Anzahl von rund 100 Gästen, zum Teil ausgelassen im Regen tanzend, zu orientalischen Klängen und jugendlichen Trommelrhythmen des "Drumsound"-Projektes des Diakonischen Werkes schien die Regenwolken durchaus zu beeindrucken. Die wurden im Verlauf des Nachmittags im geringer und weniger bedrohlich. Beeindruckt zeigte sich aber auch Ratzeburgs Bürgermeister Gunnar Koech über das lebendige Treiben und freundschaftliche Miteinander auf dem Festgelände. Er nahm sich viel Zeit, um mit den Organisatorinnen des Sommerfestes und der Projektleiterin des "Gartens der Begegnung", Susann Butt, ins Gespräch zu kommen. Zum Ausklang sorgte die allseits sommerliche Stimmung am Kaffeebuffet und bei der Betrachtung der ausgestellten Exponate der interkulturellen Kunstwerkstatt "Zusammen leben - zusammen gestalten" schließlich auch für die ersehnte Rückkehr der Sonne, die uns seitdem wieder einen schönen Altweibersommer beschert.

Politische Bildungsangebote im Herbst

Die Ratzeburger Volkshochschule und der Verein Miteinander leben e.V. bieten auch im kommenden Herbst wieder eine Reihe politischer Bildungsangebote im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses. Den Auftakt macht Dr. Günther Rusch, ausgewiesener Afrikaexperte, der am 27. September 2019 um 19:00 Uhr über "Chinas Investitionsschlacht in und um Afrika" berichten wird. Am 25. Oktober 2019 um 19:00 Uhr folgt ein Vortrag von Dr. Udo Metzinger zum Thema "Die digitale Revolution", ein auch in Bildungsperspektive wichtes und immes großes Aufgaebenfeld der Vorlkshochschule. Dr. Metzinger wird am nachfolgenden Samstag, den 27.10.2019, zudem ein ganztäges Seminar in der Ernst-Barlach-Schule unter dem Titel "Das deutsche Dilemma" im Kontext des "Tag der Deutschen Einheit" anbieten, um einmal intensiv über Deutschland und über seine Rolle in der Welt nachzudenken und zu diskutieren.

Hierzu ist eine Anmeldung unter volkshochschule@ratzeburg.de erforderlich. Die Bildungsreihe wird abgeschlossen durch einen Vortrag von Mirjam Gläser aus Berlin am 21. November 2019 um 19:00 Uhr, die den Fragen nachgeht, warum der Islam zunehmend zum Feindbild wird und wie Vorurteile gegenüber Muslimen den gesellschaftlichen Hass schüren und schüren sollen. Das politische Bildungsprogramm der Ratzeburger Vorlkshochschule und des Vereins Miteinander leben e.V. wird ermöglicht durch eine Förderung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und ist durchweg kostenfrei.

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Offenes Chorprojekt für Mitmenschlichkeit und Respekt lädt zum Mitsingen ein

Im Rahmen der politischen Musikkampagne ”POLITICALied” möchte der Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit der Volkshochschule Ratzeburg im September ein Chorprojekt für Mitmenschlichkeit und Respekt starten. Gesucht werden dafür alle Menschen mit Freude am Singen, die bereit sind, auch einmal politische Lieder gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit einzustudieren und diese situationsbezogen oder wenn notwendig in Kleinkonzerten, Platzkonzerten oder einfach auch ohne Anlass an öffentlichen Orten darzubieten. Das können bekannte politische Lieder sein, aber auch moderne Lieder des Mainstreams mit politischer und/oder menschenfreundlicher Aussage. Es sollen vor allem aber Lieder sein, die Spaß machen, gesungen zu werden und die Zuhörerschaft zu begeistern vermögen. Als Initialzündung für dieses Chorprojekt, aus dem sich nach Möglichkeit ein stetiger Chor mit fester Chorleitung entwickeln soll, ist vom 13. - 15.09.2019 ein kostenfreier Wochenend-Chorworkshop mit dem Leiter des Hamburger Weltmusikchors Nathaniel Damon geplant.

Nathaniel Damon stammt aus dem US-Bundesstaat Vermont und gründete 2004 den Hamburger Weltmusik-Chor. Er liebt es, die besondere Klänge der unterschiedlichen Gesangskulturen zu erforschen und leitet seit vielen Jahren Workshops, in denen auch ohne Notenkenntnisse durch Vor- und Nachsingen in das mehrstimmige Singen eingetaucht wird. Die Idee, einmal aktuelle Lieder mit politischer Aussagekraft in den Fokus solch eines Workshops zu stellen, reizt ihn dabei nach eigenen Angaben sehr und er freut sich, dieses in Ratzeburg einmal ausprobieren zu können. Nathaniel Damon wird Mitglieder seines Weltmusik-Chors motivieren, den Workshop zu unterstützen, so dass von Beginn an effektives und „stressfreies“ mehrstimmiges Singen möglich ist.

Zum Abschluss des dreitägigen Chorworkshops werden zusammen mit Stimmen des Hamburger Weltmusik-Chores die Arbeitsergebnisse und mehr im Rahmen eines erstes kleinen Konzertes öffentlich präsentiert.

Start des Chorworkshops ist am 13.09.2019 um 17:30 Uhr in der Aula der Ernst-Barlach-Schule. Zur Planung des begleitenden, kostenfreien Caterings wird um eine kurze Anmeldung gebeten unter volkshochschule@ratzeburg.de oder unter miteinander.leben@t-online.de per Email oder telefonisch unter 04541-8000-146.

Das offene Chorprojekt "POLITCALied" wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen mit Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!".

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Integratives Kunstprojekt »Zusammen leben - zusammen gestalten« stellt aus

Seit Jahresbeginn treffen sich interessierte Menschen, Jung und Alt, männlich, weiblich, divers, international in lockerer Atmosphäre der offenen Kunstwerkstatt des Fördervereins der VHS Ratzeburg e.V. Unter Anleitung gemeinsam kreativ zu sein, integrative Kunstprojekte zu planen und sie umzusetzen ist die Idee dahinter.


Dazu werden Eindrücke und Ideen aus der unmittelbaren Umgebung gesammelt, die in den Gestaltungsprozess einfließen und so zu ganz unterschiedlichen Kunstformaten führen. Durch das Kennenlernen verschiedener Materialien und Techniken entstehen auf kreative Art und Weise Kunstwerke für die Präsentation im öffentlichen Raum, die aus jeweils ganz unterschiedlichen Blickwinkeln stammen. Diese vielfältigen Sichtweisen führen dabei während des gemeinsamen Arbeitens immer zu persönlichen Gesprächen und zeigen einmal mehr, wie kraftvoll und behutsam zugleich Kunst verschiedene Kulturen zusammenzubringen vermag.


Aktuell bereitet die offene Kunstgruppe eine Ausstellung im Finanzamt Ratzeburg vor. Neben einer Werkschau wird das aktuelle Gemeinschaftsprojekt „Ein kleines Stückchen Heimat – Ratzeburg in Fotoschnipseln“ im September dort zu sehen sein. Die Exponate für die Ausstellungsreihe „Dörfer zeigen Kunst“ liegen bereit und werden in Kittlitz und Groß Sarau ausgestellt.

Die Teilnehmer freuen sich auf neue Themen und auf weitere Interessierte an der Mitgestaltung.

Die offene Kunstgruppe trifft sich außer in Ferienzeiten immer dienstags von 16 bis 18 Uhr im Begegnungscafé der VHS Ratzeburg, ehemalige Ernst-Barlach-Schule, Seminarweg 1 in Ratzeburg. Die Teilnahme ist kostenlos, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und Kinder dürfen mitgebracht werden.

Das Projekt des Fördervereins der VHS Ratzeburg e.V. wird durch die Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

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"PIMP YOU TOWN! Ratzeburg"
Schüler der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen wurden zu Kommunalpolitikern

Eigene Ideen diskutieren. Die Stadt verändern. Und dabei ganz viel über Kommunalpolitik erfahren. Rund 90 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen schlüpften Anfang Juni im Planspiel „Pimp Your Town! Ratzeburg“ für drei Tage in die Rolle von Kommunalpolitikern, das auf Einladung der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" in der Ernst-Barlach-Schule vom Verein „Politik zum Anfassen e.V.“ aus Niedersachsen durchgeführt wurde.


Angeleitet durch die durchweg jungen Teamer des Vereins bildeten die 9. und 10. Klässler nach einem einführenden Crashkurs zur Kommunalpolitik eigene Fraktionen und sammelten zunächst in einer Traumwolke ganz unstrukturiert ihre Wünsche, Ideen und Vorstellungen für eine aus ihrer Sicht lebenswerten Stadt. Anschließend wurde diese Sammlung in Themenfeldern strukturiert und so ganz analog zur echten Ratsarbeit für eine Beratung in den gebildeten Ausschüssen „Schule, Jugend und Sport“, „Planen, Bau und Umwelt“ sowie „Tourismus und Stadtmarketing“ vorbereitet. Dabei galt es zu lernen, dass nicht alles, was Wünschenswert ist, auch in der Stadt entschieden werden kann. Manchmal müssen andere Ebene darüber entscheiden, manches kann nicht so ohne weiteres finanziert werden. Ebenso wichtig zu verstehen war, dass man sich auch immer wieder in der eigenen Fraktion überlegen muss, wie man zu Ideen steht, um dann in den Ausschussdiskussionen eine gemeinsame Haltung zu finden. Hierbei unterstützten Kommunalpolitiker*innen aus Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen nach Kräften und brachten ihre Erfahrung strukturgebend in die Ausschussarbeit ein. Entsprechend lichtete sich auf diese Weise das Themenfeld für die abschließende Stadtvertretersitzung am dritten Tag des Planspiels. Unter dem Vorsitz des Ersten Stadtrates Martin Bruns wurden in einer über dreistündigen Sitzung 45 Tagesordnungspunkte beraten und einem Beschluss zu geführt.

Dabei zeigte sich, dass die von den Jugendlichen eingebrachten Themen ganz häufig auch in der realen Stadtvertretung zur Diskussion stehen und die Lebenswirklichkeit junger Menschen sich immer auch in der Kommunalpolitik wiederfindet. Beispielsweise wenn es um die Verbesserung des Marktplatzes ging, um bessere Radwege, saubere Toiletten, mehr Kotbeutel für Hunde oder mehr Mülleimer in der Stadt, die Überarbeitung der Buslinien, die Umgestaltung des Schwimmbades "Aqua Siwa" oder die Investition in Schulen und deren Ausstattung. Aber es wurden auch zu Themen diskutiert, die im Alltag der Jugendlichen besonders bedeutsam sind, wie über freies WLAN an öffentlichen Orten, Klimaanlagen in Schulen, mehr Freizeitangebote und Freizeitflächen für Jugendliche, wie Parkour oder Skatebahn, die Aufstockung der Badeattraktionen oder mehr attraktive Ausbildungsangebote. Dazu kamen aber auch konkrete Verbesserungsvorschläge für die Stadt, die oftmals sehr durchdacht, zuweilen auch überraschend waren, wie das Aufstellung von Liegen im Kurpark, mehr Solaranlagen in der Stadt, eine Schwimmlernpflicht, Displayspiele an Ampelübergängen, eine Wasserskianlage oder gar der Bau einer städtischen Straßenbahn. Alle Anträge wurden ernsthaft und auf hohem Niveau diskutiert und abgewogen und schließlich gut begründet angenommen oder abgelehnt.

Im Ergebnis aber wurden mit „Pimp Your Town! Ratzeburg“ nicht nur viele Ideen beraten, sondern vor allem eines vermittelt, was gerade im Tagesordnungspunkt "Politische Förderung für Jugendliche" besonders zum Ausdruck kamen. So führte ein Schüler hierzu aus: "Seit zweieinhalb Tagen weiß ich, was Kommunalpolitik mit meinem Alltag wirklich zu tun hat." Einstimmig votierte die jugendliche Stadtvertretung dafür, dass es mehr solcher Begegnungsmöglichkeiten zwischen Schule und Stadtpolitik geben müsste. Überdies zeigte sich auch, dass eine Beschäftigung mit kommunalen Themen unvermittelt zu einem Blick für öffentliche Belange führt. So wies beispielswiese ein Schüler bei der Beratung des Tagesordnungspunktes "Weniger Ampeln und mehr Zebrastreifen" darauf hin, dass er am Vortage eine gefährliche Situation auf der Bundestraße 208 beobachtet habe, die doch mit einem Zebrastreifen entschärft werden könnte.

"PIMP YOUR TOWN! Ratzeburg" - Dokumentation
© »Pimp Your Town! Ratzeburg« - Politik zum Anfassen e.V. 
PIMP YOUR TOWN! Ratzeburg« - Dokumentation >>


Seitens der beteiligten Stadtvertreter*innen und der Gemeinschaftsschule kamen durchweg lobende Worte für den Verlauf des Planspiels, für die gute Organisation des Teams von „Politik zum Anfassen e.V.“ und vor allem für die engagierte Beteiligung der Schüler*innen. "Unsere Aufgabe als Stadtvertreter ist es immer auch, junge Menschen an die die Kommunalpolitik heranzuführen. Dafür war dieses Planspiel bestens geeignet und im Ergebnis sehr erfolgreich", sagte Bürgervorsteher Ottfried Feußner. Dies bestätigte Heinz Dohrendorf, Amtsvorsteher des Amtes Lauenburgische Seen, der das Planspiel aktiv begleitete: „Ein tolles Projekt mit sehr erfrischender und engagierter Beteiligung aller Teilnehmer/innen, das Mut macht und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen lässt“. Stadtvertreter und Erster Stadtrat Martin Bruns sagte: „Die Stadtvertretersitzung des Planspiels zu leiten war sehr beeindruckend. Die Schüler diskutierten alle samt engagiert, äußerst diszipliniert und kamen so zu abgewogenen Entscheidungen.“ Ganz ähnlich fasste Ratzeburgs Stadtvertreter Andreas von Gropper seine Eindrücke zusammen: „Es war erfreulich und für mich überraschend, wie lange die Jugendlichen konzentriert bei der Sache waren. Sowohl die Ausschuss- aber besonders die Stadtvertretersitzung hatten umfangreiche Tagesordnungen, wo wir Erwachsene schon an unsere Aufmerksamkeitsgrenzen kommen. Das lag natürlich auch an den wirklich gut geschulten Trainern des Veranstalters – die ja aber auch noch alle ziemlich jung sind.“ Und Stadtvertreter Thomas Kuehn sagte: "Das Engagement der Schülerinnen und Schüler war beeindruckend. Ich fand vor allem interessant, dass sie sich oft mit den Themen beschäftigt haben, die uns auch in der Stadtvertretung wichtig sind. Die kritische Haltung der Schülerinnen und Schüler zum Bau einer Skater-Bahn wird sicherlich Auswirkungen auf mein zukünftiges Abstimmungsverhalten haben, wenn wir dieses Thema wieder diskutieren."

Auch Schulleiter Henning Nitz lobte das Planspiel: "Das Projekt "PIMP YOUR TOWN! Ratzeburg" stellt ein hervorragendes Mittel dar, Schülerinnen und Schülern die wichtige Demokratiebildung konkret und vor Ort erlebbar zu machen. Die Schülerinnen und Schüler rücken ab von Aufgabenkonstruktionen in Schulbüchern und streben hin zu Einflussmöglichkeiten in die unmittelbare Umgebung ihres täglichen Lebens. Sie erfahren auch, dass hierzu Regeln einzuhalten sind, Mehrheiten gefunden werden müssen, aber auch Kompromissbereitschaft vorhanden sein muss, alles Grundqualifikationen für den Umgang miteinander in unserer Gesellschaft. Durch dieses "Lernen am anderen Ort" findet der Unterricht in der Schule eine wichtige Ergänzung und macht zusätzlich auch noch Spaß." Barbara Stellingwerf, Schulsozialarbeiterin an der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen, zeigte sich "sehr berührt und beeindruckt, mit welcher hohen Motivation die Schülerinnen und Schüler an den demokratischen Prozessen beteiligt werden wollen". 

Positiv resümierte auch Gesine Biller, Gemeindevertreterin in Mustin und Begleitausschussvorsitzende der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" den Verlauf des Planspiels: "Es wirkt so, als wäre hier ein großes Interesse an kommunaler Politik geweckt. Bei so demokratischen, engagierten und bürgernahen, politischen Nachwuchs freue ich mich auf die Zukunft in Ratzeburg und dem Umland." Auch das Team des Vereins "Politik zum Anfassen e.V. schloß sich dieser Bewertung an, so Lars Englert: "Die Ratzeburger Schüler waren super motiviert und interessiert!"

Der Ratzeburger Jugendbeirat, der das Planspiel in den Wochen zuvor mit Stadteilbegehungen aus den Jugendzentren heraus vorbereitet hatte, wird sich in den kommenden Wochen eingehend mit den Ideen der Gemeinschaftsschüler auseinandersetzen und entsprechend der protokollierten Beschlusslagen Vorschläge für eine weitere Beratung in den echten kommunalpolitischen Gremien machen. „Die Protokolle der Sitzungen sind für uns eine wahre Ideenfundgrube von jungen Menschen“, sagte Marten Koch, Jugendbeiratsvorsitzender.

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"Drumsound" in Ratzeburg - Neues integratives Trommelprojekt für Jugendliche

Zusammenkommen und Trommeln!!! Einmal die Woche gibt es im „Stellwerk“ ein neues Trommelprojekt für Jugendliche. Immer freitags in der Zeit von 16:00 – 18:00 Uhr, in der Riemannstraße 1, in der Ferien nur nach vorheriger Absprache.

Trommeln ist aktives Musizieren, es ist Bewegung und laut, Trommeln ist Rhythmus-Power, macht Spaß und gibt Lebensfreude. Beim Trommeln erleben die jungen Menschen Gemeinschaft, in der sie ein rücksichtsvolles Miteinander und auch mal ein mutiges Solo auf spielerische Weise erlernen. Die unterschiedlichen Begabungen und Neigungen können innerhalb der Gruppe berücksichtigt und miteingebracht werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Durch das gemeinsame Trommeln sollen junge Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und sozialen Bezügen die Chance haben, zusammen zu kommen und mögliche Vorbehalte untereinander abzubauen. In einem vertrauten Rahmen haben sie die Möglichkeit, sich auszuprobieren, sich im Trommeln weiterzuentwickeln und voneinander zu lernen. Neben dem Trommeln treten die Jugendlichen in den Austausch miteinander und durch das gemeinsame Tun lernen sie sich besser kennen und bauen Vorbehalte und Vorurteile gegenüber dem Anderen ab. Dabei stehen der gegenseitige Respekt und Akzeptanz im Vordergrund, Vielfalt und Toleranz werden innerhalb des Angebotes als Werte vermittelt.

Gefördert wird das Projekt von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen, im Rahmen des Bundesprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen, Jugend. 

Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Frau Stephanie Petersen, Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg, Fachbereich offene und interkulturelle Kinder- und Jugendarbeit  04541 – 857 228.

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Bundesprogramm "Demokratie leben!"

 

Integratives Kunstprojekt in Ratzeburg
"Zusammen leben - zusammen gestalten"

Seit Jahresbeginn treffen sich interessierte Menschen, Jung und Alt, männlich, weiblich, divers, international in lockerer Atmosphäre der offenen Kunstwerkstatt des Fördervereins der Volkshochschule Ratzeburg e.V., um unter Anleitung gemeinsam kreativ zu sein, integrative Kunstprojekte zu planen und umzusetzen.


Es werden dafür Eindrücke und Ideen aus der unmittelbaren Umgebung gesammelt, die in den Gestaltungsprozess einfließen und so zu ganz unterschiedlichen Kunstformaten führen. Durch das Kennenlernen verschiedener Materialien und Techniken entstehen auf kreative Art und Weise Kunstwerke für die Präsentation im öffentlichen Raum, die aus jeweils ganz unterschiedlichen Blickwinkeln stammen. Diese vielfältigen Sichtweisen führen dabei während der gemeinsamen Arbeit immer zu persönlichen Gesprächen und zeigen einmal mehr, wie kraftvoll und behutsam zugleich Kunst verschiedene Kulturen zusammenzubringen vermag. Derzeit bereitet die offene Kunstgruppe eine Ausstellung im Finanzamt Ratzeburg vor. Neben einer Werkschau wird das aktuelle Gemeinschaftsprojekt „ Ein kleines Stückchen Heimat – Ratzeburg in Fotoschnipseln“ im September zu sehen sein. Die Exponate für die Ausstellungsreihe „Dörfer zeigen Kunst“ liegen bereit und werden in Kittlitz und Groß Sarau ausgestellt.

Seit dem 11. Juni wird in der offenen Kunstwerkstatt mit Ton gearbeitet. Der Keramiker Hans Kuretzky aus Borstorf ist bekannt durch die Restaurierungsarbeiten im alten Hamburger Elbtunnel und begleitet das neue Projekt „Kunst im Garten“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen sich auf die neue Aufgabe und auf weitere Interessierte an der Mitgestaltung.

Die offene Kunstgruppe trifft sich immer dienstags (außer in den Ferien) von 16 Uhr bis 18 Uhr im Begegnungscafé der VHS Ratzeburg (alte Ernst-Barlach-Schule), Seminarweg 1 in Ratzeburg. Die Teilnahme ist kostenlos, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Kinder dürfen mitgebracht werden.

Das Projekt des Fördervereins der VHS Ratzeburg e.V. wird durch die Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

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"Tag des Grundgesetzes" in Ratzeburg

Bereits zum zweiten Mal wurde in Ratzeburg der "Tag des Grundgesetzes" begangen und am 23. Mai mit einer öffentlichen Wissensaktion an dessen Verkündung vor nunmehr 70 Jahren erinnert. Der Verein "Politik zum Anfassen e.V" aus Hannover lud zu einem spielerischen Stationenprogramm, an dem zunächst zahlreiche Schüler*innen in der Lauenburgischen Gelehrtenschule und nachfolgend auch viele Bürger*innen vor MARKTKAUF-Süllau ihr Wissen zum Grundgesetz testen konnten.


Dabei zeigte sich erfreulicherweise, dass Fragen zum Grundrechtskatalog von allen Teilnehmer*innen mit großer Sicherheit beantwortet werden konnten. Hingegen taten sich bei Fragestellungen zur "Ewigkeitsgarantie" oder zu den Beziehungen der staatlichen Ebenen doch die ein oder andere Lücke auf, die allerding schnell mit einem Blick in das "kleine Buch" geschlossen werden konnten. Die Reaktionen auf diesen "(Aktions-)Tag des Grundgesetze" waren durchweg positiv und führten insbesondere bei den Erwachsenen auch zu zahlreichen Diskussionen zum Grundgesetz, dass sich, so der einhellige Tenor, bis heute als Fundament der deutschen Demokratie bewährt habe. Allerdings wurde wiederkehrend auch auf die verpasste Chance verwiesen, im Zuge der Wiedervereinigung gemäß Artikel 146 aus dem Grundgesetz eine gesamtdeutsche Verfassung zu entwickeln. Dass dabei das Grundgesetz wohl immer Vorbild gewesen wäre, wurde jedoch nie in Zweifel gezogen, da es doch alle grundlegenden staatlichen System- und Wertentscheidungen trifft und jedem einzelnen die größtmögliche Freiheit für seine individuelle Lebensgestaltung einräumt.


Der "(Aktions)Tag des Grundgesetzes" würde auf Initiative des Vereins Miteinander leben e.V. und mit Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen durchgeführt.

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"Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen glänzt mit außergewöhnlicher Teilnehmerbilanz

Die Erfolge von geleisteter Arbeit zeigen sich häufig erst in einer bewussten Rückschau oder in statistischen Auswertungen, oftmals überraschend für diejenigen, die sich im Jahresverlauf ganz alltäglich damit befasst haben.  Eine vergleichbare Überraschung zeigte jetzt bei der "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen (PfD), die turnusmäßig dem fördernden Bundesprogramm "Demokratie leben!" einen Jahresbericht zu ihren Aktivitäten in 2018 vorlegen muss. Dazu gehört auch die obligatorische Teilnehmerstatistik, die in der Tat eine große Überraschung bot. "Bei der Zusammenstellung der Teilnehmermeldungen aus allen geförderten Projekte, die einem vorgegebenen statistischen Raster des Bundesprogramms folgen muss, stellten wir fest, dass sich im Jahresverlauf 2018 4.134 Personen an den verschiedenen Angeboten unserer "Partnerschaft für Demokratie" beteiligten. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 120%", resümierte Mark Sauer, der die lokale PfD federführend für Stadt und Amt gegenüber dem Bundesprogramm vertritt.


Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses, der über die Mittelvergabe an Projektträger vor Ort entscheidet, zeigte sich begeistert: "Natürlich wissen wir, dass viele interessante und wirklich gute Projekte in unseren Zielbereichen "Demokratiestärkung", "Extremismusbekämpfung" und "Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft" in 2018 von uns gefördert wurden. Dass diese allerdings auch so viele Menschen ansprechen und erreichen konnten, ist einfach unglaublich. Ich danke all den Projektträgern, für ihren Mut, sich mit ihren Ideen bei uns vorzustellen und um eine Förderung zu bemühen und vor allem für ihre engagierte Arbeit, diese auch zu solch einem Erfolg zu führen." Für Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle des PfD, der Projektträger bei der Antragstellung und der Durchführung berät und begleitet, war diese Entwicklung hingegen nicht ganz so überraschend. "Ich sehe in meiner täglichen Arbeit mit der stetig steigenden Projektträgern schon, wie viele Menschen erreicht werden, sowohl bei den großen ganzjährigen Projekten der beteiligten Vereine und Verbände, wie auch vor allem auch bei den sogenannten Kleinprojekten, die auch von Einzelpersonen, Kleingruppen oder Schulklassen durchgeführt werden können. Dies allerdings statistisch bestätigt zu bekommen ist sehr motivierend"


Dass sich der Erfolg des Jahres 2018 auch in diesem Jahr wiederholen lassen kann, da zeigen sich die Verantwortlichen des PfD Ratzeburg/ Amt Lauenburgische Seen sehr zuversichtlich. "Wir haben auf unser letzten Begleitausschusssitzung im Mai schon wieder drei Projekte auf den Weg schicken können, im Themenfeld "Zusammenleben in der Eiwanderungsgesellschaft". Damit haben wir aktuell 9 Großprojekte sowie 14 Miniprojekte in der Förderung und unser Fördertopf des Bundesprogramms und der beteiligten Kommunen mit seinen 105.000 € neigt sich langsam dem Ende", sagte Gesine Biller, hocherfreut über die Entwicklung, die die "Partnerschaft für Demokratie" in Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen nimmt.

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Plakataktion des Ratzeburger Jugendbeirates zur Europawahl

Der Ratzeburger Jugendbeirat hat mit einer Plakataktion seine Initiative zur Europawahl gestartet, die eine simple Botschaft beinhaltet: "Aktiv sein und wählen gehen!". In diesem Sinne werben die Plakate mit den Hinweis, dass ein gemeinsam gestaltetes Europa gerade für die junge Generation ein besonderer Gewinn ist: "Wir kennen Europa nur offen, friedlich, ohne Grenzen, mit europäischen Begegnungen schon in der Schulzeit und mit vielen Möglichkeiten für Ausbildung, Studium und Beruf.


Damit dies auch so bleibt, sollte jeder wählen gehen", beschreibt Marten Koch, Vorsitzender des Ratzeburger Jugendbeirates die Ziele der Plakataktion. Parallel dazu verteilt der Ratzeburger Jugendbeirat "Wahlstifte" an wahlberechtigte Schüler*innen, als Erinnerungsstütze und lädt am Wahlsonntag ganz aktiv zu einem weiteren "Europa"-Demokratielauf um 10:00 Uhr vor dem Ratzeburger Rathaus. "Wir können immer wieder nur motivieren, sich an Wahlen und insbesondere an dieser Europawahl zu beteiligen, gerade auch im Interesse von jungen Menschen, die noch keine Stimme abgegeben dürfen, obwohl Europa vor allem ihre Zukunft ist", so Marten Koch. Die Idee zu diesen Aktionen entwickelte der Ratzeburger Jugendbeirat im Jugendforum der „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, dass Fördermittel des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ für genau solche Aktionen und Eigeninitiativen junger Menschen bereit hält.

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Ratzeburg begeht den "Tag des Grundgesetzes"

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 1949 und hat sich bis heute als Fundament der deutschen Demokratie bewährt. Die Artikel des Grundgesetzes stehen über allen anderen deutschen Rechtsnormen. In ihnen sind die grundlegenden staatlichen System- und Wertentscheidungen festgelegt. Daran erinnern soll am 23.05.2019 der "Tag des Grundgesetzes", 2019 sogar zu einem runden 70jährigen Jubiläum.

Die "Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen greift diese Erinnerung gerne auf und plant zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V.  einen gemeinsamen Aktionstag in Ratzeburg.  Dafür haben sie, wie schon im Vorjahr, das junge Team des Vereins "Politik zum Anfassen e.V." aus Niedersachsen um Unterstützung gebeten. Sie werden am Vormittag des Jubiläumtages zunächst eine Mitmachaktion in Form von kleinen Info- und Wissensspielen in der Lauenburgischen Gelehrtenschule organisieren. Schülerinnen und Schüler sollen dabei angesprochen werden, ihr Wissen rund um das Grundgesetz zu testen. Am Nachmittag wird das Team von "Politik zum Anfassen e.V." mit ihren Angeboten vor EDEKA Süllau am Viehmarkt in der Ratzeburger Vorstadt Station machen und dort auch die Bürgerinnen und Bürger an Quizstationen zum kleinen Büchlein befragen, das seit 70 Jahren unser Leben in Freiheit, Vielfalt, Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit gestalten hilft.

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Eine "Europabank" macht sich auf den Weg

"Europa" ist in diesem Frühjahr ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" (PfD). Mit Blick auf die anstehende neunte Direktwahl zum Europäischen Parlament sollen nach Willen des verantwortlichen Begleitausschusses viele Möglichkeiten geschaffen werden, um über Europa ins Gespräch zu kommen. "Wir möchten Bürgerinnen und Bürger motivieren, doch einmal über das Projekt der Europäischen Union nachzudenken und für sich zu entscheiden, ob es nicht der eigenen Stimme wert ist", sagt Gesine Biller, Vorsitzende des Begleitausschusses. Sie selbst hat dies zusammen mit weiteren Vertreter*innen von "Partnerschaften für Demokratie" in Schleswig-Holstein bereits im Rahmen einer Demokratiekonferenz getan und dabei Ideen entwickelt, um den Bürgerdialog über Europa zu befördern. Eine davon ist bereits in Aktion getreten, die "Europabank" des iranischen Künstlers Ebrahim Sharghi. Inspiriert von den "Politischen Klönbänken" der Ratzeburg Volkshochschule ist auf der Demokratiekonferenz der Vorschlag einer wandernden "Europabank" aufgebracht worden, die immer dort auftauchen soll, wo Menschen über Europa reden, diskutieren oder streiten wollen. Sie soll einladen, um vis-a-vis ins Gespräch zu kommen. Ebrahim Sharghi, selbst Mitglied im Begleitausschuss, hat diese Idee begeistert aufgenommen und sie umgehend mit künstlerischer Vorstellungskraft in seinem kleinen Atelier umgesetzt.

Entstanden ist in der Tat ein einladendes Kunstwerk, verziert mit einem Zitat Konrad Adenauers, das sich bereits auf den Weg gemacht hat, um seinen Zweck zu erfüllen ... Menschen zum Gespräch über "Europa" einzuladen. Eine erste Station war dabei das Ratzeburger Rathaus. Dort lud die VHS-Ratzeburg zu einem Europaforum mit Enrico Kreft von der Europa Union. Anschließend reiste die Bank nach Salem, zum "Salemer Dialog" zur Europawahl und wartet jetzt auf weitere Einsätze.


Die "Europabank" darf und soll gerne angefragt werden, wenn das Thema "Europa" besprochen werden soll. Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle der PfD vermittelt sie gerne unter der Rufnummer 04541-808027 oder schneider@bqg-personalentwicklung.de.

"Wir haben in der Vergangenheit viel zu sehr über Banken in Europa geredet. Wir finden, dass wir auf unserer Bank lieber miteinander über die Menschen in Europa sprechen sollten", sagt Gesine Biller, für die es keine Frage ist, ob sie am 26. Mai 2019 ihre Stimme abgeben wird. Schließlich ist für sie Europa vor allem ein großes Friedensprojekt, über das noch viel zu wenig gesprochen wird.

Die Europainitiative der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" wird sich in den kommenden Wochen weiter entfalten und auch vom angeschlossenen Jugendforum mit eigenen Beiträgen unterstützt. Gerade aus Sicht der Jugendlichen wird Europa in besonderem Maße als eigenes Zukunftsprojekt wahrgenommen, das so  viele Möglichkeiten für Ausbildung, Studium und Begegnung bietet.

Ratzeburg feiert altpersisches Neujahrsfest "Nouruz" in familiärer Atmosphäre

In familiärer Atmosphäre wurde vergangene Woche das altpersische Neujahrsfest "Nouruz" im Ratzeburger Café Lydia begangen. An zwei Tagen folgten rund 200 Gäste der Einladung von Flüchtlingskoordinatorin Esmat Shirazi, die mit einem internationalen Team von engagierten Helferinnen und Helfern, die Festtage einmal mehr in Ratzeburg organisiert hatte. Persische Spezialitäten wurden als Mittagstisch geboten, ebenso wie allerlei Landestypisches zum Probieren.

Auch die traditionelle Festtafel, die "Sofreye Haft Sin", die mit sieben Dingen beginnend mit einem "S" geschmückt wird, wie Weizen oder Linsen als das gekeimte Grün (Sabzi), Apfel (Sib), Essig (Serkeh), Knoblauch (Sir), Gewürzsumach (Somagh), eine Süßspeise (Samanu) oder Mehlbeeren (Senjed), gab es zu bewundern. Ein iranisches Trio begleitete das festliche Miteinander mit traditioneller Musik, die immer wieder auch Passanten von der Straße ins Café Lydia lockte. Über "Nouruz" informierte zudem ein Infostand mit Schautafeln auf dem Marktplatz. Bei einem Glas heißem Tee wurde über die weitumspannende Tradition dieses Festes, welches den Frühling willkommen heißt und auch außerhalb des Irans in vielen benachbarten Kulturen gefeiert wird, erzählt und auf das Angebot im Café Lydia aufmerksam gemacht.


"Für Menschen aus der Region rund um Persien ist "Nouruz" von großer Bedeutung und immer auch mit einladender Gastfreundschaft verbunden. Viele Geflüchtete, die aus dieser Region stammen, freuen sich jedes Jahr wieder, dass wir hier in Ratzeburg dieses Fest gemeinsam begehen und auch viele Einheimische dabei sind"
, sagte Esmat Shirazi, die sich insbesondere für die Unterstützung durch das Café Lydia und die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische See bedankte. 

Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zeigte sich einmal mehr begeistert, wie viele Menschen sich im Rahmen eines sogenannten Kleinprojektes zusammenbringen lassen: "Unsere Förderung von Kleinprojekten ermöglicht auch Einzelpersonen und Gruppen ohne Vereinsbindung, von unseren Projektmitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben!" zu profitieren. Bis zu 500 € können so für solch wunderbare Ideen wie dieses Begegnungsfest oder auch für demokratiestärkende Aktionen in einem einfachen Antragsverfahren bereit gestellt werden."

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Forum "Zeit für Europa!?"
Europas Perspektiven vor der Wahl - Diskussionsabend mit Enrico Kreft

Wird es Zeit für Europa? Angesichts von Migration, BREXIT, Populismus und Nationalismus, von Werteerosion und autoritären Bestrebungen? Angesichts von Plastikmüll, Digitalisierung, von Handelskrieg und neuen Herausforderungen der internationalen Sicherheit?

Europas Perspektiven vor der Wahl stehen im Fokus des Forums "Zeit für Europa!?", zu dem die Volkshochschule Ratzeburg zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. am 28. März 2019 um 19:00 Uhr in den Ratssaal des Ratzeburger Rathauses einlädt. Es soll Bürger*innen motivieren, im Kontext der Europawahl im Mai 2019 über europäischen Fragen und Fragstellungen zu diskutieren. Enrico Kreft, Präsidiumsmitglied der Europa Union, wird diese Diskussion fachkundig und mit viel Hintergrundwissen anleiten. Worüber diskutiert werden soll, entscheiden die Gäste des Forums. Haben Sie Zeit für Europa?

Das Forum "Zeit für Europa!?" wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

Der Eintritt ist frei!

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Landesweite Fachtagung der "Partnerschaften für Demokratie" fand in Ratzeburg statt

Sie setzen sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander ein: Regionale „Partnerschaften für Demokratie“ (PfD) unterstützen zahlreiche demokratiefördernde Einzelprojekte vor Ort. Bei der jährlichen Demokratiekonferenz der PfD Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen (LS) kamen die landesweiten PfD zusammen und erhielten Besuch aus dem Berliner Bundesministerium.

Das Programm ist unter dem Dach des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angesiedelt. Thomas Heppener leitet dort das Referat „Demokratie und Vielfalt“. Dass Heppener zur Konferenz nach Ratzeburg kam, hatte mehrere Gründe: Die gastgebende PfD hatte alle Partnerschaften für Demokratie in Schleswig-Holstein eingeladen, um Konzepte für eine hohe Wahlbeteiligung bei den Wahlen zum Europäischen Parlament – in Deutschland am 26. Mai – zu erarbeiten, und eine perspektivische Botschaft hatte der Referatsleiter auch im Gepäck. „Schon heute möchten 30 Prozent der Parteien im Europäischen Parlament dieses Europa abschaffen“, sagte Thomas Heppener. Nach seinen Worten geht es um Antworten auf die Fragen, wie es gelingt, Menschen zusammenzubringen und Interessen abzuwägen. Heppener: „Demokratie entsteht nicht von allein, sie muss immer wieder neu gestaltet werden.“ Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß, selbst im Begleitausschuss der PfD aktiv, machte sich in seinem Grußwort „Sorgen um das Abstimmungsverhalten und die Beteiligung bei der Europawahl“. Voß unterbrach seinen Urlaub, um zur Demokratiekonferenz in die Lauenburgische Gelehrtenschule zu kommen.

Bundesweit sind 300 Partnerschaften für Demokratie aktiv, berichtete Thomas Heppener. Mark Sauer, federführendes Amt der PfD Stadt Ratzeburg-Amt LS, ergänzte, dass es in ganz Schleswig-Holstein bislang nur sechs Zusammenschlüsse gebe, drei allein im Kreis Herzogtum Lauenburg. „Das muss besser werden“, meinte Sauer und so war die Demokratiekonferenz in Ratzeburg auch konzipiert: Neben den Konzepten zur Europawahl ging es bei dem Treffen auch um den Austausch der PfD untereinander und mit Interessierten, die eine Gründung planen.

In den jeweiligen regionalen Begleitausschüssen der PfD wird über die Förderung von Projekten zur Demokratieförderung beraten und entschieden. Gesine Biller, Vorsitzende des Ausschusses der gastgebenden PfD appellierte an alle Teilnehmer: „Es gilt, noch mehr Menschen für unsere Demokratie zu begeistern, denn es geht auch anders, als mit reinem Populismus.“

Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des überwiegend ehrenamtlich geleisteten Engagements sind gut, denn während bislang jährlich über eine Fortsetzung von „Demokratie leben!“ entschieden wurde, brachte Thomas Heppener aus Berlin die Nachricht mit: „Die Bundesministerin Frau Dr. Franziska Giffey hat entschieden, dass Demokratieförderung eine Daueraufgabe sei und das Förderprogramm entfristet.“

Somit ist zumindest für die nächsten Jahre eine Fortführung und eine Stärkung des Engagements möglich.

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Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen“ berät über weitere Förderanträge

Der Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ tritt am 27.02.2019 um 18:30 Uhr im Rathaus der Stadt Ratzeburg zusammen, um über weitere Projektanträge im Förderjahr 2019 zu beraten. Das Bundesprogramm „Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die beteiligten Kommunen stellen wiederum 44.000 € bereit, um demokratiestärkende Initiativen, Extremismusprävention sowie Projekte, die das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen fördern, in Stadt und Umland zu finanzieren.

Interessierte Vereine und gemeinnützige Institutionen sind weiterhin aufgefordert, sich mit ihren Projektideen beim Begleitausschuss zu präsentieren und Anträge einzureichen. Dabei unterstützt Karl Scheider von der Koordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH. Alle Informationen zum Antragsverfahren und den Förderrichtlinien sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden.

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Ratzeburger Volkshochschule wieder unterwegs in Sachen politischer Bildung

Die Ratzeburger Volkshochschule legt auch in diesem Jahr wieder einen besonderen Schwerpunkt auf die politische Bildung. Zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V., der als anerkannter Träger der politischen Bildung, Vortrags- und Seminarangebote im Kreis organisiert, ist eine weitere Vortragsreihe geplant, die im Frühjahrssemester drei Vorträge umfassen soll.


Den Beginn macht 28.02.2019 Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger mit einem Vortrag über das Konfliktpotential von Rohstoffen im 21. Jahrhundert im Ratzeburger Rathaus. Einen besonderen Fokus auf die Europa und die anstehende Europawahl legt nachfolgend Enrico Kreft von der Europa-Union, der am 28.03.2019 im Ratzeburger Rathaus und am 30.04.2019 im Gemeindezentrum Salem, zu improvisierenden Diskussionsabenden rund um das gesamten Spektrum europäischen Themen einlädt, frei nach dem Motto: "Besprochen wird, was gefragt wird!" Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.

"Für uns als Ratzeburger Volkshochschule sind politische Bildungsangebote in Stadt und Umland eine Verpflichtung in unserem Programm. So freut es uns sehr, dass wir zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. und der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" immer wieder entsprechende Angebote setzen können", sagte Volkshochschulleiter Holger Martens, auch schon mit Blick auf das kommende Herbstsemester, das nach Wunsch des Landesverbandes der Volkshochschulen Schleswig-Holstein e.V. ganz im Zeichen der politischen Bildung stehen soll. "Natürlich bringt sich die Ratzeburg Volkshochschule dabei wieder mit zahlreichen Angeboten ein", versicherte Holger Martens.

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"Gemeinsam leben - gemeinsam gestalten"
Integratives Mitmach-Kunstprojekt der Volkshochschule gestaltet Karnevalsmasken

Die Ratzeburger Volkshochschule startet in der Reihe "Gemeinsam leben - gemeinsam gestalten" ein weiteres integratives Kunstprojekt für begegnungsinteressierte Menschen - jung, alt, männlich, weiblich, divers, international, die sich einmal wöchentlich treffen mögen, um gemeinsam kreativ zu sein. "Masken" ist dabei das neue Thema, Karnevalsmasken im Besonderen, entsprechend der Jahreszeit, die mit verschiedenen Materialien vielseitig und farbenfroh gestaltet werden sollen. Das Kunstprojekt findet den gesamten Februar über immer dienstags von 16:00 - 18:00 Uhr im Begegnungscafé in der ehemaligen Ernst-Barlach-Schule, Seminarweg 1, statt. Start ist am kommenden Dienstag, den 05.Februar 2019. Anmeldungen und Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist dank einer Förderung durch die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" kostenlos.

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Ausstellung »Kopfsache« ... wir sind nicht alle gleich!

Unter dem Motto "Zusammen leben – zusammen gestalten" haben viele Menschen - jung, alt, einheimisch, zugezogen - aus Ratzeburg und der Umgebung in den vergangenen Wochen in einem offenem Kunstprojekt der Volkshochschule Ratzeburg weiße Styropor-Köpfe nach ihren Vorstellungen gestaltet. An den bunten Ergebnissen erkennt man die uniforme Einheit des Ausgangsmateriales nicht mehr und auch nicht, wer die Künstler sind. Ob erfahrene Künstlerin, ob Mann, ob Kind, ob Einheimischer? Diese Frage stellt sich bei der bunten Vielfalt nicht. Vielmehr regen die teilweise kritischen Werke zum Nachdenken an.


In der Zeit vom 1. bis 28. Februar 2019 präsentieren sich die rund 40 farbfrohen und ausdrucksstarken Exponate interessierten Besucher*innen im Ratssaal des Rathauses während der Öffnungszeiten in einer Ausstellung mit dem Titel "Kopfsache". Zu deren  Eröffnung am 31.Januar 2019 um 17 Uhr stehen die Erschaffer*Innen dieser Werke selbst gerne für Gespräche zu ihren Köpfen bereit, bei musikalischer Begleitung und kleinen kulinarischen Besonderheiten.

Gefördert wurde dieses Kunstprojekt aus Bundesmitteln des Förderprogrammes „Demokratie leben!“ über die "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen".

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Begleitausschuss der "Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg - Amt Lauenburgische Seen" eröffnet Förderjahr 2019 mit ersten Projekten

Der Begleitausschuss der "Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen"(PfD) hat auf seiner ersten Sitzung im neuen Förderjahr 2019 zwei demokratiestärkende Projekte beraten und auf den Weg bringen können. So erhält der niedersächsische Verein "Politik zum Anfassen e.V." die Möglichkeit, zusammen mit der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen das Beteiligungsprojekt "PIMP YOUR TOWN!" durchzuführen. In diesem Planspiel schlüpfen Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern. Sie beraten ihre eigenen Ideen aus ihrer konkreten Lebenswirklichkeit als Anträge und treffen lösungsorientierte Entscheidungen. Dabei lernen die Schüler nicht nur handlungsorientiert und nachhaltig die Abläufe in der Kommunalpolitik kennen, sondern können ihre eigenen Ideen in die lokale Politik einbringen. Bei der Arbeit werden die Schüler von den "echten" Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern unterstützt und die Anträge den "echten" politischen Gremien am Ende als Drucksache vorgelegt. Parallel produzieren die Schüler einen Film und ein Magazin über das Planspiel, um ihre dreitätige kommunalpolitische Arbeit zu dokumentieren. Die Initiative, "PIMP YOUR TOWN" auch in Ratzeburg stattfinden zu lassen, ging von Schulsozialarbeiterin Barbara Stellingwerf aus. Sie hatte von diesem Projekt, das bereits in zahlreichen Kommunen mit großem Erfolg durchgeführt wurde, aus erster Hand erfahren und in ihrer Schule den Vorschlag unterbreiten, einmal daran teilzunehmen. Ein Ansinnen, das sowohl bei der Schulleitung, aber auch beim Begleitausschuss der PfD auf sehr offene Ohren traf und dort zu einem positiven Förderentscheid führte. Anfang Juni kann "PIMP YOUR TOWN!" mit Schüler*innen des neunten Jahrganges damit durchstarten.

Ein weiteres umfangreiches Demokratieprojekt stellte der Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit der Volkshochschule Ratzeburg vor. "Demokratie butten vör din Döör" ist der Titel des Projektes, das politische Bildungs- und Mitmachangebote wie Vorträge oder Aktionstage umfasst, aber auch eine Ausstellung konzipieren will, die politisches Engagement und die handelnden Demokrat*innen vor unser Haustür in Stadt und Umland sichtbar machen soll.

Ebenfalls eingerichtet wurde wieder ein Fond für sogenannte "Kleinprojekte", um auch Einzelpersonen, Schulklassen oder Initiativen ohne rechtsfähigen Vereinsstatus die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen für eine starke Demokratie, gegen extremistische Einstellungen oder für ein gelingendes Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft umsetzen zu können. Bis zu 500 € können aus diesem Topf für solche Kleinprojekte in einem einfachen Antragsverfahren bereit gestellt werden, wobei der Begriff "Kleinprojekte" irreführend ist, wie Projektberater Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle der PfD zu berichten wusste: "Im vergangenen Jahr haben wir in 17 geförderten Kleinprojekten beinahe mehr Menschen erreicht als in den 9 Großprojekten aus unserem Aktionsfond."

Der Begleitausschuss wird bereits Ende Februar erneut tagen, um weitere Förderanträge zu beraten und dafür Mittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend bereit zu stellen. Interessierte Vereine und gemeinnützige Institutionen sind also weiterhin aufgefordert, sich mit ihren Projektideen beim Begleitausschuss zu präsentieren und Anträge einzureichen. Dabei unterstützt Karl Scheider von der Koordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH. Alle Informationen zum Antragsverfahren und den Förderrichtlinien sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden.


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Selbsthilfe als erklärtes Ziel der interkulturellen Fahrradwerkstatt der Ratzeburger Willkommenskultur

Seit nunmehr drei Jahren hilft ein ehrenamtliches, kulturell bunt gemischtes Team unter der Anleitung von Hauke Thomsen und Tarek Al Shadidi in der interkulturellen Fahrradwerkstatt der Ratzeburger Willkommenskultur, Geflüchteten in Ratzeburg und Umland mobil zu werden. Gespendete Fahrräder oder abgelaufene Fundfahrräder werden dort aufbereitet und gegen eine geringe Gebühr zur privaten Nutzung abgegeben. Selbsthilfe wird dabei groß geschrieben, bei der Instandsetzung, wie auch bei anfallenden Reparaturen. "Wir wollen, dass jeder sein Fahrrad auch selbst in Schuss halten kann und das geht am besten, wenn man die fachmännischen Handgriffe einmal selbst ausprobiert", sagt Hauke Thomsen. An mehr als 20 Terminen hatte die Werkstatt allein in 2018 geöffnet, in der Regel alle 14 Tage samstags in der Ernst-Barlach-Schule. "Im Schnitt kamen pro Termin 8 Besucher*innen, entweder um ein Fahrrad zu erfragen, um Reparaturen selbst durchzuführen oder sich anleitend helfen zu lassen", weiß Tarek Al Shadidi zu berichten und zitiert eine stolze Bilanz des fünfköpfigen Teams: ca. 100 Fahrräder wurden im abgelaufenen Jahr instand gesetzt, rund 60 Fahrräder neu ausgegeben und über 100 Mal technische Hilfe und Anleitung für Reparaturen gegeben. Dabei betonen Thomsen und Al Shadidi, dass die interkulturelle Fahrradwerkstatt immer auch ein Begegnungsraum ist, offen für alle Menschen, die ein technisches Problem an ihrem Fahrrad haben.

Denn nirgends, so die Überzeugung der Initiatoren, klappen gegenseitiges Kennenlernen und Integration besser als beim gemeinsamen Arbeiten. Eine Einschätzung, die auch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen (PfD) teilt, die im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" das Projekt finanziell unterstützt. "Obwohl die Werkstatt eine wirklich große Wirkung entfaltet, gilt es für uns als "Miniprojekt", sagt Karl Schneider von der Koordinierungs- und Fachstelle des PfD. "Lediglich 500 € im Jahr werden dort für Ersatzteile benötigt, um so vielen Menschen zu helfen und zusammenzubringen. Ein tolles Beispiel, was ehrenamtliches Engagement zu leisten vermag." Hauke Thomsen und Tarek Al Shadidi wollen angesichts der stetig hohen Besucherzahlen das Angebot der interkulturellen Fahrradwerkstatt auch in 2019 aufrecht erhalten, wie immer mit offenen Türen für alle Probleme rund ums Fahrrad.

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„Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ startet ins neue Förderjahr

Der Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ tritt am 16.01.2019 um 18:30 Uhr im Rathaus der Stadt Ratzeburg zusammen, um über erste Projektanträge im Förderjahr 2019 zu beraten. Das Bundesprogramm „Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die beteiligten Kommunen stellen wiederum 44.000 € bereit, um demokratiestärkende Initiativen, Extremismusprävention sowie Projekte, die das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen fördern, in Stadt und Umland zu finanzieren. 

Interessierte Vereine und gemeinnützige Institutionen sind ab sofort aufgefordert, sich mit ihren Projektideen beim Begleitausschuss zu präsentieren und Anträge einzureichen. Dabei unterstützt Karl Scheider von der Koordinierungs- und Fachstelle bei der BQG Personalentwicklung GmbH. Alle Informationen zum Antragsverfahren und den Förderichtlinien sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden.

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