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22.07.2021

Aus unseren Partnerstädten...
Schönberg lässt den 35. Schönberger Musiksommer erklingen

Der Inselstadt Ratzeburg sind enge Kontakte zu ihren sieben Partnerstädten ein wichtiges Anliegen. Auch wenn man sich leider viel zu selten persönlich begegnen kann, lässt sich doch über das Netz viel voneinander erfahren, was Châtillon-sur-Seine, Esneux, Schönberg, Sopot, Strängnäs, Ribe und Walcourt gerade bewegt oder dort bewegt wird. In unserer Partnerstadt Schönberg erklingt der 35. Schönberger Musiksommer für ein musikbegeistertes Publikum ...

35. Schönberger Musiksommer

Violoncello & Klavier – „Con brio“
Emanuel Moór: Sonate op. 22, Johannes Brahms: Sonate e-Moll op. 38, Richard Strauss: Sonate F-Dur op. 6
David Stromberg (Violoncello), Florian Uhlig (Klavier)
Di 27.07.2021 / 20:00 Uhr / Eintritt 15.- €

„Con Brio“ / „Mit Feuer“ – so ist das Programm für Violoncello und Klavier überschrieben. Der Programmtitel drückt aus, was die Musik dieses Konzertprogrammes ausmacht: die musikalische Leidenschaft und ihr romantischer Ausdruck. Denn die Kammermusik für Violoncello und Klavier lebt aus dem Kontrast der Klangfarben beider Instrumente. Das Klavier, bei dem die Saiten angeschlagen werden, und das Cello, bei dem die Saiten gestrichen werden, gehen eine innige Verbindung ein. Der musikalische Dialog dieser verschiedenen Partner hat diese Kombination zu einer der beliebtesten Gattungen der Kammermusik gemacht. Wir, die Veranstalter des Schönberger Musiksommers, freuen uns, diese wunderbare Konstellation mit einem erlesenen Programm, dargeboten von erstrangigen Künstlern, in St. Laurentius anbieten zu können. Das Konzert bildet das Gegenstück zum zwei Wochen später stattfindenden Abend mit Kammermusik für Violine und Klavier.

Während die Sonate op. 38 von Johannes Brahms zu den recht bekannten Werken zählt und auch der Komponist Richard Strauss häufig in den Programmen auftritt, seien dem Komponisten und Erfinder Emanuel Moór einige besondere Worte gewidmet: „Moór war meiner Meinung nach ein echtes Genie, einer der wirklich bedeutenden Komponisten dieses Jahrhunderts“, sagte kein geringerer als der weltberühmte Cellist Pablo Casals. Emanuel Moór wurde 1863 in Ungarn geboren und wuchs dort auf. Er lebte in Österreich-Ungarn, den USA und dann zwölf Jahre in England. Er zog schließlich in die Schweiz, wo er 1931 starb. Moór war einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit. In seiner ersten Lebenshälfte wirkte er als erfolgreicher Komponist. Renommierte Musiker wie Alfred Cortot, Jacques Thibaud, Eugène Ysaÿe, Fritz Kreisler, Willem Mengelberg, Arthur Nikisch, Mieczyslaw Horszowski und andere spielten seine Werke. Er schrieb mehr als hundert Kompositionen: Opern, Sinfonien, Kammermusik.Dass Pablo Casals Moór als ein „Genie“ ansah, bezeugte er, in dem er bei seinem Debüt in Wien ein Moór Cellokonzert spielte und Moór förderte. Die Musik von Emanuel Moór zeichnet sich durch eine hoch expressive, ausgesprochen fantasievolle Harmonik und eine gesangliche Melodik aus. Die Musik verströmt Verve und berührt mit ihrer Kraft unmittelbar.In der Mitte seines Lebens hörte Emanuel Moór auf zu komponieren und wurde Erfinder. Er hatte die Vision, den Klavierklang zu erweitern und neue Spielmöglichkeiten auf dem Klavier zu schaffen. Er entwickelte das Duplex Coupler Grand Piano. Pleyel, Bechstein, Steinway, Bösendorfer: Sie alle haben diesen Flügel gebaut und sahen darin Potenzial. Heute gibt es nur noch wenige spielbare Exemplare.In Schönberg wir das Duplex Coupler Grand Piano seit vielen Jahren wieder live in einem Konzert erklingen. Hier finden Sie nähere Informationen zum Instrument: http://duplexpiano.de

Der weltbekannte Dirigent Bruno Walter schrieb: „Ich zögere nicht einen Moment zu sagen, welch einen starken Eindruck der Moór-Flügel auf mich gemacht hat. Es ist nicht nur die nie für möglich gehaltene Fülle des Klangs, die durch die Kopplung und die Oktavierungen entsteht, sondern es ist vor allem der Stimulus für die Entstehung von neuer Klavierliteratur in Kombination mit den technischen Neuerungen, der den größten Eindruck auf mich gemacht hat.“ Der Pianist Wilhelm Backhaus schrieb über das Instrument: „Es ist die größte Errungenschaft im Klavierbau seit der Erfindung des Hammerflügels.“

David Stromberg, Violoncello
„Magie faszinierender Cellokünste“, „kontemplative Tiefe“, „Vorschein erfüllter ästhetischer Utopie“, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ über das Cellospiel von David Stromberg. David Stromberg hat kürzlich beim Bayerischen Rundfunk eine CD mit Solo- und Kammermusikwerken von Emanuel Moór aufgenommen, sie kam beim Label Oehms Classics im April 2020 auf den Markt. Im Doppelkonzert für zwei Celli wurde er von den Nürnberger Symphonikern begleitet. Eine Sonate für Cello und Klavier spielte er mit der Pianistin Irina Zahharenkova ein, die auch in diesem CD Projekt den doppelmanualigen Flügel spielt. In Kooperation mit Deutschlandradio Kultur erschien seine CD „Transition“ beim Label Ars Produktion. Er spielt gemeinsam mit den Solobläsern der Hamburger Philharmoniker das Cellokonzert von Schumann und die Rokoko-Variationen von Tschaikowski sowie weitere romantische Charakterstücke in seinen eigenen Bearbeitungen für Cello und Bläserquintett. Diese Bearbeitungen erscheinen im Sikorski Musikverlag. Diese CD wurde „CD der Woche“ beim SWR, begeisterte Rezensionen erfolgten beim NDR, SWR, Deutschlandradio Kultur und in Printmedien wie „Concerti“, „Die Welt“, Wiener Zeitung und dem Sonic Magazin. Seine „Transition“ Musikprogramme führte David Stromberg beim Quedlinburger Musiksommer, bei den Kunst- und Kulturtagen Wetzlar, bei den Meßdorfer Musiktagen, im Teo Otto Theater Remscheid, beim internationalen Musikfest Lübeck, in Ravensburg, in Schloss Ismaning bei München, in Villach/Österreich und Neuenhagen bei Berlin auf. Des Weiteren gab es Recitals mit Bach Solosuiten, gab ein Gastspiel in der Bayerischen Akademie der schönen Künste in München, Kurse und Konzerte beim Orchesterzentrum Dortmund, ein Konzert in der Körber Stiftung Hamburg. Bei der Deutschen Woche des Goethe-Institutes in Tallinn (Estland) hat David Stromberg kürzlich das Bundesland Hamburg repräsentiert und Beethoven Sonaten aufgeführt.
David Stromberg absolvierte sein Violoncello-Studium an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater in der Klasse von Prof. Wolfgang Mehlhorn sowie am Musikinstitut Schloss Edsberg in Stockholm bei Prof. Frans Helmerson. Wesentliche Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Boris Pergamentschikow, Ralph Kirshbaum, Wolfgang Boettcher, Dimitri Ferschtman, Siegfried Palm und Ralph Gothoni. Aktuell widmet er sich der Aufnahme der Bach Suiten mit dem Barockcello. Die Suiten 1-5 sind bereits aufgenommen, die 6. Suite wird er auf einem fünfsaitigen Cello piccolo spielen.
Mit Konzertauftritten auf dem Barockcello und der Interpretation zeitgenössischer Musik ist das künstlerische Wirken von David Stromberg weit gespannt. http://www.davidstromberg.de
Im Winter 2021 haben Florian Uhlig und David Stromberg in Kooperation mit Deutschlandradio eine CD mit dem Duplex Coupler Grand Piano und Cello aufgenommen. 

Florian Uhlig, Klavier

„Florian Uhlig spielt meisterhaft. Die Interpretationen lassen sich mit allerhöchsten Beispielen vergleichen. Bei dieser erstaunlich originellen CD handelt es sich um ein Ereignis.“ (Süddeutsche Zeitung) So urteilte der Kritikerpapst Joachim Kaiser über eine im Jahr 2009 erschienene Einspielung mit Beethovens Klaviervariationen für das Label Hänssler CLASSIC. Seitdem veröffentlichte Florian Uhlig bei diesem Label rund 20 weitere Aufnahmen, die von der internationalen Fachpresse hoch gelobt und mit Auszeichnungen bedacht wurden (z.B. Preis der Deutschen Schallplattenkritik): das Gesamtwerk für Klavier und Orchester von Robert Schumann und Dmitri Schostakowitsch, Klavierkonzerte von Ravel, Poulenc, Françaix, Debussy und Penderecki, sowie das Gesamtwerk für Klavier solo von Ravel und Schumann. Insgesamt 15 CDs sind für den Schumann-Zyklus geplant, 12 sind bislang erschienen. Florian Uhlig wurde in Düsseldorf geboren und gab mit zwölf Jahren seinen ersten Klavierabend. Er studierte am Royal College of Music und an der Royal Academy of Music in London, wo er seine Ausbildung mit dem Konzertexamen abschloss. Weitere wichtige Impulse erhielt er durch die Arbeit mit Peter Feuchtwanger und durch seine Promotion an der University of London über die Rolle des Interpreten im Kontext des musikalischen Gattungsbegriffs. Bei Florian Uhlig verbinden sich Gegensätze auf ungewöhnliche Art und Weise. Einerseits ist er in der deutschen Musiktradition verwurzelt, mit der man Ernsthaftigkeit, Stil und Struktur verbindet. Andererseits entwickelte er während seines jahrelangen Aufenthaltes in London einen individuelleren Umgang mit dem musikalischen Werk als auf dem „Kontinent“ üblich: pointierte Freiheiten, exzentrische Repertoire-Kombinationen und Neugier auf musikalische Raritäten. Sein Orchesterdebüt gab Florian Uhlig 1997 im Londoner Barbican. Seitdem führt ihn eine rege Konzerttätigkeit in die bedeutendsten internationalen Säle. Er konzertiert mit Orchestern wie dem BBC Symphony Orchestra, dem Beijing Symphony Orchestra, der Deutschen Radio Philharmonie, der Dresdner Philharmonie, der Hong Kong Sinfonietta, dem Polnischen Radio-Sinfonieorchester, dem Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela, dem National Symphony Orchestra of Taiwan, dem Kammerorchester des Bayrischen Rundfunks, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Wiener Kammerorchester. Seine künstlerische Zusammenarbeit verbindet ihn mit Dirigenten wie Krzysztof Penderecki, Josep Caballé, Claus Peter Flor, Eivind Gullberg Jensen, Kristjan Järvi, Michail Jurowski, Michael Sanderling und Gerard Schwarz. Einladungen zu Festivals führten Florian Uhlig u.a. zu den Beethovenfestivals in Bonn und Warschau, zum Casals Festival, zu Lorin Maazels Castleton Festival, zum Menuhin Festival Gstaad, zum Hong Kong Arts Festival, zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, France Musique Paris, zum Schleswig-Holstein Musik Festival, zu den Schwetzinger Festspielen und den Wiener Festwochen.Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Florian Uhlig ein vielgefragter Kammermusiker und Liedpianist. Er war der letzte Partner des legendären Baritons Hermann Prey. Im Jahr 2009 rief Florian Uhlig in Südafrika das Johannesburg International Mozart Festival ins Leben. Als Künstlerischer Leiter lenkt er seitdem die Geschicke dieses zweiwöchigen Festivals, das zusätzlich zu hochkarätig besetzten Symphonie-, Chor-, Kammer- und Solokonzerten wichtige Impulse im Bereich interdisziplinärer künstlerischer Projekte, zeitgenössischer Musik, sowie Jugendförderung und gesellschaftlicher Integration setzt. 2014 zum Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden ernannt, folgt Florian Uhlig ab Oktober 2019 einem Ruf an die Musikhochschule Lübeck. Er gibt Meisterkurse in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Hong Kong, Südkorea, China und in der Schweiz. Im Mai 2015 wurde Florian Uhlig in London die Ehrenmitgliedschaft der Royal Academy of Music verliehen.


Das Instrument des Jahres 2021 – DIE ORGEL!
Musik von August Wilhelm Bach, dem jungen Felix Mendelssohn Bartholdy sowie Carl Loewe und anderen Meistern aus Pommern bzw. Stralsund
KMD Matthias Pech (Orgel)
Sa 31.07.2021 / 18:00 Uhr / Eintritt 10.- €

Fragt man nach bedeutenden Komponisten aus Pommern, mag einem spontan nicht gleich etwas einfallen. Aber dann würde sicher bald der Name Carl Loewe (1796-1869) genannt werden, der 46 Jahre in Stettin wirkte und als „Pommerscher Balladenkönig“ gilt. Er war Dirigent, Pianist und Konzertsänger, im Hauptberuf jedoch Kantor und Organist an einer Schnitger-Orgel, die er sehr schätzte, wiewohl sie für ihre Zeit als veraltet gelten musste. Da Pommern lange Zeit eine preußische Provinz war, spielte auch die Berliner Musikszene eine große Rolle. Zu nennen ist hier August Wilhelm Bach (1796-1869), der sich um die Organistenausbildung und den Orgelbau im ganzen Land sehr verdient gemacht hatte. Zu seinen Orgelschülern zählt Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Pommersche Orgellandschaft war stets auf der Höhe der Zeit. Gerade die Hansestadt Stralsund bietet dafür das beste Beispiel mit ihren bedeutenden Instrumenten verschiedener Jahrhunderte. Im 19. Jahrhundert spielten dann Orgelbaumeister wie Friedrich Albert Mehmel (1827-1888) in Stralsund und Barnim Grüneberg (1828-1907) eine herausragende Rolle.

KMD Matthias Pech von der St.-Nikolai-Kirche in Stralsund, in der sich sowohl eine große Orgel des Berliner Orgelbaumeisters Carl August Buchholz (1796-1884) als auch eine zweimanualige Orgel von Schuke/Potsdam aus dem Jahr 1986 zum Spiel unterschiedlichster Literatur anbietet, präsentiert uns im Schönberger Musiksommer Orgelmusik aus Pommern bzw. Stralsund und zeigt sowohl deren Eigenständigkeit als auch deren Vernetzung im großen Konzert des Musikgeschehens eindrücklich auf. Matthias Pech studierte in Lübeck Kirchenmusik (Orgel bei Prof. Martin Haselböck), Cembalo (bei Prof. Hans-Jürgen Schnoor) und Dirigieren und schloss sein Studium 1991 mit der A-Prüfung ab. Zahlreiche Meisterkurse (u.a. bei Eric Ericsson, Helmut Rilling, Daniel Roth, Jacques van Oortmerssen) sowie mehrfache Teilnahme an Orgelakademien bei Winfried Berger (Orgel) und Anna Kuwertz (Dispokinese) begleiteten sein Studium. Praxis konnte er in dieser Zeit als Assistent im Oratorienchor bei Berthold Mindner sammeln. Nach Anstellungen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen führte ihn sein Weg 2003 nach Stralsund, wo er seit dem Beginn der Restaurierung der historischen Buchholz-Orgel von 1841 Kirchenmusiker an St. Nikolai ist. Zahlreiche Auftritte als Organist, Dirigent und Kammermusikpartner, auch im europäischen Ausland sowie CD-Einspielungen zeugen von seiner musikalischen Vielseitigkeit. Beauftragungen als Kreiskantor und Popularmusik-beauftragter ergänzen seine Tätigkeit. 2016 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt.



Kammerphilharmonie Hamburg
Benjamin Britten: Simple Symphonie, Antonin Dvorak: Zypressen (arr. für Klarinette, Violoncello und Streichorchester), Joly Braga Santos: Nocturno for Springs, Ludwig v. Beethoven: Streichquartett Nr.11 in f-Moll (arr. für Streichorchester)
Julius Ockert (Klarinette), Céline Brüggemann (Violoncello), Alexander Letsch (Dirigent)
Di 03.08.2021 / 20:00 Uhr / Eintritt 15.- €

Intensive inhaltliche Auseinandersetzung und programmatische Verdichtung sind die Kennzeichen der Darbietungen der Kammerphilharmonie Hamburg. Jedes ihrer Mitglieder – zumeist kommen sie aus großen und namhaften Orchestern Europas – könnte dabei Solist sein, und daher werden oft die Solopartien aus den eigenen Reihen besetzt. Im vergangenen Jahr ist nicht nur das für Schönberg vorgesehene Konzert des Ensembles ausgefallen, sondern das gesamte Projekt samt Tournee musste pandemiebedingt abgesagt werden. Doch Musikerinnen und Musiker müssen sich vergleichbar mit dem Leistungssport stets und ständig fithalten. Eine Generalpause vom Beruf gibt es kaum. So geht es nun mit einem neuen Programm nahezu nahtlos weiter. Die Mitglieder der Kammerphilharmonie Hamburg nutzen gern auch ihre Ferienzeit, um besondere Literatur in Programmen mit interessanten Spannungen zu erarbeiten, besondere Orte wie die Schönberger St.-Laurentius-Kirche zu bespielen und dabei Freunde und ehemalige Kommilitoninnen zu treffen, um mit ihnen die kollegiale Zusammenarbeit zu vertiefen und den beruflichen Austausch zu fördern. Die Konzerte dieses Ensembles gehören stets zu den Höhepunkten innerhalb des Schönberger Musiksommers! In diesem Jahr wird das zumeist in reiner Streicherbesetzung auftretende Orchester durch die Besetzung einer Soloklarinette erweitert.


Der Solist Julius Ockert, geboren 1995 in Berlin, begann mit sieben Jahren bereits Klarinette zu spielen und erhielt ab 2011 Unterricht bei Walter Hermann. Nach dem Abitur 2014 begann er sein Studium bei Prof. Thorsten Johanns an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und wechselte 2017 an die Universität Mozarteum Salzburg in die Klasse von Univ. Prof. Mag. Andreas Schablas. Zusätzlich besuchte er noch Meisterkurse bei Johann Hindler, Mate Bekavac und Pascal Moragues. Erste Orchestererfahrungen sammelte Julius Ockert noch während seiner Schulzeit im Albert-Schweitzer-Jugendorchester Hamburg und im NDR Jugendsinfonieorchester, wo er unter namenhaften Dirigenten wie zum Beispiel Christoph Eschenbach und Thomas Hengelbrock spielte. Aushilfen führten ihn bereits zu den Nürnberger Symphonikern und zu der Camerata Salzburg. Er erspielte sich im Oktober 2018 einen 3. Preis beim 1. Internationalen Franz-Cibulka-Wettbewerb in Graz. Seit Februar 2019 ist Julius Ockert Akademist im Bayerischen Staatsorchester.

Die Cellistin Céline Brüggemann absolvierte ihr Cellostudium von 1993-98 in Karlsruhe bei Prof. Martin Ostertag. Es folgte ein Aufbaustudium in Freiburg bei Prof. Adriana Contino. Seit 2001 ist sie Orchestermitglied des Nationaltheaters Mannheim. Mit der Kammerphilharmonie Hamburg ist sie sowohl im Ensemble als auch als Solistin in Schönberg schon häufig aufgetreten.

Der Stuttgarter Dirigent Alexander Letsch begann seinen musikalischen Weg als Sänger und Cellist. Das Cello schärfte früh seinen ausgeprägten Sinn für feinfühliges, kammermusikalisches Musizieren und weckte sowohl die Liebe zum Orchester als auch zum Dirigieren. Im Alter von 15 Jahren erhielt Alexander Letsch seinen ersten Dirigierunterricht bei Johannes Klumpp in Stuttgart und sammelte wertvolle Eindrücke unter Manfred Honeck und Roger Norrington. Alexander Letsch studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt  in Weimar Orchesterdirigieren bei Prof. Nicolás Pasquet, Prof. Gunter Kahlert und Prof. Ekhart Wycik und Violoncello bei Lukas Dreyer und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Prof. Mark Stringer. Darüber hinaus erhielt er zahlreiche Impulse in Meisterkursen bei Clark Rundell, Christof Löser, Sian Edwards und Jorma Panula. Alexander Letsch arbeitete unter anderen mit dem Folkwang Kammerorchester, dem Leipziger Symphonie Orchester, der Thüringen Philharmonie Gotha, der Jenaer Philharmonie und der Staatskapelle Weimar, zunehmend auch mit Jugend- und Studentenorchestern, wie dem Landesjugendsinfonieorchester Hessen und Baden-Württemberg, den Jungen Symphonikern Südbaden, sowie den Akademischen Orchestern in Halle und Göttingen. Im Sommer 2016 und 2017 war Alexander Letsch Assistent von Johannes Klumpp bei der Sommermusikakademie auf Schloss Hundisburg. Internationale Konzerterfahrung sammelte er 2015 bis 2017 bereits in Tschechien beim Westböhmischen Symphonie Orchester in Marienbad und beim Karlsbader Symphonieorchester. 

Kammerphilharmonie Hamburg

Die Junge Kammerphilharmonie Hamburg wurde 1992 von Mitgliedern des Hamburger Jugendorchesters und Studierenden der Musikhochschule gegründet, um auf hohem Niveau selbstständig und eigenverantwortlich Orchesterliteratur zu spielen. Auch als viele von den jungen Mitgliedern aus Hamburg zum Studium in andere Städte ziehen mussten, blieb die Junge Kammerphilharmonie Hamburg ein Forum des gegenseitigen Kontakts und gemeinsamen Musizierens. Mittlerweile setzt sich das in kompakten Probenphasen arbeitende Orchester aus fertig ausgebildeten jungen Musikern und hoch talentierten Musikstudenten aus der gesamten Bundesrepublik zusammen und hat sich auf Grund des inzwischen gestiegenen Durchschnittsalters in Kammerphilharmonie Hamburg umbenannt. Die Mitglieder sind hauptberuflich in den Kulturorchestern im gesamten Bundesgebiet oder als Instrumental- und Musikpädagogen tätig. Entscheidend für das Niveau der Aufführungen ist die Tatsache, dass die Instrumentalisten hier das Orchesterspiel nicht als entlohnte Arbeit ansehen, sondern sich mit großem Idealismus den Werken und ihrer klanglichen Realisation widmen. Zugleich ist die freundschaftliche Geselligkeit auch außerhalb der Probenzeit ein wichtiges Kriterium zur engagierten Mitarbeit im Orchester. Der ursprüngliche Grundsatz nur mit Solisten aus eigenen Reihen aufzutreten wurde mit internationalen Künstlern wie David Geringas, Thomas Demenga, Nora Chastain, Toon Fret, Anna Vinnitskaja, Ariel Horowitz u.a. durchbrochen. In den Jahren bis 1993 leitete Kapellmeister Thorsten Schmid-Kapfenburg die Junge Kammerphilharmonie Hamburg, von 1994 bis 2007 lag die künstlerische Leitung bei seinem Gründer Burkhard Matthes. 2008 wurde Kapellmeister Alexander Merzyn Chefdirigent des Ensembles. Im Sommer 2018 arbeitete der junge Dirigent Alexander Letsch zum ersten Mal mit dem Orchester.


Bitte beachten Sie, dass Sie für den Besuch eines unserer Konzerte einen gültigen COVID-19 Test benötigen, der nicht älter als 24 Stunden ist, beziehungsweise einen Nachweis über die vollständige Impfung oder Immunisierung infolge einer COVID-19 Erkrankung. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis.

Anmeldungen bitte unter: post@schoenberger-musiksommer.de

www.schoenberger-musiksommer.de
www.facebook.com/schoenbergermusiksommer


Quelle: Schönberger Musiksommer - KMD Christoph D. Minke und Karsten Lessing